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Säulenaprikose (Gelesen 6385 mal)
Moderator: cydorian
Säulenaprikose
Im Hausgarten ist ein kleinerer Pflanzplatz freigeworden, den ich gerne mit einem sehr kleinen Obstbaum bis max 2m bepflanzen würde. Vor ein paar Jahren hatte ich mir schon einmal als Versuchsballon einen Pfirsichzwerg(keine Ahnung welche Sorte - war eine Mitleids-Rettungsaktion) gekauft, der nach anfänglichem Päppeln sich jetzt sehr gut macht, insofern hat eine Aprikose vielleicht auch gute Chancen. Gefallen würde mir für den neuen Platz die Säulenmarille "Compacta" sehr(außer die Erfahrungen hier sind nicht so berauschend).
Der Pflanzplatz ist recht gut, sonnig, im Winter geschützt, hängt auch an dem Bewässerungssystem.
Müßte ich da auf noch etwas spezifisch achten oder wißt ihr eine Baumschule, die gute Pflanzen hat?
Für Anregungen wär ich dankbar, mit Obst kenn ich mich nicht aus.
Der Pflanzplatz ist recht gut, sonnig, im Winter geschützt, hängt auch an dem Bewässerungssystem.
Müßte ich da auf noch etwas spezifisch achten oder wißt ihr eine Baumschule, die gute Pflanzen hat?
Für Anregungen wär ich dankbar, mit Obst kenn ich mich nicht aus.
- thuja thujon
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Re: Säulenaprikose
Kurz: eine Säulenaprikose, die nur 2m hoch wird und etwas Naschobst liefert, die gibt es nicht. Das sind Werbeversprechen untermalt mit Fotomontagen.
Es gibt schwachwachsende Obstgehölze, die man auf 2m halten kann. Spindel, nicht Säulenbaum, die werden deutlich höher. Apfel, Birne, Johannisbeere, Stachelbeere.
Mit Aprikosen funktioniert das noch nicht.
Anbei mal ein Foto aus der Realität als Beispiel, wie ein Apfel auf der Unterlage M9 als Spindel erzogen aussehen kann.
Es gibt schwachwachsende Obstgehölze, die man auf 2m halten kann. Spindel, nicht Säulenbaum, die werden deutlich höher. Apfel, Birne, Johannisbeere, Stachelbeere.
Mit Aprikosen funktioniert das noch nicht.
Anbei mal ein Foto aus der Realität als Beispiel, wie ein Apfel auf der Unterlage M9 als Spindel erzogen aussehen kann.
gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität
- cydorian
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Re: Säulenaprikose
Obst pflanzen ist immer gut, sehr gute Idee :-)
Aprikosen sind allerdings grundsätzlich sehr empfindlich. Winterkälte ist kein Problem, aber verschiedene Krankheiten machen ihr oft recht schnell den Garaus. Monilia, Pseudomonas... Überdacht wäre es besser, unter einem Dachüberstand etwa. In Säulenform gibts die eh nicht, wie schon tt sagte.
Säulenäpfel gibts aber und die sind auch leicht anbaufähig, leicht zu pflegen, recht erntesicher. Da würde ich einen der neueren Züchtungen nehmen, Jucunda etwa oder einer der Sommeräpfel. Es gibt auch rotfleischige, die sehr schön blühen, also auch höchst dekorativ sind:

Aprikosen sind allerdings grundsätzlich sehr empfindlich. Winterkälte ist kein Problem, aber verschiedene Krankheiten machen ihr oft recht schnell den Garaus. Monilia, Pseudomonas... Überdacht wäre es besser, unter einem Dachüberstand etwa. In Säulenform gibts die eh nicht, wie schon tt sagte.
Säulenäpfel gibts aber und die sind auch leicht anbaufähig, leicht zu pflegen, recht erntesicher. Da würde ich einen der neueren Züchtungen nehmen, Jucunda etwa oder einer der Sommeräpfel. Es gibt auch rotfleischige, die sehr schön blühen, also auch höchst dekorativ sind:
Re: Säulenaprikose
Auch wenn es hier OT ist: Wie sind die Säulenäpfel geschmacklich? Ich habe seit Jahren einen Gold Cats (oder so) und der schmeckt... naja. Also eigentlich gar nicht.
- cydorian
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Re: Säulenaprikose
Es sind keine Spitzensorten, aber vor allem die Sommeräpfel sind durchaus gut, da hat Lubera einige brauchbare Züchtungen. Was es nicht gibt, sind lange lagerfähige Sorten. Der genannte Jucunda ist Frühwintersorte und der dürfte den meisten Leuten gut schmecken, der gehört zur dritten Generation. Ältere Sorten würde ich generell nicht mehr nehmen.
Für den sehr kleinen Platz im Garten ohne allzuviel Pflege ideal. Und machbar, im Gegensatz zu einer Aprikose. Die kann man nicht mal in Säulenform schneiden, abgesehen von der Heckenscherenmethode...
Für den sehr kleinen Platz im Garten ohne allzuviel Pflege ideal. Und machbar, im Gegensatz zu einer Aprikose. Die kann man nicht mal in Säulenform schneiden, abgesehen von der Heckenscherenmethode...
Re: Säulenaprikose
Der Baum muß keine Säule im engeren Sinn bleiben, das schaut optisch eh bescheiden aus. Mein Problem ist einfach, daß der Baum klein bleiben soll, ich mich aber zuwenig auskenne, was man da am besten nimmt.
Die Situation ist folgende- der Standplatz ist ein Beet a la mixed Border. Da gehören eigentlich von der Struktur her größere Rosen(2m hoch, 1m breit) rein. Die Rose an der Stelle war da 12 Jahre, jetzt hat leider die Unterlage den Geist aufgegeben Eine neue Rose ist wegen Rosenmüdigkeit schlecht, ich will ich nicht bei den Erdaustauscharbeiten das ganze Beet zerstören, zudem ist die Erde an der Stelle an sich recht gut und humos(ursprünglich saurer Sand, aber mit wenig Bentonit und viel Mulch deutlich besser geworden). Wenn ich da neue Erde reinkippe, kann ich von der Bodenqualität nochmal von vorne anfangen.
Genau so groß ist jedenfalls der Pflanzplatz jetzt auch. nach der Lücke ist ungefähr 1m Raum, dann kommt eine schöne größere Strauchpfingstose - wird der Baum zu breit, schaut das nicht mehr gut aus. Der Baum sollte also das an sich harmonische Beet optisch nciht zerstören. Eine kleine Baumform sollte aber wegen den recht guten Bedingungen vertretbar sein.
Bei Äpfeln graust mir irgendwie vor Marssonina.(Wenn Aprikose so heikel sind, ist das allerdings auch kein Argument dafür)
Ich hätt einfach gern einen halbwegs gesunden Baum- ich bin durchaus bereit, den gut zu pflegen(im Sinn von düngen, schneiden,wässern), aber nicht wirklich ihn mit diversen Mitteln zu spritzen
(ich hätt mir vor der Mitleidspfirsichaktion auch nicht getraut, so was zu pflanzen, aber das kleine Ding, das inzwischen doch schon hübsch zugelegt hat, schaut einfach richtig gut aus, inzwischen einen guten Meter breit und 1,5 hoch und immer voll belaubt ohne rumzukränkeln- der Ertrag ist nicht überragend, aber die Blüte wunderschön(blüht gefüllt) und die Gesamterscheinung auch schon fast von einem Ziergehölz)
Die Situation ist folgende- der Standplatz ist ein Beet a la mixed Border. Da gehören eigentlich von der Struktur her größere Rosen(2m hoch, 1m breit) rein. Die Rose an der Stelle war da 12 Jahre, jetzt hat leider die Unterlage den Geist aufgegeben Eine neue Rose ist wegen Rosenmüdigkeit schlecht, ich will ich nicht bei den Erdaustauscharbeiten das ganze Beet zerstören, zudem ist die Erde an der Stelle an sich recht gut und humos(ursprünglich saurer Sand, aber mit wenig Bentonit und viel Mulch deutlich besser geworden). Wenn ich da neue Erde reinkippe, kann ich von der Bodenqualität nochmal von vorne anfangen.
Genau so groß ist jedenfalls der Pflanzplatz jetzt auch. nach der Lücke ist ungefähr 1m Raum, dann kommt eine schöne größere Strauchpfingstose - wird der Baum zu breit, schaut das nicht mehr gut aus. Der Baum sollte also das an sich harmonische Beet optisch nciht zerstören. Eine kleine Baumform sollte aber wegen den recht guten Bedingungen vertretbar sein.
Bei Äpfeln graust mir irgendwie vor Marssonina.(Wenn Aprikose so heikel sind, ist das allerdings auch kein Argument dafür)
Ich hätt einfach gern einen halbwegs gesunden Baum- ich bin durchaus bereit, den gut zu pflegen(im Sinn von düngen, schneiden,wässern), aber nicht wirklich ihn mit diversen Mitteln zu spritzen
(ich hätt mir vor der Mitleidspfirsichaktion auch nicht getraut, so was zu pflanzen, aber das kleine Ding, das inzwischen doch schon hübsch zugelegt hat, schaut einfach richtig gut aus, inzwischen einen guten Meter breit und 1,5 hoch und immer voll belaubt ohne rumzukränkeln- der Ertrag ist nicht überragend, aber die Blüte wunderschön(blüht gefüllt) und die Gesamterscheinung auch schon fast von einem Ziergehölz)
- thuja thujon
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Re: Säulenaprikose
Hallo Mathilda,
ich möchte es auch mit der Compacta und Aprigold probieren. Habe beide seit 2 Wochen hier, aber versuche im Sommer und Winter, diese auf Wavit und Wangenheimer umzuveredeln.
Der Wuchs der Compacta ist schon recht ordentlich, kann mal Fotos einstellen als Vergleich...
LG
ich möchte es auch mit der Compacta und Aprigold probieren. Habe beide seit 2 Wochen hier, aber versuche im Sommer und Winter, diese auf Wavit und Wangenheimer umzuveredeln.
Der Wuchs der Compacta ist schon recht ordentlich, kann mal Fotos einstellen als Vergleich...
LG
- Starking007
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Im Nordosten Bayerns - kalt und Kalk.
Re: Säulenaprikose
".......Bei Äpfeln graust mir irgendwie vor Marssonina......."
Das ist mir nach Jahrzehnten mit Obst nicht nachvollziehbar.
Aprikose ist die Hohe Schule des Obstes, nach entsprechender Erfahrung möglich.
Säulenobst ist derzeit zu 90% Fake.
Nach meinem Stand gibt es viele Äpfel (Neue mit neuen Fantasienamen), meine schmecken mir.
Und eine Birne.
Seriöse Infoquellen sind neutrale Obstforschungsinstitute und so...
Das ist mir nach Jahrzehnten mit Obst nicht nachvollziehbar.
Aprikose ist die Hohe Schule des Obstes, nach entsprechender Erfahrung möglich.
Säulenobst ist derzeit zu 90% Fake.
Nach meinem Stand gibt es viele Äpfel (Neue mit neuen Fantasienamen), meine schmecken mir.
Und eine Birne.
Seriöse Infoquellen sind neutrale Obstforschungsinstitute und so...
Gruß Arthur
Re: Säulenaprikose
warum bist du so gereizt?
- cydorian
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Re: Säulenaprikose
Redini Cuckoo oder so ähnlich. Lubera ist absolute Minusweltklasse bei den Namen, beknackter gehts nicht, ich kann mir nicht mal die Schreibweise merken. Im Forum hatten wir schon mal einen Thread drüber: https://forum.garten-pur.de/index.php?topic=56800.0
Er steht im Vorgarten und soll mit Blütenfarbe, Blatt- und Fruchtschmuck erfreuen. Da muss die Fruchtqualität nicht Spitzenklasse sein. Säulenäpfel können sehr dekorativ sein und passen überallhin.
-
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- Registriert: 4. Sep 2017, 20:53
Re: Säulenaprikose
cydorian hat geschrieben: ↑17. Mai 2021, 10:26
...Ältere Sorten würde ich generell nicht mehr nehmen...
Die Ananasrenette funktioniert auf Säule recht gut. Und sie schmeckt nicht nach Lubera...
Gruß
BR
- cydorian
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Re: Säulenaprikose
Es ging um ältere Säulenobstsorten. Die erste Generation (Waltz, Polka & Co) war elend schlecht, in jeder Hinsicht. Die zweite Generation (Starcats, die Geisenheimer etc.) liess wenigstens Hoffnung aufkommen, unter der dritten Generation gibts immerhin brauchbare Sorten.
Die Ananas Renette habe ich auch, aber nicht im Vorgarten und die als Säule zu erziehen macht Mühe, aber keinen Spass.
Die Ananas Renette habe ich auch, aber nicht im Vorgarten und die als Säule zu erziehen macht Mühe, aber keinen Spass.
- Elro
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Re: Säulenaprikose
BernerRosenapfel hat geschrieben: ↑17. Mai 2021, 21:32
Die Ananasrenette funktioniert auf Säule recht gut.
Was heißt hier funtioniert auf Säule gut?
Säule ist doch keine Unterlage.
Und eine Ananasrenette kaum doch keine Säule sein, eher eine schlanke Spindel.
Liebe Grüße Elke