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Nahema im Kübel? (Gelesen 14355 mal)

A rose is a rose is - Erfahrungen, Pflege und Schnitt von Rosen
Historische Rosen, Strauchrosen, Kletterrosen, Wildrosen ...

Lisa15
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Re:Nahema im Kübel?

Lisa15 » Antwort #15 am:

Ja, Nahema ist sowieso schon grenzwertig - was Gesundheit und Kälteresistenz angeht. Darüber hinaus bin ich persönlich grundsätzlich bestrebt, den bei mir wachsenden Pflanzen die optimalsten Bedingungen zu bieten, um ihr Potential voll auszuschöpfen. Dafür verzichte ich freiwillig auf Vielfalt. Qualität ist mir wichtiger als Quantität. Ein frei wachsender, üppiger 3 Meter hoher und 3 Meter breiter Rosenstrauch macht mich glücklicher als eine sonst vom Habitus üppig werdende Rose auf 70x70cm einzuzwängen. Sie käme mir vor wie ein Schoßhündchen, dem ich ein Schleifchen aufsetze. ::) Eine Rose ist kein Margariten-Strauch.
Tilia

Re:Nahema im Kübel?

Tilia » Antwort #16 am:

Darüber hinaus bin ich persönlich grundsätzlich bestrebt, den bei mir wachsenden Pflanzen die optimalsten Bedingungen zu bieten, um ihr Potential voll auszuschöpfen. ... Qualität ist mir wichtiger als Quantität.
Das verstehe ich jetzt bestimmt falsch. ;D ;)Grundsätzlich würde ich auch erstmal vorsichtig auf Delbardrosen reagieren, weil sich manche Pflanze hier schon, ob Kübel oder Freiland, verabschiedet hat. Bei Nahema kann ich das aber nicht bestätigen und halte sie, wenn sie hier auch mal zurückfriert, für ein zähes Gehölz.Lisa, mit Verlaub, deine Meinung kann ich nicht teilen, denn wenn es anscheinend auch Sorten gibt, die ein bißchen heikler reagieren als andere, habe ich noch keine erlebt, die sich langfristig vom Leben im Kübel einschüchtern lässt. Gehölze eben. ;) Und wenn eine Gloire de Dijon im Freiland nicht gleich zurechtkommt, würde ich sie immer für 1-2 Jahre in einen Topf setzen und sie dann erst wieder 'aussetzen'. Habe bisher nur beste Erfahrungen damit gemacht. Ich bin davon überzeugt, dass man sich mal langsam verabschieden sollte von der Meinung, dass Rosen Schleifchen brauchen...und genau das vermittelst du mit den Einwürfen, die du machst. ;)
Lisa15
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Re:Nahema im Kübel?

Lisa15 » Antwort #17 am:

Lisa, mit Verlaub, deine Meinung kann ich nicht teilen, denn wenn es anscheinend auch Sorten gibt, die ein bißchen heikler reagieren als andere, habe ich noch keine erlebt, die sich langfristig vom Leben im Kübel einschüchtern lässt. Gehölze eben. ;) ....
Sorry, Gehölze sind nicht für Kübel konzipiert. Rosen noch weniger. Ich kenne zum Beispiel niemanden, der auf die Idee käme, einen veredelten Flieder im Kübel zu halten!Rosen im Kübel entfalten nicht ihre gesamtes Potential. Viele von Euch wünschen das offensichtlich gar nicht und reden sich ein, der Rose im Kübel gehe es gut, weil es ihr oberflächlich betrachtet doch an nichts fehlt. Einem Schoßhündchen fehlt es, oberflächlich betrachtet, auch an nichts. Warum sollte sich eine Rose - wie Du schreibst - langfristig einschüchtern lassen. Das tut sie nicht, sie ist immer bestrebt, in dem ihr zur Verfügung stehendem Umfeld einigermaßen zu gedeihen. Manchen Rosensorten gelingt das besser, manchen weniger. Aber der von Dir benutzte Begriff "Einschüchtern" nennt doch das Kind beim Namen: die Rose wird in einem ihr fremden Umfeld (Kübel) gezwungen zu wachsen: via Handwässerung und extra Düngung. Rosen brauchen bestimmte Mikorrhiza-Pilze, um optimal zu gedeihen. Das ist der neueste Stand der Forschung. Die Kübelhaltung bietet dieses optimale Umfeld nicht. Keine Rose wird sich im Kübel so wohl fühlen wie im freien Boden - mit den entsprechenden Bodenorganismen, die ihre Wurzeln reinigen, mit den Regenwürmern, die ihr die Gänge für die Wurzeln vorbereiten und mit den Mikorrhiza-Pilzen, die antiseptische Wirkung haben, ihre Frost- und Trockenheitsresistenz stärken. Es gibt kein unangefochtenes PRO für Kübelhaltung. Kein einziges stichhaltiges Argument. Alles nur Entschuldigungen und Zwänge des Menschen, Pflanzen nach seinen Gutdünken herzurichten. Dass eine Pfllanze blüht und grüne Blätter hat, heißt noch lange nicht, dass sie sich wirklich wohlfühlt. Aber es scheint heutzutage modern geworden zu sein, 3 Meter hohe Gehölze, auf 150cm Höhe auf Dauer halten zu wollen bzw. zu verniedlichen und Pflanzen, die 100cm tief wurzeln in 50cm-Kübel (oder noch kleiner) einzuzwängen. Ist wie mit den japanischen Mädchen, die von Kindauf in 10cm kleinen Schühchen gezwängt werden - sie werden ein Leben lang laufen können, aber ihre Füße bleiben ewig klein und haben dadurch Gehprobleme.
freiburgbalkon

Re:Nahema im Kübel?

freiburgbalkon » Antwort #18 am:

ich würde einer Rose auch gerne Freiland bieten, hab ich aber nicht mit meinem Balkon. Und bevor ich gar keine Rosen haben kann, was ich ziemlich traurig fände, habe ich halt hohe schmale Kübel. Ich hab sogar eine Trauerweide aus Stecklingen gezogen im Kübel, noch macht sie gut mit. Wenn nimmer, darf sie irgendwohin raus, dann verkauf ich sie an Gartenbesitzer. Aber schau doch die Bonsai-Bäume: Die leben ja auch. Okay, es ist ein bißchen unnatürlich, aber ich finde es z.B. höchst unnatürlich Rosen zu veredeln. Einer Wildrosenwurzel so ein Kuckucksei aufzubinden... sehr seltsam. Und wenn man Stecklinge ranzieht, also wurzelechte, dann haben die im Topf auch mehr Höhe zur Verfügung. Aber schon ein Garten ist ja im Grunde unnatürlich, mit von Menschen ausgewählten Pflanzen. In der Natur hätten ja die meisten davon keine Chance, sich durchzusetzen... Also alles sowieso schon unnatürlich, dann kann man auch noch Rosen in Kübel pflanzen. Und der Vergleich zu den Hunden: Tiere haben ja ein Schmerzempfinden, da ist das ja was ganz anderes! Eine Pflanze ist doch anders gestrickt!
freiburgbalkon

Re:Nahema im Kübel?

freiburgbalkon » Antwort #19 am:

Außerdem gibt es Dünger mit Mykorrhiza.
marcir

Re:Nahema im Kübel?

marcir » Antwort #20 am:

Ach, lasst Euch doch bitte aufklären über Eure Kübelrosen Ihr Rosenanfänger! ;D ::)Ein Fallrohr wird durch die Rose bereits schattiert, kann somit also nicht so heiss werden, zudem könnte man ja ein Vlies darum herum wickeln.Auch ich bin zufrieden mit meinen Rosen im Kübel, da brauch ich auch keine "strangulierendes" Mausgitter.Waaas Kai Eric, die MJG steht schon seit so vielen Jahren im Fass? Kaum zu glauben, wie herrlich die ausgesehen hat! Viele Rosen kommen bei mir oft die ersten Jahre in einen 30 lt Kübel um sich anzuklimatisieren. Setze ich sie dann in den Garten aus, legen sie schneller los, da sie im Kübel gut durchgewurzelt sind.Auch Gärtner wissen, warum sie nicht zu grosse Töpfe nehmen für ihre Pflanzen, nicht nur bei Rosen.
Raphaela

Re:Nahema im Kübel?

Raphaela » Antwort #21 am:

"...Ich kenne zum Beispiel niemanden, der auf die Idee käme, einen veredelten Flieder im Kübel zu halten!..." - Jetzt kennst du jemanden: Mich 8)Seit ca. 4 Jahren wächst hier ein Flieder-Hochstamm im Kübel, schon aus Sicherheitsgründen, falls die Unterlage ausschlägt.Natürlich sollte man Rosen möglichst optimale Bedingungen bieten.Je nach (Garten- oder eben nicht Garten-) Situation bietet ein ausreichend guter und gut versorgter Kübel die aber eher als z.B. ein Standort im Wurzelbereich eines Baums oder im Vollschatten...Wer gar keinen (oder einen sehr leinen) Garten hat und (verständlicherweise!) nicht auf Rosen verzichten möchte, kann an Rosen in Kübeln genau soviel Freude haben wie die jeweiligen Rosen in ihren Kübeln.Wildwachsende Gehölze im Freiland suchen sich Überlebensnischen, die wesentlich lebensfeindlicher und unbequemer sind: Quadratzentimergroße Erdflecken an Felshängen, Regenrinnen und Dachfirste leerstehender Häuser oder Pflaster- und Asphaltritzen z.B...Ich hab bisher weniger mickernde Kübel- Rosen gesehen als welche an ungünstigen Freiland-Standorten.Was Nahéma betrifft geb ich Tilia recht, daß sie zäh ist Ansonsten hätte sie hier wahrscheinlich auch nicht den radkalenWurzelfraß überlebt (siehe Foto im Basye´s Purole-thread). - viele Rosen mit robsterem Image hjaben das hier nicht geschafft.
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lubuli
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Re:Nahema im Kübel?

lubuli » Antwort #22 am:

In Klimazone 8a ist Topfhaltung eine Alternative. In meinem Klima nicht.
lisa 15was ist an deinem klima so anders als an meinem?und es geht bei kübelhaltung doch nicht darum, dass man keine qualität will, sondern pflanzen an stellen haben, die man aus irgendwelchen gründen nicht direkt bepflanzen kann.
der mond schlug einen purzelbaum und trieb dann weiter
grüsse lubuli
Windsbraut
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Re:Nahema im Kübel?

Windsbraut » Antwort #23 am:

Guten Morgen!Ich danke euch allen für die rege Beteiligung. Ich finde die grundsätzliche Frage "Pro oder Kontra Kübelhaltung" durchaus interessant und würde mich da auch beteiligen. Dafür könnte man vielleicht einen neuen Thread aufmachen?Ich erdreiste mich nun, noch einmal auf meine Ausgangsfrage zurückzukommen - und diese aufgrund der "Empfindlichkeit" von Nahema noch etwas auszudehnen:Soll ich an diesem Standort besser eine andere Rose als Nahema im Kübel halten? Und habt ihr Ideen, welche? Z. B. "The Generous Gardener"? Welche ähnlichen Rosen (Duft, Aussehen, Wuchs) könntet ihr empfehlen?Danke nochmal und herzliche Grüße,Stefanie
Herzlichst, Windsbraut

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lubuli
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Re:Nahema im Kübel?

lubuli » Antwort #24 am:

was hälst du von jasmina, die ist auf jeden fall sehr hart.
der mond schlug einen purzelbaum und trieb dann weiter
grüsse lubuli
Rosana
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Re:Nahema im Kübel?

Rosana » Antwort #25 am:

Also zur Jasmina könnte noch sagen, dass die Dame jedenfalls sehr gut im Kübel wächst. Eine Freundin und ich habe sie beide im Kübel und sie wächst sehr gut dort. Sie ist immer noch ganz ohne SRT. Nahema ist bei mir im Freiland. Leider kann ich noch nichts sagen, da sie erst seit März wn dort gepflanzt wurde.
GG: Im Garte schuffte isch guet gäg' de Speck uf de Hufte.
Jedmar

Re:Nahema im Kübel?

Jedmar » Antwort #26 am:

Es gibt kein unangefochtenes PRO für Kübelhaltung. Kein einziges stichhaltiges Argument. Alles nur Entschuldigungen und Zwänge des Menschen, Pflanzen nach seinen Gutdünken herzurichten.
Also, ich verstehe das so, dass Du unbedingt der Anti-Bonsai-Fraktion gehörst und diese Kulturleistung der Japaner verbieten würdest! Zurück zur Dinkel, Emmer, Einkorn und Co.!
Raphaela

Re:Nahema im Kübel?

Raphaela » Antwort #27 am:

;)Wenn du in puncto Frosthärte auf Nummer Sicher gehen willst, schlag ich Jacques Cartier oder White Jacques Cartier vor.J e d e starkwüchsige Strauchrose kann auch klettern, wenn sie die Möglichkeit dazu bekommt.Mein Jacques Cartier wird auf ca. 3m Höhe und 2m Breite gehalten (könnte auch noch mehr) und wächst aufgebunden an einem Bogen.Die weiße Variante ist nur kleiner (ca. 2m) weil sie nicht aufgebunden ist und wegen eines Umzugs stark beschnitten wurde.Beide sind sehr frosthart, gesund und robust, blühen öfter (fast kontinuerlich wenn man bei der ersten Blüte die Blütenbüschel ausdünnt oder zumindest gleich ausputzt), duften sehr intensiv und wachsen schön vieltriebig und buschig. - Die Regenrinne zu verdecken ist für beide ein Klacks ;)
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Re:Nahema im Kübel?

Windsbraut » Antwort #28 am:

was hälst du von jasmina, die ist auf jeden fall sehr hart.
Oh, danke, die kannte ich noch nicht .......... kommt auf jeden Fall auf die Wunschliste. Da ist noch Platz - freue mich über weitere Vorschläge.Ich liebäugele ja schon länger mit der Uetersener Klosterrose - aber die ist so hell - unsere Hauswand ist im EG weiß, im OG dann mit Lärche verschalt. Oben wäre es hübsch, aber unten hat sie zu wenig Kontrast, darum denke ich an eine rosafarbene. Im Beet gegenüber steht die Constance Spry, das sollte auch mit ihr harmonieren. Aber ich finde die Klosterrose einfach wunderschön ........Geht es euch auch so - Wunschlisten anlegen und den ganzen Winter über die Auswahl nachdenken macht genauso viel Spaß wie das Bestellen und Pflanzen und ......Habe auch noch "Katharina von Bora" von Schultheis gefunden, auch hübsch. Kennt die jemand? Herzliche Grüße,Stefanie
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Re:Nahema im Kübel?

Querkopf » Antwort #29 am:

Hallo, Stefanie,vorweg: Zu deiner Ausgangsfrage kann ich nur in Grenzen was beisteuern. Denn 'Nahéma' besitze ich nicht. Und weil ich eine unzuverlässige Topfgießerin bin ;), habe ich kaum Pflanzen in Kübeln. Im Prinzip - aber ;D: Weil Rosenwünsche zahlreicher waren als Rosenplätze, weil Beete nicht rechtzeitig fertig wurden, weil der Frost unerwartet früh kam und aus 1000 anderen Gründen standen und stehen hier immer Rosen in Pötten rum. Auch große, auch Kletterer (zzt. sind es u.a. 'Duchesse d'Auerstädt', 'Lady Hillingdon climbing' und mehrere Wildrosen). Bei einigen hat das Provisorium vier, fünf Jahre gedauert - und alle haben sich im Topf bestens entwickelt, sind gut gewachsen, haben großzügig geblüht, stabiles Wurzelwerk gebildet und hätten es gut noch länger im Pott ausgehalten. Dabei hatten meine Provisoriumstöpfe höchstens ein Volumen von 20 Litern. Dein Kübel hingegen fasst, wenn ich richtig gerechnet habe, 175 (!) Liter - das reicht lässig für ein, zwei Rosenjahrzehnte :). Nach 'Katharina von Bora' solltest du Staudo fragen. Er hat mal geschrieben, dass er sie pflanzen will.Schöne GrüßeQuerkopf
"Eine Gruppe von ökologischen Hühnern beschloss, jenes Huhn zu verbannen, das goldene Eier legte, weil Gold nicht biologisch abbaubar sei." Aus: Luigi Malerba, "Die nachdenklichen Hühner", Nr. 137

"Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein." (NICHT von Kurt Tucholsky)
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