Diesen Satz von Galanthus fand ich total beeindruckend. Er hat mir damit aus der Seele gesprochen, in diesem Sinne versuche ich meinen Garten zu gestalten.Bei der Pflanzung der frei wachsenden gemischten Wildstrauch/Blütenhecke um mein großes Grundstück herum stieß ich auf das Problem, dass die Wildform von Sträuchern bei uns hier in den Baumschulen gar nicht vertrieben wird. Es gibt alle möglichen Zuchtformen, eine einfache Sal- Weide, einen Faulbaum, einen Kreuzdorn als Futter für Schmetterlingsraupen zu bekommen erwies sich als echt schwierig. Bei Reinhard Witt "Wildgärten" sind Tabellen darüber zu finden, mit welchem(r) Strauch/Baum/Staude wieviele einheimische Vögel/Insekten/Säugetiere etwas anfangen können, Forsythien schneiden da echt schlecht ab und Thujahecken erst! Der Unterschied zwischen der Wildform und der einfachsten Zuchtform macht für die Tiere enorm viel aus.Ich dünge nicht mit rein mineralischem Dünger, er lässt das Bodenleben verarmen und bin ein ganz großer Fan von Marie- Luise Kreuter, die dafür plädierte, dass im Garten alle friedlich miteinander auskommen können.Jeder sei für das ihm anvertraute Fleckchen Erde verantwortlich.Nacktschnecken aber werden bei mir zermatscht, ich bin also nicht fanatisch.Was denkt Ihr, was ist Eure Mission in Eurem Garten?Der Garten ist als Kulturland natürlich keine Natur, trotzdem denke ich, dass er in Einklang mit ihr stehen kann, indem er in zunehmend zugebauter Landschaft Lebensraum für Tiere und Pflanzen bietet, die in einem zumindest einigermaßen natürlichen Gleichgewicht stehen.
edit: Titel ergänzt