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Gerbstoffe in Walderde-Auswirkungen? (Gelesen 11595 mal)
Moderatoren: Nina, Phalaina, cydorian, partisanengärtner, AndreasR
- Mediterraneus
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Re:Gerbstoffe in Walderde-Auswirkungen?
Eugen Schleipfer hat mir auch mal erklärt, dass Citrus Kalk benötigen. Irgendwelche geringen Mengen, das wurde hier auch schon irgenwo diskutiert.Ich meine, man sollte Gips beigeben, bin aber nicht mehr sicher.
LG aus dem südlichen Main-Viereck
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Andere haben schließlich auch irgendeine Ahnung
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Re:Gerbstoffe in Walderde-Auswirkungen?
aaah, ja ich hab ein blatt von ihm hierliegen. :Dstimmt da hat er reingeschrieben wie viel man braucht. danke Medi 

- Mediterraneus
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Re:Gerbstoffe in Walderde-Auswirkungen?
Wenn du uns jetzt gnädigerweise an deinen Erkenntnissen teilhaben lassen könntest, eventuell?
LG aus dem südlichen Main-Viereck
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Re:Gerbstoffe in Walderde-Auswirkungen?
etwas dolomit und reichlich gips-5-10g je Liter
Re:Gerbstoffe in Walderde-Auswirkungen?
Gips (Calciumsulfat) und Kalk (Calciumcarbonat) sind nicht miteinander zu vergleichen. Gips kann man allenfalls als Strukturgeber verwenden, denn er ist praktisch unlöslich in Wasser. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, braucht man zum Lösen heiße Salzsäure.Wäre er löslich in Wasser, würde er auch ansäuernd wirken, nicht basisch.Zum Erhöhen des pH-Werts eignet sich nur Kalk.Es sei denn, es ist von Malergips die Rede - der besteht aber zu einem nicht unwesentlichen Anteil aus Kalk. 

Re:Gerbstoffe in Walderde-Auswirkungen?
So stehts im Prospekt. 

Re:Gerbstoffe in Walderde-Auswirkungen?
Reiner Gips = Calciumsulfat hat auf den pH-Wert von Wasser überhaupt keinen Einfluss.Komplizierter kann's werden, wenn Gips mit Ionenaustauschern zusammenkommt, dann kann sich der pH-Wert ändern.Ob das im Boden eine Rolle spielt, dazu müsste in Bodenkundler was sagen können.
Re:Gerbstoffe in Walderde-Auswirkungen?
Dann meint er das Zeuch in den braunen Säcken im Baumarkt. Mit dem Kalkanteil.So stehts im Prospekt.

- Thüringer
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Re:Gerbstoffe in Walderde-Auswirkungen?
Wir sind als Kinder jahrelang auf Bitte unserer Mutter mit Eimer und kleiner Schaufel in den Wald hinterm Haus gezogen (überwiegend Stiel-Eichen, heute geschützter Landschaftsbestandteil) und haben die oberste Erdschicht eingesammelt; sie diente als Aussaat-Erde. In den 50er/60er Jahren wurde der Garten zur Selbstversorgung sehr intensiv bewirtschaftet, so die Erde sicher für die Gemüse-, aber wohl auch für Blumenaussaat verwendet wurde. Mich hat das seinerzeit nicht groß interessiert, aber da sich das über viele Jahre abspielte, muss sich die Laubwalderde dafür wohl gut geeignet haben.
Man bekommt die Welt nicht besser gemeckert. (Quelle unbekannt)
Re:Gerbstoffe in Walderde-Auswirkungen?
Ich erinnere mich dass es nicht so einfach ist den "Kalkbdarf" eines Bodens zu errechnen.Einmal kommt es darauf an von welchem pH-Wert man startet (ist ein Logarithmus), und dann welchen Widerstand der Boden der Erhöhung engegensetzt bzw. wieviel der Boden abpuffert bevor er überhaupt reagiert.Du müßtest demnach deinen "Waldboden" erstmal umfassend analysieren auf physikalische und chemische Eigenschaften. Und dann wird es unterschiedlich je nachdem wieviel von der Humusschicht und wieviel vom Unterboden du für deine Substratmischung nimmst.Kleingehackter Kalkstein wird kaum etwas bewirken da die reaktionsfähige Oberfläche zu gering ist, gemahlener Kalk ist da deutlich aktiver, weshalb zu Mengenangaben auch immer die Art des verwendeten Kalkes gehört.Die oberste Bodenschicht im Laubwald, der Mull ist sicherlich eine gute Aussaaterde, als dauerhaftes Substrat für Kübelpflanzen aber vielleicht auch nicht ideal.Es ist sicherlich sehr viel Probieren und Testen und Erfahrungssache, unabhängig von genormten Ausgangsstoffen (Torf und Ton) eine gute Topfpflanzenerde herzustellen. In alten Fachbüchern gab es wohl nicht umsonst für alle möglichen Pflanzenarten ein eigenes Rezept.
gardener first
Re:Gerbstoffe in Walderde-Auswirkungen?
Naja eine Wissenschaft will ich nicht daraus machen.Jemand hat mir mal erzählt, dass die Leute früher einfach alle Topfpflanzen in Walderde pflanzten. nix mit Kalkung und PH-Wert. schön gewachsen solls trotzdem sein. 

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- Beiträge: 2327
- Registriert: 21. Jan 2012, 19:42
Re:Gerbstoffe in Walderde-Auswirkungen?
Probiers doch einfach aus. Etwas Kalk oder Holzasche zur Erde und pH-Wert messen.
Re:Gerbstoffe in Walderde-Auswirkungen?
Glaub `ich nicht in jedem Fall. Substrate mischen ist schon eine anspruchsvolle Tätigkeit, nicht zu vergleichen damit einen Gartenboden herzurichten.Du wirst dich herantasten müssen. Du könntest es doch erst mal mit raschwachsenden Stellvertreterpflanzen probieren, befor du eine Versuchsreihe mit Zitruspflanzen anlegst.schön gewachsen solls trotzdem sein.![]()
gardener first
Re:Gerbstoffe in Walderde-Auswirkungen?

