Wer kennt Wurzeln von Wurzeln von Teichrose (Nuphar), Pfeilkraut (Sagittaria sgaittifolia) oder Schwanenblume (Butomus umbellatus)?
Beim gxxgeln findet man schöne Bilder kräftiger Nuphar-Rhizome - die müssten doch ausgraben, zwischenlagern, wiedereingraben ganz gut überstehen?
Pfeilkrautwurzel-Bilder sind schon seltener zu finden, v.a. sind nirgends Wurzelknollen dargestellt, und die muss es doch geben, daraus wird ja Pfeilwurzelstärke gewonnen? ???
Und wie überstehen Schwanenblumen, da gibt es ein schönes Foto Ausgraben und wiedereinpflanzen?
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Wasserpflanzenrhizome/Wurzeln oder Wurzelknollen? (Gelesen 4239 mal)
Moderator: Nina
Wasserpflanzenrhizome/Wurzeln oder Wurzelknollen?
Viele Grüße aus dem Trockengebiet, Uli
Re: Wasserpflanzenrhizome/Wurzeln oder Wurzelknollen?
Die Wurzeln der Teichrose sehen ziemlich genau so aus, wie die der Seerose. Weiß, relativ weich und vom starken Rhizom abgehend. Die dickeren sind luftgefüllt und treiben auf, wenn sie nicht einwurzeln können.
Ich glaube kaum, dass sie deutlich empfindlicher als Seerosen sind, die sich durchaus einfach mal eine Weile in einem Wassereimer oder einer Regentonne zwischenlagern lassen.
Die Pfleilkrautknollen sehen so aus, Kirsch- bis knapp walnussgroß.
Ich glaube kaum, dass sie deutlich empfindlicher als Seerosen sind, die sich durchaus einfach mal eine Weile in einem Wassereimer oder einer Regentonne zwischenlagern lassen.
Die Pfleilkrautknollen sehen so aus, Kirsch- bis knapp walnussgroß.
Re: Wasserpflanzenrhizome/Wurzeln oder Wurzelknollen?
Der Reihe nach:
- Nuphar hat dicke, oft weißlich-grüne Rhizome, Nymphaea eher bräunliche. So ganz ohne weiteres lassen sich die Rhizome nicht verpflanzen. Die treiben oft nur zaghaft wieder aus.
- Sagittaria bildet seine weißen Knollen zum Saisonende. Eine Verpflanzung ist nahezu unmöglich, weil die Ansprüche sehr speziell sind: kühles, klares, sauerstoffreiches Wasser über nährstoffhaltigem Grund. Hier wachsen sie in einem halbschattigen Graben in Massen. Im Handel gibt es fast immer die deutlich robustere, amerikanische Sagittaria latifolia.
- Butomus bildet ein dickes Wurzelwerk mit Verdickungen. Die kann man mit dem Häcksler vermehren. Sie brauchen allerdings viele Nährstoffe, sonst verhungern sie förmlich.
- Nuphar hat dicke, oft weißlich-grüne Rhizome, Nymphaea eher bräunliche. So ganz ohne weiteres lassen sich die Rhizome nicht verpflanzen. Die treiben oft nur zaghaft wieder aus.
- Sagittaria bildet seine weißen Knollen zum Saisonende. Eine Verpflanzung ist nahezu unmöglich, weil die Ansprüche sehr speziell sind: kühles, klares, sauerstoffreiches Wasser über nährstoffhaltigem Grund. Hier wachsen sie in einem halbschattigen Graben in Massen. Im Handel gibt es fast immer die deutlich robustere, amerikanische Sagittaria latifolia.
- Butomus bildet ein dickes Wurzelwerk mit Verdickungen. Die kann man mit dem Häcksler vermehren. Sie brauchen allerdings viele Nährstoffe, sonst verhungern sie förmlich.
„Am Ende entscheidet die Wirklichkeit.“ Robert Habeck
- Zwiebeltom
- Beiträge: 6810
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Re: Wasserpflanzenrhizome/Wurzeln oder Wurzelknollen?
uliginosa hat geschrieben: ↑14. Aug 2017, 11:36
Pfeilkrautwurzel-Bilder sind schon seltener zu finden, v.a. sind nirgends Wurzelknollen dargestellt, und die muss es doch geben, daraus wird ja Pfeilwurzelstärke gewonnen? ???
Pfeilwurzelstärke wird meines Wissens aus einer völlig anderen Pflanze gewonnen. Ich kenne das als Bezeichnung für Stärke aus einer Maranta-Art. Pfeilkraut (Sagittaria) ist ein anderes Gewächs als Pfeilwurz (Maranta).
Das Leben ist kein Ponyschlecken.
Re: Wasserpflanzenrhizome/Wurzeln oder Wurzelknollen?
Ich war auch der Meinung, dass es sich bei der Stärkeliefernden Pfeilwurz um ein exotisches Gewächs handelt, bis ich das gefunden habe.
Vielen Dank für eure Hilfe: Die genannten Arten fallen bei der offenen Querung eines Fließgewässers mit einer Gasleitung an, wo sie offenbar optimale Bedingungen haben. Inzwischen habe ich aber herausgefunden, dass in demselben Gewässer eine ppartielle Krautung empfohlen wird, weil die Wasserpflanzen in der großen Menge den Fließgewässercharakter stören. Also dürfte es gar nicht so schlimm sein, wenn die Rhizome/Zwiebeln die Zwischenlagerung während des Baus nicht alle überstehen. 8)
Vielen Dank für eure Hilfe: Die genannten Arten fallen bei der offenen Querung eines Fließgewässers mit einer Gasleitung an, wo sie offenbar optimale Bedingungen haben. Inzwischen habe ich aber herausgefunden, dass in demselben Gewässer eine ppartielle Krautung empfohlen wird, weil die Wasserpflanzen in der großen Menge den Fließgewässercharakter stören. Also dürfte es gar nicht so schlimm sein, wenn die Rhizome/Zwiebeln die Zwischenlagerung während des Baus nicht alle überstehen. 8)
Viele Grüße aus dem Trockengebiet, Uli
Re: Wasserpflanzenrhizome/Wurzeln oder Wurzelknollen?
Falls der bauausführende Betrieb die Auflage hat, den Bewuchs wieder herzustellen, kann er sich ganz entspannt zurücklehnen. Das klappt. Notfalls von ganz allein. ;)
„Am Ende entscheidet die Wirklichkeit.“ Robert Habeck
Re: Wasserpflanzenrhizome/Wurzeln oder Wurzelknollen?
Staudo hat geschrieben: ↑14. Aug 2017, 12:21
Im Handel gibt es fast immer die deutlich robustere, amerikanische Sagittaria latifolia.
Das erklärt wohl auch, warum ich das früher im Teich eher noch eindämmen musste. Hier wuchs es beinahe unkrautartig.
Wo du das zur Nuphar schreibst... das erklärt wohl, warum meine gekaufte so ewig nicht in die Gänge kam und über Jahre nur submerses Laub trieb. Ich hätte nicht gedacht, dass die generell so empfindlich sind.
Re: Wasserpflanzenrhizome/Wurzeln oder Wurzelknollen?
Das heimische Pfeilkraut hat einen dunklen Punkt in der Blütenmitte. Daran ist es eindeutig zu erkennen.
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