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Winterschaden - Mitte Triebquerschnitt braun, wie weiter? (Gelesen 10437 mal)
- Balkongaertner
- Beiträge: 27
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Winterschaden - Mitte Triebquerschnitt braun, wie weiter?
Hallo zusammenNachdem der Frost vorbei ist, treiben meine Rosen schon heftig aus. Ich weiss, dass man eigentlich mit dem Schnitt bis zur Forsythienblüte warten soll (das soll jetzt hier nicht das Thema sein), aber ich plane für dieses Jahr eine grosse Umtopfaktion und wollte mit den Vorbereitungen dafür schon jetzt beginnen.Da ich ja nur einen Balkon habe, wächst alles in - grossen – Kübeln.Ich hatte allen guten Winterschutz verpasst und im August mit Kali gedüngt, also alle Voraussetzungen für eine Aushärtung und gute Ueberwinterung geschaffen. Nun war dieser Winter sehr lange und kalt, so dass ich mir vorstellen kann, dass es trotzdem nicht alle Rosen geschafft haben. Ich habe jetzt heute mal etwas probegeschnitten, bei denen, die schon viel getrieben haben, und dabei ist mir fast bei allen geschnittenen Trieben eine braune Mitte im Querschnitt begegnet. Daraufhin habe ich noch tiefer geschnitten, aber es bleibt überwiegend braun, bis runter zur Basis der Pflanze. Also in der Mitte des abgeschnittenen Triebes ist es braun (ich versuche, mal ein Bild einzustellen, habe das aber noch nie gemacht), rundherum der Rand ist grün-weisslich, d.h. normal. Und wie gesagt, die Rosen haben schon kräftig getrieben, teilweise schon Mausohrstadium der Blätter, es gibt also offensichtlich noch Leben in den Trieben. Nun meine ich, mich zu erinnern, dass man so weit runter schneiden soll, bis es nicht mehr in der Mitte braun ist. Wenn ich das mache, bleibt nichts mehr übrig. D.h. ich komme wirklich teilweise runter bis direkt zur Erdoberfläche . Also ist es dann hoffnungslos? Heisst das, die Pflanze kämpft noch ums Ueberleben, wird es aber langfristig nicht schaffen? Dann würde ich mir nämlich die Umtopfaktion bei diesen Pflanzen sparen.Was meint ihr? Angesichts meines sehr begrenzten Platzes würde ich sonst evtl. gleich neu pflanzen, damit ich evtl. dieses Jahr noch Freude an Rosen habe, oder ist es wert, umzupflanzen und abzuwarten, was passiert?Balkongärtner
- Balkongaertner
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Re:Winterschaden - Mitte Triebquerschnitt braun, wie weiter?
Ich sollte vielleicht noch hinzufügen, dass die Triebe aussen nicht schwarz oder abgestorben aussehen - dürfte eigentlich klar sein, sonst würden sie nicht austreiben. Am meisten betroffen scheint im Moment (ich will noch nicht an allen rumschnippeln) Nahéma zu sein, aber Delbard-Rosen haben meines Wissens auch den Ruf, frostempfindlicher zu sein. Seit ich Rosen habe (bald 10 Jahre), hatte ich noch nie Winterausfälle, deshalb bin ich jetzt so unsicher.
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freiburgbalkon
Re:Winterschaden - Mitte Triebquerschnitt braun, wie weiter?
da warte ich dann auch mal gespannt auf die Ratschläge der Fachleute. Ich habe auch schon geschnitten, und bei Ariana bin ich auch erschrocken, innen hell aber nur ein ganz kleiner Punkt in der Mitte praktisch, drumherum braun, also genau andersheraum als bei Dir! Ich habe ja noch nicht sooo lange Rosen und weiß nicht, wie ein stark verholter dicker Trieb innen auszusehen hat, also ob es normal ist. Tot sieht der Ast natürlich keineswegs auch, erfroren wird außen schwarz und irgendwie werden die Äste auch ganz leicht dann. Das hatte ich an wenigen Stellen nur. Natürlich vor allem an den Astenden. Aber das Innere bei Deinem Bild sieht schon irgendwie komisch aus, irgendwie nicht gesund. Ob da wohl schon Käfer oder Larven durchs Mark marschiert sind und das so hinterlassen haben? Vielleicht letezes Jahr schon?
- Staudo
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Re:Winterschaden - Mitte Triebquerschnitt braun, wie weiter?
Das hatte ich im letzten Frühjahr auch bei meiner Kletterrose. Diese Treibe sind noch kurz ausgetrieben bevor sie abstarben, Frostschaden. Mein nichtrosenfachmännischer Tipp lautet: bis zur Basis abschneiden.
„Am Ende entscheidet die Wirklichkeit.“ Robert Habeck
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juttchen
Re:Winterschaden - Mitte Triebquerschnitt braun, wie weiter?
Trotz der Markschädigung kann die Rose noch austreiben,evtl.sogar blühen,aber nach meiner Erfahrung geht der geschädigte Trieb irgendwann ein. Es ist sicherlich empfehlenswerter, die geschädigten Triebe so weit zurückzuschneiden, bis gesundes Mark sichtbar ist. Die Rose wird sicherlich von der Basis her wieder neu, wahrscheinlich sogar recht kräftig, austreiben. Wenn dir das zu hart erscheint, kannst du evtl. auch einen Staffelschnitt vornehmen, d.h., einen Teil der geschädigten Triebe ca. um die Hälfte zurücknehmen und den Rest bis zum gesunden Mark. Ob dich das allerdings wirklich froh macht??Im letzten Winter hatte ich diese Schädigungen z.B. bei Weterland, die ich bis zum boden zurückgeschnitten habe. Sie hatte sich bis zum Sommer wieder erholt und mehr Basistriebe als vorher :DTot sind die Rosen sicherlich nicht und es lohnt sich allemal. Es kommt halt auch auf die Rosensorte an, wie sie sich wieder regeneriert.
Re:Winterschaden - Mitte Triebquerschnitt braun, wie weiter?
Diese Schädigungen hatte ich letztes Jahr auch. Bei denen ich vorsichtig war mit zurückschneiden, die waren letztenendes geschwächter als die radikal runtergeschnittenen ( Augen zu und durch ) !
Re:Winterschaden - Mitte Triebquerschnitt braun, wie weiter?
Zwar wird manches nach dem Radikalrückschnitt brutal verstümmelt aussehen, aber die Rose hat eine Chance sich neu aufzubauen. Dann fließt keine Kraft mehr in Triebe, die ohnehin keine Chance haben und die schlafenden Augen können davon profitieren. Wenn die Rose so weit geschädigt ist, daß sie auch bei einem radikalen Rückschnitt nicht mehr austreibt, dann hätte sie auch bei einem zaghaften Rückschnitt keine Chance gehabt.Bitte beachten: Austriebe aus altem und sehr altem Holz brauchen länger, es lohnt sich, drei Monate zu warten, bevor man die heruntergeknüppelten Rosen kompostiert. Dorothea
- Thüringer
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Re:Winterschaden - Mitte Triebquerschnitt braun, wie weiter?
Solange hier nicht die Forsythien blühen, begutachte und unternehme ich bei den Rosen garnichts. Das hat sich nach dem extrem kalten Winter 2008/09 bewährt, denn anfangs noch scheinbar Lebendes ist dann doch noch abgestorben. Nach radikalen bodennahen Schnitten (Susanne nannte das damals, glaube ich, "Stoppelschnitt") trieben alle(!) Rosen, neue wie uralte, wieder kräftig aus.Also Ruhe bewahren - wir haben noch Februar, und es kommen garantiert noch Frosttage.
Man bekommt die Welt nicht besser gemeckert. (Quelle unbekannt)
- Balkongaertner
- Beiträge: 27
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Re:Winterschaden - Mitte Triebquerschnitt braun, wie weiter?
@ Freiburgbalkon:An Schädlingsbefall mag ich nicht glauben, da ich keine seltsamen Viecher oder Löcher oder Hohlräume gesehen habe. Das Gewebe ist noch da, und zwar gleichmässig überall und an allen Trieben (bei Schädlingsbefall, auch wenn es sich nur um Spuren vom letzten Jahr handeln sollte, wäre das vermutlich nicht so regelmässig an der ganzen Pflanze), nur eben braun. Nach allem, was ich gehört habe, scheint mir Frostschaden am plausibelsten.Dann werde ich sie jetzt weiter bis zur Basis runter schneiden, ich hatte ohnehin schon 3/4 eingekürzt. Mal sehen, ob sie es schafft. Danke!
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freiburgbalkon
Re:Winterschaden - Mitte Triebquerschnitt braun, wie weiter?
Dann gibt es also verschiedene Erscheinungsbilder von Frostschaden.
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Raphaela
Re:Winterschaden - Mitte Triebquerschnitt braun, wie weiter?
Aufgeplatzte Rinde im Spätwinter ist oft ein Winter-Sonnenschaden: Wenn die Tages-Lichtmenge größer wird schießt verstärkt Saft in die Triebzellen. Tagsüber scheint die Sonne auf die Triebe und nchts friert es oft wieder heftig. Dann platzen die Triebzellen und in folge dessen auch die Rinde.Solche Frostwunden sind häufig auch die Eintrittspforte für Botrytis, auch Rindenfleckenkrankheit genannt. Durch die Botrytis-Infektion sterben die befallenen Triebe, ausgehend von den (anfangs oft kleinen) Frost-Verletzungen, dann weiter auf und sterben zum großen Teil dann später ab.Manche verholzen aber vorher, wodurch die Infektion meiner Erfahrung nach fast immer gestoppt wird.Oft treten die Wnter-Schäden aber auch erst später auf, manchmal noch im Hochsommer. Ich nehme an, daß die Triebe, deren Mark jetzt schon braun ist, zu denen gehören würden, die später dann ganz absterben.Mit dem Rückschnitt würde ich aber warten bis zur Forsythienblüte: Die Gefahr stärkerer Nachtfröste ist noch nicht vorbei.Wenn zum jetzigen Zeitpunkt dicke Triebe entfent werden, entstehen große Querschnitts-Wunden die dem Frost freien Weg in tiefer liegende Pflanzenteile geben.Man hat dann zwar im Prinzip wieder gesunde Rest-Triebe mit weißem Mark, das nützt aber nicht viel, wenn der Frost dadurch die Pflanze noch weiter (bis zum völligen Absterben) schädigen kann.
Re:Winterschaden - Mitte Triebquerschnitt braun, wie weiter?
Letztes Frühjahr habe ich einen Rosenschnittkurs in Sangerhausen gemacht: Sie fangen an, wenn die Forsythien Farbe zeigen, also kurz vor den Blüte.Nach dem extrem kalten Winter letztes Jahr haben sie erst den normalen Schnitt gezeigt, und dann weiter geschnitten, alles mit verfärbtem Mark wurde abgeschnitten, radikal runter bis zur Veredelungstelle (!). Von so mancher Rose schien nichts mehr übrig!
Im Sommer waren sie alle wieder da!
Zu Hause habe ich das dann auch so gemacht.
Nur bei New Dawn verzagte und ich wollte nicht so viel abschneiden ... Die Triebe haben zwar ausgetrieben, haben dann angefangen zu mickern.Also nur Mut und nicht zu zaghaft! Aber bei einzelnen Rosen hat es wirklich lange gedauert, bis wieder etwas wuchs.
Viele Grüße aus dem Trockengebiet, Uli
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marcir
Re:Winterschaden - Mitte Triebquerschnitt braun, wie weiter?
Ja, es reut einem halt, so radikal runter zu schneiden, tut schon fast ein bischen weh. Aber da müssen wir durch. Nach heutiger Rosen-Sichtung, sah ich 3 in Töpfen schwarz bis zur Laubüberdeckung und eine im Garten schwarz bis zur Veredlungstelle, trotz Anhäufelung, dort aber noch grün war. Die ich jetzt aus dem Garten nahm, runterschnitt bis ins Grüne und in einen Topf pflanzte.Noch so ein paar andere, rel. junge Rosen haben etwas schwarze Triebe neben grünen, ob die innen auch grün sind, sehe ich dann beim Schneiden.Alles junge Tees! 
Re:Winterschaden - Mitte Triebquerschnitt braun, wie weiter?
hier sehen auch ein paar nicht beglückend aus ::)leid täte es mir um die vintage röschen.aber noch ist nichts verloren - ich verschliesse meine augen vor dem drama erst einmal 
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juttchen
Re:Winterschaden - Mitte Triebquerschnitt braun, wie weiter?
Dafür habe ich heutedie Augen weit aufgerissen
;DDie Schäden halten sich in Grenzen, habe aber noch nicht alle Rosen angeschaut.Nicht gut sehen die Neuzugänge (waren Containerrosen) vom letzten Jahr aus. Da muss ich kräftig runterschneiden. Überraschend gut stehen die Engländer da, bis auf wenige Ausnahmen. Zumindest sind die Triebe noch grün. Wie es tatsächlich aussieht, werde ich später sehen. Übel sieht allerdings meine kletternde SdM aus, da schwant mir böses
Grund zur Freude habe ich bei meinen Stecklingen. Hatte sie in Töpfe gesetzt, damit sie nicht Opfer der Wühlmäuse werden, und dann eingegraben. Die treiben jetzt schon und werden vorsichtshalber schattiert, obwohl sie recht schattig stehen.
Bin insgesamt recht zuversichtlich.OT: Feststellung am Rande: Meine Kamilien waren bei den WT als Winterfutter wohl sehr begehrt. Sehen ziemlich zerrupft aus
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