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Das Schichtrippengelände (Gelesen 27131 mal)

Gartengestaltung von Planen, Gelände und Boden über generelle Anlage, Wege, Steine, Zäune, Beete bis hin zu Kunst und Handwerk

Moderatoren: Nina, AndreasR

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RosaRot
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Re: Das Schichtrippengelände

RosaRot » Antwort #60 am:

Noch ein paar Blümchen:

Zitronengelb ist immer schön, deshalb mag ich Hypericum olympicum 'Citrinum':
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Ein Helichrysum irgendwas. Gab's mal als fette Topfpflanze im Gartenmarkt (ohne lateinischen Namen.). Hingucker waren die rosaroten Knospen. Aber die Blüte ist auch sehr spannend. Es hält sich tapfer, legt allerdings auch nicht sonderlich zu (wahrscheinlich sollte ich es mal düngen.) Besucher hat es auch... :D
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Begleitet wird das Helichrysum von Teucrium montanum. Auch nicht üppig, aber ebenso tapfer die Stellung behauptend.
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Viele Grüße von
RosaRot
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Waldmeisterin
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Re: Das Schichtrippengelände

Waldmeisterin » Antwort #61 am:

Könntest du mal (es reicht eine grobe) Skizze deines Gartens machen? Ich schnall irgendiwe nicht, wo der Nachbar, der Weg, der neue Gartenteil und überhaupt der Berg ist. Zumindest ich könnte dann die Bilder besser zuordnen.
Ansonsten weiß ich nun endlich, warum du immer so seltsame Pflanzen kaufst, die bei mir in Nullkommanix im Schwarzerdedschungel verschwinden würden ;)
Patriotismus ist auf Kartografie und Zufall basierende Esoterik.
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RosaRot
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Re: Das Schichtrippengelände

RosaRot » Antwort #62 am:

Ja, das müsste ich mal machen, da hast Du recht.
Es ist alles am Berg, flach gibt es nicht (außer den Terrassen natürlich).
Viele Grüße von
RosaRot
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Alva
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Re: Das Schichtrippengelände

Alva » Antwort #63 am:

Wunderschön ist es bei dir, Rosarot :D Toll, was du aus diesen schwierigen Bedingungen machst!
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sequoiafarm
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Re: Das Schichtrippengelände

sequoiafarm » Antwort #64 am:

Ja, gekonnte Kombinationen: herbe Schönheit mit Sinn für Details.
Wie ein Ruheplatz bei einer Bergwanderung im Süden :)
Grüne Grüße aus Kaldenkirchen, Micha 
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Piccolairis
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Re: Das Schichtrippengelände

Piccolairis » Antwort #65 am:

Ganz toller und sehr wichtiger Thread - danke fürs Erstellen @ RosaRot. :)

Das Thema Trockenheit und ausbleibender Regen dürfte uns aufgrund des Klimawandels denke ich in Zukunft doch etwas mehr angehen. Im großen und ganzen hilft die Natur sich ja schon selbst, die Frage ist - schafft sie es denn noch, wenn weiter an anderer Stelle Raubbau betrieben wird und sich das Klima nicht mehr von allein generiert. Alles was für tun können, ihr da mit unserem besscheidenen Wissen unterstützend einzugreifen. Wenn das - so wie bei dir gut gelingt und auch so das sich Pflanzen wohl fühlen und wiederkommen ist das doch immer wieder ein schönes Gefühl.

Hier am Deisterrand, wo ich wohne haben wir teilweise aufgrund der Trockenheit sehr ähnliche Probleme. Wenn es nicht regnet wird der ansonsten gute Boden hier steinhart wie Beton und damit kommen nur die wenigsten Pflanzen mit klar. Als ich vor einigen Jahren ein kleineres Gartenstück übernommen habe, war das zunächst auch erstmal ein Experimentieren und Beobachten, was geht. Am besten mit den Verhältnissen kam hier tatsächlich die mediterrane Fauna mit klar. Südliche Kräuter wie Salbei, Lavendel usw., Sonnenanbetende Stauden, Iris und Zwiebelgewächse und vor allen wasserspeichernde Pflanzen wie Sempervivum, Orostachys und Sedum.

Den Sedum vermisse ich so ein klein bisschen in deinen Garten - da gibt es auch sehr schöne Sorten. Und er blüht im Herbst und im Frühjahr, was wichtig für Insekten und Bienen ist :). Sempervivum kommt in unendlich vielen Rosettengrößen- und farben daher und Orostachys ist eine echt tolle und interessante Sukkulente. Evtl. wäre das etwas für einen Trockenstreifen unter dem Dachvorsprung?
Woher wissen Gänseblümchen eigentlich immer, wer wen liebt?
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RosaRot
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Re: Das Schichtrippengelände

RosaRot » Antwort #66 am:

Ja, ausbleibender Regen, Du sagst es...

Vor allem wichtig wird sein die Bodenverbesserung: also den Boden so aufbereiten, dass er a) das Wasser hält, so welches kommt und b) den Boden so verbessern, dass nicht so viel ausgewaschen wird. Das ist an einigen Stellen hier ein großes Problem (außerdem ziehen ein paar Kiefern auch sehr viel ab.) In humusreicherem Boden wachsen auch mediterrane Pflanzens ehr viel besser.
Massenweise Kompost einarbeiten möchte man aber auch nicht unbedingt (auch wegen der darin enthaltenen samen). Mal sehen, ich mache auch Kompost in extra-Behältern, da kommen keine samentragenden Pflanzen hinein.

Sedum, Sempervivum, Orostachsys gibt es natürlich. Vieles habe ich bisher nicht gezeigt.
Die Sedum sehen momentan übel aus, haben sich in sich selbst zurückgezogen und warten auf bessere Zeiten... ;D, ebenso viele Thymiane...

Gestern habe ich noch mal viele Gräser gepflanzt, als Bodenschutz, Windschutz usw. (Der Wind in den letzten drei Tagen war gräßlich, zog noch den letzten Tropfen Wasser aus der Erde.
Viele Grüße von
RosaRot
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Piccolairis
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Re: Das Schichtrippengelände

Piccolairis » Antwort #67 am:

Bodenverbesserung ist im jedem Fall gut, aber bei großer Trockenheit ist auch wichtig, das nicht allzuviel über die Oberflächen verdunstet :).

In südlichen Ländern wie z.B. in Spanien, wo teilweise ja extreme Trockenheiten herrschen, achtet man auch sehr drauf, das Wasser nicht verschwendet wird. Hier passiert z.B. die Bewässerung in der Landwirtschaft oder im Gartenbau über - ich würde mal sagen - versteckte Bewässerung im Boden anhand von unglasierten Tonbehältern. Warum sollte man diese sogenannten Ollas nicht auch im Staudenbeeten verwenden können? Nach Olla bitte mal googlen, da mag was meinen Link nicht :/

Über diese Möglichkeit bin ich zufällig vor kurzen im Internet drüber gestolpert und finde das sehr interressant. Vor allen weil das Wasser im Boden selbst an die Pflanzen abgegeben wird. Und Terracotta ist eh was schönes - ist ja nichts anderes als gebrannte Erde, die irgendwann auch wieder selbst zu Erde wird - sich also ganz natürlich wieder abbauen wird im Laufe der Jahre.

Ausprobiert hab ich das noch nicht, aber wenn sich das Thema stellt, das ich mein Staudenbeet wieder erweitern muss, weil meine Irishorste wieder zu groß werden und ich von der Rasenfläche wieder etwas abzwacken muss, kommen die für andere trinkfreudigere Pflanzen mal mit in den Boden :)
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RosaRot
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Re: Das Schichtrippengelände

RosaRot » Antwort #68 am:

Ja, ich kenne Ollas. Das wäre etwas für Gemüsepflanzen usw. bzw. in anderer Form für Obstbäume.
Gemüse halte ich in so überschaubarem Maß, das das kaum nötig ist (nämlich in gemulchten Kübeln auf der Terrasse zusammen mit sonstigen Kübelpflanzen).)

Alles andere hier muss weitgehend mit sehr wenig Bewässerung auskommen. Gutes und angepasstes Mulchen ist also wichtig. Waldpflanzen bekommen Laub und Häcksel, mediterranes Steine.(Die habe ich ja reichlich und kann sie mir in allen Größen zusammensieben). Manche Pflanzen bekommen Estrichsand/feine Kies zusätzlich mit ins reichliche Pflanzloch, damit die Wasseraufnahme besser ist.

Es ist kein Garten hier im herkömmlichen Sinn, sondern tatsächlich 'Gelände', das mit sich selbst auskommen muss. Ich sehe auch, was sich natürlich ansiedelt oder in den Ursprungsgebieten zusammen wächst und nehme das als Hinweis, was am Mikrostandort passt. Wenn gewässert wird dann intensiv (meist durch längeres Besprühen, weil der Boden sonst das Wasser nicht aufnimmt - trockene Sandböden sind hygrophob, sozusagen).


Viele Grüße von
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Natternkopf
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Re: Das Schichtrippengelände

Natternkopf » Antwort #69 am:

Keimfähige Samen in dem Kompost Endprodukt?
Das liest sich wie: Schmeiss mal drauf und wir schauen nachher.
RosaRot hat geschrieben: 30. Mai 2022, 10:36
Massenweise Kompost einarbeiten möchte man aber auch nicht unbedingt (auch wegen der darin enthaltenen samen).

... ..., ich mache auch Kompost in extra-Behältern, da kommen keine samentragenden Pflanzen hinein.
Guter Plan. :)



Grüsse Natternkopf
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Re: Das Schichtrippengelände

RosaRot » Antwort #70 am:

;D

Ja, das ist hier kein kleiner Garten und vieles völlig unbearbeitet, da ist einiges was deutlich schneller wächst als die Gärtnerin gucken kann. Ich sage nur taube Trespe...(um nicht immer Brombeere, Hopfen oderwilder Wein zu sagen), Melde, Knoblauchsrauke und Co. gibt es auch, alles prima versamend, irgendetwas davon findet sich immer im Kompost ...
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Re: Das Schichtrippengelände

RosaRot » Antwort #71 am:

Gräser gibt es hier reichlich (Namen sind Schall und Rauch...vorhin noch schnell mit dem Handy geknipst)

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Re: Das Schichtrippengelände

RosaRot » Antwort #72 am:

Wieder kein Regen, langsam wird es recht unschön.

Die Cistus sind aber dennoch oder gerade deshalb eine Pracht, deshalb habe ich spontan noch etliche an verschiedenen anderen Stellen gepflanzt (aus Samen gezogene und zugekaufte).

Ein anderes Gewächs ist gleichermaßen unbeeindruckt von absoluter Trockenheit, eine cremefarbene Schafgarbe, Achillea nobilis vom Balkan. Zuerst sah ich sie bei Beth Chattoo, bestellte sie dann in der Staudengärtnerei.
Dort wurde 2017 aber eine andere, extrem wuchernde ebenfalls cremefarbene Schafgarbe als Achillea nobilis verkauft, (jetzt im Katalog dort korrigiert als Achillea spec.'Elfenbein'). Nun denn das Ding wuchert hier ungehemmt (es im Zaum zu halten artet in Arbeit aus) und beginnt jetzt zu blühen und mendelt hierhin und dorthin. Wo es gar zu trocken ist und der Boden zu mager, rollt es sich ein und schläft, aber wehe es kommt ein Tröpfchen...
Mit den Cistus fügt es sich aber sehr nett zusammen.

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Re: Das Schichtrippengelände

Waldschrat » Antwort #73 am:

Sieht super aus, aber der Knaller sind die Gräser (besonders auf dem 2. Foto) :D
Rentner arbeiten zu wenig (Carsten Linnemann, Jg. 77, CDU-Generalsekretär)

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pearl
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Weinbauklima im Neckartal

Re: Das Schichtrippengelände

pearl » Antwort #74 am:

RosaRot hat geschrieben: 17. Mai 2022, 23:56
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2022: die Auffahrt ist fahrfertig (mit Fahrspuren aus Rasengittersteinen - neues Projekt: flache Bepflanzung... ;))
Der Hang darunter ist abgestützt mit einer Trockenmauer der massiveren Sorte, es gibt einen Weg (der im Moment mit Wiesensalbei-Wildwuchs zugewuchert ist...) und allerlei Pflanzplätze - die Iris (Morgendämmerung) steht etwa da, wo auf dem ersten Foto links eine grüner Hang mit Wildwuchs zu sehen ist. Natürlich sind die unvermeidlichen Euphorbia cyparissias als angestammte Ureinwohner auch dabei

.
:D so, endlich auch hier hergefunden. :D Da wird mir die Komplexität deines Gartens endlich mal klar. So viele Sorten Steine! Interessante Trockensteppepflanzen. :D
“I love science, and it pains me to think that so many are terrified of the subject or feel that choosing science means you cannot also choose compassion, or the arts, or be awed by nature. Science is not meant to cure us of mystery, but to reinvent and reinvigorate it.”

— Robert M. Sapolsky
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