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Holzbirnen verarbeiten? - Eher nein. (Gelesen 4478 mal)
Moderator: Nina
Holzbirnen verarbeiten? - Eher nein.
Mein ausgeprägter Sammeltrieb hat heute wieder einmal zugeschlagen - nun habe ich mehrere Pfund Holzbirnen. Ich hätte sie vermutlich für Tiere liegenlassen sollen - aber nun ja.
Hat die jemand schon einmal zubereitet - und wenn: wozu? Und wie?
Die Wissenschaftsgeschichte liest sich geradezu wie das Protokoll der Korrektur kollektiver Irrtümer. - Arnold Vaatz
- Quendula
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Brandenburger Streusandbüchse / 7b / 42 m
Re:Holzbirnen verarbeiten?
Entsaften? Gelee draus machen?
Sich zu entschuldigen bedeutet nicht, dass man einsieht, dass der Andere Recht hat. Sich zu entschuldigen bedeutet, dass einem der andere Mensch wichtiger ist als der Streit.
Re:Holzbirnen verarbeiten? - Eher nein.
Gelee, danke. Was anderes ist wohl gar nicht möglich.Ich habe noch nie Gelee gemacht in meinem Leben, aber einmal ist immer das erste Mal. Einen Dampfentsafter habe ich nicht. Ich folgte also meiner Intuition - die nicht dafür bekannt ist, mir bei derlei Dingen den besten Weg zu zeigen.
Zuerst warf ich Birnen in den Mixer. Das ging voll daneben - die untersten waren in zwei Sekunden Mus, die oberen drehten sich drüber munter im Kreise.Das war gut, denn so nahm ich alles heraus und begann, die Dinger mit dem Kneipchen kleinzuschnippeln. So fand ich schnell heraus, daß eine von dreien, obwohl noch knüppelhart, innendrin völlig braun war (kein Wunder, daß ich die Küche mit gefühlten zweitausend Fruchtfliegen teilte). Bald fand ich das gut, denn die konnte ich schnell beiseite tun, allmählich ging die Schnippelei (ich hatte meine größte Schüssel voll mit Berg) doch recht auf die Nerven.
Dann das ganze mit - viel zu viel!, ich hatte angst, es würde anbrennen - Wasser auf den Herd gesetzt und lange kochen gelassen. Schmeckte beim Kosten sehr säuerlich, aber ich mag säuerlich. Irgendwann die festen Bestandteile mit dem Sieb herausgefischt. Dann ließ ich den Rest einkochen (der ganz von selbst eine feine Gelierschicht obendrauf bildete, die Dinger haben viel Pektin).Nach dem Reduzieren auf die Hälfte schmeckte das ganze leicht bitter. Auch kein Problem, leicht bitter mag ich. Gelierzucker dazu - fertig: Siehe da: Von ich weiß nicht wievielen Kilo ein großes Glas Holzbirnengelee! Hätte ich nicht so weit reduziert - aber was weiß ich denn, wieviel normal gewesen wäre! - hätte es vielleicht zwei Gläser gegeben.
Mit der Energie, die ich da verbraten habe, würden andere vermutlich hundert Gläser herstellen.
Fazit: Künftig den kleinen Tieren überlassen.Eine Frage noch: Es war unmöglich, die Kerngehäuse zu entfernen - die Dinger bestehen praktisch nur aus Kerngehäusen. Die meisten Kerne wurden zerschnippelt. Kann das Bittere wohl daher rühren, und ist es irgendwie schädlich?
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- Zwiebeltom
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Re:Holzbirnen verarbeiten? - Eher nein.
Den Zauberspruch, der aus deinen Holzbirnen schließlich Holzapfelgelee fabriziert hat, lässt du gänzlich unerwähnt?Siehe da: Von ich weiß nicht wievielen Kilo ein großes Glas Holzapfelgelee!
Das Leben ist kein Ponyschlecken.
Re:Holzbirnen verarbeiten? - Eher nein.
Das ist gemein - bis ich Deinen Hinweis gelesen hatte, hatte ich es selbst schon korrigiert.
Magst Du mir nix zu dem Blausäuregehalt von ausgekochten Birnenkernen erzählen?
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- Zwiebeltom
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Re:Holzbirnen verarbeiten? - Eher nein.
Kann ich leider auch nicht sagen. ???Laut Wikipedia enthalten auch Apfel- und Birnenkerne in geringer Dosis Blausäure (bzw. kann diese aus darin enthaltenen Substanzen freigesetzt werden).
Das Leben ist kein Ponyschlecken.
Re:Holzbirnen verarbeiten? - Eher nein.
Da steh ich nun, ich armer Tor...
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Re:Holzbirnen verarbeiten? - Eher nein.
Bei Bambus wird die Blausäure durch langes Kochen ohne Deckel etwas reduziert. Wenn dir das hilft...
Alle Menschen werden Flieder
Re:Holzbirnen verarbeiten? - Eher nein.
Langes Kochen ohne Deckel habe ich getan. Ja, danke, das hilft.
Man ißt ja auch nicht das ganze große Glas auf einmal...
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Amur
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Re:Holzbirnen verarbeiten? - Eher nein.
Also die meisten Mostbirnen und ich nehme mal an dass die Holzbirnen so ähnlich sind, haben einen sehr hohen Gerbsäureanteil. Der läßt sich m. w. so einfach nicht entfernen.Im reinen Saft kann man die wohl ausfällen, aber ich denke das ist hier weder gewünscht noch möglich. Also in Zukunft vorher in eine der Birnen reinbeissen und wenn es dann so ein trockenes Gefühl gibt: Liegen lassen. Die gehen zum Brennen oder als Zusatz zu Apfelmost. Dort wird meist ein Teil der Gerbsäure durch den Gärvorgang ausgefällt. Aber zu viel darf auch dort nicht zugesetzt werden, ausser man ist Liebhaber dieses Geschmacks....Eine Frage noch: Es war unmöglich, die Kerngehäuse zu entfernen - die Dinger bestehen praktisch nur aus Kerngehäusen. Die meisten Kerne wurden zerschnippelt. Kann das Bittere wohl daher rühren, und ist es irgendwie schädlich?
nördlichstes Oberschwaben, Illertal, Raum Ulm
Re:Holzbirnen verarbeiten? - Eher nein.
Danke. Wenn's nur Gerbsäure ist, ist das ja fein. Ich hatte ein bissi Bedenken wegen Blausäure.
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