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Wurzelechte Rosen a) gekauft b) selbstgemacht (Gelesen 27125 mal)

A rose is a rose is - Erfahrungen, Pflege und Schnitt von Rosen
Historische Rosen, Strauchrosen, Kletterrosen, Wildrosen ...

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Susanne
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Wurzelechte Rosen a) gekauft b) selbstgemacht

Susanne »

Zum einen bin ich nach Bezugsquellen für wurzelnackte Rosen gefragt worden, zum anderen würde ich mich gerne mit euch über Stecklingsvermehrung, Bewurzelung und Erfolgsquoten verschiedener Rosen austauschen.Ich habe im Sommer folgende Stecklinge in eine Mischung aus Blumenerde und Rindenhumus getopft und unter einer Plastiktütenhaube im lichten Schatten feucht gehalten:VeilchenblauMaria LisaRaubritterTreasure TroveVeilchenblau und Maria Lisa gingen ab wie eine Rakete, Veilchenblau hatte 100% Austrieb. Raubritter war etwas zögerlicher, vielleicht auch, weil die Stecklinge ziemlich dünn waren, kam dann aber auch mit Austrieb an jedem Zweig. Treasure Trove hatte von etwa zehn Stecklingen nur einen, der ausschlug, und der auch heute noch sehr mickrig erscheint.Wie sind eure Erfahrungen? Mich würde vor allem interessieren, ob jemand schon erfolgreich Edelrosen und andere Öfterblühende vermehrt hat. Und natürlich auch über das wie.
Edel sei der Mensch, hilfreich und gut.
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Nina
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Re:Wurzelechte Rosen a) gekauft b) selbstgemacht

Nina » Antwort #1 am:

Ganz problemlos ist in jedem Fall Mutabilis.
sonnenschein
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Re:Wurzelechte Rosen a) gekauft b) selbstgemacht

sonnenschein » Antwort #2 am:

Kaufen bei Kruchem, www.hortensis.deZwei jahre Erfahrung habe ich jetzt:Betty Sherriff ist das Erfolgserlebnis schlechthin bei Stecklingen: nach einem Jahr Ranken bis 2m und gutes, gesundes Wurzelwerk.Auch Austins lassen sich sehr gut stecken. Am besten kam bei mir Chianti, die hat einfach im Wachstum weitergemacht, als ob nichts wäre.Auch sehr wuchsfreudig: Ghislaine de Féligonde.Schnitt vom Frühjahr stecken klappt etwa zu 50 Prozent, ich habe vom letzten Jahr GdF, Graham Thomas, Schneewittchen und The Pilgrim.Einen mickeligen Albasteckling habe ich versucht: war schon angetrocknet, lebt aber zu meinem Erstaunen noch.Gallicas, Remontanten, Bourbons und Portlands gingen bei mir ganz gut an. Bei ihnen hundertprozent-Quote!!! für die Stecklinge sofort nach der Blüte, etwa 15 cm-Stücke. Diese Rosen sehen auch am besten aus von Wuchs und Gesundheit.Trotzdem sollte man den Schnitt vom Frühjahr nicht einfach umkommen lassen. Selbst bei sagen wir 40 Prozent Erfolgsquote wäre das sehr schade...Rugosa ist danebengegangen als einziges. War aber auch schon spät im Jahr. Versuch mit späten Stecklingen ist im vorletzten Jahr gescheitert, da sie im März erfroren sind, obwohl sie sonst gut aussahen.Ins Freiland stecken, auf keinen Fall lockeres Material wie Blumenerde/Torf. Das macht nur Arbeit. Ich stecke sie nur, den Rest müssen sie mit teilweiser Hilfe durch ein Marmeladenglas im Winter selbst schaffen. Platz schattig und feucht, Boden Lehm mit Sandbeimischung. Das wichtigste ist das gaanz feste Andrücken.Ich habe schätzungsweise 100 Stecklinge in etwa 30 Sorten, wenn der Winter nicht noch gaaanz böse zuschlägt. Wer tauscht mit mir ;D?
Es wird immer wieder Frühling
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ulla
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Re:Wurzelechte Rosen a) gekauft b) selbstgemacht

ulla » Antwort #3 am:

Ein interessantes Thema!Ich habe letztes Jahr sehr viel Rambler-Stecklinge gesteckt und hatte allgemein nur relativ niedrige Erfolgsquote (Probleme mit Trauermückenlarven in der Erde).Interessant ist es, daß Kir Royal, gesteckt am 23.7., wie wild ausschlug, aber kein Steckling Wurzeln gebildet hat, während Stecklinge, gesteckt am 30.8. jedoch zögerlicher ausschlugen und ca. 50 % davon heute noch leben.Dahingegen habe ich Pauls Himalayan musk am 6.8. und am 28.8. gesteckt, wobei dabei die ersteren wesentlich besser angewachsen sind.Ich vermute, daß das mit der Reife der Triebe zusammenhängt, die bei unterschiedlichen Rosen zu einer anderen Zeit stattfindet. Kann das sein?Leider, leider hatte ich gar keine Erfolge mit Chevy Chase.
Liebe Grüße
Ulla
Querkopf
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Re:Wurzelechte Rosen a) gekauft b) selbstgemacht

Querkopf » Antwort #4 am:

Hallo, Susanne,zu Edelrosen heißt's ja überall, sie hätten durch züchterische Bearbeitung die Fähigkeit zum Selberwurzeln eingebüßt...Aber bei "alten" Öfterblühenden geht das gut. Bei mir hat's ohne Fisematenten geklappt mit der 'Rose de Resht' - die hat mich übrigens von selbst drauf gebracht, indem sie eines schönen Tages mit blühenden (!) Ausläufern dastand; das okulierte Exemplar hat sich demnach binnen drei, vier Jahren selbsttätig auf eigene Füße gestellt. Zwei meiner öfterblühenden Rugosas ('Roseraie de l'Haye' und 'Rose à Parfum de l'Hay') machen das Gleiche, auch da wurzeln Stecklinge leicht. Und eine leider namenlose, dauerblühende weiße Strauch-/Kletterrose, von der ich als Kind im Garten meiner Großmutter ein uraltes Riesen-Exemplar kennen lernte, ist über die Jahre in Form von schlichten "Hausfrauenstecklingen" (ins Wasserglas stellen, auf Wurzelbildung warten, auspflanzen) in der gesamten Familie und Nachbarschaft durchgereicht worden. Eine dieser Hart-im-Nehmen-Oma-Rosen wächst jetzt auch bei mir... :D Ach ja, und ein eigentlich halbherzig begonnener Versuch mit Bourbonrosen scheint auch zu gelingen.Systematisch probiert habe ich's bisher aber noch nicht. Doch da dürften andere Forumsmitglieder hier üppige Erfahrungen haben :)...Schöne GrüßeQuerkopf
"Eine Gruppe von ökologischen Hühnern beschloss, jenes Huhn zu verbannen, das goldene Eier legte, weil Gold nicht biologisch abbaubar sei." Aus: Luigi Malerba, "Die nachdenklichen Hühner", Nr. 137

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Felizia
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Re:Wurzelechte Rosen a) gekauft b) selbstgemacht

Felizia » Antwort #5 am:

Bisher hatte ich Erfolg mit Stecklingen von folgenden Rosen :Paul's Himalayan Musk ,Rose de Resht,Albertine,Veilchenblau,William Lobb,Ghislaine de Feligonde,Alberic Barbier,Venusta pendula.Sie sind alle im letzten Jahr nach der Blüte gesteckt und schon gut gewachsen.Noch nicht gewachsen,aber richtig gut aussehen,knackig grün mit schwellenden Knospen, sind:St.Cecilia,Abbay de Cluny,St Swithun,The PilgrimSie überwintern im ungeheizten Gewächshaus.Dort habe ich sie auch gesteckt,ohne Tüte.3 Augen pro Steckling,2 in die Erde,eines guckt oben raus.Zum Tauschen bin ich gerne bereit!!Gruß Felizia
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Felizia
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Re:Wurzelechte Rosen a) gekauft b) selbstgemacht

Felizia » Antwort #6 am:

Da fällt mir noch ein :Es gab da bestimmte Tage, nach Maria Thun besonders geeignete für Rosenstecklinge.Diese Tage habe ich mir dann auch ausgesucht zum Stecken.Felizi
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Laurin
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Traue nicht dem Garten, in dem kein Unkraut wächst

Re:Wurzelechte Rosen a) gekauft b) selbstgemacht

Laurin » Antwort #7 am:

Hallo SonnenscheinAlba Rosen hab ich bisher noch nie mit Stecklingen vermehren können, Zentifolien, Damaszener und Gallica dagegen schon. Vielleicht ist deine Methode die richtige Art Albas zu vermehrenLaurin
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ulla
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Re:Wurzelechte Rosen a) gekauft b) selbstgemacht

ulla » Antwort #8 am:

Felizia,Mit dem Kalender von Maria Thun habe ich auch schon gute Erfahrungen gemacht. Nur leider kann ich mich aufgrund von Zeitmangel nicht kosequent danach richten.
Liebe Grüße
Ulla
Raphaela

Re:Wurzelechte Rosen a) gekauft b) selbstgemacht

Raphaela » Antwort #9 am:

Querkopf, von deiner weißen Oma-Rose hätte ich gerne einen Steckling:Vielleicht finden wir was zum Tauschen?Mit Abdeckungen, Töpfen, etc hatte ich noch nie richtig Glück. Was bei mir gut klappt, sind Freilandtecklinge in schwerem Boden und an schattigen Stellen, besonders in der Nähe der Mutterpflanzen ("Gluckeneffekt"?).Jetzt hab ich mal die alte (Geschwind-?) Methode der horizontalen Lagerung in Bündeln von Herbst-Steckhölzern in Sand ausprobiert. Dazu kann ich dann evtl im Frühjahr mehr erzählen. Bitte Daumen drücken!
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Silvia
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Re:Wurzelechte Rosen a) gekauft b) selbstgemacht

Silvia » Antwort #10 am:

Bekommen diese Steckhölzer denn schon genügend Wurzeln, dass du sie im Frühjahr auspflanzen kannst? LG Silvia
Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst.
Querkopf
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Re:Wurzelechte Rosen a) gekauft b) selbstgemacht

Querkopf » Antwort #11 am:

...von deiner weißen Oma-Rose hätte ich gerne einen Steckling...
Hallo, Raphaela,gerne :D! Vorausgesetzt, auch ich krieg's hin bei ihr; mein eigenes Exemplar verdanke ich nämlich anderen "Steckern"... Schöne GrüßeQuerkopf
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Andrea

Re:Wurzelechte Rosen a) gekauft b) selbstgemacht

Andrea » Antwort #12 am:

Geklappt hat bei mir Ayrshire Queen und bereits im ersten Jahr geblüht, Venusta Pendula auch bereits mit Blüten und Donau.Wurzelecht gekauft habe ich Stanwell Perpetual der sich verabschiedet hat, die einzige Rose die mir eingegangen ist. :'(
Raphaela

Re:Wurzelechte Rosen a) gekauft b) selbstgemacht

Raphaela » Antwort #13 am:

Prima :) - Mir reichen schon ein paar Reiser, zum Tauschen kann ich auch nur Reiser anbieten, von den meisten Zufalls-Freilandstecklingen weiß ich nämlich nicht, was es ist ::)Die Winter-Steckhölzer sollen im Frühjahr leicht zu bewurzeln sein, wenn man sie dann in ein Sand-Erde-Gemisch steckt. - Wenn sie den Winter überlebt haben sollten, kann ich mir das schon vorstellen...Ja, Rambler, vor allem aus der Arvensis- und der Multiflora-Gruppe wurzeln immer besonders gut :)
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Susanne
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Re:Wurzelechte Rosen a) gekauft b) selbstgemacht

Susanne » Antwort #14 am:

Sich selbst auf eigene Füße gestellt haben sich bei mir:Phyllis BideTuscany superbCharles de MilleCardinal de RichelieuRosa gallica officinalis (Rosa mundi)AgnesIch vermute mal, es lag daran, daß ich sie ziemlich tief eingepflanzt hatte. Phyllis Bide konnte ich in der Folge mehrfach teilen, fast wie eine Staude. Bei den anderen bilden sich Ausläufer, die man einfach mit dem Spaten abtrennen kann. Die Gallicas sind in der Beziehung sehr produktiv, teilweise schon wuchernd.Agnes hat bislang nur einen Ausläufer gebracht, aber sie wächst insgesamt nicht besonders kräftig.Wie dick und wie alt (verholzt?) sind bei euch die Steckhölzer? Und welche kommen besser, dicke oder dünne, junge oder ältere?Ich überlege, ob die magere Ausbeute bei Treasure Trove vielleicht daran lag, daß die Hölzer gut 1,5 cm Durchmesser hatten. Es waren auch zweijährige, also schon mit verholzter Rinde.
Edel sei der Mensch, hilfreich und gut.
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