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Sind kleine Gärtnereien und Baumschulen in Gefahr? (Gelesen 4465 mal)
Moderatoren: Nina, Phalaina, cydorian, partisanengärtner, AndreasR
Re:Sind kleinen Gartnereien und Baumschulen in Gefahr?
beim reinlesen kommt mir das immer noch bedrohlich und in höchstem maße überregulativ vor... :Pund auf die verbindliche amtliche anerkennung von nischenmarktmaterial/nischenmarktsorten bin ich auch gespannt...
Re:Sind kleinen Gartnereien und Baumschulen in Gefahr?
Die Praxis schafft ihre eigenen Regeln. 

„Am Ende entscheidet die Wirklichkeit.“ Robert Habeck
Re:Sind kleinen Gartnereien und Baumschulen in Gefahr?
das klingt jetzt irgendwie nicht sehr gesetzestreu.
- lerchenzorn
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Re:Sind kleinen Gartnereien und Baumschulen in Gefahr?
Ist das für den Endverkauf (Händler > End"verbraucher") überhaupt relevant?Erwägung 7: " ... sollte auch nicht ...gelten ... fürPflanzenvermehrungsmaterial, daszwischen anderen Personen alsUnternehmern ausgetauscht wird."staudo, kannst Du aus der Praxis sagen, ob Anzucht für den Endverkauf oder der Kauf von Jungpflanzen zur Weiterkultur überhaupt unter den Begriff "Vermehrungsmaterial" fallen?
- lerchenzorn
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Re:Sind kleinen Gartnereien und Baumschulen in Gefahr?
Abgabe besonderer Sorten dient der Erhaltungszucht und erfolgt nicht gegen Kaufpreis, sondern gegen Aufwandserstattung 

Re:Sind kleinen Gartnereien und Baumschulen in Gefahr?
Keine Ahnung. Der Begriff ist unüblich. Staudengärtner kaufen und verkaufen Mutterpflanzen, Teilpflanzen, Jungpflanzen. Ich sehe einer Komplettliste der Zierpflanzen nach wie vor entspannt entgegen. Wer soll den Aufwand betreiben?
„Am Ende entscheidet die Wirklichkeit.“ Robert Habeck
Re:Sind kleinen Gartnereien und Baumschulen in Gefahr?
Übrigens kann ich das nicht nur negativ sehen. Immerhin hat doch z. B. die Staudensichtung auch das Anliegen, Sorten exakt zu beschreiben und zu sichern, dass ich mit bestimmten Eigenschaften / Qualitäten auch rechnen kann, wenn ich eine Namenssorte kaufe. Und vor allem, dass ich die erhoffte Sorte auch tatsächlich in Händen halte.Wenn das einen breiteren Raum einnähme als derzeit, könnte ich sehr gut damit leben.
Re:Sind kleinen Gartnereien und Baumschulen in Gefahr?
wenn dadurch spezialgärtnerische bezugsquellen wirtschaftlich eingingen und nur noch obi, kölle & co mit einem behördlich zertifizierten standardsortiment übrigblieben, wäre das wirklich in deinem sinne?nix mehr mit seltenen auslesen oder sorten, wie z.b. von coen jansen... 

Re:Sind kleinen Gartnereien und Baumschulen in Gefahr?
Diejenigen, die gern ein Monopol auf Saatgut bzw. Jungpflanzenverkauf hätten. Ich wäre in solchen Sachen nicht allzu entspannt, wegen zunehmenden Regulierungen gibt es z.B. so gut wie keine Hausschlachtungen mehr, zumindest keine, von denen auch Zeug weiterverkauft wird. Und wenn die Leut die Gesetze kennen/einhalten würden gäbe es wohl auch keine Hobby-Hühnerhaltungen mehrWer soll den Aufwand betreiben?

Re:Sind kleinen Gartnereien und Baumschulen in Gefahr?
Wenn sich die Regelung tatsächlich nur auf Weitergabe von "Vermehrungsmaterial" bezöge, hätten selbstvermehrende Betriebe sogar einen Vorteil. Sie könnten Sorten anbieten, die die Großen als Jungpflanze nicht zukaufen dürften. Aber das ist alles stochern im Nebel, solange sich kein Jurist mit dem Text auseinandergesetzt hat.

„Am Ende entscheidet die Wirklichkeit.“ Robert Habeck
Re:Sind kleinen Gartnereien und Baumschulen in Gefahr?
Wer sagt denn, dass das darauf hinauslaufen würde?wenn dadurch spezialgärtnerische bezugsquellen wirtschaftlich eingingen und nur noch obi, kölle & co mit einem behördlich zertifizierten standardsortiment übrigblieben, wäre das wirklich in deinem sinne?

Re:Sind kleinen Gartnereien und Baumschulen in Gefahr?
Staudo jedenfalls nicht. 

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Re:Sind kleine Gärtnereien und Baumschulen in Gefahr?
Wie sieht denn so eine absolut sichere Beschreibung aus?
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Re:Sind kleine Gärtnereien und Baumschulen in Gefahr?
Genau, wie viel Zeit und Kohle kostet so eine Beschreibung - das ist die richtige Frage.
Re:Sind kleinen Gartnereien und Baumschulen in Gefahr?
Nicht nur Hausschlachtungen. Die Regelungswut der EG hat längst schon dazu dazu beigetragen, dass kleine Metzgereien auf dem Land ihren Laden dicht machen, weil sie die Auflagen nicht mehr erfüllen können.Ich sehe das ganze auch mit etwas "gemischten Gefühlen" und vermute, dass sich bestimmte Lobby-Vertreter in Brüssel etwas davon etwas erhoffen.Diejenigen, die gern ein Monopol auf Saatgut bzw. Jungpflanzenverkauf hätten. Ich wäre in solchen Sachen nicht allzu entspannt, wegen zunehmenden Regulierungen gibt es z.B. so gut wie keine Hausschlachtungen mehr, zumindest keine, von denen auch Zeug weiterverkauft wird. Und wenn die Leut die Gesetze kennen/einhalten würden gäbe es wohl auch keine Hobby-Hühnerhaltungen mehrWer soll den Aufwand betreiben?![]()
Gartenanarchist aus Überzeugung! Und ich bin kein Experte sondern immer noch neugierig...