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Sichtschutz (Gelesen 1699 mal)
Moderatoren: Nina, Phalaina, cydorian, partisanengärtner, AndreasR
Sichtschutz
Einen schönen Tag wünsch ich euch.Da ich im Herbst einige Fichten fällen muss, brauche ich eine Empfehlung für eine Bepflanzung für einen Sichtschutz.Abstand zum Gartenhaus ca. 1 MeterRankhilfe mit Maschendrahtzaun oder Spanndrähten ist möglichPflanzen sollen Richtung Osten und fast den ganzen Tag im SchattenIm Westen steht das Gartenhaus, welches verdeckt werden soll, im Süden ist das Wohnhaus.Höhe ca. 2 Meter und Länge ca. 3 MeterAm Standort stehen jetzt Fichten mit ca. 16 Metern Höhe, diese werden gefällt und die Wurzeln bleiben im Boden, entfernen zerstört die Garage. Zwischen den Fichten ist der Auslass vom Dach der Garage.Somit stehen die Pflanzen bei regen bis zu den Knien im Wasser und werden ansonsten nur wenig gegossen. Es sollten pflegeleichte Pflanzen sein und der Sichtschutz braucht nicht dicht zu sein.Über Bodenbeschaffenheit und sowas kenn ich mich nicht aus, hatte vor 40 Jahren mal einen Garten.Könnt ihr mir was empfehlen, was da passt?mfG Apfeldieb, Elster kommt täglich und holt ihre Apfelschnitte ab.
Re:Sichtschutz
Efeu, Wisteria (hat allerdings im Winter keine Blätter). Ansonsten Zypressen (sind teuer).
- Zwiebeltom
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Re:Sichtschutz
Wisteria an einer möglichen Rankhilfe aus Spanndrähten oder Maschendrahtzaun? Auch Efeu müsste an so einer Rankhilfe befestigt werden (für Biotekt: Efeu und Wisteria sind eh keine Rankpflanzen).Ich verstehe die beschriebene Situation so, dass an der Stelle der jetzigen Fichten etwas wachsen soll, das ca. 2 Meter hoch wird. Eine Kletterhilfe wäre offensichtlich möglich, ist aber nach meinem Verständnis nicht zwingend.
Das Leben ist kein Ponyschlecken.
- Gartenplaner
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Re:Sichtschutz
Hast du denn Wünsche, in welche Richtung der Sichtschutz gehen soll - also eher mit Kletterpflanzen, Großstauden wie Miscanthus, von denen einige erst im Frühsommer wirklich Sichtschutz geben oder kann es auch eine Schnitthecke sein?Als problemlose Schnitthecke würd ich eine Eibenhecke (Taxus baccata) empfehlen, wenn du die ab dem Jahr nach der Pflanzung kräftig stickstoffbetont von Ende April bis Ende Juli düngst, wächst sie sehr schnell.Eiben vertragen Schatten sehr gut und wenn der Boden ansonsten nicht zu schwer ist, wohl auch die Wasserableitung vom Garagendach...Wie der Boden beschaffen ist, lässt sich ganz simpel mit einer "Rollprobe" bestimmen - du nimmst eine handvoll Erde von der Stelle und versuchst, sie zwischen den Händen zu einer "Wurst" zu rollen, wie früher mit Knetmasse
Zerbröselt das Gebilde dabei, hast du leichten, sandigen Boden (sehr gute Wasserableitung), ist die Rolle recht stabil, zerbröselt aber ein wenig und immer mehr bei Trocknung, hast su sandigen Lehm.Wenn die Rolle total kompakt und fest wird, sich wirklich wie Knetmasse formen lässt, hast du tonigen Lehm (Staunässegefahr).

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Erich Kästner, (1933/46), Ein alter Mann geht vorüber
“Frei zu sein bedeutet nicht nur seine eigenen Ketten abzulegen, sondern sein Leben so respektvoll zu leben, dass es die Freiheit anderer steigert.“ Nelson Mandela
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Re:Sichtschutz
@ Zwiebeltom Genau getroffen.Boden sandiger Lehm, könnte hinkommen.
- Zwiebeltom
- Beiträge: 6810
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Re:Sichtschutz
Wie sieht es denn zwischen den Fichtenwurzeln aus? Ist überhaupt Boden, den man gut bepflanzen kann oder ist alles dicht durchwurzelt?
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- Gartenplaner
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Re:Sichtschutz
Ich hab Eibenhecke genau auf der Linie einer Fichtenreihe gepflanzt, die auch gefällt worden war, ohne dass die Strünke rauskamen.Die Strünke sind bodeneben abgesägt.Direkt an den Stämmen gibt es gar nicht so viel dichtes Wurzelgeflecht, da ist die Erde sogar recht locker - zumindest wars bei mir so, und das will in meinem schweren Lehm was heißen - man muss nur manchmal ein wenig flexibel sein, was die Abstände zwischen den neu zu setzenden Pflanzen angeht, wenn man auf dicke abgehende Wurzeln im Boden stößt, wo man das Pflanzloch gräbt.Oft ist aber einige Zentimeter weiter vor oder zurück wieder eine Lücke zwischen den dicken Wurzelansätzen, in die man problemlos pflanzen kann.Man schafft eben nur nicht immer den gleichen Abstand und auch nicht die perfekt gerade Linie bei einer Heckenpflanzung z.B., aber da verwächst sich das sehr schnell.Mit anderen Pflanzen kann man genauso verfahren.
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- Gänselieschen
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Re:Sichtschutz
Ich stelle es mir doch recht schwierig vor, dass mit dem vorhandenen Wurzelwerg und Stumpen, dort etwas gut wächst bis in 2m Höhe. Wie weit stehen die Fichten denn auseinander und wieviele sind es?Momentan würde ich ja dazu neigen, die Stämme nur auf die gewünschte Endhöhe bzw. auf ca. 170 zu kappen und dann irgendeine Installation draus zu machen. Als Totempfähle beschnitzen - auf jeden Stamm irgendwas raufstellen - von mir aus auch rankelnde Pflanzen. Man sollte sehen, dass es kein Zufall ist, dass die Stämme noch da sind - ist ja doch eine tolle Möglichkeit - so stabile "Pfähle" zu haben. Das geht auch viel schneller, als dort mühsam wieder etwas hochzuziehen. Kugeln würden auch toll aussehen auf den Stämmen - vielleicht sogar in ungleichmäßiger Höhe.L.G.Gänselieschen
Re:Sichtschutz
Tagchen,noch stehen die Fichten. 2 mit ca.14 und 16 Meter, 2 mit ca, 8 Meter. Der Abstand ist 2-3 Meter bei den Bäumen. Die Kleinen zähl ich schon nicht mehr, davon gibt's genug ca. 1 Meter und wachsen zwischen den Großen. Die Wurzeln wachsen in die Abwasserleitungen in 3 Metern Tiefe, deshalb müssen die Bäume weg.Fällen ist ja erst ab Oktober erlaubt und dann möchte ich was pflanzen, das mein Gartenhaus etwas versteckt oder den Blick vom Gartenhaus auf die Pflanzen zieht. So schön sieht das Gartenhaus als Geräteschuppen auch nicht aus, dass er als Blickfang dienen könnte.Der zu bepflanzende Platz ist ca 2 auf 3 Meter, links (zum Wohnhaus) ist ein Flieder, der noch nicht blüht und schon 3 Meter hoch und sehr breit ist. Der wird dann auch kräftig gestutzt.
Re:Sichtschutz
Wenn es im nächsten Frühjahr schnell gehen soll dann meine Lieblinge die Feuerbohnen.Langfristig klingt es so als ob Feldahorn ziemlich gut passen könnte. Aber das kannst natürlich nur du entscheiden 

- krimskrams
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Re:Sichtschutz
Also Feldahorn würde ich nun nicht empfehlen. Ich bin jedes Jahr damit beschäftigt in einem Teil des Garten Unmengen von Sämlingen zu jäten. Das Wurzelwerk verzeigt sich leider sehr schnell, so dass man sie (zumindest in unserem lehmigen Boden) nur schwer herausziehen kann. Spitzahorn geht einfacher.
Viele Grüße Gaby
Re:Sichtschutz
Ahorn, ich weis nur nicht welche Sorte, wächst schon unter den Fichten, wie ich heute gesehen habe. Nur wächst er schnell und wird zu hoch.Feuerbohnen, die mag ich nicht und ob da die Vögel bei der Ernte helfen? Dann lieber etwas Blühendes wie Wicken, falls es denen da gefällt.Mal ne andere Frage. Geht auch eine Kupferfelsenbirne an dem Platz? Da Ahorn, Esche Eberesche und Weide schon zu hauf hier stehen, wäre das eine Abwechslung. Wenn ich am anderen Ende des Grundstücks eine Eberesche fälle (sind noch 6 weitere im Garten), hätte ich Morgens und abends etwas Sonne, falls sie mal scheint und weniger Ärger mit dem Nachbarn.
- Gartenplaner
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Re:Sichtschutz
Kupferfelsenbirne, Amelanchier lamarckii, ist anspruchslos, was den Boden angeht, am liebsten eher etwas trockener - brauchen aber volle Sonne.Außerdem ist ihre natürlich Wuchsform lockerer, so dass man immer ein bisschen durchkucken kann - ob das als Sichtschutz dient?Und im Schatten werden sie wahrscheinlich erstmal in die Höhe schiessen, um zum Licht zu kommen.Soll der Sichtschutz denn eher "formal" sein wie z.B. eine geschnittene Hecke oder lockerer wie ein freiwachsendes Gehölz?Bei einer geschnittenen Hecke hättest du den Vorteil, nicht viel Platz im Garten vor dem Geräteschuppen zu verlieren, dichten Sichtschutz zu haben und zudem noch einen einheitlichen Hintergrund für eine Staudenpflanzung davor, wenn gewünscht.An Schnitthecken würden die schon genannten Eiben, Taxus baccata, Rotbuchen, Fagus sylvatica, Liguster, Ligustrum vulgare´Atrovirens´, und Hainbuche, Carpinus betulus, sehr gut gehen, vertragen alle gut Schatten.
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Re:Sichtschutz
Hallo,Der Sichtschutz darf etwas lockeres sein, da am Gartenhaus zur Bepflanzung eine Nistmöglichkeit für Spatzen ist. Dann sieht es bei mir auch etwas verwildert aus, was an der großen Anzahl und Vielfalt der Pflanzen liegt.Schade wegen der Felsenbirne, die hätte den Erntehelfern (Amseln & Co) sicher geschmeckt.Die Eibe ist ja ein Tiefwurzler, wie tief gehen da die Wurzeln, wegen der Abwasserleitung?
- Gartenplaner
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Re:Sichtschutz
Wenns locker-freiwachsend sein darf, kämen auch Cornus-Sorten, z.B von Cornus sanguinea , Cornus alba, in Frage, die vertragen Schatten, haben den Vorteil, freiwachsend so 3 bis maximal 4m hoch zu werden - und die Sorten machen gegenüber der Art Cornus sanguinea keine Wurzelausläufer.Da gibt es Sorten mit interessanten Rindenfarben, die vor allem im Winter wirken, aber auch weiß- und gelbpanaschierte Sorten, die im Sommer nicht nur einfach grün sind. Zum Wurzelwerk der Eibe hab ich unterschiedliche Angaben gefunden - gemeinsam sagen alle, dass das Wurzelwerk fein verzeigt und dicht ist, eine Quelle gibt eine Pfahlwurzel an, die 1-2m tief gehen soll.
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