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Woher Helfer nehmen? (Gelesen 4579 mal)

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Moderatoren: Nina, Phalaina, cydorian, partisanengärtner, AndreasR

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Herr Dingens
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Woher Helfer nehmen?

Herr Dingens »

Sacht mal, Ihr Profis hier: woher "nehmt" Ihr eigentlich zu bestimmten Zeiten dringend benötigte Helfer (Ernte, in kurzer Zeit ohne Maschine viel pflanzen, jäten, ...)?WEnn ich (wie früher) in Berlin leben würde, gäbe es kein Problem. Oder so weit im Osten wie z.B. in Ort. Aber ich bin jetzt im Süd-Westen, die Leute sind beschäftigt, gut bezahlt und bis zum Unkraut kommen die eh nicht mehr runter, da springt vorher die Bandscheibe raus.In den 60-er Jahren hatten wir 10, 15 Zimmer an Italiener, später auch Spanier vermietet (die hießen damals Gastarbeiter), die haben mit Vergnügen abends beim Vorbereiten für den nächsten Tag geholfen und waren am Wochende ganztägig auf den Feldern, wenn Arbeit da war. Wir haben die Leute draußen mit Brotlaiben, Fleisch- und Blutwurstringen und Tee versorgt, die waren froh, und wir auch.Aber heute, wer mag denn da eine Hacke in die Hand nehmen? Zumal ich lieber hätte, wenn die keine Hacke sondern ihre Hände nähmen.Wie macht Ihr das heute?
Viele Grüße aus Nan, Thailand
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Gänselieschen
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Re:Woher Helfer nehmen?

Gänselieschen » Antwort #1 am:

Ich glaube die Meisten hier haben Gärten, die sie selbst bewirtschaften, aus Leidenschaft. Aber wenn die Kräfte nicht reichen, dann ist auch bei mir guter Rat teuer. Ich bin hier Randberlin - finde aber keinen für's Grobe. Es ist Jahre unerledigt und der Garten wird nicht fertig - das ist meine Antwort.L.G.
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partisanengärtner
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Re:Woher Helfer nehmen?

partisanengärtner » Antwort #2 am:

Die meisten die es wirklich können werden wohl im eigenen Garten ausreichend Beschäftigung finden. :-\ Nach meiner Erfahrung sind die meisten Gartenhelfer in einem Garten mit mehr als Null acht fünfzehn Pflanzungen deutlich überfordert. Das trifft leider auch auf einige Mitarbeiter sog. professioneller Galabauer zu.
Wer zuviel jätet raubt sich manche Überraschung.

Axel
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Gänselieschen
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Re:Woher Helfer nehmen?

Gänselieschen » Antwort #3 am:

Bei mir würde ein wirklicher "Helfer" schon manchmal reichen - vieles wäre lange erledigt. Immer so eine Mischung zwischen Bauarbeiter und Gartenarbeiter. Aber die Zeiten, wo man für wirklich schwere Arbeit noch Hilfe kaufen konnte, sind wohl vorbei. Selbst obwohl man das als hauswirtsch. DL irgendwie noch richtig ehrlich machen könnte. Ich hatte mal nen "Rasenmäher". Der mähte, wenn ER Zeit hatte, nicht wenn das Gras rief. Und mein neuer Rasenmäher sah nach einer Saison aus, wie ein Alter. Nicht nochmal, ich war ständig unzufrieden.Das, was viele als Gartenhilfe anbieten ist Kinderkram - das kann ich selbst.Aber um so etwas geht es Dingens ja auch nicht. Eher um Erntehelfer`?
Natura
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Re:Woher Helfer nehmen?

Natura » Antwort #4 am:

Es gibt solche "Betriebe" die Gartenarbeiten übernehmen, wir haben kürzlich ein Flugblatt bekommen von einem, der Gartenservice für Senioren anbot. Die wollen aber natürlich entsprechende Entlohnung. Wir machen auch alles allein und GG mäht noch für geringes Entgelt einer alten Dame den Rasen, das ist mehr Freundschaftsdienst. Selbst für die Traubenlese wird es immer schwieriger Helfer zu finden, das letzte Mal haben wir es in Etappen fast allein gemacht.
Fange nie an aufzuhören, höre nie auf anzufangen.
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Zirbe
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Re:Woher Helfer nehmen?

Zirbe » Antwort #5 am:

Bevor ich mein Gärtlein bekommen habe, bin ich mit Freude an der Arbeit, bei Wein und Obsternten dabei gewesen.Es gibt noch Idealisten, die für eine Brotzeit Erde an ihren Händen haben.Die, die ich kenne, kommen aus dem Med. Bereich.Mach einen Aushang in einem Krankenhaus.LG
marcir

Re:Woher Helfer nehmen?

marcir » Antwort #6 am:

Die Jungen haben nur noch kleine Gärten mit Rasen und Steine. Das geht ohne Hilfe.Wir machen es selber oder nicht. Da gabs schon mal diesen oder jenen. Schlussendlich mach ich es aber doch lieber selber.Z.B nur schon ein Loch ausheben: Rasen separat, 20 cm Humus separat, 30 cm Lehmerde mit Steine, separat die Lehmerde, separat die Steine.Das kann kaum eine Hilfe auseinander halten. ::) Oder: Es kam ein herrlicher Kerl zu helfen. Groß, um die 100 Kg. Ein Gartenteil war umzustechen von 2 x 10 m. Gleichzeitig sollten all die Windenwurzeln in einen Korb herausgelesen werden. Ein Mineralwasser sollte den Durst stillen, - Bier wäre ihm lieber gewesen. Der Korb war leer, aber alles schön umgestochen. Gut. Wo sind die Windenwurzeln? Die hätte er mit dem Spaten gleich zerkleinert, er bücke sich doch nicht dauernd. Da solle er doch wenigstens noch die längeren Wurzeln oben drauf ablesen. Machte er, es waren noch 5. Dafür war alles Umgestochene wieder schön platt getreten.Solche und noch viele ähnliche Geschichten lassen einem doch lieber alles selber machen. ;)
marcir

Re:Woher Helfer nehmen?

marcir » Antwort #7 am:

Es gibt solche "Betriebe" die Gartenarbeiten übernehmen, wir haben kürzlich ein Flugblatt bekommen von einem, der Gartenservice für Senioren anbot. Die wollen aber natürlich entsprechende Entlohnung. Wir machen auch alles allein und GG mäht noch für geringes Entgelt einer alten Dame den Rasen, das ist mehr Freundschaftsdienst. Selbst für die Traubenlese wird es immer schwieriger Helfer zu finden, das letzte Mal haben wir es in Etappen fast allein gemacht.
Als ich noch Jung und ohne Familie war, habe ich alles gemacht in anderen Gärten. Auch zu Obsterntezeit und Traubenlese. Für wenig Entgeld.Als Kind hatten wir auch in Rebbergen Schnittgut zusammengelesen für ältere Leute, gratis natürlich.
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RosaRot
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Re:Woher Helfer nehmen?

RosaRot » Antwort #8 am:

Soweit ich weiß arbeiten polnische Erntehelfer, die hier viel beschäftigt werden (Spargelernte, Obsternte), auch gern im Süden, weil sie dort wohl etwas besser bezahlt werden. Aber ob diese auch andere Gartenarbeiten ausführen oder nur während der Erntesaison hierherkommen, weiß ich nicht.Bei der Weinlese, die hier oben eher ein Event ist, helfen Freiwillige und machen danach ein Fest.
Viele Grüße von
RosaRot
hymenocallis

Re:Woher Helfer nehmen?

hymenocallis » Antwort #9 am:

Meine Eltern sind beide hochbetagt und schon gebrechlich. Sie haben zwei Studenten, die ihnen gegen Bares seit Jahren die schweren Arbeiten in Haus und Garten abnehmen (inzwischen sind beide eingeschult und wissen, was gefragt ist). Ist in einer Universitätsstadt leichter - kostet aber auch und jemanden zu finden, der verläßlich kommt, ist ein Geduldsspiel. Ich bin selbst chronisch krank und leicht behindert - wir haben unseren Garten so weit wie möglich automatisiert (Bewässerung und Robotermäher). Mein Mann kann körperlich noch gut arbeiten und baut jetzt die letzten Details so um, daß wir auch später ohne große Hilfe zu recht kommen (der Nutzgarten bekommt jetzt Hochbeete, die Wege dazwischen werden barrierefrei gestaltet). Wir haben deswegen keine Schnitthecken und keine Rosen in gemischten Rabatten - alle Beete sind nur so tief, daß man sie vom Rasen aus gut pflegen kann und niemand groß in der Bepflanzung herumklettern muß. Die Obstbäume sind Spindelbüsche - da ist die Schnittarbeit auch ohne Motorsäge und Akrobatik noch leistbar. Am Ende gibt es nur die zwei Möglichkeiten - großzügig bezahlen oder den Garten pflegeleicht gestalten.LG
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Gänselieschen
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Re:Woher Helfer nehmen?

Gänselieschen » Antwort #10 am:

Ich bin seit ein paar Jahren dabei meinen Garten jetzt erst so ein bischen zu gestalten - vorher war er wirklich pflegeleichter. Und wenn alles angelegt ist und ich nicht mehr kann - ganz blöde Vorstellung. Gibt es ja heute schon, dass es mal rumzippelt, so als Vorboten dessen, was noch so kommt. Daran sollte ich viel öfter mal denken, bevor ich wieder ein neues Beet mache.L.G:
Eva

Re:Woher Helfer nehmen?

Eva » Antwort #11 am:

Ich würde auch an Unis oder FHs der Gegend einen Aushang machen. Bzw. mal beim Arbeitsamt fragen, ob die vermitteln und zu welchen Bedingungen. Man muss aber sehen, dass man einen netten Betreuer erwischt, nicht jemanden, der einem alle Arbeitsunwilligen/fähigen schickt, die mal wieder unter Leute kommen sollen. die Arbeitgeber-Betreuer vom Arbeitsamt sind aber meistens wirklich nette, die sich Mühe geben, passende Leut zu finden. Mein Papa hat für seinen Garten einen Bosnier fürs Grobe, der unregelmäßig, aber immer wieder Zeit hat, weil er für seinen Lebensunterhalt immer nur kurzfristige Taglöhner-Jobs findet. Der ist froh, dass er seinen Lebensunterhalt etwas aufbessern kann, verdient aber auch 4,- pro Stunde mehr als die Putzfrau (was ich nicht ganz fair finde, weil die Putzfrau viel besser versteht, was man ihr erklärt und genauso engagiert ist).
hymenocallis

Re:Woher Helfer nehmen?

hymenocallis » Antwort #12 am:

Ich bin seit ein paar Jahren dabei meinen Garten jetzt erst so ein bischen zu gestalten - vorher war er wirklich pflegeleichter. Und wenn alles angelegt ist und ich nicht mehr kann - ganz blöde Vorstellung. Gibt es ja heute schon, dass es mal rumzippelt, so als Vorboten dessen, was noch so kommt. Daran sollte ich viel öfter mal denken, bevor ich wieder ein neues Beet mache. L.G:
Wenn Du beim Anlegen des neuen Beetes Dinge vermeidest, die später die Pflege schwierig machen, ist das ein guter Weg. Bei uns ist es der 2. Garten und die diesbezüglichen Anfängerfehler liegen schon hinter uns - die kann man sich mit vorher recherchieren/gut planen aber auch einfach sparen (weiß ich heute).LG
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Gänselieschen
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Re:Woher Helfer nehmen?

Gänselieschen » Antwort #13 am:

Das kann ich überhaupt nicht einschätzen. Ich hatte bisher kaum Beete :-\
ManuimGarten

Re:Woher Helfer nehmen?

ManuimGarten » Antwort #14 am:

Wenn ich's recht verstehe, ist Herr Dingens ja ein Profi. Da werden die Helfer wohl in größerem Umfang gesucht. Hier werden für Hilfsarbeiten fast nur noch Gastarbeiter eingesetzt - sei es, weil für einiges ein Österreicher nicht mehr zu haben ist, oder weil die Gastarbeiter billiger sind. In Baugewerbe, Gastronomie bis zur Spargel- und Weinernte arbeiten in Wien Türken, Serbier, Kroaten im privaten Baugewerbe Polen und hier auch viele Ungarn, die als Pendler kommen. Wobei ich schon hörte, dass sie in der Gastronomie auch in Tirol arbeiten. In der Altenpflege hier sind auch rumänische Frauen, die gut deutsch sprechen und in Rumänien einfach keine Arbeit bekommen würden. Auch wenn es im Südwesten D's ist - da wird es wohl auch flexible Osteuropäer geben, die auf Saison gehen.Bei uns erledigt auch ein Ungar die Arbeiten, der bringt auch Helfer mit, wenn nötig.
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