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Planung halbschattiger waldähnlicher Gartenbereich (Gelesen 2572 mal)
Planung halbschattiger waldähnlicher Gartenbereich
Ich bräuchte noch kreative Tipps für meine Gartenplanung. Nachdem wir vergangenes Jahr mit Renovierung und Umzug verbracht haben, werde ich mich endlich ab diesem Jahr verstärkt dem Garten widmen können. Geplant habe ich über den Winter bereits. Wir haben das Glück, eine wundervolle Gartenkulisse zu haben, da unser Grundstück an einen kleinen Waldstreifen grenzt, der überwiegend aus hohen, relativ schmalen „Waldeichen“ besteht. Auf dem Foto seht ihr den Blick in den hinteren Teil des Gartens. Die blauen Chamaecyparis (B) stehen noch auf unserem Grund. Ich finde sie zwar nicht bestechend schön, jedoch möchte ich sie belassen. Sie sind schlichtweg zu groß, um sie „mal eben“ zu entfernen. Darüber hinaus bilden sie einen ganz netten Winteraspekt und durchbrechen das „grüne Grün“ durch ihre Blauheit. Und wo wir gerade bei Chamaecyparis sind, rechts auf dem Foto sieht man noch eine kleine Hecke aus selbigen. Die steht beim Nachbarn und ich find den Anblick offen gestanden ziemlich
, auch wenn ich den Sichtschutz als angenehm empfinde (sind ganz tolle Nachbarn, aber ich brauch sie halt nicht mit allen Augen in meinem Garten). Daher möchte ich an der Grundstückgrenze gerne niedrige (aber ausreichend hohe) Sträucher pflanzen um Chamaecyparis und Maschendrahtzaun zu kaschieren. Ähnlich sieht es auf der gegenüberliegenden Seite aus. Der Zaun ist gut und wegen unseres Hundes möchte ich auch nicht drauf verzichten, aber permanent sehen möchte ich ihn nicht. Bei den Nachbarn zur Linken steht ein wunderschöner Obstbaum (A). Ich hoffe, dass sie ihn nicht weg machen, da ich den Wuchs wunderschön finde. Die Zweige hängen auf gut 2,5 bis 3m Höhe ein Stück bei uns ins Grundstück, weshalb ich dort gerne niedrigere Sträucher pflanzen wollte. Für den hinteren Teil habe ich eher gelblaubige Sträucher vorgesehen, um den Teil optisch etwas aufzuhellen. Der Schuppen und der Zaun werden dauerhaft noch entfernt. Ab Mittag / frühen Nachmittag wird es ungefähr ab dem Holzzaun schattig bis halbschattig, bedingt durch die hohen Eichen. Der Boden ist typischer niederrheinischer Lehm, nährstoffreich und relativ schwer. Ich gehe aber davon aus, dass jährlich viel Laub anfallen wird, welches ich dauerhaft für die Bodenverbesserung verwenden kann. Zur Orientierung noch die restlichen Daten vom Foto:C ist die Juglans, die derzeit vielleicht so an die 7m hat. D ist der vordere der beiden Malus. E ist ein weißer Syringa. All diese Bäume / Sträucher möchte ich erhalten. Ich weiß bei den Äpfeln zwar noch nicht, wie gut diese fruchten und ob die Äpfel schmecken. Aber die Bäume selbst sehen sehr schön und urig aus. Die Buddleja, die vor dem Syringa auf dem Foto zu sehen ist, habe ich letztes Jahr bereits entfernt. Ab dem Holzzaun, der den Garten quer teilt, sind es noch ca. 15m bis zur Grundstücksgrenze. Nun zu meinem eigentlichen Anliegen. Der Planung nach habe ich noch Platz zwischen dem Acer capillipes, den ich zwischen der Juglans, dem hinteren Malus und der Grundstücksgrenze eingeplant habe und dem bereits gesetzten Malus ‚Prinz Albrecht von Preußen‘, auf der Planung mit einem roten Kreis eingezeichnet (im Original hätte der Kreis einen Durchmesser von 6m). Ich könnte mir dort durchaus einen Baum vorstellen. Dieser sollte dann allerdings nicht höher werden, als der Acer capillipes, mit Halbschatten und dem Boden möglichst gut zurecht kommen und gerne auch attraktive Rinde ausbilden oder anderweitig zumindest zeitweise auffallen. Liqidamber styraciflua 'Golden Treasure' kam mir z.B. in den Sinn, der dürfte jedoch auch die 10m erreichen?Wobei die Wahrscheinlichkeit, dass der Acer capillipes an dem Standort die 10m Höhe erreicht wohl auch eher gering ist?Sorry, ist lang geworden. Ich hoffe, euch fällt was Schönes ein!Lieben GrußMaren


Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein
Re:Planung halbschattiger waldähnlicher Gartenbereich
Hallo Maren,Hast Du die Physocarpussorten bewusst ausgesucht?'Dart's Gold' habe ich seit einigen Jahren im Garten. Der Strauch wächst bei mir eher langsam und eher sparrig. Letztes Jahr habe die Sorte 'Nugget' gesehen. Sie scheint besser zuwachsen und hat ebenso goldgelbes Laub. Als Alternativen zu 'Diabolo' kann ich 'Red Baron' und 'Summerwine' empfehlen, die ich beide eleganter finde als 'Diabolo'.Gute Erfahrungen habe ich auch mit Acer palmatum 'Orange Dream' gemacht, der wesentlich schneller wächst als A. sch. 'Aureum', jedoch in der Endhöhe auch nicht riesig werden soll.
Gartenanarchist aus Überzeugung! Und ich bin kein Experte sondern immer noch neugierig...
Re:Planung halbschattiger waldähnlicher Gartenbereich
Hallo!Der Physocarpus 'Darts Gold' ist noch nicht fest, danke für den Tipp! Den Nugget werde ich mir mal genauer ansehen. Der Diabolo und auch der Acer Shirasawanum 'Aureum' sind bereits aus dem letzten Garten mit umgezogen. In der Tat, der Diabolo wächst nicht sonderlich elegant. Aber so habe ich ihn bereits ein Stück ins Herz geschlossen. Das sind dann auch bisher die einzigen mit dem Malus zwischen ihnen, die bereits gesetzt sind. Bereits in den Startlöchern zur Pflanung stehen der Cornus alba 'Sibirica' und der Viburnum 'Watanabe'. Hätte ich vielleicht noch dazu schreiben sollen. 8)Viele GrüßeMaren
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Re:Planung halbschattiger waldähnlicher Gartenbereich
Dann brauche ich Dir auch nicht mehr Cornus alba 'Aurea' oder die gelblaubige Form von Cornus mas empfehlen.Eine schöne Pflanzung wird das allemal. Mach bitte Fotos. :DWas hast Du mit der Unterpflanzung vor? Zu Deinem Planungsthema passt das neu auf Deutsch erschienene Buch "Schattengärten" von Beth Chatto wunderbar.
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Re:Planung halbschattiger waldähnlicher Gartenbereich
Merci!Noch bin ich für vieles offen, auch bei den Sträuchern und/ oder Bäumen. Zumal ich nicht alles auf einmal besorgen kann und will. Stellenweise müssen eben auch noch Baustellen bewältigt werden. Allem Voran die Stumpem im Garten und der ehem. Hühnerstall abreißen. Ich hab mich bisher noch nicht getraut, zu schauen, wie tief das Fundament geht. Aber ich habe Befürchtungen. :PDas Buch werde ich mir sicher bestellen, danke auch für den Tipp!Hinsichtlich der Unterpflanzung bin ich ebenfalls noch nicht sehr festgelegt. Ich werde jedoch versuchen, nicht allzu bunt durcheinander zu pflanzen, um mehr Ruhe reinzu bringen. Ich könnte zwar unzählige der unterschiedlichsten Schattenpflanzen setzen und vergesellschaften, was vermutlich auch gar nicht mal schlecht aussähe, jedoch möchte ich lieber häufiger wiederholen oder "größere" Flächen mit zumindest einer Art besetzen. Das größere Flächen ist hier wirklich relativ zu verstehen, damit meine ich dann je nach Pflanzengröße 1-4qm
. Aber das ist soweit nur ein frommer Wunsch. Nur zum jetzigen Zeitpunkt ist das noch viel zu viel freie Fläche für mich, als dass ich mich damit ernsthaft auseinandersetzen könnte. ;)Oder was genau meintest Du mit "vorhaben"?

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Re:Planung halbschattiger waldähnlicher Gartenbereich
Es gibt halt Gehölzliebhaber, die decken alles mit Rindenmulch ab und "gut ist".Du gehörst offenbar nicht dazu. :DBeth Chatto hat genau Dein Thema (Eichen und buntlaubige Sträucher auf lehmigem Boden). Sie zeigt in diesem Buch auf, wie diese Rahmensituation übers Jahr mit Zwiebeln, Stauden, Gräsern und Farnen gefüllt werden kann.Ich finde dieses Buch und die darin enthaltenen Fotos einfach nur erstklassig. Man muss ja nicht alles 1 : 1 übernehmen. Aber als Anregung ist es so passend, dass mir weitere Empfehlungen spare.LGtroll
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Re:Planung halbschattiger waldähnlicher Gartenbereich
Das wäre mir persönlich auch etwas fad und ich denke, dass dafür auch der Platz fehlt. Auf weiter Fläche kann das toll aussehen, wenn Gehölze wirklich als Solitär stehen können. Ich bin ja schon dankbar, dass ich bei der Grundstückgröße Bäume pflanzen kann. ;)Für mich stellen die Gehölze so eher den Rahmen für die Staudenpflanzungen dar. Beides finde ich unverzichtbar und dabei sich wunderbar ergänzend. Ich freu mich schon auf das Buch, bin sehr gespannt ;DFreue mich aber natürlich auch sehr über weitere Tipps, Hinweise und / oder Ideen zum roten Kreis.Liebe GrüßeMaren
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Re:Planung halbschattiger waldähnlicher Gartenbereich
Wenn Du einen Baum mit schöner Rinde suchst, wie wäre es mit der Scharlachkirsche Prunus sargentii. Blütenflor und Herbstfärbung gibt es als Zugabe.Ich könnte mir dort jedoch auch einen Baum mit kontrastierender Laubtextur wie Sorbus x arnoldiana 'Golden Wonder' vorstellen. Die vielen kleinen Früchte sind zusammen mit der rotbraunen Herbstfärbung auch nicht zu verachten.
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Re:Planung halbschattiger waldähnlicher Gartenbereich
Ich fürchte, dass es der Prunus an dem Standort nicht sonnig genug wäre. ???Die Sorbus ist sehr schön und trifft auch gut meinen Geschmack. Leider findet man über sie sehr unterschiedliche Angaben zur Endhöhe. Du hast da nicht zufällig Erfahrungswert? Ich fänds halt schon doof, wenn ich in 20 Jahren feststelle, dass der höhere Baum vorne steht. 

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Re:Planung halbschattiger waldähnlicher Gartenbereich
Warum sollte es dem Prunus nicht sonnig genug sein, Es ist eine Baumart der japanischen Bergwälder. Der wird sich schon an Licht kämpfen.Zur Wuchsgeschwindigkeit: Ich kenne die Scharlachkirsche und den Sorbus leider beide nicht als uralte Exemplare, sondern nur aus der Baumschule. Der Sorbus macht unter gleichen Standortbedingungen einen deutlich größeren Jahreszuwachs als die Kirsche.Ich rechne nach meinen Erfahrungen mit einer ähnlichen Endhöhe wie bei dem normalen Sorbus aucuparia.Dir zu prophezeien, wie groß beide in 10, 20, 30 Jahren sind, würde man bei uns in Norddeutschland wohl "Spökenkiekerei" nennen.Wenn es Dir nicht sonnig genug ist, könntest Du Dich übrigens auch noch über Cercidiphyllum japonicum informieren.
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Re:Planung halbschattiger waldähnlicher Gartenbereich
Spökenkiekerei mag ich Dir selbstredend nicht abverlangen. Trotzdem vielen Dank für Deine hilfreichen Ausführungen. Ich schätze, dass ich die Stelle erst mal frei lassen werde. Wer weiß, meist fügt sich ja alles, irgendwann 

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