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Ich weiß nicht, ob das Thema schonmal besprochen wurde. Ich habe heute die Blütenstände von Helleborus foetidus zur Aussaat verteilt. Als Reserve habe ich aus einigen noch nicht ganz geöffneten Kapsel die Samen rausgepult.Das ist etwa eine Stunde her und nun brennen mir die Kuppen von Daumen und Zeigefinger - die mit den Kapseln und damit dem Pflanzensaft (?) direkt in Verbindung gekommen sind - ziemlich übel. Kennt jemand eine solche Reaktion? Wird das noch schlimmer?
Das ist normal. Einfach Handschuhe anziehen. Wenn ich in meinen Beeten arbeite, habe ich die Unterarme oft völlig gepunktet wie Masern - gestorben bin ich davon aber noch nicht, wie man liest ;DBesonders der frische Saft ist ziemlich "ätzend". Schlimmer wird es nicht... nur dauert es etwas. Vielleicht gut waschen.
Wat dem eenen sin Uhl, is dem annern sin Nachtigall.
In H. foetidus (ob bei anderen Helleborus auch, kann ich auf die Schnelle nicht sagen) ist höchstwahrscheinlich Protoanemonin enthalten.Protoanemonin ist ein Stoff, der bei direktem Kontakt stark haut- und schleimhautreizend wirkt, aber keine Allergien erzeugt.Als Symptome treten Röten und Brennen der Haut, bei stärkerem Einwirken unter Umständen auch Blasenbildung auf. Die Reizung klingt - je nach Schweregrad - binnen Stunden oder wenigen Tagen ab. Bleibende Schäden der Haut treten in aller Regel nicht auf. Im Auge kann das anders aussehen, also Augenkontakt vermeiden!Protoanemonin ist auch in vielen anderen Hahnenfußgewächsen enthalten, z.B. im Scharfen Hahnenfuß, z.T. in viel höherer Konzentration. Mit dem Saft dieser Pflanze sollen sich früher (Mittelalter, frühe Neuzeit) manche Bettler eingerieben haben, um ob der schlimmen Hautreaktion bis hin zur flächigen Blasenbildung möglichst viel Mitleid zu erzeugen.
Na toll... hoffentlich kommen nicht tatsächlich noch Blasen. Der Kontakt war ja nun deutlich intensiver, als ein zufälliger, beim Arbeiten im Beet. Im Moment fühlt es sich in etwa so an, als hätte ich versucht, mit den Fingern ein Spiegelei in der Pfanne zu wenden.
heute habe ich für Hausgeist Helleborus foetidus Wester Flisk Strain geerntet und für cydora Helleborus foetidus Sopron. Ausgerüstet war ich mit einer langärmligen Bluse und weichen sämischledernen stacheldichten Stulpenhandschuhen + Felco.
“I love science, and it pains me to think that so many are terrified of the subject or feel that choosing science means you cannot also choose compassion, or the arts, or be awed by nature. Science is not meant to cure us of mystery, but to reinvent and reinvigorate it.”
die Beiträge zu meiner Erfahrung letzten Jahres kann ich nicht finden. Ich hatte nach dieser Aktion letztes Jahr ohne Handschuhe an einem sommerlich warmen Tag und mit kurzem T-Shirt anschließend den linken Unterarm sehr stark geschwollen. Und zwar so stark, dass mein Symbiont nicht mit mir zum Tai Chi Kurs gehen wollte, sonder sofort zum Arzt. Der Hausarzt hat mir eine Cortison Spritze gegeben und die Empfehlung mit Quark zu kühlen. Bristlecone hatte zu der Geschichte etwas verlinkt, das ich auch nicht finde.
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@Medi: Ich spucke lieber selbst drauf, danke. @pearl: bei den Handschuhen ließ mich das "stacheldicht" auf einen anderen Hintergrund schließen. Aber gut, nun habe ich die Erfahrung gemacht und werde sie gewiss nicht vergessen. Das Brennen wird langsam weniger.
dann kommt das Jucken und das Schwellen stellt sich auch sicher ein.
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Das Zeug heißt ja nicht umsonst Nieswurz. Wegen des enthaltenen, berauschenden Giftes wurde es früher Schnupftabak zugesetzt. Probieren würde ich das nicht.
„Am Ende entscheidet die Wirklichkeit.“ Robert Habeck
heute habe ich für Hausgeist Helleborus foetidus Wester Flisk Strain geerntet und für cydora Helleborus foetidus Sopron. Ausgerüstet war ich mit einer langärmligen Bluse und weichen sämischledernen stacheldichten Stulpenhandschuhen + Felco.
Da bin ich aber froh, dass ich - dank Wetter und vorherigem Entfernen von Disteln entsprechend angezogen war... Sonst ginge es mir jetzt wohl wie Hausgeist - Mein aufrichtiges Mitgefühl! :oGleichzeitig auf diesem Weg ein Dank an die edle Spenderin :DLG
Lieben Gruß
Leben allein genügt nicht, sagte der Schmetterling, Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume muss man auch haben. (H.C. Andersen)
Ich ertappe mich ebenfalls und sogar regelmäßig beim Leichtsinn im Umgang mit dieser Kategorie von Pflanzen.Ausreißen von Fingerhüten, Rückschnitt von Delphinium, Helleborus, händisches Teilen von Aconitum-Rhizomen - all das stets ohne Handschuhe. Eine gewisse Dosis genügt bisweilen, daß ich mich den Rest des Tages fühle, als hätte ich eine leichte Grippe. Und beim nächsten Mal siegt trotzdem wieder die Faulheit.
genau so ging es mir auch und auch jetzt noch neige ich dazu mich für unverwundbar zu halten. Mit immer wieder entäuschenden Ergebnissen. Nun gut, der linke Zeigefinger ist wieder fleißig am tippen, aber eine dicke Riefe ist immer noch zu sehen.
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