Mach dir darüber keine Gedanken: Den pH-Wert des Bodens kannst du durch Laub nicht beeinflussen.Wie wirkt Ahornlaub oder auch Birkenlaub?Macht es den Boden sauer, alkalisch oder weder noch?
News: Problem bei der Anmeldung? Bitte Mail über das Kontaktformular ganz unten! | garten-pur unterstützen mit einer Spende oder über das Partnerprogramm!
Spezielles Gehölz gesucht (Gelesen 7133 mal)
Moderator: AndreasR
Re:Spezielles Gehölz gesucht
- Herr Dingens
- Beiträge: 3926
- Registriert: 18. Mär 2011, 18:02
Re:Spezielles Gehölz gesucht
Querkopf,und wie ist das mit der Windfestigkeit bei Ahorn und Birke?Bristlecone,echt, der pH-Wert wird davon nicht beeinflusst? Ich dachte dabei an die ungünstigen Wirkungen von Nadelbaum-Mulch oder auch an die Blätter des Nussbaumes. Aber vielleicht sind das Ausnahmen?Liebe Grüße und schöne, geruhsame Weihnachtstage wünsch ich Euch allenHans
Viele Grüße aus Nan, Thailand
- partisanengärtner
- Garten-pur Team
- Beiträge: 19097
- Registriert: 27. Jan 2009, 08:22
- Kontaktdaten:
-
Qualitatives Wachstum hat keine Grenzen. 6b
Re:Spezielles Gehölz gesucht
In der Eremitage Bayreuth haben sie in einem waldigen Teil große Haufen Laub kompostiert. Sie waren schon teilweise 2 Meter hoch alllerdings nicht im Stammbereich der Bäume. Die Stämme blieben weiträumig ausgespart.Trotzdem starben Laub und Nadelbäume in diesem Bereich nach Jahren vorzeitig ab. Man hat diese Praxis eingestellt und fährt das anfallende Laub ab um es woanders zu kompostieren (Bot Garten).Also ganz ungefährlich ist es nicht.
Wer zuviel jätet raubt sich manche Überraschung.
Axel
Axel
Re:Spezielles Gehölz gesucht
Das lag dann aber wohl weniger am sich verändernden pH-Wert sondern am Luftabschluss.
„Am Ende entscheidet die Wirklichkeit.“ Robert Habeck
Re:Spezielles Gehölz gesucht
Axel: Das hat aber nichts mit dem pH-Wert zu tun.Anschütten von Material im Wurzelbereich von Bäumen ist immer problematisch, weil die Sauerstoffversorgung der Wurzeln und die Wasserführung im Boden beeinträchtigt werden.Wenn schwer zersetzliche Nadel- oder Laubstreu auf dem Boden mit den Jahren eine Schicht bildet, weil der Abbau nicht so schnell erfolgt wie die Nachlieferung, kann sich eine Rohhumusauflage bilden. Die unterscheidet sich natürlich von der darunter liegenden Bodenschicht.Aber in einem gewöhnlichen Boden ist die Pufferkapazität so hoch, dass Laub den pH-Wert des Bodens selbst nicht verändert.@Staudo: Warst schneller. Und schon wieder ein Schneeglöckchen! 

- partisanengärtner
- Garten-pur Team
- Beiträge: 19097
- Registriert: 27. Jan 2009, 08:22
- Kontaktdaten:
-
Qualitatives Wachstum hat keine Grenzen. 6b
Re:Spezielles Gehölz gesucht
Meine Aussage bezog sich nicht auf den Ph Wert. Obwohl die Pufferkapazität hier wohl geringer ist. Kein Kalk oder Basalt in diesem Gebiet. Es war gemischtes Laub. Die größten Anteile wohl Eiche und Buche.Die Schichten blieben über Jahre meterhoch. Es wurde immer neues Material draufgeschichtet. Die Abfuhr für Pflanzungen war geringer.Die Erklärung des Zuständigen Gärtners waren allerdings Bodenversauerung. Sicher nicht überprüft. Wir kamen ins Gespräch als ich bei meiner Kontrolle wegen Nashornkäferlarven die alten Haufen eingeebnet und abgefahren vorfand.
Wer zuviel jätet raubt sich manche Überraschung.
Axel
Axel
Re:Spezielles Gehölz gesucht
Diese "Bodenversauerung" durch Laub scheint eine nicht ausrottbare Legende zu sein.Aber zurück zum eigentlichen Inhalt des Threads: Birke ist windfest, bei Ahorn besteht wegen der Neigung zur Gabelbildung eher die Gefahr von Windbruch.Ginkgo finde ich keine schlechte Wahl.
- Treasure-Jo
- Beiträge: 9501
- Registriert: 19. Feb 2009, 22:46
- Kontaktdaten:
-
Klimazone 8a (100 m ü.NN)
Re:Spezielles Gehölz gesucht
Gibt es mittlerweile eindeutig männliche Exemplare zu kaufen? Die Früchte der weiblichen Ginkos sind leider etwas unappetitlich...Diese "Bodenversauerung" durch Laub scheint eine nicht ausrottbare Legende zu sein.Aber zurück zum eigentlichen Inhalt des Threads: Birke ist windfest, bei Ahorn besteht wegen der Neigung zur Gabelbildung eher die Gefahr von Windbruch.Ginkgo finde ich keine schlechte Wahl.
Liebe Grüße
Jo
Jo
- Danilo
- Beiträge: 6697
- Registriert: 2. Dez 2009, 00:14
- Kontaktdaten:
-
Convolvulo-Agropyrion, Barnim|6b & Bergstraße|7b
Re:Spezielles Gehölz gesucht
Man kann bei der Auswahl die Wildform ausklammern und sich auf Kultivare beschränken (Auslese nach Wuchsform, Größe, Herbstfärbung). Diese sind natürlich teurer, aber dafür ist das Geschlecht zumindest bei älteren Kulturformen schon bekannt.Gelegentlich wird auch die männliche, vegetativ vermehrte Wildform als Sorte angeboten (vgl. Salix caprea 'Mas').Gibt es mittlerweile eindeutig männliche Exemplare zu kaufen? Die Früchte der weiblichen Ginkos sind leider etwas unappetitlich...
- Quendula
- Beiträge: 11679
- Registriert: 27. Okt 2011, 12:36
- Kontaktdaten:
-
Brandenburger Streusandbüchse / 7b / 42 m
Re:Spezielles Gehölz gesucht
Vielleicht ja deswegen, weil die durchs Laub gebildete Humusschicht den entsprechenden pH-Wert bekommt. So stelle ich mir das zumindest vor. Klar, der Boden selber wird davon wenig bis gar nicht beeinflusst, aber für meine krautigen Pflänzchen ist die Humusschicht die Interessantere.Falls ich falsche Vorstellungen habe, berichtigt mich bitteDiese "Bodenversauerung" durch Laub scheint eine nicht ausrottbare Legende zu sein.
Erwarte nichts, doch rechne mit allem!
- Herr Dingens
- Beiträge: 3926
- Registriert: 18. Mär 2011, 18:02
Re:Spezielles Gehölz gesucht
Was hat es denn mit dem Laub der Nussbäume auf sich, dass man sagt, dass es sich auf den Boden negativ auswirkt?
Viele Grüße aus Nan, Thailand
Re:Spezielles Gehölz gesucht
Es heißt, dass im Laub von Walnussbäumen Stoffe enthalten sind, die sich nachteilig auf Keimen und Wachsen anderer Pflanzen auswirken.Diese Stoffe gibt es zwar, die Auswirkungen werden aber stark übertrieben.Unter Walnussbäumen wachsen andere Pflanzen nicht so gut, weil es dort sehr trocken ist.Walnusslaub am Boden wird bei Nässe glitschig und hat eine unschöne braunschwarze Matschfarbe.Das schadet anderen Pflanzen nur dann, wenn sie unter dem Laub regelrecht beerdigt werden.
- Herr Dingens
- Beiträge: 3926
- Registriert: 18. Mär 2011, 18:02
Re:Spezielles Gehölz gesucht
Danke Bristlecone.Mit der Trockenheit, das hab ich auch schon festgestellt. Da kannst du genau erkennen, wie weit sich die Bewurzelung des Walnussbaumes ausdehnt, es gibt eine sehr auffällige und harte Grenze zwischen Trockenheit im Boden und "normalem" Boden.
Viele Grüße aus Nan, Thailand
- Mediterraneus
- Beiträge: 28496
- Registriert: 7. Feb 2011, 11:41
- Region: Südspessart
- Höhe über NHN: Ort: 195-450m, Garten: 310-315m
- Bodenart: Roter Buntsandstein
- Winterhärtezone: 7a: -17,7 °C bis -15,0 °C
Re:Spezielles Gehölz gesucht
Locker im Schattenbereich des Gartens zwischen Rhododendron, Magnolia, Bambus und Schattenstauden gestreut, gibt es eine gute Humusschicht und guten Winterschutz. Ein ganz normales Laub eben.Wenn du es dick streust, kannst du es wie Rindenmulch benutzen, d.h. Stauden mögens nicht, Unkraut wird unterdrückt. Wenn es allerdings weggerottet ist, bleibt wieder die Humuserde übrig und es wächst wieder. Genauso wie bei Rindenmulch auch.Was hat es denn mit dem Laub der Nussbäume auf sich, dass man sagt, dass es sich auf den Boden negativ auswirkt?
LG aus dem südlichen Main-Viereck
Mediterraneus
Andere haben schließlich auch irgendeine Ahnung
Mediterraneus
Andere haben schließlich auch irgendeine Ahnung