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Wer kennt diese Pflanzen? -> Ceratostigma plumbaginoides, Chinesische Bleiwurz (Gelesen 4277 mal)
Moderatoren: Nina, Phalaina, cydorian, partisanengärtner, AndreasR
- Quendula
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Wer kennt diese Pflanzen? -> Ceratostigma plumbaginoides, Chinesische Bleiwurz
Ich hänge mich mal hier ran.Das wuchs in einem Blumentopf im Garten. Erst dachte ich, es wird ein Gehölz. Die Herbstfärbung gefiel mir auch. Aber jetzt blüht es einfach so
.

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- Danilo
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Re:Wer kennt diese Pflanzen?
Ceratostigma plumbaginoides.

-
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Re:Wer kennt diese Pflanzen?
Na ja, es ist ja auch ein Halbstrauch, und viel härter, als man meint.Erst dachte ich, es wird ein Gehölz.
- Quendula
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Re:Wer kennt diese Pflanzen?
Prima
. Die behalte ich.Danke für eure schnellen Antworten.

Erwarte nichts, doch rechne mit allem!
Re:Wer kennt diese Pflanzen?
In Ostdeutschland ist es eine reinrassige Staude, die zu allem Überfluss auch noch extrem spät austreibt. Eigentlich müsste es eine prima Ergänzung zu Frühlingsblühern sein. Hat jemand damit Erfahrungen?Na ja, es ist ja auch ein Halbstrauch, und viel härter, als man meint.
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Re:Wer kennt diese Pflanzen?
Frühblühende Geophyten könnten mit ihr zurecht kommen, den man den Bleiwurz sehr früh fast bodeneben zurück schneidet.Ansonsten eine perfekte bodendeckende Pflanze für extrem trockene Böden.
Gartenanarchist aus Überzeugung! Und ich bin kein Experte sondern immer noch neugierig...
- Danilo
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Re:Wer kennt diese Pflanzen?
Crocus tommasinianus hat sich selbständig hineingesät. Ornithogalum umbellatum auch...Rhizom und Pflanze machen auf mich keinen geophytenfeindlichen Eindruck.Hat jemand damit Erfahrungen?
- Christina
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Re:Wer kennt diese Pflanzen?
Hier in meinem fruchtbaren Lehmboden hat sie es geschafft eine Herbstanemone so weit zu verdrängen, daß diese jetzt nur noch einen Blütenstengel hatte, obwohl ich versucht hatte die Bleiwurz von ihr fernzuhalten. Das Wurzelwerk dieser Staude ist zäh und sehr verzweigt. Der Austrieb ist spät, das täuscht über ihr Wuchskraft. Im Sommer erst legt sie so richtig los.Auf magerem Boden und trockenem Standort ist sie sicher besser aufgehoben.
Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, werden das Antlitz dieser Welt verändern. (Sprichwort der Xhosa)
Re:Wer kennt diese Pflanzen?
Bei mir steht sie auf Sand, der einem im Sommer durch die Finger rieselt und unter einem Dachüberstand.
Gartenanarchist aus Überzeugung! Und ich bin kein Experte sondern immer noch neugierig...
- Danilo
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Re:Wer kennt diese Pflanzen?
Ich hab sie unter anderem dort, wo Aster ageratoides 'Asran' versagt. Das sagt eigentlich alles. 

- Treasure-Jo
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Re:Wer kennt diese Pflanzen?
Früher oder später wird der Wurzelfilz nach meiner Erfahrung so dicht, dass die Geophyten zurück gehen werden. Vielleicht ist das aber auch bodenabhängig. Ceratostigma erträgt bei mir auch allerärgste Trockenheit in voller Sonne, im Schatten sowieso.Crocus tommasinianus hat sich selbständig hineingesät. Ornithogalum umbellatum auch...Rhizom und Pflanze machen auf mich keinen geophytenfeindlichen Eindruck.Hat jemand damit Erfahrungen?
Liebe Grüße
Jo
Jo
- Dunkleborus
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Re:Wer kennt diese Pflanzen?
In unserem warmen, schweren Lehmboden steht seit Jahrzehnten eine friedliche Koexistenz mit Hyazinthen und Fritillaria meleagris (jaja, ich weiss, das ist nicht der korrekte Standort, aber wenn sie sich dort versamt...
). Seit 12 Jahren sind Anemone blanda, Crocus chrysanthus, Corydalis solida und diverse eher zarte Narzissen dazugekommen und funktionieren prächtig.

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- Danilo
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Re:Wer kennt diese Pflanzen?
Ich hätte vermutet, daß die Vegetationszeiten der beteiligten Arten der entscheidende Faktor sind.Wenn ich sehe, wo sich mancher Geophyt so freiwillig und wo nicht ansiedelt: dichtes Wurzelgeflecht von Gehölzen scheint ihm eher zu behagen als etwa Staudennachbarn, die sehr lange oder permanent ihr Laub halten.Aber ich werde die Bleiwurz diesbezüglich ebenfalls im Auge behalten. Ich hätte vermutet, der zumindest hier im Osten extrem späte Austrieb machte ihn zu einem guten Geophytenpartner.
Re:Wer kennt diese Pflanzen?
Hier breitet sie sich am trockenen Südhang langsam aber stetig aus. Nachbarn sind Astern, eine Hosta, eine Hemerocallis, Knautia macedonica, ein Panicum, eine Felsenbirne. In der Nähe wachsen Schneeglöckchen und ein paar große Krokusse und eine alte Tulpe. Verträgt sich bis jetzt alles ganz gut. Ich hätte noch ein paar Tulpenzwiebeln zum dazwischen stecken. Aber die würden da im humusarmen Boden wohl auch ohne viel Konkurrenz eher verhungern.
Quendula, ist das Töpfchen zufällig vom Treffen in Dresden? Dann könnte es eventuell von mir sein.

Viele Grüße aus dem Trockengebiet, Uli
- Danilo
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Re:Wer kennt diese Pflanzen?
Meine und mir überlieferte Erfahrungen sind da eher gegensätzlich. Meine Großeltern haben über 40 Jahre Tulpen zu Tausenden als Schnittblumen kultiviert: am besten gediehen und gedeihen sie hier im staunässefreien, humusarmen, braungelben Lehmboden. So auch mein Eindruck: je trockener und betonartiger der Lehm im Sommer ist, desto gesünder und vitaler sind die Tulpen. Und da ich von diesem sonst wenig segensreichen Bodentyp (viel wächst nicht, eben Aster 'Asran' und so Zeug) viel zu viel hab, sind Tulpen hier ungeachtet der W-Tier-Population die zuverlässigste Geophytengattung überhaupt. :DWas Lehm im Gegensatz zu wirklich armen Böden natürlich mitsichbringt: Nährstoffe. Und die werden überdies noch in blau zugeführt.Ich hätte noch ein paar Tulpenzwiebeln zum dazwischen stecken. Aber die würden da im humusarmen Boden wohl auch ohne viel Konkurrenz eher verhungern.![]()