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Quelle von Kneippbecken neu einfassen (Gelesen 4448 mal)

Bach, Teich und Tümpel - anlegen, bepflanzen und pflegen

Moderator: Nina

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apptobi
Beiträge: 3
Registriert: 4. Jul 2018, 09:28

Quelle von Kneippbecken neu einfassen

apptobi »

Hallo liebes Forum,

ich hoffe ihr könnt mir helfen: Wir sind vor kurzem umgezogen und haben einen riesigen Garten übernommen (4500 qm), der 20 Jahre verwilderte. Dazu gehört auch ein Kneippbecken, das von seiner eigenen Quelle gespeist wurde. Leider hat sich offensichtlich die Quelle verschoben, denn das Becken ist auf der Quell-abgewandten Seite ca. 5cm abgesackt und rechts und links neben dem Becken hat sich das Wasser neue Wege gesucht - dem Problem wollte ich mich widmen und die Quelle neu einfassen... denkste :D

Die Situation: Das Becken hat auf der Hang-zugewandten Seite seine eigene kleine Quelle, die ca. einen Meter vor dem Becken sprudelt. Das Wasser wurde gestaut und floss dann ins Becken. Soweit so gut, nur liegt leider die Quelle deutlich unter dem Becken. Ich weiß nicht, ob das schon immer so war oder sich im Laufe der ca. 50 Jahre seit seinem Bau veränderte, aber jetzt müssen wir damit leben. Leider hat sich das Wasser auch einfacherer Wege gesucht, als sich stauen zu lassen und tritt in zwei kleinen Quellen links und rechts neben dem Zufluss aus dem Boden.

Mein Angang war recht pragmatisch: Zugang zur Quelle verschaffen bis nur noch eine erkennbare Quelle aus dem Boden kommt (waren bisher mehrere ausström-Löcher in lehmigem Boden). Dann Bruchsteine in Ton "mörteln" und den gesamten Bereich von Quelle bis zum Einfluss des Beckens neu fassen (also den gesamten Bereich, in dem es sich stauen soll). Gesagt, getan.

Leider ist das Ergebnis exakt wie vorher! Und ich verstehe es nicht und bin recht ratlos. Die Nebenarme sprudeln unvermindert weiter, sobald das Wasser nicht mehr direkt an der Quelle abgepumpt wird (wenn, dann sind diese versiegt). Ich hatte mir die Nebenarme abgedichtet und mit einem Tropfen Tinte gefärbt und konnte so deren Speisung finden, dachte ich, doch alles Gedichte hat scheinbar nicht geholfen.
Was mich besonders wundert: Die Nebenarme liege höher als die eigentliche Quelle und sobald das Wasser an der Quelle auch nur 20 cm steigt, blubbert es aus den 60cm höhergelegenen Nebenarmen!

Wie gesagt habe ich als Baumaterial Bruchsteine und Ton verwendet. Gestern kam bisher nur diese erste Schicht drauf, heute soll es weitergehen mit einer Lage Armierungsgewebe und darauf noch ein Mal eine Schicht Ton (die erste quasi Grundierung, diese zweite quasi Dichtung), dann das ganze Füllen mit Kieseln.

Bisher ist wie gesagt nur die erste Schicht drauf, und das gestrige Befüllen war eher ein Test - den meine Arbeit aber scheinbar mit wehenden Fahnen nicht bestanden hat...

Auf dem ersten Bild seht ihr das Becken und vorne in der Mitte (zwischen den Beton-Schenkeln) den ursprünglichen Zulauf und wie rechts daneben das Wasser steht. Auf dem zweiten Bild meiner Arbeit von gestern bei niedrigem Wasserstand (der Zulauf des Beckens ist ca. 10 cm unter der Oberkante der Betonschenkel).

(scheinbar darf ich noch keine Links posten, daher bitte händisch kopieren und die Leerzeichen entfernen, um zu den Bildern zu kommen)
https:/ /photos. app. goo. gl/ LmnRqu6wRMx1SnXM7

Wenn jemand von euch Erfahrungen, Tipps oder auch nur gefährliches Halbwissen hat - bitte her damit, alles kann nur helfen :)

Lieben Gruß,
Tobi


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Gänselieschen
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Re: Quelle von Kneippbecken neu einfassen

Gänselieschen » Antwort #1 am:

Klingt etwas verwirrend - und leider geht das mit dem Bild noch nicht, wenn du noch nicht so häufig hier geschrieben hast.

Um eine Naturquelle im Garten könnte ich dich allerdings glatt beneiden. Das ist ein richtiger Glücksfall.

Muss es denn ein Becken sein? Du könntest doch auch einen Bachlauf gestalten??
apptobi
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Re: Quelle von Kneippbecken neu einfassen

apptobi » Antwort #2 am:

Das stimmt, die Quelle zu haben ist herrlich! Und, ohne angeben zu wollen, diese vom Kneippbecken ist nicht die Einzige :D. Weiter oben sprudelt noch eine, die bereits einen Bach speist. Aber nicht nur darum will ich die am Becken nicht einfach ableiten - sie soll ja nach wie vor das Becken befüllen.

ps: habe den Link angepasst
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RosaRot
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Re: Quelle von Kneippbecken neu einfassen

RosaRot » Antwort #3 am:

Das klingt alles spannend, aber mit Deinem Link komme ich nicht weiter.
Viele Grüße von
RosaRot
mifasola

Re: Quelle von Kneippbecken neu einfassen

mifasola » Antwort #4 am:

Die Leerzeichen rausnehmen. Hier ist der Link.
Sternrenette

Re: Quelle von Kneippbecken neu einfassen

Sternrenette » Antwort #5 am:

Hm. Ein Traum - wenn man nix an der Quelle verändert. Quellfassungen sind nicht unkompliziert, man kann eine Quelle auch kaputtmachen.

Kann man "einfach" das Wasser in ein Becken leiten, ohne die Quelle weiter anzugraben etc? Also das Becken ein Stück talabwärts anlegen?
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Gänselieschen
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Re: Quelle von Kneippbecken neu einfassen

Gänselieschen » Antwort #6 am:

Das hatte ich auch schon überlegt - nichts einfassen und das Wasser weiter unten auffangen...
apptobi
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Re: Quelle von Kneippbecken neu einfassen

apptobi » Antwort #7 am:

naja, wäre das nicht das Problem, ein ca. 50 Jahre altes und 4 Tonnen schweres Betonbecken zu verlegen ;)
@mifasola danke fpr den Link!
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Staudo
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Re: Quelle von Kneippbecken neu einfassen

Staudo » Antwort #8 am:

In Baumärkten gibt es solche Rohre. Könnte man so eins im Quellgebiet eingraben, das Wasser damit sammeln und lenken?
„Am Ende entscheidet die Wirklichkeit.“ Robert Habeck
Sternrenette

Re: Quelle von Kneippbecken neu einfassen

Sternrenette » Antwort #9 am:

Quellwasser macht was es will: das kann klappen - oder auch nicht.

Becken mit Minibagger und Meißel in den Bauschuttcontainer versetzen geht relativ einfach ;D

Im Ernst: das Wasser fließt zwar mal nach oben, aber eher dann wenn man es bautechnisch überhaupt nicht brauchen kann.
Sternrenette

Re: Quelle von Kneippbecken neu einfassen

Sternrenette » Antwort #10 am:

Eine mögliche Erklärung für die Höhendifferenz der Quelle und des Beckens: das Becken liegt vollflächig auf, setzt sich also wenig. Der Boden lebt, zum Beispiel durch das Volumen des Wassers und eventuelle Ausspülungen. Man stelle sich ein nasses Schwammtuch im Vergleich zu einem trockenen vor, was Dicke etc betrifft.
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