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ohne oder mit? (Gelesen 6485 mal)

Einjährige, Zweijährige, mehrjährige Stauden, Farne, Gräser, Zwiebelpflanzen ...

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sarastro

Re:ohne oder mit?

sarastro » Antwort #30 am:

Hier sprießen jedes Jahr aus einer dicken Hasellaubschicht die Leucojum heraus. Gleich um die Ecke sind riesige Bestände, deren Tupfen grün, hellgrün, hellgelb und gelb sind. Ich habe mir darüber noch nie Gedanken gemacht, da ich sie nie anders kannte. Hier sind sie alle ziemlich homogen, was Blütengröße etc. anbelangt. Gefülltblühende sind schwer auszumachen. Es gibt einen Standort von Leucojum vernum am Attersee, wo eine riesige Obstwiese mit Millionen voll davon ist. Der Bauer will sie immer weg haben.
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fars
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Re:ohne oder mit?

fars » Antwort #31 am:

Dass sich die meisten durch das Laub kämpfen wird wohl niemand bezweifeln.Aber man kann es einigen erleichtern, wenn man Laub beiseite räumt, ohne dass damit gleich ein Nährstoffmangel verbunden sein muss.Was nutzt es dem Gartenaspekt, wenn Schneeglöckchen, Märzenbecher & Co. einen schrägen Hut aus zusammenklebendem Laub auf dem Kopf haben?
Katrin
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Re:ohne oder mit?

Katrin » Antwort #32 am:

Wenn das Laub klebt, ist das natürlich suboptimal, hatte ich hier aber noch nie. Ich mag es, wenn der Garten wie im Wald aussieht, mich stören Flecken, wo man die Erde sieht, besonders in Schattenbeeten.
"Ich glaube, viele von uns haben ihre Heimat längst verloren, denn sie haben sie in der Kindheit gelassen, in den staubigen Straßen und an den sonnigen Tagen, als die Welt noch gut war, weil wir nur die Fassade sahen und zu klein waren, die Türen zu öffnen."

ich
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pearl
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Re:ohne oder mit?

pearl » Antwort #33 am:

mich auch! Ich glaube es ist ein Unterschied, ob das Laub klein und trocken oder nass lappig und groß ist.
“I love science, and it pains me to think that so many are terrified of the subject or feel that choosing science means you cannot also choose compassion, or the arts, or be awed by nature. Science is not meant to cure us of mystery, but to reinvent and reinvigorate it.”

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Querkopf
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Re:ohne oder mit?

Querkopf » Antwort #34 am:

Hallo, Pearl,
... Ich glaube es ist ein Unterschied, ob das Laub klein und trocken oder nass lappig und groß ist...
...und ob es eine feste Textur hat oder ob es dünn ist. Meine Magnolie ist nur ein Zwerg (M. liliiflora 'Nigra'), produziert im Herbst aber eine so dicke, steife Laubschicht, dass ich die wegnehmen muss. Kirschlaub ist auch ziemlich unangenehm für die Pflanzen unterm Baum (genauer: unter den Bäumen, ich habe zwei Zierkirschen und je eine Sauer- und Süßkirsche im Garten ::)); es rottet sehr langsam. Unter Apfel- oder Pflaumenbäumen hingegen gibt es wenig Probleme. Unter Hasel, Birke, Japanahorn & Co. gar keine, deren dünne Blätter stören nirgends und verschwinden rasch. Ach ja, Flieder ist auch ein Kandidat für Laubräumaktionen (vor allem große Sträucher = viele Blätter). Ebenso Wilder Wein 8). Schöne GrüßeQuerkopf
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pearl
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Re:ohne oder mit?

pearl » Antwort #35 am:

Flieder ist super scheußlich, da hast du recht!
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raiSCH
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Re:ohne oder mit?

raiSCH » Antwort #36 am:

Ich lasse außer Magnolienlaub auch alles liegen; die dicksten und größten Blääter stammen bei mir von der Pawlonie, aber die sind bis zum Frühling nur noch Gerippe.. Ansonsten: Wenn die Frühlingsblüher das verrottete bzw. verrotende Blattwerk durchstoßen, sieht das wunderschön aus (wie Katrin sagte: Wald-Atmosphäre).
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pearl
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Re:ohne oder mit?

pearl » Antwort #37 am:

und man hat zu einer Zeit was zu Lachen, in der sooo viel Sonne auch wieder nicht scheint.
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Re:ohne oder mit?

raiSCH » Antwort #38 am:

Stichwort Sonne: Obwohl viele Leute und natürlich die Medien wieder einmal von einem Rekord-Winter sprechen, betrachte ich diesen Winter als sch...normal mit einer Ausnahme: Sonnentage hatten wir seit Weihnachten keine Handvoll, und das geht auf's Gemüt...
sarastro

Re:ohne oder mit?

sarastro » Antwort #39 am:

Auch in unserem Fall kann ich von einem Winter sprechen, der völlig gleichmäßig und von den Temperaturen her normal und nicht so knackekalt ist. Wenn nur jeder Winter so wäre! So gestalteten sich die Winter zu meiner Kindheit in Südbaden. Jetzt ist es dort viel milder. Und hierzulande war es früher viel kälter, sonniger und klarer, heutzutage ist hier anscheinend das südbadische Wetter angelangt. Wie RaiSch schon schrieb, es drückt auf's Gemüt und man vermisst die Sonne.
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Danilo
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Re:ohne oder mit?

Danilo » Antwort #40 am:

Kirschlaub ist auch ziemlich unangenehm für die Pflanzen unterm Baum (genauer: unter den Bäumen,[...] es rottet sehr langsam. Unter Apfel- oder Pflaumenbäumen hingegen gibt es wenig Probleme. [...]Ach ja, Flieder ist auch ein Kandidat für Laubräumaktionen
Das ist merkwürdig. Bei mir verhält es sich genau andersrum. :o Meine alte Vogelkirsche produziert mit ihren 15 Metern Kronentraufe zwar Berge von Laub, aber davon ist im Frühjahr rein gar nichts mehr übrig, es ist reiner Humus. Schon Ende November sieht man nur noch Reste davon. Ich lasse mir daher auch von den Nachbarn das Laub ihrer Süßkirschen geben, eben aufgrund dieser positiven Eigenschaft.Genauso bei meinen Fliedern (S. vulgaris). Ganz anders das Apfellaub: Das von Ontario, Parmänen und Hasenkopf ist selbst bis zum nächsten Herbst kaum verrottet. Noch zäher sind Blätter mancher Birnen, die hier teilweise jahrelang liegen. Unter der Kirsche fühlen sich Galanthus, Eranthis, Scilla und andere pudelwohl; unter den alten Äpfeln und Birnen haben sich nur Muscari-Arten selbständig angesiedelt.
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Re:ohne oder mit?

Galanthus » Antwort #41 am:

Dass Süßkirschenlaub schnell verrottet und Galanthus sehr gut bekommt, kann ich jedenfalls nur bestätigen.
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Re:ohne oder mit?

Querkopf » Antwort #42 am:

Hallo, Danilo und Galanthus,wirken sich bei den Obstbäumen eventuell Sorten-Unterschiede aus (verschiedene Textur des Laubs)?Und kann es sein, dass auch die Beschaffenheit der Böden mitspielt? (Hier gibt's Lehm, sehr zäh.)Über Birnenlaub weiß ich nix, mangels Baum, die Blätter von Nachbars Birne bleiben jenseits des Zauns ;); da kann ich mir aber gut vorstellen, dass es lange liebenbleibt, es ist recht fest. Schöne GrüßeQuerkopf
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Re:ohne oder mit?

Danilo » Antwort #43 am:

wirken sich bei den Obstbäumen eventuell Sorten-Unterschiede aus (verschiedene Textur des Laubs)?Und kann es sein, dass auch die Beschaffenheit der Böden mitspielt? (Hier gibt's Lehm, sehr zäh.)Über Birnenlaub weiß ich nix, mangels Baum, die Blätter von Nachbars Birne bleiben jenseits des Zauns ;); da kann ich mir aber gut vorstellen, dass es lange liebenbleibt, es ist recht fest.
Sorte und ggfs. Unterart spielt bestimmt eine Rolle, der Boden indirekt natürlich auch, da sein Besatz mit laubzersetzenden Organismen natürlich eine wichtige Rolle spielt.Bei den Kirschen kann ich natürlich nur für diejenigen sprechen, mit deren Laub ich zu tun hab, diese stehen aber auch in zähem Lehm, allerdings mit einer Schicht Humus bzw. Kirschlaubmull ;)Das Laub von Prunus avium und drei ihrer Unterarten bzw. Sorten, weiterhin P. cerasus in zwei Sorten, sowie P. mahaleb und P. padus rottet recht einheitlich innerhalb des Winters fast vollständig weg. Das Laub der letztgenannten verrottet m.E. noch schneller als das der Süßkirschen. Zäher ist besagte Steinweichsel.Birnentraufbereiche erscheinen mir recht intolerant gegenüber Geophyten. Selbst die ausbreitungsfreudigen Muscari sind bei mir nur spärlich unter den alten Birnbäumen. Paradox: Bulbocodium vernum hält sich ganz gut, ist vom Steingarten dorthin übergesiedelt ::)
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fars
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Re:ohne oder mit?

fars » Antwort #44 am:

Neben der Blattstruktur macht es aber auch die Menge.Obwohl Weidenlaub recht schnell verrottet, sind die Mengen, die unsere Trauerweide abregnet, so groß, dass sie recht lange benötigen, um sich aufzulösen.Ich muss die Schneeglöckchen im Traufbereich der Weide manchmal regelrecht aus den Laubbergen ausgraben oder irgendwann wurschteln sich vergeilte Triebe durch, die optisch nicht sonderlich attraktiv wirken, zumal sie zum Umfallen neigen.
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