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Gehölze schneiden, oben und unten (Gelesen 817 mal)
Moderatoren: Nina, Phalaina, cydorian, partisanengärtner, AndreasR
Gehölze schneiden, oben und unten
Hallo Leute!Ich sehe überall Gärtner in den Privatgrundstücken rumschneiden, bin ja selber einer, der Sträucher schneidet.Die Regel lautet:" viel Schnitt - viel Neuwuchs"Wenn man einen alten Strauch schneidet, dann gibt es zB bei Forsythie 2m Neutrieb in einem Jahr.Wieso macht man nach dem oberirdischen Schnitt keinen unterirdischen Schnitt?Die geschnittene Pflanze nach dem Schnitt versucht im Sommer ein Gleichgewicht zwischen unten und oben herzustellen, und bildet dann meterlange Neutriebe.Wäre es da nicht angebracht, wenn man die Sträucher oberhalb um 1/3 kürzt, dass man sie auch unterhalb, also die Wurzeln mit nem Spaten einkürzt??? So verhindert man viele starke Neutriebe, da es kein Überschuss an Wurzeln gibt.Ist das botanisch so i.O?
- Starking007
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Re:Gehölze schneiden, oben und unten
Botanisch ist in Ordnung, wenn man einer Pflanze es ermöglicht ihr natürliches Erscheinungsbild im Garten zu verwirklichen!Manche Pflanze kann man mit einem "Verjüngungsschnitt" überlisten, sich neu aufzubauen.Anderen kann man helfen alte, überzählige, zu enge Triebe loszuwerden.Gewalt ist das letzte aller Mittel!
Gruß Arthur
Re:Gehölze schneiden, oben und unten
es heißt zwar, nie mehr als ein Drittel wegmachen, aber das geht so nicht.Und wenn man oberirdisch weg macht, dann sollte man doch auch die Wurzeln kürzen. damit der Neutrieb nich 2-3m wächst.
- Gartenplaner
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Re:Gehölze schneiden, oben und unten
Grundsätzlich ist das Rumgeschneide eher ein Zeichen dafür, dass sich derjenige, der gepflanzt hat, keine Gedanken über die Endgröße des Strauches oder Baumes gemacht hat
Wenn man Gehölze stark zurückschneidet, kann das Wurzelwerk, welches an die vorherige Größe des Strauches angepasst war, viele gespeicherte Nährstoffe und ein großes "Wassereinzugsgebiet" zum schnellen Neuaufbau des Gehölzes zur Verfügung stellen.Das Gehölz will schnellstmöglichst seine alte Größe wieder erreichen, um nicht von konkurrenz überwachsen zu werden, so die Biologie dahinter.Hat man übrigens bis Ende des 19. Jh. in der Nieder- und Mittelwaldbewirtschaftungsweise ausgenutzt.Wenn man also die Äste UND die Wurzeln reduziert, wird der Neutrieb natürlich schwächer sein, als mit intaktem Wurzelwerk - da hast du biologisch schon recht.Aber das Kappen von Wurzeln bringt auch die große Gefahr von Pilzinfektionen mit sich, und wie sieht so ein Gehölz nach so einer Behandlung aus?Als ob es unter den Mähdrescher UND einen Pflug geraten wäre




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Erich Kästner, (1933/46), Ein alter Mann geht vorüber
“Frei zu sein bedeutet nicht nur seine eigenen Ketten abzulegen, sondern sein Leben so respektvoll zu leben, dass es die Freiheit anderer steigert.“ Nelson Mandela
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- Danilo
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Re:Gehölze schneiden, oben und unten
Ein Sonderfall ist noch das Herumhacken im Wurzelwerk von Gehölzen, die zu reichlich Wurzelbrut neigen. Hier gilt nämlich "viel Pflug - viel Neuwuchs".Als ob es unter den Mähdrescher UND einen Pflug geraten wäre![]()
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Re:Gehölze schneiden, oben und unten
Es gibt ja genügend Gehölze da will man den starken Neuaustrieb und keinen verholzten alten Greis....
nördlichstes Oberschwaben, Illertal, Raum Ulm
Re:Gehölze schneiden, oben und unten
Empfehlenswert ist der „Hausmeisterschnitt“. Bei diesem werden auch überhängend wachsende Sträucher gezwungen, in einer mehr oder weniger kugeligen Form zu bleiben. Der Ästhet wendet sich mit Grauen.
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Re:Gehölze schneiden, oben und unten
Auch der sog. Obstbaumschnitt ist in ländlichen Gegenden beliebt: Alle dicken Äste (oft auch Stämme) werden gekappt und auf ein mickriges, oft waagerecht abstehendes Zweigchen 'abgeleitet'. An dieser Ableitung erkennt man den Profi. Bei einigen Gehölzen nutzt man das gewaltige Triebwachstum nach einem starken Rückschnitt, zB bei Buddleja davidii.
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