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LUFA- Empfehlung nach Bodenprobe: Dünger: Floranid NK - gehts auch anders? (Gelesen 4960 mal)
Moderatoren: Nina, Phalaina, cydorian, partisanengärtner, AndreasR
Re:LUFA- Empfehlung nach Bodenprobe: Dünger: Floranid NK - gehts auch anders? NK
Ich habe eine ähnliche Situation wie Du im Garten vorgefunden: sandigen Boden, Phosphorüberschuss (noch mehr als Du!) und Magnesium sowie Kalium in guter Versorgungsmenge. Mein Boden ist allerdings mit Ph 7 neutral.Ich baue auch vor allem Gemüse an. Seit ich isolierten Stickstoffdünger (in meinem Fall Ammoniumsulfat weil ich meinen Boden nicht noch basischer werden lassen möchte) verwende, habe ich deutlich bessere Erträge und gesündere Pflanzen. Ich dünge das Zeug nach Dosierempfehlung auf der Packung für die jeweiligen Kulturen und bleibe immer bei der unteren Empfehlung, da ich keine hohe Nitratbelastung meines Gemüses provozieren will. Außerdem werfe ich Rasenschnitt auf die Beete, damit auch was Organisches drauf kommt - rein mineralische Düngung ist halt unzureichend für die Bodenorganismen. Zuletzt dünge ich im August, damit nicht im Winter Stickstoffreste ausgewaschen werden. Meine Freunde und Gartennachbarn düngen nicht mit mineralischem Stickstoff, sondern mit Kompost und Brennnesseljauche und habe deutlich kleinere Pflanzen mit Mangelerscheinungen (helles Blatt).Bei Deinem leicht sauren Boden würde ich einen neutrale Stickstoffdünger wählen - das kostet nicht viel.
Man soll die Dinge nicht so tragisch nehmen, wie sie sind (Karl Valentin)
Re:LUFA- Empfehlung nach Bodenprobe: Dünger: Floranid NK - gehts auch anders? NK
Wenn man nach Ammonsulfatsalpeter sucht, findet man für 5-kg-Säcke Preise von etwa 1 Euro/kg.Preiswerter geht's kaum.Bei Deinem leicht sauren Boden würde ich einen neutrale Stickstoffdünger wählen - das kostet nicht viel.
- Nemesia Elfensp.
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Re:LUFA- Empfehlung nach Bodenprobe: Dünger: Floranid NK - gehts auch anders? NK
Ja, das wird mein Weg sein - so viel wie möglich organische Substanz auf die Beete! (Darum hatte ich ja auch zuerst den den Gründüngungsthreat gestartet)Aber ich denke, daß ich mir für die ersten 2-3 Jahre die Unterstützung eines zugekauften Düngers erlauben werde, um mir gerade auch in der Anfangszeit meines wiedergewonnen Gärtnerinnenlebens einen gewissen Erfolg/Ertrag sichern zu können.Es würde mir gut tun, eine moderate Ernte zu sichern, ohne aber den Weg zu einer guten Bodengare zu behindern, da ich ja parallel an der Hege und Versorgung des Bodens arbeite.Ich fürchte auch nicht für einen Moment, daß ich mich zu einem faulen Gärtnerin entwickeln könnte und bei "Dünger only" hängenbleiben könnte - Nein, dafür habe ich viel zu sehr Freude an der Kompostwirtschaft.Früher hatte ich an die 15 - 20 Kaninchen und habe deren Dung mit Grasschnitt und Astschnitt gewissenhaft aufgesetzt und umgesetzt - Resultat war ein traumhaften Kompost.Heute haben wir zwei Pferde und ein paar Hühner, hier kann ich nun, was Stalldung mit Stroh angeht "aus dem Vollen schöpfen", Grasschnitt habe ich auch zur Verfügung (seit dem wir hier wohnen, bekomme ich sogar den Grasschnitt vom Nachbarn), nur Strauchschnitt habe ich derzeit noch nicht genug.Ich bin zuversichtlich, daß ich meinem Ziel recht bald näher komme.LGsendetNemesiaDas wirst Du mit Dünger kaum erreichen. Sieh zu, dass Du so viel wie möglich organische Substanz auf die Beete bekommst.
Wir haben nur dieses eine Leben.
Re:LUFA- Empfehlung nach Bodenprobe: Dünger: Floranid NK - gehts auch anders?
Ich häng mich mal mit einer kleinen Frage hier an und hoffe, dass es nicht stört. Mein Gemüsegarten hat ca. 250qm, grad mal grob abgeschritten. Grob 1/3 werden schon seit 20 Jahren oder mehr genutzt, 1/3 von mir seit 4 Jahren (Wiese umgegraben), das letzte Drittel vor 2 Jahren gemulcht, dann letztes Jahr gefräst und Kartoffeln drauf gewesen. Dazu muss ich sagen, dass die letzten 2/3 bis vor 10-15 Jahren aber auch intensiver Gemüsegarten waren, dann als Wiese eingesät. Aus diesem Thread hab ich nun erfahren, dass bei einer normalen Bodenprobe der N-Gehalt nicht gemessen wird und andere Werte sowieso viel aussagkräftiger sind.Dann kann ich also wirklich so vorgehen, dass ich aus verschiedenen Ecken des Gartens Erde entnehme bis ich vielleicht auf 25l komme, dies sehr gut durchmische und am Ende meine Probe entnehme? Aus welcher Tiefe sollte ich die Proben entnehmen, da die Humusanteile schon noch sehr unterschiedlich sein sollten?
Re:LUFA- Empfehlung nach Bodenprobe: Dünger: Floranid NK - gehts auch anders?
Nein, das macht keinen Sinn.Das Problem hat jeder, der schon länger einen großen Garten hat.Mal ist hier, mal ist dort gedüngt worden. Je nach Pflanzen auch noch verschieden.Ein Mix bringt dir ein durchschnittliches Ergebnis und du hast dann keine Ahnung wo schonzuviel und wo zuwenig ist. Und das auch noch in Bezug auf verschiedene Nährstoffe.Da helfen nur noch Bodenproben von jedem einzelnen Beet, ersatzweise Gefühl und Erfahrung.Den pH-Wert kann man hinreichend genau mit Messstäbchen bestimmen, ob das Gemüsezufriedenstellend wächst sieht man und Starkzehrer und Schwachzehrer kennt man auch.Unsere Omas und Opas haben nie etwas von Bodenproben gehört und trotzdem geerntet.
Man muss nicht zwingend eine Wissenschaft daraus machen.Klaus-Peter

The proof of the pudding is in the eating.
Re:LUFA- Empfehlung nach Bodenprobe: Dünger: Floranid NK - gehts auch anders?
Vielen Dank für die Antwort! Ich werde dann wohl mal von der zuletzt gerodeten Fläche, auf der bisher nur Kartoffeln standen, eine Probe nehmen. So bekomme ich ein bisschen Auskunft und ein Gefühl, wie mein doch eher sandiger Boden so beschaffen ist. Gedüngt habe ich bisher meist mit Hornspäne, Bettfedern, verottetem Pferdemist, Kompost usw., auf der Fläche z.B. nur in die Zeilen verotteten Pferdemist, die Fläche ist also weitestgehend ungedüngt. Das wird mir schon mal helfen!