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Geplantes Verbot von Torf für Blumenerde (Gelesen 37907 mal)
- Gartenplaner
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Re: Geplantes Verbot von Torf für Blumenerde
Den ungelernten Saisonarbeitern ist ihr gestiegener Minestlohn auch wertvoll.
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Erich Kästner, (1933/46), Ein alter Mann geht vorüber
“Frei zu sein bedeutet nicht nur seine eigenen Ketten abzulegen, sondern sein Leben so respektvoll zu leben, dass es die Freiheit anderer steigert.“ Nelson Mandela
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- thuja thujon
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Re: Geplantes Verbot von Torf für Blumenerde
Ja, sie reisen deswegen früher ab, brauchen nicht mehr so lange bleiben. Die späteren Erdbeersorten vergammeln dann auf dem Feld.
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- Gartenplaner
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Re: Geplantes Verbot von Torf für Blumenerde
Erdbeeren sind überbewertet.
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- monili
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Re: Geplantes Verbot von Torf für Blumenerde
thuja thujon hat geschrieben: ↑6. Jan 2026, 14:43 Regionaler Blumenkohl für 5€ im Aldi ist nicht weit hergeholt. Dem moralisch überlegenen wird es das aber sicher wert sein. Oder er kauft heimlich spanischen.
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Balkongärtner
Re: Geplantes Verbot von Torf für Blumenerde
Sehe ich tatsächlich ähnlich und da bzw. solange meine Feigen durchaus in die Richtung schmeckenden Ersatz liefern ..
Außerdem hab ich gestern so einige dieser Jiffy Quellscheiben 'gehäutet', um an den Torf zu gelangen.
Jene "Haut" drumrum ist nämlich dermaßen zäh, das schon Pflanzenwurzeln am durchstoßen scheiterten. Und statt wegzuwerfen wird eben ne Art Ei pellen durchgeführt, eingeweicht und unter eine meiner Selbstmischerden untergerührt..
Re: Geplantes Verbot von Torf für Blumenerde
Moin moin, jetzt will ich mich auch mal dazu äußern..... Alle schreien nach Torf. Gramoflor und Co sind doch keine Wohltäter, die wollen verdienen, genau wie die Industrie. Es wird so getan, als ob die Wiedervernässung das Moor retten würde und in ein paar Jahren weiter von vorne angefangen werden kann mit großem Baggern den Torf aus der Erde zu holen. Das wird niemand erleben. TORF WÄCHST IN 1 JAHR NUR 1mm !!!!! Da kann sich jeder selber ausrechnen, wie alt die jetzigen Ausbeuten sind und wie lange es dauert bis sich überhaupt wieder etwas entwickelt. Der Torfabbau sollte schon seit X Jahren vorbei sein, wurde immer wieder diskutiert, mit Erhalt von Arbeitsplätzen erklärt. Haha, dass steht niemand im Moor mit einem Spaten, wie damals. Mit Baggern geht es schneller in einfacher, da sitzt auch nur einer drauf. Es wurde einfach verschlafen über einen Ersatz nachzudenken bzw. zu experimentieren. Leider, dann wären wir jetzt schon weiter und das Moor würde nicht weiter ausgebeutet.
- thuja thujon
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Re: Geplantes Verbot von Torf für Blumenerde
Ich kann dir versichern, dass es nicht verschlafen wurde, nach Alternativen zu suchen.
Da wurden die letzten 10-20 Jahre sehr viele Versuche gemacht, sollte dem interessierten Hobbygärtner nicht entgangen sein.
Falls doch verlinke ich gerne zu entsprechenden Projekten. Man denke da nur mal an die Superseite von Weihenstephan.
Leider krankt die Situation an dem Umstand, dass Torfersatzstoffe wie Holzfaser andere Probleme mit sich bringen.
Wasserspeichervermögen kann man mit häufigeren Gießintervallen umgehen (automatisiert statt händisch), höherer Salzgehalt durch hohe Kompostanteile mit Regen- oder zB durch Umkehrosmose entmineralisiertem Wasser. Die Bereitschaft, die technischen Anlagen in jedem Haushalt zu installieren ist aber begrenzt, Regenwasser gibts kaum zu kaufen und Kompost steht auch nicht in der Menge zur Verfügung, wie er gebraucht würde.
Die Leute kompostieren leider zu wenig, da fehlt Rohstoff.
Das mit der Industrie ist doof, die möchte was verdienen, wie die meisten Arbeitnehmer auch. Von lächeln wird eben keine Miete oder der Blumenkohl für 5€ bezahlt. Da sitzen wohl alle im gleichen Boot, taugt kaum als Argument.
Wenn Gramoflor kein Wohltäter ist, kein Thema, aber gibt es überhaupt welche?
Der BUND macht die Ackerflächen nicht zu Moor. Zahlen tut ers auch nicht, das machen die Kunden von Gramoflor.
Der BUND verheizt seine Kohle für Medienkampagnen, Aufmerksamkeit. Nicht für praktische Erfolge, die zählen. Er forscht auch nicht nach Alternativen. Er bewegt nichts in der Sache.
PS: ich nutze gerne Gramoflor Friedhof Spezial für die 77er Quickpots, weil mit den 30% Schwarztorf die Wurzelballen relativ stabil werden. Der Kompostanteil in dem Substrat hat leider manchmal den Nachteil der Stickstoffsperre, ich muss also je nach Charge mit mineralischem Stickstoff nachdüngen. Da keine Holzfaser enthalten ist, kann ich mir allerdings die Insektizidbehandlungen gegen Trauermücken und Rosenkäferlarven sparen. Mit einem TKS2 habe ich alle 3 Probleme nicht, kann also auf chemisch-synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel verzichten.
Was ist jetzt richtig?
Da wurden die letzten 10-20 Jahre sehr viele Versuche gemacht, sollte dem interessierten Hobbygärtner nicht entgangen sein.
Falls doch verlinke ich gerne zu entsprechenden Projekten. Man denke da nur mal an die Superseite von Weihenstephan.
Leider krankt die Situation an dem Umstand, dass Torfersatzstoffe wie Holzfaser andere Probleme mit sich bringen.
Wasserspeichervermögen kann man mit häufigeren Gießintervallen umgehen (automatisiert statt händisch), höherer Salzgehalt durch hohe Kompostanteile mit Regen- oder zB durch Umkehrosmose entmineralisiertem Wasser. Die Bereitschaft, die technischen Anlagen in jedem Haushalt zu installieren ist aber begrenzt, Regenwasser gibts kaum zu kaufen und Kompost steht auch nicht in der Menge zur Verfügung, wie er gebraucht würde.
Die Leute kompostieren leider zu wenig, da fehlt Rohstoff.
Das mit der Industrie ist doof, die möchte was verdienen, wie die meisten Arbeitnehmer auch. Von lächeln wird eben keine Miete oder der Blumenkohl für 5€ bezahlt. Da sitzen wohl alle im gleichen Boot, taugt kaum als Argument.
Wenn Gramoflor kein Wohltäter ist, kein Thema, aber gibt es überhaupt welche?
Der BUND macht die Ackerflächen nicht zu Moor. Zahlen tut ers auch nicht, das machen die Kunden von Gramoflor.
Der BUND verheizt seine Kohle für Medienkampagnen, Aufmerksamkeit. Nicht für praktische Erfolge, die zählen. Er forscht auch nicht nach Alternativen. Er bewegt nichts in der Sache.
PS: ich nutze gerne Gramoflor Friedhof Spezial für die 77er Quickpots, weil mit den 30% Schwarztorf die Wurzelballen relativ stabil werden. Der Kompostanteil in dem Substrat hat leider manchmal den Nachteil der Stickstoffsperre, ich muss also je nach Charge mit mineralischem Stickstoff nachdüngen. Da keine Holzfaser enthalten ist, kann ich mir allerdings die Insektizidbehandlungen gegen Trauermücken und Rosenkäferlarven sparen. Mit einem TKS2 habe ich alle 3 Probleme nicht, kann also auf chemisch-synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel verzichten.
Was ist jetzt richtig?
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Rieke
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Re: Geplantes Verbot von Torf für Blumenerde
Die Umweltverbände haben unterschiedliche Arbeitsschwerpunkte. Der Nabu macht sehr viel praktische Naturschutzarbeit, Kröten über die Straße tragen, Hornissen umsiedeln, Biotoppflege usw. Der BUND ist stärker politisch aktiv, Lobbyarbeit für die bessere Berücksichtigung von Umwelt- und Naturschutz in der Gesetzgebung, Stellungnahmen in Planungsverfahren, Öffentlichkeitsarbeit. Natürlich gibt es beim BUND auch Projekte mit Biotoppflege und der Nabu schreibt Stellungnahmen oder nutzt die Verbandsklage. Beide Ansätze sind wichtig für den Naturschutz.
Moorschutzprojekte beim BUND: https://www.bund.net/spenden-und-unters ... nzen-land/
Und beim Nabu: https://www.nabu.de/natur-und-landschaf ... index.html
Forschung ist übrigens nicht Aufgabe eines Umweltverbands, dafür fehlen auch schlicht das Geld, die Mitarbeiter und die Ausstattung wie Labore.
Ich verwende übrigens schon sehr lange keinen Torf mehr im Garten und ernte trotzdem Tomaten und Chilis. Die Kübelerde mische ich aus Kokossubstrat, Lavagrus (für die Wasserspeicherung und Struktur), Kompost und Hornspänen. Die Erde verwende ich mehrere Jahre, sie lagert den Winter über in einem Komposter. Im Frühjahr mische ich frischen Kompost unter und dünge wieder mit Hornspänen. Für die Aussaat verwende ich Kokossubstrat, das ich von Anfang an dünge, mit einem schnellverfügbarem Flüssigdünger und ein wenig Hornmehl.
Moorschutzprojekte beim BUND: https://www.bund.net/spenden-und-unters ... nzen-land/
Und beim Nabu: https://www.nabu.de/natur-und-landschaf ... index.html
Forschung ist übrigens nicht Aufgabe eines Umweltverbands, dafür fehlen auch schlicht das Geld, die Mitarbeiter und die Ausstattung wie Labore.
Ich verwende übrigens schon sehr lange keinen Torf mehr im Garten und ernte trotzdem Tomaten und Chilis. Die Kübelerde mische ich aus Kokossubstrat, Lavagrus (für die Wasserspeicherung und Struktur), Kompost und Hornspänen. Die Erde verwende ich mehrere Jahre, sie lagert den Winter über in einem Komposter. Im Frühjahr mische ich frischen Kompost unter und dünge wieder mit Hornspänen. Für die Aussaat verwende ich Kokossubstrat, das ich von Anfang an dünge, mit einem schnellverfügbarem Flüssigdünger und ein wenig Hornmehl.
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- thuja thujon
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Re: Geplantes Verbot von Torf für Blumenerde
Warum pflanzt du nicht in den Boden, der die letzten tausend Jahre die Menschen ernährt hat? Kokosfaser aus Übersee importieren kanns ja auch nicht sein. Geht sogar ohne Plastiktopf.
Was die Forschenden Umweltvereine angeht, kennst du die Pollichia?
https://www.pollichia.de/
Gibts sowas nicht bei euch regional verankert?
Ideologisch verblendet radikalisierte Naturfremde haben es da zugegeben etwas schwer. Da prallen wirklich Lager aufeinander. Noch. Ein anderes Thema.
Übrigens ist mit einer Klage und Recht bekommen noch keine Lösung für Mensch und Umwelt gefunden. Mit erhobenem Zeigefinger hinstellen mag wichtig sein, aber nicht entscheidend. Man muss auch liefern können.
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https://www.pollichia.de/
Gibts sowas nicht bei euch regional verankert?
Ideologisch verblendet radikalisierte Naturfremde haben es da zugegeben etwas schwer. Da prallen wirklich Lager aufeinander. Noch. Ein anderes Thema.
Übrigens ist mit einer Klage und Recht bekommen noch keine Lösung für Mensch und Umwelt gefunden. Mit erhobenem Zeigefinger hinstellen mag wichtig sein, aber nicht entscheidend. Man muss auch liefern können.
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Hyla
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Re: Geplantes Verbot von Torf für Blumenerde
Um weniger Torf zu verbrauchen, würde es schon was bringen, einen Teil des Substrats durch andere Erden zu ersetzen.
Das würde den Zeitraum bis zu einem brauchbaren Ersatz überbrücken helfen und einen langsamen Übergang in den Betrieben ermöglichen.
Ich find's sehr seltsam, daß es immer nur ganz oder gar nicht gibt und das möglichst sofort.
Das würde den Zeitraum bis zu einem brauchbaren Ersatz überbrücken helfen und einen langsamen Übergang in den Betrieben ermöglichen.
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Liebe Grüße!
Wenn du denkst es geht nicht mehr,
kommt irgendwo ein Lichtlein her.
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Re: Geplantes Verbot von Torf für Blumenerde
Wie schon mehrfach geschrieben: es gibt brauchbaren Ersatz, mit denen auch Gärtnereien nicht nur das Topfen, sondern auch die Anzucht gut hinkriegen. Die Stauden können da auch durchaus länger drin stehen ohne Probleme (Düngen muss man natürlich genauso wie bei Torfsubstraten).
Soweit ich weiß gibt es das Substrat aber nur im Großhandel.
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- Gartenplaner
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Re: Geplantes Verbot von Torf für Blumenerde
das magst du so finden, ist aber nicht so.
Allein der Thread ist schon 10 Jahre alt.
Und schon 2016 gabs einen Link zu ner sehr differenzierten Übersichtsstudie von 2015 von neo/immergrün:
(Nochmal mit Titel verlinkt:neo hat geschrieben: ↑9. Sep 2016, 17:10https://www.zhaw.ch/storage/lsfm/instit ... a-torf.pdfein möglicher Ersatzstoff
Torf und Torfersatzprodukte im Vergleich:
Eigenschaften, Verfügbarkeit, ökologische Nachhaltigkeit
und soziale Auswirkungen)
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Erich Kästner, (1933/46), Ein alter Mann geht vorüber
“Frei zu sein bedeutet nicht nur seine eigenen Ketten abzulegen, sondern sein Leben so respektvoll zu leben, dass es die Freiheit anderer steigert.“ Nelson Mandela
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Re: Geplantes Verbot von Torf für Blumenerde
Polemiker, Aufpeitscher, Stimmungmacher, die so solche Formulierungen benutzen, wie du, ebenfalls.thuja thujon hat geschrieben: ↑6. Jan 2026, 20:59...
Ideologisch verblendet radikalisierte Naturfremde haben es da ... etwas schwer. ...
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Re: Geplantes Verbot von Torf für Blumenerde
Wie es in den Wald reinschallt...
Zu den Torfersatzstoffen und dem Link: so ganz Torffrei funktioniert manches auch 15 Jahre später noch nicht.
hobab: was sind die Mischungen für Stauden in 9er Viereck, oder stellt man auch wegen dem Substrat auf größere Töpfe um?
Wie ist es mit den Mischungen für die Aussaattrays, also bei Topfgrößen von rund 1cm?
Zu den Torfersatzstoffen und dem Link: so ganz Torffrei funktioniert manches auch 15 Jahre später noch nicht.
hobab: was sind die Mischungen für Stauden in 9er Viereck, oder stellt man auch wegen dem Substrat auf größere Töpfe um?
Wie ist es mit den Mischungen für die Aussaattrays, also bei Topfgrößen von rund 1cm?
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Re: Geplantes Verbot von Torf für Blumenerde
Tja, deswegen mach ich mir immer die Mühe, dein Aufwiegeln zu demaskieren.
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