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newkidintown hat geschrieben: ↑13. Aug 2026, 16:07
Wir haben einen eingewachsenen Garten und keinerlei Probleme mit dem "Klimawandel", zumal wir regelmässig im Winterhalbjahr jede Menge
Regenwasser auffangen und speichern können. Wird überwiegend für Kübelpflanzen und Rasenbewässerung verwendet. Ansonsten kann man inzwischen auch unbesorgt etliche mediterrane Gewächse auspflanzen, die nach und nach alte langweilig/überflüssig gewordene Pflanzen von anno dunnemals ersetzen.
Ich hätt' da mal zwei Fragen:
Wie gross ist Dein Gärtchen ?
Wie viel Wasser kannst Du speichern ?
Ich giesse meine Blumenrasen nicht, der ist knusprig - kommt aber wieder.
Wenn ich nur die jüngeren Gehölze giesse und einige Kübelpflanzen, dann habe ich 200 m3 / Jahr (Duschen, WC und Spülen für eine Person mit eingerechnet). Wo soll ich die speichern ?
sorry, sehe das jetzt erst, weil ich nicht so oft in diesem forum bin. wir haben eine noch von den eltern stammende grössere zisterne (weil das grundstück früher zum grossen teil mehr als nutz- und weniger als ziergarten genutzt wurde). deren genauer inhalt ist mir nicht bekannt,
sind vielleicht 10.000 liter oder so. dazu kommen etliche regentonnen an fallrohren. der bepflanzte teil des grundstücks incl. an die 100 qm rasen dürfte ca. 450 qm betragen. dazu kommen im schnitt ca. 50 kübelpflanzen plus diverser kleinkram wie geranien, petunien & co.
Rokko21 hat geschrieben: ↑28. Sep 2026, 09:17
Es ist ein Eryngium. Ich würde denken der Feldmannstreu. Den habe ich auch bei Wanderungen in den Weinbergen der Pfalz gesehen. Für den Garten gibt es aber attraktivere Arten. Ich versuche es mal mit E. planum „Blue Hobbit“ der soll blauer und wesentlich niedriger als die Art sein, die auch ein starker Insektenmagnet ist.
E. planum gilt in Deutschland als vom Aussterben bedroht.
Eryngium campreste, Feldmannstreu, könnte tatsächlich passen. Wächst hier wild auf Sandumschlagplätzen. In der freien Feldflur eher selten. Einmal im Garten etabliert, sind die Stauden selbst auf Nährstoffreichem Boden langlebig. Voraussetzung ist trocken und möglichst sonnig.
Der Habitus auf dem Foto ist etwas verwirrend, hier auf sandigem Lehm sind die Blätter deutlich großzügiger da im Frühjahr mit guter Wasserversorgung startend, das kann auf den Skelettreichen Böden in Nordkroatien sehr anders sein.
Wer es nicht ganz so trocken und Steppenartig anbieten kann, Eryngium planum ist die Gartentaugliche Variante, die viele Wespenartige anzieht.
An den Rändern der Weinpflanzung in der Pfalz gab es noch größere Exemplare. Es war allerdings kein sehr trockenes Jahr, als ich dort unterwegs war. An der Teufelsmauer (nördliches Harzvorland) waren sie auch klein und nicht so üppig.
Eryngium planunm lockt nicht nur Wespen an sondern fast alle Insekten, die Nektar suchen. Auch viele Bienen, Hummeln, Fliegen und Käfer. Zur Vollblüte bleibe ich oft länger an der Pflanze stehen und schaue mir das Gewimmel an. Schmetterlinge allerdings kommen kaum.
Die haben viele flachstreichende Wurzeln - das ist gut für Frühlingsgeophyten (wie im Haselhain in Sissinghurst), aber schlecht für Pflanzen, die den Sommer grün durchhalten müssen. Weiss ich, da ich viele Haseln habe (mit Unterpflanzung).
Hallo Nox, hab bereits zehn alte Hasel im Schattengarten umpflanzt mit Frühlinsgsgeophyten und all meine Schattenpflanzen, Wurzeldruck von den Hasel hab ich noch nicht festgestellt
Interessante Frage, weil Hasel wirklich ein Flachwurzler ist und dazu, ab einem gewissen Alter, den Boden stark beschattet. Kommt vielleicht auf den Boden an - in Lehm geht es, bei Sand eher schwierig - und natürlich aufs Alter und wie dicht die Sträucher gepflanzt sind. Ideal ist das tatsächlich nur für Geophyten, aber bei breit wachsenden, mehrstämmigen Großsträuchern fällt mir kein Pfahlwurzler ein, daher ist die Frage eher akademisch. Man könnte Corylus colurna pflanzen und versuchen die mehrstämmig zu ziehen. Oder eine kleine Sorte Liquidamber mehrstämmig kaufen. Für Foxy sicher uninteressant, da sie ja gute Erfahrungen mit Hasel gemacht hat, die Idee ist aber richtig, den Boden irgendwie zu beschatten, wird wohl in Zukunft immer wichtiger werden und da ist die Frage nach dem Wurzelsystem nicht unwichtig.
Im Haselschatten an der tiefsten Stelle meines Gartens, die auch am längsten schattig ist, musste ich diesen Sommer Rhododendron giessen. Ein Farn (Athyrium Okanum) zieht regelmässig im Sommer ein und treibt im Frühling wieder.
Ein Geranium himalayense legt seine Blätter auf dem Boden ab, richtet sich aber sofort wieder auf, sobald es ein wenig Regen gibt.
Günsel breitet sich aus und ist unbeeindruckt, Helleborus orientalis könnte ich mir auch vorstellen.
Bei ausreichenden Abständen wächst unter Hasel schon einiges, ein großer Vorteil ist, das bei zu viel Schatten problemlos ein Teil der Stämme einfach rausgeschnitten werden kann: das würde ich mit Hamamelis oder japanischen Ahorn nur sehr, sehr ungern tun.
Vielleicht fällt ja noch jemand ein Gehölz ein das guten Schatten wirft, nicht zu groß wird und kein Flachwurzler ist - das fände ich tatsächlich ein Thema für den Klimawandel. Also nicht nur Bäume kennen die überhaupt überleben, sondern die auch noch die darunterliegende Krautschicht unterstützen. Gar nicht so einfach, ohne Suche fällt mir jedenfalls nicht viel besseres ein.
hobab, da hatten wir gerade eine telepathische Verbindung. Bäume kann man einfach nicht zu einer schattenspendenden eher flachen Wand schneiden.Hitze, Schatten, trocken, eher nass kein Problem, bis auf den Stock zurückschneiden auch nicht. Die großen Hasel die letztes Jahr bei der Fichtenrodung am Sock ungeschnitten wurden sind jetzt 3 m hoch.
hobab hat geschrieben: ↑29. Sep 2026, 18:28
Vielleicht fällt ja noch jemand ein Gehölz ein das guten Schatten wirft, nicht zu groß wird und kein Flachwurzler ist - das fände ich tatsächlich ein Thema für den Klimawandel. Also nicht nur Bäume kennen die überhaupt überleben, sondern die auch noch die darunterliegende Krautschicht unterstützen. Gar nicht so einfach, ohne Suche fällt mir jedenfalls nicht viel besseres ein.
Carpinus orientalis vielleicht. Hätte ich gern. Gibt es nur nicht. Höchstens als Bonsai.