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zwerggarten hat geschrieben: ↑12. Mär 2024, 09:06… mal sehen, ob ich die nun nicht doch noch vergieße… …
nun, einige sind wohl eher vor trockenheit (noch) nichts geworden – da war zwar feuchtigkeit als beschlag mit tröpfchen am folieninneren zu sehen, aber der rest war ggf. knochentrocken geheizt. ::) :P
ich bin echt ein stecklings-dau! :o
immerhin ein paar weiß-lebendig scheinende würzelchen sind hier und da dabei, ich habe die jetzt mal von der nordheizungsecke ans südfenster geräumt. ein paar pflanzen werden es vielleicht trotz hoher hürden und diversem handicap. :)
pro luto esse
moin
"(…) die abstrakten worte, deren sich doch die zunge naturgemäß bedienen muß, um irgend welches urteil an den tag zu geben, zerfielen mir im munde wie modrige pilze." hugo von hofmannsthal – der brief des lord chandos
5 x Negronne stehen im dunklen Badezimmer. Letzten Sonntag bei einer Sammlerin am Leithagebirge geschnitten worden. Werden von oben 2 x täglich mit Wasser besprüht und 1 x Woche von unten „gegossen“. Sehr luftiges Substrat: Rindenmulch, Perlit, Wurmhumus
Dateianhänge
Wien Umgebung
WHZ: 8b(20/21), 9a(21/22), 8b(22/23), 8b(23/24), 8b(24/25)
Letzter Frost: 20.3.2025
Balkon: Italian-258, Desert King, Negronne, Ronde de Bordeaux, Pastiliére
Ivoch hat geschrieben: ↑16. Mär 2024, 22:31 Wie klein kann man z.B. die Negronne und die RdB vernünftig halten, wenn sie im Garten ausgepflanzt sind? Von der Breite her, meine ich.
Negronne unter 3 Meter kein Problem. Meine hatte nach ca. 15 Jahren weniger im Durchmesser. Hier sind die Wachstumsbedingungen sicher dafür günstig (schwerer Boden), aber Negronne bleibt von den Abmessungen überschaubar. 2020 habe ich sie wegen einem Pilz fast bodeneben zurückgeschnitten. Jetzt ist sie vielleicht wieder 1,5 x 1,5 Meter groß.
Bei RdB würde ich von einer Mindestbreite von über 4, eher von 5 Metern ausgehen. Wie schon erwähnt wächst sie raumgreifend und wird oft breiter als hoch. Für wenig Platz sind Sorten mit weniger Wachstum oder mit einem aufrechten Wuchs geeigneter. ZB Pastilière.
"(…) die abstrakten worte, deren sich doch die zunge naturgemäß bedienen muß, um irgend welches urteil an den tag zu geben, zerfielen mir im munde wie modrige pilze." hugo von hofmannsthal – der brief des lord chandos
Gestern Post bekommen... Eigentlich hatte ich ja geschworen mich erst einmal von weniger interessanten Sorten zu trennen, bevor ich wieder was neues reinlasse. Mein Kontakt in Spanien hat mir jedoch spontan ein paar Steckhölzer geschickt. Ich habe ihm dafür Nerino (Figo moro) und Gayet zukommen lassen.
Ich bewurzle jetzt - Boticario, eine unbekannte Sorte aus dem Hochland unweit von Almeria - Cielo Verde, eine Lorusso Sorte - Bordissot Rossa, eine Pons Sorte - Cuello de Paloma negro, aus dem Hochland bei Granada. Hier ist mir vor 2 Jahren das Bewurzeln nicht einmal bei einem der drei Steckhölzer gelungen, während es bei den anderen gleichzeitig bewurzelten Steckhölzern eine Erfolgsquote von 100% gab. Auch 2023 scheiterte ich bei dieser Sorte (ein Steckholz) wieder als einzige.
Alle Sorten sind potenziell regenresistent und nicht allzu spät
Ich habe die Sorte "Sultane" seit 15 Jahren. Ich habe bei dieser sehr raumgreifenden Sorte noch nie eine zweite Ernte bekommen. Diese zweite Ernte im Herbst (Herbstfeigen) wäre eigentlich die Haupternte. Im Herbst hängen die Früchte unreif aber sehr zahlreich an den diesjährigen Trieben.
Die paar Brebas (0, 1 maximal 2 pro Endtrieb) sind hier auch nicht wirklich gesichert. Rückfrieren, kalte Winter in den Anfangsjahren, Standort (nicht vor einer Wand), kalte Winde etc. sind hier nicht optimal.
Letztes Jahr habe ich testweise einen Trieb gekürzt (engl. pinching), den genauen Zeitpunkt weiß ich leider nicht mehr, aber der Austrieb war sicher schon 40 cm oder länger. Und siehe da, an der Stelle hat sich der Trieb nicht nur verzweigt, sondern auch zwei Feigen hervorgebracht, die dann bis zum Herbst auch reif wurden.
Dieses Jahr versuche ich Folgendes : Der Baum wurde wie in südlichen Gefilden (Mittelmeer, USA) in Form geschnitten, das steht eigentlich nur noch das Hauptgerüst und fast kein Anteil mehr an letztjährigem Holz. damit habe ich die Brebaernte verhindert bzw. vernichtet. Die Struktur ist nun ziemlich luftig, ich habe in mehreren Aktionen auch ältere Teile herausgeschnitten, sodass in der Mitte auch Luft ist und sich der Wuchs eher in Richtung Hohlkrone entwickeln kann. Auch wurde er in der Höhe heruntergenommen, da oben nicht heranzukommen war. Durch den Schnitt ist ebenfalls gesichert, dass keine erfrorenen dünnen Treibe am Baum sind. Auch Zombietriebe mit Brebaansätzen, die sich dann im Mai/Juni entschlossen doch abzusterben oder schwach zu bleiben sind damit entfernt.
Der Baum wird nun jede Menge starke Triebe treiben, die ich dann - zum hoffentlich richtigen Zeitpunkt - am Ende abzwacken werden, um dort eine Verzweigung und hoffentlich auch Feigenbildung zu erzwingen.
Sobald die Pflanze im Wachstum ist werde ich schwachdosierten, stickstoffarmen Dünger geben, die Betonung von Phosphor und Kalium könnten helfen. Im Boden könnte immer noch ein Stickstoffüberschuss sein, da der Rasen früher gedüngt wurde und die Wurzeln sich dort ganz sicher bedient haben.
Mit meinen anderen Feigen wie z.B Brown Turkey (Brebas immer sicher) oder Ronde de Bordeaux (Herbstfeigensorte ) würde ich das so niemals machen, es geht hier um genau diese eine Pflanze, die woanders vielleicht ganz anders fruchten würde.
Die Sultane gilt als recht interessante Brebasorte. Eine quantitativ und qualitativ ordentliche und eher frühe Ernte. Die Herbstfeigenernte ist hingegen dafür bekannt, nicht früh zu sein und sich lange zu erstrecken, sodass die späteren Feigen dann in eine Jahreszeit hineinfallen, wo sie bei uns nicht mehr optimal ausreifen.
philippus hat geschrieben: ↑19. Mär 2024, 11:06 Die Sultane gilt als recht interessante Brebasorte. Eine quantitativ und qualitativ ordentliche und eher frühe Ernte. Die Herbstfeigenernte ist hingegen dafür bekannt, nicht früh zu sein und sich lange zu erstrecken, sodass die späteren Feigen dann in eine Jahreszeit hineinfallen, wo sie bei uns nicht mehr optimal ausreifen.
Sultane fruchtet bei mir deutlich später als Brown Turkey, auch der Austrieb ist deutlich später, das sind nicht nur Tage, das sind eher Wochen Abstand. Aber wie geschrieben ist wohl es dem nicht ganz optimalen Standort zuzuschreiben (Die Pflanze bekommt leider seit ein paar Jahren auch noch mehr Schatten durch wuchernde Hanfpalmen in Südwestrichtung.). Die Reifezeit der Brebas liegt deshalb hier auch schon eher in der zweiten Augusthälfte, Anfang September. Auslichten, stickstoffarmes Düngen, Auszwicken und eine Herbsternte sollte möglich sein.
Auf Youtube gibt es natürlich viele Videos dazu, Vorteile, Nachteile (Gefahr, dass neue Triebe nach der Verzweigung nicht mehr richtig ausreifen). Nicht alles glauben, aber interessant ist es, insbesondere nach der letztjährigen eigenen Erfahrung mit einem Trieb. https://www.youtube.com/watch?v=iutB8se2rgo
@philippus Gefühlt haben alle getesteten Substrate funktioniert. Einmal mit mehr, dann wieder mit weniger Erfolg. Widerspenstige Stecklinge gibt es immer. Mein Problem ist eher die Zeit nach dem Umtopfen. Da ist dann die Ausfallsquote relativ hoch bei mir. Ich werde künftig nur noch „blind“ in größeren Rosentöpfen bewurzeln, wo sie dann das 1. Jahr bleiben können. Somit werden die Wurzeln nicht gestört und es bildet sich ein resistenter Wurzelballen.
Die widerspenstigen Stecklinge kommen in ein 2cm tiefes Wasserglas. Wenn es dann dort auch nicht funktioniert ab in den Müll oder einfach tief in den Gartenboden stecken - the old Italian way of propagating figs ;) . ———— Die Limbach Bestellung geht von Nähe Bratislava in der Slowakei nach Budapest/Ungarn, also in die falsche Richtung :) auf Wien bezogen.
Wien Umgebung
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Balkon: Italian-258, Desert King, Negronne, Ronde de Bordeaux, Pastiliére
Laut Feigenhof liefert Sultane (ausgepflanzt) von August bis November reife Feigen. Es gibt also keinen Peak wo alle Herbstfeigen innerhalb kurzer Zeit gemeinsam reif werden. Foto: Sultane Feigenhof Wien
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Balkon: Italian-258, Desert King, Negronne, Ronde de Bordeaux, Pastiliére
Von diesen (sehr schlechten!) Feigenstecklingen hatte ich allenfalls einem eine kleine Chance auf Bewurzelung eingeräumt, umso größer ist jetzt die Überraschung. Selbst ein bräunlicher Steckling vermeintlich ohne jegliche Vitalität treibt von unten aus der Erde. Das Substrat war einfach gemacht: Gartenerde mit etwas Kompost und Sand (nicht im Backofen sterilisiert).