...kann ich nur bestätigen. Der Heritage (im 5 Standjahr heuer) schneide ich quasi nur die Fingernägel und sie blüht üppig, bei sauberem Ausputzen bis zum Frost.Othello erweist sich allerdings als extreeeem blühfaul, völlig gleichgültig ob mit oder ohne Schnitt. Entweder hat er den Umzug von zweieinhalb Jahren vom Kübel ins lehmige Freiland noch immer nicht verwunden oder speziell diese Pflanze ist ein Blindgänger. Ich habe jedenfalls pro Jahr etwa zwei Blüten von ihm. Und er bildet sowohl die merkwürdigen, dünnen Triebe (Stichwort Spargel, siehe oben) oder aber die himmelsstümenden langen Fangarme. Insgesamt im Habitus eher zum Abgewöhnen und ohne Blüte ein Kandidat zum Aussortieren. Ich füchte außerdem, Evelyn benimmt sich ähnlich, dagegen ist Golden Celebration mittlerweile reltiv formschön im Halbschatten – was ich zu Beginn nicht geglaubt habe – ganz ohne radikale Schnittmaßnahmen, nur mit sanfter Erziehung.Abraham Darby ver-formt sich hingegen zunehmend. Der braucht sogar ein Stützkorsett, damit er einigermaßen daherkommt, und ich komme gar nicht umhin, ihn heuer tüchtig zu stutzen.Ich bin mir wirklich nicht sicher, ob man bei den Briten nicht doch jeweils das Einzelexemplar beobachten muss. Die scheinen mir - trotzt Sorten-Gleichheit - sehr variabel zu sein. Wieder einmal heißt es: AusprobierenGrußDoreaHeritage werde ich in Zukunft aber vorsichtiger oder gar nicht schneiden: Eine hat nach starkem Frühjahrsrückschnitt letztes Jahr gemickert und die andere hat überhaupt nicht geblüht.
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Meine Austin-Rosen-Schnittmethode (Gelesen 11076 mal)
Re:Meine Austin-Rosen-Schnittmethode
"Get the soil right and everything else follows."(Verence II, King of Lancre)
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Raphaela
Re:Meine Austin-Rosen-Schnittmethode
Da ist was dran :)Othello ist extrem verfressen und steht hier in fast reinem Kompost/Mist weil ich den Boden am jetzigen Standort austauschen mußte. Kriegt im Frühling und nochmal im Frühsommer zusätzlich Rosendünger und Kompost. Vielleicht blüht er auch deshalb so üppig?
Re:Meine Austin-Rosen-Schnittmethode
Raphaela, wie nah an den Holunder könnte ich die Cressida denn setzen? Näher wäre mir lieber, weil ich dann noch eine zweite Rose daneben pflanzen könnte.
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Raphaela
Re:Meine Austin-Rosen-Schnittmethode
Hier wachsen mehrere Rosen in Holunder. Die meisten sind etwa 1m daneben gepflanzt damit sie noch genug Licht bekommen (olunder ist ja bis weit unten dicht belaubt).Die unteren Holundertriebe scneide ich auch öfter ab oder lichte sie aus damit sie die Rose nicht zu ehr verschatten.Bei einer Pflanzung mit weniger Abstand würde ich auf jeden Fall auch noch einen Wurzelschutz einbauen sonst könnte eine Konkurrenzsituation entstehen.
Re:Meine Austin-Rosen-Schnittmethode
Super, 1 m ist in Ordnung. Ich werde eine Ispahan daneben pflanzen (außer du sagst mir jetzt, dass sich die Farben der zwei absolut beißen).
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freiburgbalkon
Re:Meine Austin-Rosen-Schnittmethode
...Der Heritage (im 5 Standjahr heuer) schneide ich quasi nur die Fingernägel ...
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Raphaela
Re:Meine Austin-Rosen-Schnittmethode
Na ja, "absolut" vielleicht nicht aber ein bißchen schon (das Rosa von Ispahan ist eher bläulich-kühl) ;)Ispahan wird auch unten rum sehr ausladend mit der Zeit da solltest du bei der Pflanzabstandsplanung drauf achten: Öfterblühende haben gegenüber Einmalblühenden in Konkurrenzsituationen um genug Licht meist schlechte Karten.
Re:Meine Austin-Rosen-Schnittmethode
Wieviel Platz "untenrum" würde die Ispahan denn brauchen?Bei öfterblühenden R. habe ich nur die Orsola Spinola gefunden, die mir in diesem Kontext gefallen würde. Die scheint aber relativ klein zu bleiben. Ideal wäre - das spielt sich alles am Zaun ab- wegen der - zum Glück nur einzelnen -Passanten eine Rose, die ca. 1,50 hoch wird und etwa einen Meter breit.Die Farbzusammenstellung ist übrigens absichtlich so - ein Experiment! Da sind noch mehrere andere Rosen mit im Spiel. Mal sehen, wie sich´s ausgeht!
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Raphaela
Re:Meine Austin-Rosen-Schnittmethode
Bei Ispahan mußt du je nach Boden) schon eher 2m Höhe (oder mehr) und 1,5m Breite (oder mehr) einplanen.Deine Größenvorstellungen könnte aber z.B. Felicia ungefähr treffen (wird allerdings auch eher 1,5m breit). Sie hat ein gelbliches Rosa das gut passen könnte.
Re:Meine Austin-Rosen-Schnittmethode
Hatte das gerade noch ergänzt, aber du warst schneller! :)Möchte tatsächlich gerne eine Rose von der Isphan-Farbe dort haben. Gleich nebenan steht Penelope und auch Cymbeline ist nicht weit, es ist also genug "Dämpfung" vorhanden ;)Du hast doch die Osola Spinoza (meine ich mich zu erinnern). Wie groß wird die denn, und verhält sie sich "anständig"?Die Farbzusammenstellung ist übrigens absichtlich so - ein Experiment! Da sind noch mehrere andere Rosen mit im Spiel. Mal sehen, wie sich´s ausgeht!
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Raphaela
Re:Meine Austin-Rosen-Schnittmethode
Ich glaub Beate hat eine, aber wenn´s was kräftig Rosafarbenes sein darf/soll und eine Generosa erwünscht ist kommt vielleicht auch Délia infrage.
Re:Meine Austin-Rosen-Schnittmethode
Ich wünsche mir ja schon seit Jahren eine Ispahan (die hat mich bei meinem ersten und einzigen Besuch in Sangeshausen wirklich umgehauen) - so soll es denn jetzt sein! Mal schauen, ob ich die Damens nicht ein bisschen erziehen kann.
Wenn´s nicht klappt, kann ich ja die eine oder die andere umpflanzen.Raphaela, es ist immer wieder eine Freude, wie du auf alle Fragen wirklich tolle Antworten gibst! 
Re:Meine Austin-Rosen-Schnittmethode
stimmt, ich habe Orsola Spinola
.Wächst nicht so sehr in die Höhe, scheint also mal eine Rose zu sein, die sich einigermassen an die Angaben hält
. Wenn man sie besser füttern und hegen und pflegen würde, ginge sie vielleicht aber auch ab wie eine Rakete - wie so manches Röslein bei Raphaela z. B.
. Hübsches Teil, duftet gut, die Blüten sind nicht sonderlich regenfest, scheint aber ansonsten recht robust zu sein, steht bei mir ziemlich trocken und kommt damit gut zurecht
.
VLG - Beate
Re:Meine Austin-Rosen-Schnittmethode
Ist sie denn regenempfindlicher als andere gleichermaßen gefüllte Rosen?