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Wer kann mir helfen?Wir kämpfen im Schrebergarten gerade mit einer alten Beton-Platte, die im zukünftigen Gemüsebeet liegt. Beim Zerschlagen haben wir entdeckt, dass der Beton auf einen mit Bleimenninge gestrichenen Maschendrahtzaun gegossen worden ist. Die Platte liegt mindestens 10 Jahre dort, vielleicht aber auch schon 70 Jahre. Ich weiß, dass Bleimenninge Blei an den Boden abgibt und das in einer besonders hohen Bioverfügbarkeit. (So sagt man, glaube ich, wenn es die Pflanzen besonders gut aufnehmen können.) Was kann ich tun? Kann ich mit bestimmten Pflanzen Blei aus dem Boden ziehen? Oder muß ich etwa den Boden austauschen?edit: habe aus Menninge Mennige gemacht - frida
Eine Brille ist der Sieg der Neugier über die Eitelkeit. (Robert Lembke)
Die Bleimengen dürften so gering sein (und zum Teil noch in der am Zaun haftenden Farbe gebunden), dass für dein Gemüse und für dich keine Gefahr besteht.
Ich habe mir heute nochmal diesen Zaun betrachtet. Viel Farbe haftet nicht mehr an dem verrosteten Metall. Vorsichtshalber werde ich wohl doch etwas Erde abtragen. Trotzdem ist mir etwas unwohl dabei, schon nächste Saison das Gemüse von dieser Stelle zu essen.Daher nochmal die Frage: Gibt es vielleicht doch Pflanzen, die besonders gut Blei aus dem Boden ziehen?
Eine Brille ist der Sieg der Neugier über die Eitelkeit. (Robert Lembke)
Sachalinknöterich wird auch im großen Maßstab zur Entseuchung benützt. Allerdings mußt Du das Grünzeug mehrere Jahre lang ernten und "entsorgen".Wie Du den Knöterich allerdings wieder los wirst????
Wenn das Regenwasser nach unten absickert, besteht da nicht die Hoffnung, dass ggf. nur die Erde direkt unter der Platte Blei enthält? - Also an der Stelle besser Blumen pflanzen, und den Platz für den Gemüsegarten woanders planen?
Hier ein SicherheitsdatenblattLeider keine Informationen, die zu Entwarnung Anlass geben.Ich würde das Mennige soweit es geht entfernen und sicherheitshalber in unmittelbarer Umgebung kein Gemüse anbauen.
Du könntest ja auch die Erde in Baukübeln sammeln und diese dann mit dem Knöterich bepflanzen. Er ist ja ziemlich dekorativ. Das Schwermetall das er sammelt soll womöglich Fraßfeinden den Appetit verderben. Es gibt besonders aktive Auslesen.So mußt Du Diese Erde nicht gleich entsorgen.
Vielen Dank für Eure Infos.Ich glaube auch, dass wir erst mal Blumen setzen. Nachdem ich jetzt auch noch erfahren habe, dass die Hütte des Nachbarn auf dem Fundament eines Flackgeschützes steht, werden wir wohl eine Bodenanalyse machen lassen. Wer weiß, was da noch alles zum Vorschein kommt. Bisher dachte ich immer, dass das Aspest in den vielen noch vorhandenen Beetbegrenzungs-Platten und auf dem Dach unser größtes Probelm sei.
Eine Brille ist der Sieg der Neugier über die Eitelkeit. (Robert Lembke)
Auf alle Fälle, sich nicht entmutigen lassen. Gemüse kann man auch in Hochbeeten mit Komposterde ziehen.Ich würde an so einem Gartenstandort vielleicht auch erst einmal eine Bodenprobe machen lassen. Leider ist die Untersuchung auf Schadstoffe recht teuer.
Gartenanarchist aus Überzeugung! Und ich bin kein Experte sondern immer noch neugierig...
Letzten Endes ist das Endlager Mensch (Friedhof)oder die langfristige Verteilung in der Biosphäre mit irgendwann nachfolgender Festlegung in Sedimenten der "natürliche" Weg :PIn meinem alten Garten fand ich auch diverse Altlasten aus der guten alten Zeit inklusive (fast)leere Farbdosenreste vermutlich mit ähnlicher Belastung.Blei verteilt sich langfristig auch über die Atmosphäre als flüchtiges Bleihydrid oder andere flüchtige Verbindungen. Dann landet es langfristig an den Polen.
Macht Euch mal nicht verrückt. Bei begründetem Verdacht ist es sicher nicht empfehlenswert, Gemüse anzubauen. Auch wenn dieses Gemüse vermutlich nicht sonderlich belastet sein wird, so ist das Wissen um eine mögliche Belastung immerhin appetitverderbend. Auch unter Berücksichtigung der persönlichen Restlaufzeit sollte man sich ganz entspannt zurücklehnen.
„Am Ende entscheidet die Wirklichkeit.“ Robert Habeck
Ich hab früher mit Bleimennige gearbeitet.Noch eine Frage dazu: War das Drahtgeflecht als Armierung im Beton oder als Unterlage unterm Beton?Im ersteren Fall hätte ich dann keinerlei Bedenken.Im zweiten Falle auch nicht.Wie im Datenblatt steht: Bleipigmente sind schwerlösliche Bleiverbindungen.Und dann sind ja allenfalls davon ein paar Brösel im Boden.Ich schätze die anderen Umweltbelastungen als höher ein.Ich wohne an einem Stahlstandort, habe im Stahlwerk gearbeitet.Mit Blei und Cadmium und Chrom und Nickel, tonnenweise.Ich würde das nicht wieder tun.Ich lebe noch. Und das nicht schlecht.Ich hatte "Gesundheitsapostel" im Freundeskreis.Der extremste davon lebt nicht mehr..........................