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Schwarze Feigenfliege, Silba adipata, Black Fig Fly - Feigenschädling (Gelesen 15481 mal)
Moderator: Nina
Re: Black Fig Fly - Feigenschädling
Hätte ich die BFF, ich würde es mit bacillus thuringiensis subspec. aizawai versuchen (BT-Xentari)
Ich weiß nicht ob das hilft aber wäre vielleicht einen Versuch wert.
Hier noch der Link der im Feigenthread gepostet wurde:
https://www.silba-adipata.info/
Ich weiß nicht ob das hilft aber wäre vielleicht einen Versuch wert.
Hier noch der Link der im Feigenthread gepostet wurde:
https://www.silba-adipata.info/
Re: Black Fig Fly - Feigenschädling
Also da das Thema bei uns ziemlich neu ist, kann ich leider nicht viel zur Bekämpfung beitragen.
Wahrscheinlich hatte ich letztes Jahr schon vereinzelt Fälle und habe es wahrscheinlich falsch gedeutet.
Dieses Jahr ist der Befall explodiert und ich bin selbst noch ratlos was ich tun soll.
Bei größeren Bäumen ist es sicher schwierig das Ganze in den Griff zu bekommen.
Interessant wäre auch die Verbreitung.In OÖ und NÖ scheint es sehr viele Fälle zu geben.
Wahrscheinlich hatte ich letztes Jahr schon vereinzelt Fälle und habe es wahrscheinlich falsch gedeutet.
Dieses Jahr ist der Befall explodiert und ich bin selbst noch ratlos was ich tun soll.
Bei größeren Bäumen ist es sicher schwierig das Ganze in den Griff zu bekommen.
Interessant wäre auch die Verbreitung.In OÖ und NÖ scheint es sehr viele Fälle zu geben.
- thuja thujon
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Re: Black Fig Fly - Feigenschädling
Danke für den Link. Viel Arbeit mit dem zählen, aber methodisch ein grottenschlechter Versuch, damit sind keine Rückschlüsse auf irgendwas möglich. Hätte man sich sparen können.
RePu86: größere Bäume am besten mit Gebläseunterstützung behandeln, falls eine Behandlung in Frage kommt. Also mit Gebläse kommst du auf gut 7 Meter und viel weiter oben pflückt glaube ich kaum einer noch Feigen.
RePu86: größere Bäume am besten mit Gebläseunterstützung behandeln, falls eine Behandlung in Frage kommt. Also mit Gebläse kommst du auf gut 7 Meter und viel weiter oben pflückt glaube ich kaum einer noch Feigen.
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- helga7
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Re: Black Fig Fly - Feigenschädling
Ich hab vorhin meine Feigen durchforstet (bisher hatte ich nur abgefallene Feigen entsorgt):
Panachee 100% befallen - ich fürchte, mit dieser hab ich mir das Viehzeugs letzten Herbst eingeschleppt, war ein Be... Fl.. Kauf)
Negronne daneben 100% befallen, immerhin reifen 5 Brebas
Die anderen (Bayernfeigen und zwei weitere Negronnes) 50% Befall sichtbar.
Am Besten schauts bei der Figo Moro de Caneva aus, da hab ich nur zwei befallene Feigen gefunden.
Ich hab bei etlichen jetzt die Ostiole abgeklebt. :'(
Panachee 100% befallen - ich fürchte, mit dieser hab ich mir das Viehzeugs letzten Herbst eingeschleppt, war ein Be... Fl.. Kauf)
Negronne daneben 100% befallen, immerhin reifen 5 Brebas
Die anderen (Bayernfeigen und zwei weitere Negronnes) 50% Befall sichtbar.
Am Besten schauts bei der Figo Moro de Caneva aus, da hab ich nur zwei befallene Feigen gefunden.
Ich hab bei etlichen jetzt die Ostiole abgeklebt. :'(
Ciao
Helga
Helga
Re: Black Fig Fly - Feigenschädling
mora hat geschrieben: ↑2. Aug 2024, 10:23
Hätte ich die BFF, ich würde es mit bacillus thuringiensis subspec. aizawai versuchen (BT-Xentari)
Hier noch der Link der im Feigenthread gepostet wurde:
https://www.silba-adipata.info/
Da die Raupe ja im Innern wütet, kann der bacillus gar nicht wirken, dazu muß er aufgenommen werden.
Grün ist die Hoffnung
Re: Black Fig Fly - Feigenschädling
Ich bin kein Pro, k.a. ob das hilft.
Denke z.B. Apfelwickler wüten auch im inneren und dagegen soll BT-Xentari helfen. Die müssen sich ja erstmal rein fressen, oder?
Denke z.B. Apfelwickler wüten auch im inneren und dagegen soll BT-Xentari helfen. Die müssen sich ja erstmal rein fressen, oder?
Re: Black Fig Fly - Feigenschädling
Da ist das Zeitfenster sehr klein, nach der Eiablage sind die bestimmt ganz fix in der Feige, womöglich fressen sie erst im Innern.
Da der Schädling aus Südeuropa kommt, müßte man mal die Feigenanbauer fragen, wie zB Baud.
Bei Baud steht,
30-40 Tage vor der Reife gegen Fliegen Einsatz von Insektiziden
Da der Schädling aus Südeuropa kommt, müßte man mal die Feigenanbauer fragen, wie zB Baud.
Bei Baud steht,
30-40 Tage vor der Reife gegen Fliegen Einsatz von Insektiziden
Grün ist die Hoffnung
- Marianna
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Re: Black Fig Fly - Feigenschädling
Ich hatte kürzlich zwei Feigen bei der Ficcolino die innen ähnlich aussahen, habe sie aber nicht genauer betrachtet.
Roeschen1, hab mir auch grad überlegt, wo diese vermaledeite Fliege herkommt und wie die Feigenbauern damit umgehen?
Helga, wie klebst du denn die Ostiolen ab? Hab überlegt irgendwas draufzutupfen und sie damit zu verschließen, aber was? Bienenwachs etc. schmilzt wahrscheinlich schnell?
Meine Feigen sind zum Glück noch klein und ich werde versuchen sie mit einem feinen Netz zu schützen, bis man mehr über diese M...viecher weiß >:(
Roeschen1, hab mir auch grad überlegt, wo diese vermaledeite Fliege herkommt und wie die Feigenbauern damit umgehen?
Helga, wie klebst du denn die Ostiolen ab? Hab überlegt irgendwas draufzutupfen und sie damit zu verschließen, aber was? Bienenwachs etc. schmilzt wahrscheinlich schnell?
Meine Feigen sind zum Glück noch klein und ich werde versuchen sie mit einem feinen Netz zu schützen, bis man mehr über diese M...viecher weiß >:(
- thuja thujon
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Re: Black Fig Fly - Feigenschädling
Das Zeitfenster ist groß genug um ausreichend Wirkstoff aufzunehmen oder sich mit einem Virus zu infizieren.Roeschen1 hat geschrieben: ↑2. Aug 2024, 11:44Da ist das Zeitfenster sehr klein, nach der Eiablage sind die bestimmt ganz fix in der Feige, womöglich fressen sie erst im Innern.
Das Problem ist das Zeitfenster zu treffen, also rechtzeitig zu spritzen und nicht wenn es zu spät ist.
Deshalb gibt es die Pheromonfallen, um die Hauptflugzeit feststellen zu können. Nur dafür sind sie da, nicht für Massenfänge und damit auf Reduktion der Tiere zu hoffen. Pauschale Aussagen wie 40 Tage vor helfen nicht, weil Flugzeiten unterschiedlich sind und gerade Bacillus-Präparate nur bis zu 5 Tage Regen oder UV-stabil sind.
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Re: Black Fig Fly - Feigenschädling
Laut Katsoyannos &
Guerin (1984) gibt es vier bis sechs Generationen pro
Jahr.
Guerin (1984) gibt es vier bis sechs Generationen pro
Jahr.
- helga7
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Re: Black Fig Fly - Feigenschädling
Marianna hat geschrieben: ↑2. Aug 2024, 11:50
Helga, wie klebst du denn die Ostiolen ab? Hab überlegt irgendwas draufzutupfen und sie damit zu verschließen, aber was? Bienenwachs etc. schmilzt wahrscheinlich schnell?
Meine Feigen sind zum Glück noch klein und ich werde versuchen sie mit einem feinen Netz zu schützen, bis man mehr über diese M...viecher weiß >:(
Arni hat, glaub ich, geschrieben, dass er Malerkrepp verwendet. Das hab ich in kleine Stückchen geschnitten und direkt auf die Ostiolen geklebt. Keine Ahnung, obs hilft.
Ciao
Helga
Helga
Re: Black Fig Fly - Feigenschädling
Nachdem ich das hier gelesen habe, denke ich mittlerweile letztes Jahr war es schon nicht die KEF an den Feigen sondern es war schon BFF. Aber eben wesentlich später im Jahr wodurch nur einige reifende Herbstfeigen betroffen waren.
https://www.vitaincampagna.it/frutteto/cinque-mosche-della-frutta-conosciamole-meglio-per-poterle-combattere/
Wild übersetzt:
Feigenfliege (Silba adipata)
In den günstigsten Umgebungen vollzieht das Insekt bis zu sechs Generationen pro Jahr. Die erwachsenen Tiere ernähren sich von zuckerhaltigen Substanzen (Honigtau, der von Schildläusen abgesondert wird, die auf der Feige oder anderen Pflanzen leben) oder sogar von dem Milchsaft, den die Pflanze produziert und der durch versehentliche Verletzungen von Zweigen oder Blättern freigesetzt wird. Die Weibchen legen kleine Gruppen von Eiern unter die Schuppen der Nabelöffnung der Feigen (die Öffnung an der Basis der Frucht), sowohl unreife als auch reife, auch solche, die bereits von anderen Weibchen besucht wurden, sodass einige Dutzend in einem abgelegt werden können einzelne Feige aus Eiern. Bei unreifen Feigen graben die Larven Tunnel in das fleischige Gewebe (Gefäß) und verlassen sie dann, wenn sie reif sind, öffnen ein Loch und lassen sich auf den Boden fallen, wo sie einige Zentimeter tief vergraben werden, um das Puparium zu bilden und sich dann in das neue zu verwandeln Erwachsene.
Beschädigte junge Feigen sind leicht zu erkennen, da sie eine asymmetrische Entwicklung aufweisen und der weniger entwickelte Teil eine dunklere Farbe aufweist. Später haben die beschädigten Feigen kleine Löcher, aus denen die reifen Larven schlüpfen, dann schrumpfen sie und fallen. Bei reifen Feigen beschädigen die Larven stattdessen die inneren Elemente des Blütenstandes, wodurch dieser auseinanderfällt. Die befallenen Feigen, die bis zum Öffnen scheinbar gesund sind und die unwillkommene Überraschung bereithalten, verderben in kurzer Zeit und sind offensichtlich ungenießbar.
https://www.vitaincampagna.it/frutteto/cinque-mosche-della-frutta-conosciamole-meglio-per-poterle-combattere/
Wild übersetzt:
Feigenfliege (Silba adipata)
In den günstigsten Umgebungen vollzieht das Insekt bis zu sechs Generationen pro Jahr. Die erwachsenen Tiere ernähren sich von zuckerhaltigen Substanzen (Honigtau, der von Schildläusen abgesondert wird, die auf der Feige oder anderen Pflanzen leben) oder sogar von dem Milchsaft, den die Pflanze produziert und der durch versehentliche Verletzungen von Zweigen oder Blättern freigesetzt wird. Die Weibchen legen kleine Gruppen von Eiern unter die Schuppen der Nabelöffnung der Feigen (die Öffnung an der Basis der Frucht), sowohl unreife als auch reife, auch solche, die bereits von anderen Weibchen besucht wurden, sodass einige Dutzend in einem abgelegt werden können einzelne Feige aus Eiern. Bei unreifen Feigen graben die Larven Tunnel in das fleischige Gewebe (Gefäß) und verlassen sie dann, wenn sie reif sind, öffnen ein Loch und lassen sich auf den Boden fallen, wo sie einige Zentimeter tief vergraben werden, um das Puparium zu bilden und sich dann in das neue zu verwandeln Erwachsene.
Beschädigte junge Feigen sind leicht zu erkennen, da sie eine asymmetrische Entwicklung aufweisen und der weniger entwickelte Teil eine dunklere Farbe aufweist. Später haben die beschädigten Feigen kleine Löcher, aus denen die reifen Larven schlüpfen, dann schrumpfen sie und fallen. Bei reifen Feigen beschädigen die Larven stattdessen die inneren Elemente des Blütenstandes, wodurch dieser auseinanderfällt. Die befallenen Feigen, die bis zum Öffnen scheinbar gesund sind und die unwillkommene Überraschung bereithalten, verderben in kurzer Zeit und sind offensichtlich ungenießbar.
- Marianna
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Re: Black Fig Fly - Feigenschädling
Danke Helga, Malerkrepp hab ich hier :D. Wenn die Larven sich fallen lassen kann man ja vielleicht unter der Feige ein feines Netz oder Fleece auslegen, damit sie sich nicht eingraben können ???
- helga7
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Re: Black Fig Fly - Feigenschädling
Ich bin grad dabei, auf meine Töpfe Unkrautvlies zu spannen.
Nur bei der ausgepflanzten RdB kann ich nix drunter legen
Nur bei der ausgepflanzten RdB kann ich nix drunter legen
Ciao
Helga
Helga
Re: Black Fig Fly - Feigenschädling
thuja hat geschrieben: ↑2. Aug 2024, 12:01Das Zeitfenster ist groß genug um ausreichend Wirkstoff aufzunehmen oder sich mit einem Virus zu infizieren.Roeschen1 hat geschrieben: ↑2. Aug 2024, 11:44Da ist das Zeitfenster sehr klein, nach der Eiablage sind die bestimmt ganz fix in der Feige, womöglich fressen sie erst im Innern.
Das Problem ist das Zeitfenster zu treffen, also rechtzeitig zu spritzen und nicht wenn es zu spät ist.
Deshalb gibt es die Pheromonfallen, um die Hauptflugzeit feststellen zu können. Nur dafür sind sie da, nicht für Massenfänge und damit auf Reduktion der Tiere zu hoffen. Pauschale Aussagen wie 40 Tage vor helfen nicht, weil Flugzeiten unterschiedlich sind und gerade Bacillus-Präparate nur bis zu 5 Tage Regen oder UV-stabil sind.
Die Fliegen werden sich nicht absprechen und alle gleichzeitig Eier ablegen,
Pheromonfallen würden helfen,
aber jemand, der nur ein paar Feigen im Garten hat, hat ein Problem.
Grün ist die Hoffnung