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Cephalaria gigantea - Neophyt? Wie ist der einzuschätzen (Gelesen 6117 mal)

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we-went-to-goe

Cephalaria gigantea - Neophyt? Wie ist der einzuschätzen

we-went-to-goe »

Hallo,jemand schickte mir netter Weise Samen. Das wird jeder kennen - erst mal wird gegoogelt. Und bei Floraweb stand prompt: In Einbürgerung efindlicher Neophyt.Schreck lass nach. Das hellgelb hätte ich mir für den Teich ( meine gelbe Ecke) ganz nett gedacht, aber ich habe keine Lust auf unkoordinierte Ausbreitung.Also wie ist sie denn... Neophyt- Status durch eigenständige Ausbreitung oder durch illegale Gartenabfall- Entsorgung?Liebe GrüßeSabine
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Dunkleborus
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Re:Cephalaria gigantea - Neophyt? Wie ist der einzuschätzen

Dunkleborus » Antwort #1 am:

Ich könnte mir vorstellen, dass sie von Imkern in der Natur gepflanzt wurde, als Bienentrachtpflanze. Imker neigen zu solchen Sachen, Riesenbärenklau und Kanadische Goldrute wurden auch auf diese Weise verbreitet.Und da Cephalariasamen nicht durch den Wind verbreitet werden (oder?), sollte sie auch nicht einfach so aus den Gärten entweichen.
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we-went-to-goe

Re:Cephalaria gigantea - Neophyt? Wie ist der einzuschätzen

we-went-to-goe » Antwort #2 am:

hm ja. Die soll auch einen recht umfangreichen Wurzelstock haben. Breitet sich aber nicht damit aus, oder?
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partisanengärtner
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Re:Cephalaria gigantea - Neophyt? Wie ist der einzuschätzen

partisanengärtner » Antwort #3 am:

Die Verbreitung durch Tiere (Vögel Nager)sollte man nicht unterschätzen. Im großen Steppenhabitat unseres BoGas haben sie sich auf der ganzen Fläche ausgebreitet (und regelmäßig gehackt) auch auf den angrenzenden Flächen werden die Jungpflanzen davon gejätet.In meinem Garten hab ich sie durch entfernen der Samen am vermehren gehindert. Allerdings besteht die theoretische Gefahr von Verschleppung durch Wühlmäuse. Das haben die Biester bei mir aber nur mit der Herkulesstaude gemacht. (Wurzelstücke!!)Der Wurzelstock war oft recht umfangreich aber immer auf dem Platz, keine Ausläufer bisher..
Wer zuviel jätet raubt sich manche Überraschung.

Axel
sarastro

Re:Cephalaria gigantea - Neophyt? Wie ist der einzuschätzen

sarastro » Antwort #4 am:

Interessant! Das ist das erste Mal, dass ich höre, das Cephalaria ein Neophyt sein soll. Axel, kannst du mir nicht ein wenig Saat schicken? Ich habe irgendwo noch ein paar Pötte von C. tatarica rumstehen.
thegardener

Re:Cephalaria gigantea - Neophyt? Wie ist der einzuschätzen

thegardener » Antwort #5 am:

Der hat doch Pfahlwurzeln und bildet keine sich flach ausbreitenden Rhizome ( jedenfalls bei mir ) , von daher dürfte die Pflanze sich nicht durch Ausläufer verbreiten . Aussaat habe ich bisher oft als schwierig erlebt , da kann ich mir nicht vorstellen das das Invasionspotential so hoch ist ???
cimicifuga

Re:Cephalaria gigantea - Neophyt? Wie ist der einzuschätzen

cimicifuga » Antwort #6 am:

Ich könnte mir vorstellen, dass sie von Imkern in der Natur gepflanzt wurde, als Bienentrachtpflanze. Imker neigen zu solchen Sachen, Riesenbärenklau und Kanadische Goldrute wurden auch auf diese Weise verbreitet.
riesenbärenklau ist aber keine besondere bienenweide ::) OTbelegt ist allerdings, dass für die ausbreitung des kanadischen springkrautes imker verantwortlich sind. durch die späte blüte und die unmengen nektar, sparen sich manche imker durch diese pflanze im herbst das einfüttern...hab ich gehört 8)
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Lilo
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Re:Cephalaria gigantea - Neophyt? Wie ist der einzuschätzen

Lilo » Antwort #7 am:

Ich habe C. gigantea seit 1998 im Garten. Bei mir ist sie ganz harmlos. Sie samt nicht aus und hat keine Ausläufer. Vielleicht ist es ihr bei mir zu trocken, in den normalen Sommern mickert sie etwas. Im vergangenen, relativ feuchten Sommer, lebte sie auf.
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Re:Cephalaria gigantea - Neophyt? Wie ist der einzuschätzen

Phalaina » Antwort #8 am:

Ich halte das Neophyten-Potential von Cephalaria gigantea auch für eher unkritisch. Aus Bayern beispielsweise, wo er eine Vielzahl möglicher Wuchsorte finden könnte, wurde dies berichtet. ;) Ich habe eine große, dekorative Staude, die sich gelegentlich im Garten versamt, aber nur in einem sehr gesitteten Umfang.
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partisanengärtner
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Re:Cephalaria gigantea - Neophyt? Wie ist der einzuschätzen

partisanengärtner » Antwort #9 am:

In meinem alten Garten mit schwerem Lehmboden, gibts bis jetzt keine Sämlinge. Aber im steinigen gut drainierten Bot Garten waren sie schon eine Plage. Wenigstens die Gärtner haben gestöhnt. Die wurden aber nur oberflächlich weggehackt. Sahen aber sehr schön aus und neigten auch nicht zum Umfallen wie in meinem Garten.Im Moment kann ich dir nur mit Wurzeln dienen. Bis wieder Samen reif sind dauerts.Im Moment allerdings gefroren. 8)
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Axel
we-went-to-goe

Re:Cephalaria gigantea - Neophyt? Wie ist der einzuschätzen

we-went-to-goe » Antwort #10 am:

Ich bin sehr zwiegespalten, da es ja nicht soooo weit zum NSG ist. ::) Nach dem Motto biete Samen suche Einheimisches...
mookse

Re:Cephalaria gigantea - Neophyt? Wie ist der einzuschätzen

mookse » Antwort #11 am:

Ich habe C. gigantea seit 1998 im Garten. Bei mir ist sie ganz harmlos. Sie samt nicht aus und hat keine Ausläufer.
Auch bei mir steht sie seit knapp 10 Jahren im Lehmboden vollsonnig immer auf derselben Stelle (weshalb ich nach der Wurzel noch nie geschaut habe) und samt sich nicht aus. Allerdings schneide ich die abgeblühten Stengel auch weg. Ich habe die Cephalaria gigantea bisher für eine völlig unproblematische Pflanze gehalten.
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Re:Cephalaria gigantea - Neophyt? Wie ist der einzuschätzen

Staudo » Antwort #12 am:

Auch hier war sie vollkommen ungefährlich.
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Dunkleborus
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Re:Cephalaria gigantea - Neophyt? Wie ist der einzuschätzen

Dunkleborus » Antwort #13 am:

:o "War"?
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Re:Cephalaria gigantea - Neophyt? Wie ist der einzuschätzen

Phalaina » Antwort #14 am:

Ich bin sehr zwiegespalten, da es ja nicht soooo weit zum NSG ist. ::) Nach dem Motto biete Samen suche Einheimisches...
Um herauszufinden, ob sich die Cephalaria dorthin ausbreiten könnte, wäre es wichtig zu wissen, welche Art von Biotop das NSG schützt. Gibt es dort auch andere Skabiosengewächse? ;)Ich glaube aber, du kannst relativ unbesorgt sein. Die Blütenstängel sind (bei mir) trotz des fetten Lehmbodens recht standfest, stehen vereinzelt und weit herausragend über den niedrigen Blattbüscheln, so dass Du die verblühenden Blüten immer gut entfernen kannst:
Cephalaria gigantea
Ansonsten werden die reifen Samen auch gerne von Vögeln angenommen. Ich schneide die Stängel nur selten vor dem nächsten Frühjahr ab und habe dennoch nur wenige Sämlinge.Die Blüten werden reichlichst von Honigbienen, Wildbienen und Hummeln besucht (links); gelegentlich werden auch spät im Jahr noch Blüten gebildet (Aufnahme rechts vom November):
[td][galerie pid=74144]C. gigantea Blütenbesuch[/galerie][/td][td][galerie pid=73198]C. gigantea späte Blüte[/galerie][/td]
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