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Positive Winterhärte-Überraschungen (Gelesen 11425 mal)

A rose is a rose is - Erfahrungen, Pflege und Schnitt von Rosen
Historische Rosen, Strauchrosen, Kletterrosen, Wildrosen ...

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Raphaela

Positive Winterhärte-Überraschungen

Raphaela »

Bei allem Winterschaden-Elend gibt es ja doch ein paar positive Überraschungen, die es verdienen, in einem eigenen thread gewürdigt (und empfohlen zu werden).Zu allererst fallen mir da zwei Spinosissima-Hybriden ein, die "offiziell" einmalblühend sind, de facto aber (zumindest an nicht zu schattigen Plätzen) remontieren:Schloß Seußlitz und Karl Foerster:- Beide haben im Rosenpark sehr wind- und sonnenexponierte Standorte und beide keinen Zentimeter Frostverlust.M. E. sind sie gute Kletterrosen-Kandidaten für Standorte, an denen alle offiziell Öfterblühenden immer wieder zurückfrieren. Natürlich machen sie sich aber auch sehr gut als große, freistehende Sträucher an besonders exponierten Lagen (wo man was Höheres braucht, das nicht jedes Frühjahr neu starten muß).Eine ganz große Überraschung bei den gelblich weißen Ramblern ist für mich Aglaia : Schon den letzten Winter hat sie (als erste und damals noch einzige Rose am späteren Bogengang) völlig unbeeindruckt überstanden. Von den großen Mengen neuer Triebe, die sie seitdem gebildet hat, müssen nach diesem nun nur ein paar Fitzelchen weggeschnitten werden (während die meisten gelblich-weißen Wichuraianas zurück auf "Neustart" müssen). - Grade bei ihrer Abstammung hätte ich damit niemals gerechnet (und freue mich umso mehr).Positive Überraschungen bei den öfterblühenden Bourbon Rosen sind Perle des Blanches , Coquette des Blanches und Marie Dermar (wobei der Verdacht, daß die beiden letzteren identisch sind, sich immer mehr verhärtet. - Das ist aber ein anderes Thema):Sowohl im Park als auch im Hausgarten gab es bei ihnen keine Schäden. Die meisten anderen öfterblühenden Bourbon Rosen müssen dagegen teilweise wieder bei nahe Null starten (was sie schaffen werden).Bei den Multiflora-Ramblern gehört u.a. Gruß an Zabern zu denen mit den wenigsten (bzw. gar keinen) Schäden. Sehr gut gehalten haben sich u.a. auch IXL , Rudelsburg und Donau. (Im Gegensatz zu Veilchenblau im Hausgarten, da steht von der ehemaligen Pracht noch ein Höhenmeter).Bei den Remontant Rosen ist mir aufgefallen, daß eine Vermutung sich bewahrheitet, die einige von uns schon immer hatten: Diejenigen, die auch optisch mehr in Richtung OGR (Old Garden Rose) tendieren (also recht stachlige Triebe und rauheres Laub haben z.B.) stehen nach so einem Winter wesentlich besser da als solche, die schon höhere Chinensis-Anteile haben und eigentlich eher an frühe Tee Hybriden erinnern.Kaiser Wilhelm I u.a. hat wesentlich weniger Masse eingebüßt als Sachsengruß, um mal ein Beispiel zu nennen.- Natürlich sind die Schäden in kälteren Klimazonen sicher noch wesentlich größer als in unserer "milden" Klimazone-7-Region. Ich denke aber, daß der extrem freie, wind- und sonnernexponierte Rosenpark zumindest in diesem Winter annähernd harte Bedingungen hatte und die dortigen Beobachtungen vielleicht auch für andere Klimazonen hilfreich sein könnten.Mit der Zeit fallen mir sicher noch mehr Beispiele ein. Ich hoffe auch auf rege Beteiligung von euer Seite (wobei fett markierte Rosennamen späteres Wiederfinden erleichtern können).
Amelia

Re:Positive Winterhärte-Überraschungen

Amelia » Antwort #1 am:

Hallo Raphaela,danke für Deine Aufzählung der Rosen, die bei Euch den Winter gut überstanden haben :D.Rudelsburg ist bei mir ein gutes Stück zurückgefroren, aber nicht so stark wie Veilchenblau, die wieder ganz unten anfangen muss ::). Handelt es sich bei der Donau um eine Donau von Schütt? Die hat bei uns auch den Winter unbeschadet überstanden :D. Die andere Donau (von Vintage) musste ein gutes Stück zurückgeschnitten werden.
Raphaela

Re:Positive Winterhärte-Überraschungen

Raphaela » Antwort #2 am:

Die Donau im Rosenpark ist ein Steckling von der bei Klara Meins. Woher sie genau stammte muß ich nochmal erfragen.Erstaunt hat mich vor allem, daß die genannten Multifloras im Vergleich zu Veilchenblau weit weniger (bis null) Schäden hatten, obwohl VB im Hausgarten einen wesentlich geschützteren Standort hat.Bei den (echten, nicht Pemberton-) Moschatas hat Darlow´s Enigma sehr gut abgeschnitten (im Gegensatz zu . moschata "plena", "Princesse de Nassau, u.a.).Hab bei Eike Köhler gleich eine für den Hausgarten eingekauft ;)Von den Pemberton-Moschatas sieht Thisbe am besten aus (und muß im Gegensatz zu den anderen schon im Park gepflanzten nicht komplett neu starten).Das hätte ich bei ihrem Gelb-Anteil und der noch sehr jungen (letztes Jahr im Mai wurzelnackt von Schultheis angekommenen) Pflanze nicht erwartet (die wesentlich ältere Penelope z.B. sieht weniger gut aus). - Thisbe ist m.E. sowieso eine erheblich unterschätzte Sorte, die ich schon wegen ihres Dufts der farblich ähnlichen, sehr beliebten Ghislaine de Féligonde jederzeit bevorzugen würde.
Raphaela

Re:Positive Winterhärte-Überraschungen

Raphaela » Antwort #3 am:

Eigentlich (bei seinen Zuchtzielen) nicht überraschend, aber doch erwähnenswert:Die Weihrauch-Züchtungen Petit Papillon (da hat nur der Rosariums-Hase dran gefressen :-X), Gruß an Labenz , Perle von Amöneburg und Marie Helene (viele andere fehlen im Park leider noch) gehören zu den wenigen Öfterblühenden, die (abgesehen von Portlands, Rugosas, Spinosissima-Hybriden und xplorer-Rosen) keine Frostschäden haben :D
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Staudo
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Re:Positive Winterhärte-Überraschungen

Staudo » Antwort #4 am:

Für mich als Rosenneuling war die Winterhärte dieser Rose eine Überraschung.
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Raphaela

Re:Positive Winterhärte-Überraschungen

Raphaela » Antwort #5 am:

Für einen Neuling ist die Frosthärte von R. majalis oder R. majalis "plena" oder "foecundissima" (oder so) wahrscheinlich wirklich überraschend.Uns andere würde in diesem Zusammenhang eher interessieren, ob diese Rosenfamilie bei minus 58 Grad vielleicht vorübergehend ihre Ausläuferbildung unterbräche 8)Im Rosenpark sind fast alle Wildrosen komplett ohne Frostschäden.Nur bei einigen, die als seeeehr frostempfindlich beschrieben werden (z.B. Rosa phoenicea) hat mich überrascht, daß sie (mit mehr oder weniger starken Substanzverlusten) überlebt haben ;)(Danke für die Erinnerung! :))Mit Überlebenden gerechnet hätte ich auch nicht bei den im November (! ) wurzelecht (!) gelieferten (zu diesem Zeitpunkt noch voll belaubten und in teilweise blühendem Zustand eingetroffenen)Tee-, China- und Noisette-Babies aus Südfrankreich :oVorsichtiges Nachgucken ergab unter den Ausgepflanzten vollzählige Anwesenheit unter den Lebenden :DSie waren allerdings sehr aufwändig verpackt mit einem "Ringwall" hochkant aufgestellter Heuballen ringsum, einer dicken Schicht Kuhmist als Mäntelchen und noch einer lockeren Schicht Heu oben drauf als "Hut" ;)
SWeber

Re:Positive Winterhärte-Überraschungen

SWeber » Antwort #6 am:

Ha, eine gute Thread-Idee!Ich wollte nämlich schon lange loswerden, dass Audrey Wilcox kein bißchen zurückgefroren ist, dabei wäre sie nach meinen Bauchgefühl eigentlich ein frostempfindlicher Mickerling :D Bei HMF steht auch "Zone 7b und wärmer". Seit ich sie habe (war eine lang ersehnte Wunschrose), behandle ich sie als etwas "Vorübergehendes", aber sie ist ein ganz schön kräftiges Persönchen.Und schon den zweiten Winter überleben tadelos zwei Philomeles. (War eine Verwechslung bei Guillot, er hatte sie als die gleichnamige Gallica gelistet).Auch die "Flugrose" Le Pactole lebt noch, Raphaela! :DSeit einigen Wintern häufle ich übrigens auch nicht mehr an - wem das nicht passt, der kann ja gehen ;D
SWeber

Re:Positive Winterhärte-Überraschungen

SWeber » Antwort #7 am:

Vergessen: Gruß an Labenz steht natürlich wie eine Eins :DAuch Griselis hat nicht gelitten, wenn sie dieses Jahr auch noch blühen würde, wäre es perfekt :P
Raphaela

Re:Positive Winterhärte-Überraschungen

Raphaela » Antwort #8 am:

Sehr gut! :)Le Pactole gehört auch zu den Tee Rosen, die auf dem stürmischen Loki-Schmidt-Hügel ohne große Substanzverluste überlebt haben und nun schon wieder austreiben.Eine der anderen dort erfolgreich Überwinterten ist Homère.An einem geschützteren Platz vor dem Hlzpavillon hat Mlle de Sombreuil sich ganz tapfer gehalten: Sie ist zwar momentan nicht mehr 2,5 m hoch, muß aber auch nicht wieder erst ganz neu anfangen.- Von daher denke ich, daß es auch überraschend winterharte Tee Rosen gibt. - Im Fall von Le Pactole sogar ohne Winterschutz, wie Susi mutig für uns getestet hat ;)
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Mathilda1
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Re:Positive Winterhärte-Überraschungen

Mathilda1 » Antwort #9 am:

wie gehts Gruß an Friedberg?
ronja
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Nördliches Mühlviertel

Re:Positive Winterhärte-Überraschungen

ronja » Antwort #10 am:

Meine größte Überraschung ist "gloire de dijon", erstens, weil mein einziger steckling wunderbar gewurzelt hat und zweitens hat er auch den winter problemlos überstanden ;D
Alles Liebe, Heidi
Raphaela

Re:Positive Winterhärte-Überraschungen

Raphaela » Antwort #11 am:

Nicht so gut :-\ Im gelben Bereich sieht es derzeit fast genauso erschreckend aus wie nach dem letzten Winter. Allerdings haben sie sich da bis zum Sommer auch wieder sehr gut erholt.Danke, daß du mich auch an diesen (Sonnenuntergangs-) Bereich erinnerst! - Eine positive Überraschung dort ist z.B. die öfterblühende (!) orangefarbene Kletterrose Orange Everglow, die den Winter fast schadlos überstanden hat.
Raphaela

Re:Positive Winterhärte-Überraschungen

Raphaela » Antwort #12 am:

Gloire de Dijon als wurzelechtes Baby in Zone 5a ? :o - Das ist allerdings eine seeeehr große Überraschung :D
ronja
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Nördliches Mühlviertel

Re:Positive Winterhärte-Überraschungen

ronja » Antwort #13 am:

Gloire de Dijon als wurzelechtes Baby in Zone 5a ? :o - Das ist allerdings eine seeeehr große Überraschung :D
;D ;D ;D ;D
Alles Liebe, Heidi
Raphaela

Re:Positive Winterhärte-Überraschungen

Raphaela » Antwort #14 am:

Falls du ihr einen Kaffeewärmer übergestülpt hattest: Das gilt nicht! ;)Mme Bravy gehört auch zu den Hügel-Überlebenden und damit überdurchschnittlich frostharten Tee Rosen.
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