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Crassulaceae (Gelesen 7654 mal)
Crassulaceae
Hallo!! Also ich habe ein richtig blödes Problem! Was genau ist eine Fetthenne? (Botanischer Name?) Es ist doch was anderes als eine Fette Henne, bzw. Geldbaum, nä? Und was für einen Botanischen Namen hat die?Ist die Fetthenne überhaupt eine Crassulaceae, und eine sukkulente? oder ist das nur die Fette Henne? ich hoffe jemand, der richtig ahnung hat und den durchblick kann mir helfen! DANKE!! Lillith 

Re:Crassulaceae
Hallo Lillith,ich begrüße dich erst einmal im Forum! :)Meinst du Sedum, die Gartenstaude? Das ist auch ein Crassulaceae-Gewächs wie der Geldbaum.LG Silvia
Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst.
Re:Crassulaceae
bei solchen einschränkungen traut man sich ja gar nicht zu antwortenich hoffe jemand, der richtig ahnung hat und den durchblick...


z6b
sapere aude, incipe
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Re:Crassulaceae
Im "Umgangsdeutsch", also im Dialekt meint man mit Fetthennen eigentlich nur die hohen Sedum, also Sedum telephium, Sedum spectabile und deren Sorten, die auch eine offizinelle, also heilende Wirkung haben. Kann sein, das der Begriff Fetthenne auch auf die gesamte Gattung Sedum ausgeweitet wird. Wie schon öfters erwähnt, hab ich's leider nicht so mit den deutschen Namen. 

Re:Crassulaceae
Crassulaceae = Dickblattgewächse (sämtliche sukkulent)Daraus nur mal einige der bekanntesten Arten und Gattungen samt Trivialnamen:Crassula (Dickblatt):- C. ovata (Geldbaum)- C. arborescens (Deutsche Eiche)Sedum (rundblättrige Formen: Mauerpfeffer, breitblättrige: Fetthenne)Umbilicus (Nabelkraut)Kalanchoë:- K. daigremontiana (Brutblatt)- K. blossfeldiana (Flammendes Kätchen)Insgesamt 34 Gattungen mit 1370 Arten (Quelle: APG). Kosmopolitische Pflanzenfamilie sukkulenter Kräuter, Stauden und Sträucher.Die Gattung Sedum (Mauerpfeffer, Fetthenne) wird allerdings zum Teil in mehrere Untergattungen aufgesplittert, da müssen wir mal abwarten, was sich durchsetzt
Gruß & soAndi

Re:Crassulaceae
Hallo,wie kommt die denn zu dem dt. Namen?Ist weder heimisch, noch sieht mir da irgendwas "eichig" aus.Eichen-Grüße,Sepp- C. arborescens (Deutsche Eiche)
Re:Crassulaceae
Dankeschön für die Antworten. Das hat mich echt weitergebracht. Ich schreibe im moment meine Facharbeit und meine Lehrerin hat mir eine pflanze zum untersuchen gegeben und sagte sie hieße Fetthenne. Was sich jetzt als falsch herausstellte, es war eine Fette Henne!! Tschöö!!!Lillith



Re:Crassulaceae
Die Deutsche Eiche kenne ich schon seit Kindesbeinen an unter diesem Namen! Woher dieser nicht ganz zutreffende Name kommt, frage ich mich wirklich! Was auch an einer normalen Eiche überhaupt deutsch sein soll?
Re:Crassulaceae
OT: gilt ja in manchen Regionen als der Baum der Deutschen, wobei das eher die Linde ist.Zurecht heisst Quercus robur überall English Oak ausser eben im dt. Sprachbereich.Sepp, der immer noch gerne wüsste, was das sollWas auch an einer normalen Eiche überhaupt deutsch sein soll?

Re:Crassulaceae
Deutsche Namen sind oft sehr uneindeutig. Sie hätte dir besser den lateinischen gesagt. ;)LG SilviaIch schreibe im moment meine Facharbeit und meine Lehrerin hat mir eine pflanze zum untersuchen gegeben und sagte sie hieße Fetthenne.
Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst.
Re:Crassulaceae
Fetthenne ist die Gattung Hylotelephium (H. spectabile etc., früher bei Sedum), hohe Stauden, die mit Sedum nicht näher verwandt sind. Dann gibt es die niedrigen Fetthennen der Gattung Phedimus, für die es noch keinen eigenen deutschen Namen gibt, ebenfalls nicht näher mit Sedum verwandt, aber nicht allzuweit von Hylotelephium: Phedimus spurius, Ph. floriferus, Ph. kamtschaticus etc.Unter Sedum, Mauerpfeffer, wird offiziell noch der Rest gehalten, obwohl es zumindest zwei große Clades gibt, die nur weitläufig verwandt sind: Sedum im engeren Sinn umfaßt die gelb blühenden, mit Evcheveria eng verwandten Arten, dann gibt es die "Leucosedum-Gruppe" mit den weiß blühenden Arten, wo auch Semperviella, Orostachys etc. dazugehören, und schließlich die "Petrosedum-Gruppe" (Sedum reflexum etc.), die mit Sempervivum unter einer Decke stecken.Obwohl die beiden Gattungen Hylotelephium und Phedimus seit längerer Zeit klar umrissen und gut getrennt sind, sind sie im letzten Zander leider noch nicht abgetennt (dafür war man bei Polygonum und "Chrysanthemum"/"Glebionis" etwas voreilig). Im kurz danach erschienenen Crassulaceen-Bandes des Sukkulenten-Lexikons (Ulmer) sind diese Gattungen aber nun auch gärtnerisch bekannt gemacht. Beim "Rest-Sedum" wird es wohl noch ein bisserl dauern die Verwandtschaftsverhältnisse eingehend zu erforschen und tragfähige Gattungsgrenzen zu definieren. Klar ist, daß das Ganze eine Suppe ist, in der man entweder noch einige Gattungen definieren muß, oder man zieht einige "störende" Gattungen ein und stellt deren Arten zu Sedum.