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Unkraut und Bodenverbesserung (Gelesen 4819 mal)

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Rut
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Unkraut und Bodenverbesserung

Rut »

Hallo, ich brauche möglichst schnelle Hilfe / Tipps und hoffe, diese hier zufinden. Ich habe einen Schrebergarten übernommen im letzten Jahr und bereits vieles geschafft, aber...Das Staudenbeet ist völlig verunkrautet (Giersch, Ackerwinde etc.)Das daneben/darüberliegende angrenzende Rasenstück ist ebenfalls total verunkrautet (Hahnenfuß)Das wiederum daneben/darüber liegende "Beet" verfügt über den hier typischen roten Lehm (im Sommer bockelhart, nach Regen nicht betretbar, Bepflanzen nahezu unmöglich!)Ich habe jetzt die Stauden ausgegraben und in Töpfe gepflanzt - da bleiben sie und ich erkenne hoffentlich im Frühjahr, ob sie Gierschfrei sind.....Das Beet ist zum Teil schon umgegraben (werde am 16. operiert und falle dann erst einmal einige Wochen aus - und dann ist Winter).Ich habe jetzt Sand zum Aufbringen auf die Beete und Mist ist auch geplant. Frage: Was kann ich mit den verunkrauteten Erdschollen tun? Zum Unkraut/Rasen absammeln reicht mir die Zeit bis Mittwoch garantiert nicht. Was würdet ihr vorschlagen? Sand und Mist zwischenlagern und die Fläche einfach mit Unkrautfolie abdecken? Sand und Mits im Winter/frühen Frühjahr aufbringen und dann einfräsen????Bitte helft mir! Habe keine Erfahrung und Ahnung, welcher Schritt am nachhaltigsten wäre!Lieben Dank im vorausRut Edit: Hab der Verbesserung ein s spendiert - und wünsche gutes Gelingen für das Projekt! :) Conni
Isatis blau
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Re:Unkraut und Bodenverbeserung

Isatis blau » Antwort #1 am:

Einen schweren Boden habe ich auch. Wenn du bis zum Frühjahr wartest kannst Du bei den schon umgegrabenen Beeten die Frostgare nutzen. Dann ist es etwas leichter, das Unkraut rauszubekommen, aber immer noch viel Arbeit. Dafür muss der Boden durchfrieren, abdecken wäre also nicht sinnvoll.Sand arbeite ich schon beim Umgraben ein, unter und auf die Schollen. Ich habe auch schon um die Weihnachtszeit umgegraben, Eile ist nicht nötig.
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Rut
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Re:Unkraut und Bodenverbeserung

Rut » Antwort #2 am:

Super. Also würde es reichen, wenn ich den Sand drunterpacke - und dann einfach alles liegen lasse bis zum Frühjahr. Und den Mist trage ich auf mein einziges gutes Beet auf und verteile dann von dort aus (vorm Fräsen) im Frühjahr auf die anderen (dann von Unkraut gesäuberten) Stellen,oder?Puuuh, das würde mir zumindest ein bissle von dem Zeitdruck nehmen! :'(
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Staudo
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Re:Unkraut und Bodenverbeserung

Staudo » Antwort #3 am:

Wenn Du die Möglichkeit hast zu Fräsen, so mache das regelmäßig. Ich halte verunkrautete Flächen mindestens ein halbes Jahr „schwarz“. Wichtig ist es, kalte und warme Zeiten zu erwischen, damit das gesamte Unkrautspektrum erledigt wird. Danach sind selbst Wurzelunkräuter tot. Dort, wo Rasen hinkommt, ist das natürlich nicht notwendig.
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enaira
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Re:Unkraut und Bodenverbeserung

enaira » Antwort #4 am:

Dort, wo Rasen hinkommt, ist das natürlich nicht notwendig.
? Oder gerade dort?Denn aus dem Rasen bekommt bekommt man Unkraut doch noch viel schlechter raus, es sei denn, es darf eine Wiese sein.Bei mir übernehmen nach und nach die Quecken das Terrain im Rasen... :-\ LG Ariane
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Staudo
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Re:Unkraut und Bodenverbeserung

Staudo » Antwort #5 am:

Bei mir übernehmen nach und nach die Quecken das Terrain im Rasen... :-\
Wässern, Düngen, den Rasenmäher recht hochstellen und wöchentlich mähen. Dann wird das mit dem Rasen.
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enaira
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Re:Unkraut und Bodenverbeserung

enaira » Antwort #6 am:

Bei mir übernehmen nach und nach die Quecken das Terrain im Rasen... :-\
Wässern, Düngen, den Rasenmäher recht hochstellen und wöchentlich mähen. Dann wird das mit dem Rasen.
Mach ich - nützt nichts.... :-\ :'( Zum Glück brauche ich keinen englischen Rasen :D LG Ariane
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Re:Unkraut und Bodenverbeserung

Gartenplaner » Antwort #7 am:

Bei Quecke würd ich fast eher zum Gegenteil tendieren:nicht düngen, nicht wässern, regelmäßig mähen 8) Bei mir sind die Quecken in der Wiese auf dem Rückzug, seit kein Vieh mehr weidet, der Halter die Wiese im Frühjahr nicht mehr kräftig stickstoff-düngt und zweimal im Jahr gemäht wird mit Schnittgutabtransport.In der Rasenfläche, die regelmäßig niedrig gemäht wird ist auch keine mehr, die Fläche wird auch nicht gedüngt.Allerdings gibts dafür Klee, Löwenzahn, Günsel...ein schönes Mosaik eben ;D
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Re:Unkraut und Bodenverbeserung

enaira » Antwort #8 am:

Bis zum letzten Jahr habe ich es nach Staudos Rezept gemacht, hat wie gesagt nichts gebracht.In diesem Sommer eher so wie du empfiehlst, Gartenplaner.Scheint aber auch nicht unbedingt erfolgreich zu sein. Im Frühjahr war der Rasen wunderbar grün - Ehrenpreis!Jetzt ist er auch grün - Moos! :-\ Das bisher beste Rezept: Immer mehr Rasen durch Beete ersetzen. Ich brauch nur noch Platz für die Wäschespinne. Die Kinder sind ja groß! ;D LG Ariane
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Re:Unkraut und Bodenverbeserung

Starking007 » Antwort #9 am:

Quecke im Rasen gibt es nicht.Wenn da Quecke drin ist, ist es kein Rasen.Selbst in Wiesen halte ich das Vorkommen von Quecken so gut wie unmöglich, ausser bis zu 2 Jahren nach der Neuanlage.Quecken lieben Äcker, insbesonders verdichtete Stellen.Naturnahen Boden meiden sie.Bitte bei der Gräserbestimmung prüfen, ob es sich ier um Quecke handelt.
Gruß Arthur
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Re:Unkraut und Bodenverbeserung

enaira » Antwort #10 am:

Arthur, was soll es denn sonst sein?Es war schon da, bevor wir den Garten angelegt haben. Krabbelt mit weißen Trieben durch die Gegend und freut sich, wenn ich es beim Vertikutieren zerstückel. >:( Ich gebe aber zu, dass der Boden unter meinem "Rasen" arg verdichtet ist....LG Ariane
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Re:Unkraut und Bodenverbeserung

Starking007 » Antwort #11 am:

Weisse Triebe passt schon, ist aber sehr ungewöhnlich, da liegt was sehr im Argen!Noch nie gesehen.Allerdings sah ich schon frisch humusierte Gärten, in denen nach Regen die Fläche weiss wirkte vor lauter Queckenwurzeln.Viel Vergnügen!
Gruß Arthur
Isatis blau
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Re:Unkraut und Bodenverbesserung

Isatis blau » Antwort #12 am:

Quecke wächst bei mir da, wo nur ein Mal im Jahr gemäht wird und in Beeten. Die Erfahrung mit regelmäßig mähen habe ich auch gemacht, da verschwindet sie. Aber es gibt ja Zäune und andere Stellen, worunter sie sich in Sicherheit bringt.
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Re:Unkraut und Bodenverbesserung

Gartenplaner » Antwort #13 am:

Doch, doch, Quecke in einer Wiese kanns sehr wohl geben.Vielleicht eben besonders auf schwerem Lehmboden, auch wenn er nicht unbedingt verdichtet ist.Oder Quecke ist in Wiesensaatgut, das die Landwirte streuen, wenn eine Grünfläche dichter werden soll?Jedenfalls waren die meisten Flächen meiner Obstwiese mit Quecke durchsetzt.Seit nicht mehr gedüngt wird und zweimal im Jahr gemäht wird, sind sie auf dem Rückzug, aber es gibt noch die eine oder andere Fläche, wo sie zahlreich sind :P Deswegen hab ich auch Klappertopf und andere Halbschmarotzer versucht, anzusiedeln um eben die Quecke zu schwächen.Den Rückzug beobachte ich die letzten 5 Jahre, seit 2001 wird die Wiese wie oben geschrieben gemäht - wahrscheinlich keine Methode für enaira :-\ ;D
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Re:Unkraut und Bodenverbesserung

oile » Antwort #14 am:

Quecke gibt es reichlich im Zweitgarten. Der Boden ist sandig, bis vor vier Jahren wurde dort jahrelang nichts angebaut. Verdichtet ist der Boden auch nicht.
Bis jetzt ist es gut gegangen, sagte der Mann, als er am 13. Stockwerk vorbei fiel.

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