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Krebsschere freigesetzt - Gefahr für die heimischen Biotope ?? (Gelesen 5344 mal)
Moderator: Nina
Krebsschere freigesetzt - Gefahr für die heimischen Biotope ??
Hallo Ihr Lieben,haben ein größeres schlauchförmiges Gewässer 25km breit (Naturschutzgebiet!) vor der Tür zu und natürlich einen Wassergarten dort ausgebildet. Seerosen, Hechtkraut, Froschbiss, Rohkolben etc. wuchern dort fröhlich vor sich hin.Meine Bedenken sind jetzt die Krebsschere, jene haben sich schon im 70 mtr. Radius innerhalb von ein paar Jahren locker ausgebreitet.Harte Winter vertragen sie ohne weiteres im abgesenkten Zustand.Wird dieses langsam zum Problem - noch kann ich den Prozess umkehren und sie abfischen.In ein paar Jahren wird dazu eine Hundertschaft benötigt.
Re:Krebsschere freigesetzt - Gefahr für die heimischen Biotope ??
Herzlich willkommen!Auch hier breiten sich Krebsscheren dank der Mithilfe so manchen Gartenfreundes rasant in Gewässern aus. Nach meinen Beobachtungen werden sie nicht bedrohlich. Der Wind schiebt den Bestand in eine Ecke und dort bleiben sie.
„Am Ende entscheidet die Wirklichkeit.“ Robert Habeck
Re:Krebsschere freigesetzt - Gefahr für die heimischen Biotope ??
Die Krebsschere steht auf der Roten Liste. Man sollte sich freuen, wenn man sie hat und sie gedeihen. Es gibt auch eine sehr seltene Libellenart, die auf die Krebsschere angewiesen ist.http://de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%BCne_Mosaikjungfer
Re:Krebsschere freigesetzt - Gefahr für die heimischen Biotope ??
Aeschna viridis, grüne Mosaikjungfer.Warst schnellerAllerdings kommt diese Libelle längst nicht überall vor, wo die Krebsschere vorkommt.Es gibt angeblich auch eine sehr seltene Libellenart, die auf die Krebsschere angewiesen ist.
Re:Krebsschere freigesetzt - Gefahr für die heimischen Biotope ??
Wenn die Krebsschere sich wieder ausbreiten sollte, wird sich auch die grüne Mosaikjungfer wieder ausbreiten.In den USA gilt die Krebsschere übrigens als ein aggressiver Neophyt, der Gewässer flächendeckend zuwuchert und bekämpft wird.
Re:Krebsschere freigesetzt - Gefahr für die heimischen Biotope ??
Hierzulande waren es Angelvereine, die in "ihren" Pachtgewässern die Krebsschere bekämpft haben.Die besagte Libelle kommt in Deutschland nur im Norden vor und fehlt in den südlichen Bundesländern (/und den Alpen). Sie erreicht dort die Westgrenze ihrer Verbreitung.
Re:Krebsschere freigesetzt - Gefahr für die heimischen Biotope ??
Wenn mich nicht alles täuscht, meine ich gelesen zu haben, dass sie zur Verlandung der Gewässer beiträgt. Ich kann mir das sehr gut vorstellen. Im Gartenteich habe ich sie zum größten Teil wieder entfernt, weil sie ein Dickicht bildet und im meterlangen Wurzelgeflecht so ziemlich alles an Sediment und Schlamm festhält.
- Gänselieschen
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Re:Krebsschere freigesetzt - Gefahr für die heimischen Biotope ??
Früher flogen bei uns häufiger Mosaikjungfern rum - für mich die auffälligste und schönste Libelle überhaupt. Auch bei mir am Teich habe ich schon Eine gesehen. Meine Krebsscheren sehen jetzt schon sehr gelblich aus - ist das normal im August?? L.G: