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Geplantes Verbot von Torf für Blumenerde (Gelesen 39011 mal)
- thuja thujon
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Re: Geplantes Verbot von Torf für Blumenerde
Ich meinte Aufbau, also Bodenaufbau deutlich langsamer als Torfaufbau.
Er ist aber auch aus vielen anderen Gründen kein Ersatz für Torf.
Wie gesagt, wir nutzen den in der Firma, ich weiß wovon ich spreche.
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Re: Geplantes Verbot von Torf für Blumenerde
Wenn das auf die Recyclingplätzen wandert, dann getrennt um es später wieder zu verkaufen. Ich glaub kaum das etwas was zu Geld gemacht werden kann wie Oberboden, auf Deponien verschwindet. Wenn doch: Wieso?
In der Regel läuft es so, dass ein Kunde beispielsweise eine Terrasse bauen will. Dafür muss der Oberboden ausgekoffert werden und wenn kein Platz im Garten ist (wie meist der Fall) muss der Kunde für den Abtransport bezahlen. Ist der Bau fertig, wird dann meistens die Erde wieder benötigt, oder jedenfalls ein Teil davon und für den Transport und den Oberboden selbst muss der Kunde dann wieder bezahlen.
In der Regel läuft es so, dass ein Kunde beispielsweise eine Terrasse bauen will. Dafür muss der Oberboden ausgekoffert werden und wenn kein Platz im Garten ist (wie meist der Fall) muss der Kunde für den Abtransport bezahlen. Ist der Bau fertig, wird dann meistens die Erde wieder benötigt, oder jedenfalls ein Teil davon und für den Transport und den Oberboden selbst muss der Kunde dann wieder bezahlen.
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Re: Geplantes Verbot von Torf für Blumenerde
Umso schlimmer, dass die industrielle Landwirtschaft den Boden so lange so wenig gepflegt hat und dadurch Unmassen jedes Jahr durch Erosion verloren gingen und immer noch verloren gehen.thuja thujon hat geschrieben: ↑8. Jan 2026, 16:31 Ich meinte Aufbau, also Bodenaufbau deutlich langsamer als Torfaufbau.
…
Gerade auch inzwischen klimawandelbedingt.
Dazu kommt der Verlust durch Bebauung, Infrastruktur…
Bei den Mengen?
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Re: Geplantes Verbot von Torf für Blumenerde
Was für Mengen meinst du genau? Ich lese jetzt nicht den ganzen Text durch, da ohnehin nichts besonders Neues drin steht.
Sowohl Betonreste, Bauschutt als auch Oberboden mit, oder ohne enthaltenen Bauschutt, wird alles getrennt in Deponien gelagert und dann entweder direkt wieder verkauft, oder gegebenenfalls gesiebt oder weiter verarbeitet. Der Bauschutt wird dann eben als Recycling Material für Straßenbau verwendet, Oberboden als Füllmaterial, oder mit Kompost angereichert als Gartenboden verscherbelt. Alles gut organisiert und verschwendet wird wenig. Bei einigen Deponien türmt sich das teilweise zu über 20m hohen Bergen, die dann aber nach und nach wieder verbraucht werden.
Sowohl Betonreste, Bauschutt als auch Oberboden mit, oder ohne enthaltenen Bauschutt, wird alles getrennt in Deponien gelagert und dann entweder direkt wieder verkauft, oder gegebenenfalls gesiebt oder weiter verarbeitet. Der Bauschutt wird dann eben als Recycling Material für Straßenbau verwendet, Oberboden als Füllmaterial, oder mit Kompost angereichert als Gartenboden verscherbelt. Alles gut organisiert und verschwendet wird wenig. Bei einigen Deponien türmt sich das teilweise zu über 20m hohen Bergen, die dann aber nach und nach wieder verbraucht werden.
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Re: Geplantes Verbot von Torf für Blumenerde
Wenn ich mir so die Abfälle der Gärtner aus den PopUp-Säcken anschaue, mache ich mir um die Landwirtschaft keine Sorgen. Die leben davon, alleine deshalb verschwenden die das schon nicht so wie die meisten Gärtner.Gartenplaner hat geschrieben: ↑8. Jan 2026, 16:54Umso schlimmer, dass die industrielle Landwirtschaft den Boden so lange so wenig gepflegt hat und dadurch Unmassen jedes Jahr durch Erosion verloren gingen und immer noch verloren gehen.
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Re: Geplantes Verbot von Torf für Blumenerde
… 122,1 Mio. t waren Bodenaushub einschließlich Baggergut und Gleisschotter. Davon wurden 86, % oder 105,8 Mio. t verwertet. Sie wurden etwa in übertägigen Steinbrüchen und Abgrabungen verfüllt oder anders verwertet. Darin enthalten sind 14,0 Mio. t (11,5 %), aus denen Recycling-Baustoffe hergestellt wurden. 16,3 Mio. t (13,3 %) wurden auf Deponien beseitigt (siehe Abb. „Verbleib Boden und Steine 2022“)….
…Erosion bedroht Ackerböden: vor allem durch Wind und Wasser gehen hierzulande jährlich im Schnitt 1,4 bis 3,2 Tonnen Boden pro Hektar verloren….thuja thujon hat geschrieben: ↑8. Jan 2026, 17:26 …mache ich mir um die Landwirtschaft keine Sorgen. Die leben davon, alleine deshalb verschwenden die das schon nicht so …
… In den derzeit beobachtbaren Ausmaßen wird Bodenerosion in Mitteleuropa erst durch das menschliche Handeln möglich, in der Hauptursache durch den Anbau unserer Nahrungsmittel.…
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Re: Geplantes Verbot von Torf für Blumenerde
1,4 bis 3,2 Tonnen pro Hektar sind etwa 0,1 bis 0,2 mm. Ich kenne Gärten, die haben 20cm in 20 Jahren geschafft. Das ist das Hundertfache.
Preisfrage: wie viel kommt durch Windablagerungen wieder dazu?
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Re: Geplantes Verbot von Torf für Blumenerde
Ich habs halt mal wieder gelesen...Gartenplaner hat geschrieben: ↑8. Jan 2026, 18:38 …Erosion bedroht Ackerböden: vor allem durch Wind und Wasser gehen hierzulande jährlich im Schnitt 1,4 bis 3,2 Tonnen Boden pro Hektar verloren….
… In den derzeit beobachtbaren Ausmaßen wird Bodenerosion in Mitteleuropa erst durch das menschliche Handeln möglich, in der Hauptursache durch den Anbau unserer Nahrungsmittel.…
Mit dem Bundesinformationszentrum Landwirtschaft und auch mit den Veröffentlichungen des Bundesumweltamtes tue ich mir immer schwer.
Aktuell hier: Da mit Datum vom 25. 12. 2025 versehen ist der Beitrag scheinbar ganz aktuell, auf die allgemeinen Kapitel trifft das auch zu, was ja nicht allzu schwierig ist.
Beim Kapitel zu den Maßnahmen, Vorschriften und Kontrollen zur Erosionsvermeidung in der Landwirtschaft z. B. wird auf die fehlende Konkretisierung bei der sog. Guten Fachlichen Praxis, und auf die mangelnde Überwachung eingegangen. Mir scheint das überholt, da bei den allgmeinen einzuhaltenden Vorschriften zur Agrarförderung längst zahlreiche konkrete Bestimmungen über Auflagen auf Erosionsgefährdeten Standorten bestehen und sich der Landwirt zwecks Information zum Status seiner Flächen auch nicht mehr an irgendwelche Informationsstellen wenden muss, sondern diese als Kulissen im Rahmen seines Agrarantrages flächenscharf abfragen und einsehen kann.
Mich überkommt bei diesen Texten immer wieder der Gedanke, dass eine objektive Darstellung möglicherweise anders ausähe. Die Beiträge wirken auf mich nicht so, als sei das vorrangige Ziel die Sachinformation. Hätte ich bei diesen Quellen halt gerne anders.
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Re: Geplantes Verbot von Torf für Blumenerde
[url= https://www.landwirtschaft.de/u ... verloren….Gartenplaner hat geschrieben: ↑8. Jan 2026, 18:38… 122,1 Mio. t waren Bodenaushub einschließlich Baggergut und Gleisschotter. Davon wurden 86, % oder 105,8 Mio. t verwertet. Sie wurden etwa in übertägigen Steinbrüchen und Abgrabungen verfüllt oder anders verwertet. Darin enthalten sind 14,0 Mio. t (11,5 %), aus denen Recycling-Baustoffe hergestellt wurden. 16,3 Mio. t (13,3 %) wurden auf Deponien beseitigt (siehe Abb. „Verbleib Boden und Steine
… In den derzeit beobachtbaren Ausmaßen wird Bodenerosion in Mitteleuropa erst durch das menschliche Handeln möglich, in der Hauptursache durch den Anbau unserer Nahrungsmittel.…
[/quote]
Na ja, das enthüllt jetzt auch nichts: warum diese Mengen jetzt auf Deponien landen wird nicht erklärt. Weil sie verseucht sind, oder so voll mit verschiedenen Substanzen, das eine Trennung nicht mehr möglich?
In meiner Praxis erlebe ich eigentlich nur extrem strenge und damit teure Trennung der Abfälle, zu Lasten der ob der Preise stöhnenden Kundschaft. Führt dann aber offenbar auch zu Wilddeponien, der überforderten (Schwarzarbeiter?) Firmen.
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Re: Geplantes Verbot von Torf für Blumenerde
Na ja, das enthüllt jetzt auch nichts: warum diese Mengen jetzt auf Deponien landen wird nicht erklärt. Weil sie verseucht sind, oder so voll mit verschiedenen Substanzen, das eine Trennung nicht mehr möglich?hobab hat geschrieben: ↑8. Jan 2026, 20:26Gartenplaner hat geschrieben: ↑8. Jan 2026, 18:38
[url= https://www.umweltbundesamt.de/daten/re ... enaufbruch]… 122,1 Mio. t waren Bodenaushub einschließlich Baggergut und Gleisschotter. Davon wurden 86, % oder 105,8 Mio. t verwertet. Sie wurden etwa in übertägigen Steinbrüchen und Abgrabungen verfüllt oder anders verwertet. Darin enthalten sind 14,0 Mio. t (11,5 %), aus denen Recycling-Baustoffe hergestellt wurden. 16,3 Mio. t (13,3 %) wurden auf Deponien beseitigt (siehe Abb. „Verbleib Boden und Steine
In meiner Praxis erlebe ich eigentlich nur extrem strenge und damit teure Trennung der Abfälle, zu Lasten der ob der Preise stöhnenden Kundschaft. Führt dann aber offenbar auch zu Wilddeponien, der überforderten (Schwarzarbeiter?) Firmen.
Zur Erosion: kann es sein das die dauernd wechselnden Richtlinien ein Teil des Problems sind? Es ging ja eine Weile in die richtige Richtung mit Förderung von Hecken und Randbepflanzungen aber dann kam in der Coronazeit auf einmal die Angst vor Nahrungsmangel und die ganzen Hecken wurden gerodet und die Äcker bis an die Straßenkante geführt. Politisch gewollt.
Ich kriege das nur am Rand mit, aber hab manchmal das Gefühl es geht mehr um das Abgreifen von Fördermitteln als um die sinnvolle Bewirtschaftung der Äcker und Waldflächen.
[/quote]
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Re: Geplantes Verbot von Torf für Blumenerde
Hab eher das gegenteilige Problem in meinen Gärten: die Beete wachsen weit über die Wege und auch der Rasen kommt immer höher....thuja thujon hat geschrieben: ↑8. Jan 2026, 19:28 1,4 bis 3,2 Tonnen pro Hektar sind etwa 0,1 bis 0,2 mm. Ich kenne Gärten, die haben 20cm in 20 Jahren geschafft. Das ist das Hundertfache.
Preisfrage: wie viel kommt durch Windablagerungen wieder dazu?
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Re: Geplantes Verbot von Torf für Blumenerde
Klar, hängt an der Bewirtschaftung. Im Normalfall wächst ein Gartenboden recht schnell, weil viel organische Masse reinkommt.
Manche Gärtner entsorgen aber Unkräuter mit anhaftender Erde in zB der Biotonne statt Kompostierung. Auch wenn Rasen abgestochen wird, weil man da was neu machen möchte.
Manche Rasenflächen wachsen auch wegen dem zunehmendem Filz und Moos (Bewirtschaftungsfehler). Das kann man übrigens in Fässern verjauchen und bekommt so etwas ähnliches wie Torf, um mal wieder zurück zum Thema zu kommen.
Manche Gärtner entsorgen aber Unkräuter mit anhaftender Erde in zB der Biotonne statt Kompostierung. Auch wenn Rasen abgestochen wird, weil man da was neu machen möchte.
Manche Rasenflächen wachsen auch wegen dem zunehmendem Filz und Moos (Bewirtschaftungsfehler). Das kann man übrigens in Fässern verjauchen und bekommt so etwas ähnliches wie Torf, um mal wieder zurück zum Thema zu kommen.
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Re: Geplantes Verbot von Torf für Blumenerde
Ach ja, weil die Frage aufkam, man solle doch mal berichten über Tests und auch mal was probieren, wir haben da noch einen guten Strang, der gerne weitergeführt werden kann.
Leider noch mit dem bekannten Ergebnis.
viewtopic.php?t=62387
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Re: Geplantes Verbot von Torf für Blumenerde
Dir ist aber schon klar, wie viel Fläche tagtäglich in Deutschland überbaut wird?hobab hat geschrieben: ↑8. Jan 2026, 20:26 …
Na ja, das enthüllt jetzt auch nichts: warum diese Mengen jetzt auf Deponien landen wird nicht erklärt. Weil sie verseucht sind, oder so voll mit verschiedenen Substanzen, das eine Trennung nicht mehr möglich?
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Ungefähr 52 Hektar - jeden Tag.
Wenn du ein Hin-und-her-karren bei Gartenanlagen erlebst, ist das ja soweit gut - aber wie viele Gärten müssten wie hoch mit der Erde zugekippt werden, die für Straßen, Industriegebiete, Wohnbebauungen usw. abgetragen werden muss??
16,3 Millionen Tonnen müssen auf Deponien, weil es dafür keine Nutzung gibt.
Preisfrage: auf wieviel Quadratkilometern?thuja thujon hat geschrieben: ↑8. Jan 2026, 19:28 1,4 bis 3,2 Tonnen pro Hektar sind etwa 0,1 bis 0,2 mm. Ich kenne Gärten, die haben 20cm in 20 Jahren geschafft. Das ist das Hundertfache.
…
Es ist schon spannend, wie du bei Themen zu Landwirtschaft so gerne Birnen mit Äpfeln vergleichst
Deine Kunden sind sich jedenfalls der Problematik bewusst.
Auch angesichts dessen, dass es 100 bis 300 Jahre dauert, bis sich 10mm humushaltiger Boden neu gebildet hat.
Ja, mir fällt da auch immer wieder auf, dass du da, ähnlich wie Thuja auch, bei vielen wissenschaftlichen Studien zu Landwirtschaft, mal gerne schnell grundsätzlich die Fachkompetenz anzweifelst, oder die „Objektivität“.Floris hat geschrieben: ↑8. Jan 2026, 20:03 ….
Ich habs halt mal wieder gelesen...
Mit dem Bundesinformationszentrum Landwirtschaft und auch mit den Veröffentlichungen des Bundesumweltamtes tue ich mir immer schwer.
…
Mich überkommt bei diesen Texten immer wieder der Gedanke, dass eine objektive Darstellung möglicherweise anders ausähe. Die Beiträge wirken auf mich nicht so, als sei das vorrangige Ziel die Sachinformation. Hätte ich bei diesen Quellen halt gerne anders.
Mir scheint, euch beiden gefielen nur Ergebnisse, die euren Vorstellungen entsprechen.
Du könntest natürlich gern eigene, „objektive“ Quellen anführen, das wäre dann mal eine Diskussionsgrundlage, und nicht nur eine Pauschaldiskreditierung staatlicher Stellen, ohne jegliche Begründung.
Zuletzt geändert von Gartenplaner am 8. Jan 2026, 21:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Geplantes Verbot von Torf für Blumenerde
Find ich gut.thuja thujon hat geschrieben: ↑8. Jan 2026, 21:13 Ach ja, weil die Frage aufkam, man solle doch mal berichten über Tests und auch mal was probieren, wir haben da noch einen guten Strang, der gerne weitergeführt werden kann.
Leider noch mit dem bekannten Ergebnis.
viewtopic.php?t=62387
Allerdings für all die, die kein „frankensteinsches Bodenlaboratorium“ mit verschiedensten Ingredienzien aufbauen wollen, wären „Produktrezensionen“ von einfach im Handel erwerbbaren Produkten praktisch.
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