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Moorbeet - zu wenig Regenwasser! (Gelesen 2444 mal)

Einjährige, Zweijährige, mehrjährige Stauden, Farne, Gräser, Zwiebelpflanzen ...

Moderatoren: Nina, Phalaina, AndreasR

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Gartenhexe

Moorbeet - zu wenig Regenwasser!

Gartenhexe »

Als es hier im Frühling noch sehr viel geregnet hat, haben wir unser Moorbeet umgestaltet bzw. neu aufgebaut. Unsere Regenwasservorräte sind nun fast aufgebraucht und der Sommer ist da. Was nun?Mir hat jemand von Osmose erzählt, das normale Leitungswasser wird irgendwie getrennt in das mineralreiche, kalkhaltige und der Rest wäre dann brauchbar für das Moorbeet. So ähnlich habe ich das verstanden.Hat da jemand Erfahrung?Mit freundlichen GrüßenHenriette
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fars
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Re:Moorbeet - zu wenig Regenwasser!

fars » Antwort #1 am:

Erzähl doch mal, was in dem Moorbeet steht bzw. stehen soll. Sonnentau, Gagelstrauch, Wollgras u.ä.?
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christian pfalz
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Re:Moorbeet - zu wenig Regenwasser!

christian pfalz » Antwort #2 am:

henriette, das mit der osmose ist so ne sache...je nach einstellung des gerätes, ein liter brauchbares, und zwei bis drei liter unbrauchbares abwasser...so zumindest in der aquaristik...lgchrisalso ich habe leitungswasser ph 7 und gh 15....wenns leer ist kommt eben leitungswasser hinzu, keine probleme, und ich habe alles drinnen,von pogonia, sonnentau, sarracenen, fettkraut und, und, und...praktiziere das schon über jahre so....
Günther

Re:Moorbeet - zu wenig Regenwasser!

Günther » Antwort #3 am:

Im Idealfall liefert Reversosmose einerseits Reinstwasser (das "destillierte Wasser" in den Märkten ist fast ausschließlich Osmosewasser) und ein an Salzen udgl. angereichertes "Abwasser" - auch nicht giftig, nur eben recht salzreich (Härtebildner usw.).Der heikle Teil ist die Osmosemembran, die nicht nur mechanisch empfindlich ist, sondern auch von Bakterien angegriffen werden kann, teurere Geräte sind da oft besser.Welche Menge Wasser brauchst Du überhaupt?Es kann günstiger sein, immer wieder einen Tank Leitungswasser aufzubereiten, als ein Reversosmosegerät anzuschaffen, das für Gießzwecke "zu gutes" Wasser liefert....
Gartenhexe

Re:Moorbeet - zu wenig Regenwasser!

Gartenhexe » Antwort #4 am:

fars@: es stehen jetzt verschiedene Drosera-Arten dort, Dionea muscipula (richtig geschrieben?), Scheidiges Wollgras, in einem Eckchen ohne Sonne mit extra-Substrat Fettkraut. Der Gagelstrauch steht direkt daneben, ist schon riesig, fast 1,70 m groß. Er verdeckt ganz prima den hässlichen Wasseranschluß. Wir sammeln natürlich bei jedem Tropfen das Regenwasser. Diese Osmosesache sollte auch nur für den Notbehelf sein, wie jetzt, wenn es kein Regenwasser gibt.Ich mache heute nachmittag mal Fotos und stelle sie ein. Dmit Ihr Euch ein Bild machen könnt.Liebe Grüßevon Henriette
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fars
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Re:Moorbeet - zu wenig Regenwasser!

fars » Antwort #5 am:

Danke, Henriette,ich hatte deshalb gefragt, weil es einige Forumsteilnehmer gibt, die unter "Moorbeet" die vermeintlichen Bodenbedürfnisse für Rhododendren verstehen.Zur Sache:Es gibt doch auch den Trick, in eine Tonne mit normalem Leitungswasser ein engmaschiges Netz, gefüllt mit Torf, reinzuhängen. Das soll das Wasser "versauern".
Gartenhexe

Re:Moorbeet - zu wenig Regenwasser!

Gartenhexe » Antwort #6 am:

fars@: Meinst Du, das so etwas gut ist? Da möchte ich auch noch mal andere Meinungen hören. @Günther: Wieviel Wasser wir benötigen, kann ich nicht sagen. Es ist immer vom Wetter abhängig. As ich gestern die herrlichen Sarracenien eingepflanzt habe, war so 10-15 cm unter der Oberfläche alles quietschnass. Oben natürlich stocktrocken, denn es scheint ja die Sonne fast den ganzen Tag drauf. Und solange sich noch keine dichte Pflanzen- oder Moosdecke gebildet hat, wird es natürlich trocken werden. Ich weiß auch garnicht, wie tief solche Pflanzen wurzeln. Henriette
Gartenhexe

Re:Moorbeet - zu wenig Regenwasser!

Gartenhexe » Antwort #7 am:

fars@: Eigentlich bezeichne ich es auch als "Sumpfbeet".
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fars
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Re:Moorbeet - zu wenig Regenwasser!

fars » Antwort #8 am:

fars@: Meinst Du, das so etwas gut ist? Da möchte ich auch noch mal andere Meinungen hören.
Immer gut!Ich kann mir nicht vorstellen, dass deine Moorbeetpflanzen Schaden nehmen, wenn sie hin und wieder mit kalkhaltigem Leitungswasser beregnet/gewässert werden. Der Kalkgehalt des Leitungswassers dürfte den pH-Wert des Substrats kaum signifikant ansteigen lassen.
Günther

Re:Moorbeet - zu wenig Regenwasser!

Günther » Antwort #9 am:

Die Torfenthärtung ist alt und bewährt, den gebrauchten Torf kannst Du anderweitig im Garten verwenden.Solange Du nicht Kubikmeter pro Tag verbrauchst, ist das die einfachste Methode.
Gartenhexe

Re:Moorbeet - zu wenig Regenwasser!

Gartenhexe » Antwort #10 am:

Also, jetzt habe ich erst mal den pH-Wert vom Regenwasser gemessen, 7,5! Wenn ich mit Regenwasser das Sumpfbeet gieße, dann wäre es ja viel zu viel. Dann müsste es meiner Meinung nach doch so sein, daß es der Nährstoffgehalt ist, der bei Regenwasser niedriger ist als bei Leitungswasser. Und bei Osmosewasser (bei dem gefilterten) ist zwar der pH-Wert genauso hoch, aber kein oder wenig Nährstoffgehalt. Du lieber Himmel, worauf habe ich mich da eingelassen! Ich glaube, ich mache mir dabei zuviel Gedanken, sollte es einfach mal machen und sehen, was passiert. Chemie war vor 60 Jahren schon nicht mein Lieblingsfach (der Lehrer war aber auch sowas von miserabel).Jetzt aber erst mal das Foto, das ich vorhin gemacht habe.Henriette
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Günther

Re:Moorbeet - zu wenig Regenwasser!

Günther » Antwort #11 am:

Wie ich immer sage, wer mißt, mißt Mist.Alkalisches Regenwasser glaub ich erst einmal nicht - schon das CO2 aus der Luft macht sauer. Und wenn schon, Regenwasser ist so schwach gepuffert, daß es im Moorbeet sicher sauer wird.Jedenfalls ist DAS kein Grund zur Sorge.Prinzipiell könnte man Leitungswasser auch mit Oxalsäure sowohl "enthärten" (der Kalk fällt als unlöslicher Oxalatschlamm aus) als auch moderat ansäuern - wenn man nicht zu viel nimmt.
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Phalaina
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Re:Moorbeet - zu wenig Regenwasser!

Phalaina » Antwort #12 am:

Henriette, ich halte diverse Moorpflanzen schon seit 15 Jahren auf schwimmenden Inseln in Kübeln, wo sie im Sommer immer mal eine Ladung Leitungswasser bekommen (leicht alkalisch, GH so 8-9). Bisher hatte ich keine Probleme und kann Chris dahingehend zustimmen. Ich glaube, die Qualität des Torfs (ordentlicher Weisstorf!) ist ein viel entscheidenderer Punkt. Wenn Du einen guten Torf hast und nicht zu hartes Leitungswasser, würde ich dessen pH-Wert einfach mit einem eingehängten, torfgefüllten Beutel senken. ;)
Gartenhexe

Re:Moorbeet - zu wenig Regenwasser!

Gartenhexe » Antwort #13 am:

@Phalaina: Na klar habe wir den Weisstorf genommen, der dafür der Richtige ist. Ich glaube, pH-Wert 3-4,5. Es geht ja auch nur darum, wenn wir die z. Zt. völlig trockene Oberfläche anfeuchten. Die Pflanzen sind ja noch nicht so eingewachsen.Wir haben heute vormittag jemanden kennengelernt, der Karnivoren züchtet und verkauft. Er hatte das gleiche Problem, hat dann solche Osmoseanlage angeschafft und alles klappt. Das macht er nun schon über ein Jahr. Also werden wir das auch so machen. Trotzdem vielen Dankfür Eure Ideen und Ratschläge.Mit freundlichen Grüßen Henriette
baeckus
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Re:Moorbeet - zu wenig Regenwasser!

baeckus » Antwort #14 am:

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