Cannabis wird häufig unter ökonomischen, medizinischen oder rechtlichen Aspekten betrachtet, da es weltweit viele Diskussionen und Kontroversen auslöst. Dabei wird oft vergessen, dass es sich in erster Linie um eine Pflanze handelt, die zur Familie der Cannabaceae gehört – ebenso wie der Hopfen (Humulus lupulus).
Aus botanischer Sicht weist Cannabis ein großes wissenschaftliches Interesse auf. Es werden hauptsächlich drei Arten unterschieden – Cannabis sativa, Cannabis indica und Cannabis ruderalis –, die sich in Morphologie, Wachstum, chemischer Zusammensetzung und Umweltanpassung unterscheiden. Cannabis ist zudem eine zweihäusige Pflanze, das heißt, es gibt männliche und weibliche Exemplare, was sie zu einem interessanten Modell für die Erforschung der pflanzlichen Fortpflanzung macht.
Die Blütenstrukturen, insbesondere die Trichome der weiblichen Blüten, enthalten Harze, die reich an Cannabinoiden und Terpenen sind – Moleküle, die zu ihrer chemischen Vielfalt und ihren biologischen Eigenschaften beitragen. Darüber hinaus zeigt Cannabis eine bemerkenswerte ökologische Anpassungsfähigkeit, da es in verschiedenen Klimazonen gedeihen kann, von gemäßigten bis hin zu trockenen Regionen.
Viele Botaniker und Hobbygärtner interessieren sich zudem für autoflower seeds, da diese Sorten besonders robust und pflegeleicht sind und die Forschung sowie den Anbau erleichtern können.
Glauben Sie, dass die botanische Forschung über Cannabis dazu beitragen könnte, diese Pflanze besser zu verstehen und aufzuwerten sowie das oft einseitige gesellschaftliche Bild von ihr zu verändern?
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Forenthema: Cannabis – eine in der Botanik unterschätzte Pflanze? (Gelesen 1614 mal)
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gesine
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Forenthema: Cannabis – eine in der Botanik unterschätzte Pflanze?
Zuletzt geändert von gesine am 20. Okt 2025, 17:37, insgesamt 1-mal geändert.
- DerTigga
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Balkongärtner
Re: Forenthema: Cannabis – eine in der Botanik unterschätzte Pflanze?
Ich für mich glaube, das Cannabis eine Allerweltspflanze bzw. nix besonders zu betüddelndes bzw. habenswertes ist.
Ansonsten frage ich mich durchaus ein klein wenig, ob ich da wohl grade auf ne Art Spamversuch bzw. -platzierung antworte..
Ansonsten frage ich mich durchaus ein klein wenig, ob ich da wohl grade auf ne Art Spamversuch bzw. -platzierung antworte..
- thuja thujon
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Re: Forenthema: Cannabis – eine in der Botanik unterschätzte Pflanze?
Nein, ich glaube auch nicht, dass botansiche Forschung eine Pflanzenfamilie aufwertet.
Und dass etwas männlich oder weiblich ist und daher als Forschungsobjekt für pflanzliche Fortpflanzung geeignet ist, diese Eigenschaften haben noch mehr Pflanzen und das Wissen wird meines Wissens nach schon in der Grundschule vermittelt.
Und dass etwas männlich oder weiblich ist und daher als Forschungsobjekt für pflanzliche Fortpflanzung geeignet ist, diese Eigenschaften haben noch mehr Pflanzen und das Wissen wird meines Wissens nach schon in der Grundschule vermittelt.
gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität
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Misfit
Re: Forenthema: Cannabis – eine in der Botanik unterschätzte Pflanze?
Cannabis ist eine interessante Heilpflanze. Ein Missverständnis des ursprünglichen Posters ist, wenn er sagt, dass
"für autoflower seeds, da diese Sorten besonders robust und pflegeleicht sind und die Forschung sowie den Anbau erleichtern können"

Was hier als Autoflower bezeichnet wird, ist im Grunde eine Sorte von niedrig THC Zwerg Hanf, die Cannabis ruderalis heißt. Das ist eine essbare tagneutrale Pflanze und keine Kurztagpflanze wie die anderen Cannabis Arten. Tagneutrale Pflanzen, egal ob Cannabis oder andere Arten, wechseln vom vegetativen Wachstum zur Blüte allein durch ihr Alter, nicht durch Photorezeptoren, die die Blüte auslösen, sobald die Skotophase lang genug ist. Das bedeutet, man hat bei ihnen keine photoperiodische Kontrolle. Der Gärtner kann weder die Größe noch das Alter der Pflanze steuern, bevor sie blüht und stirbt. Man kann sie auch nicht klonen. Jede Beschädigung durch Physik, Schädlinge, Krankheitserreger oder ein Fehler des Gärtners, der das Wachstum hemmt, führt bei diesem Ruderalis Hanf zu einem schlechteren Ergebnis. Die Pflanze erreicht dann nicht ihr volles Potenzial. Es gibt keine Verzögerung beim Altern, und die Pflanze läuft weiter auf ihrem unaufhaltsamen Weg zur Blüte und zum Tod. Dieser Ruderalis Hanf wurde mit Drogenpflanzen gekreuzt, wodurch der Wirkstoffgehalt der Drogenpflanzen Eltern um die Hälfte reduziert wird und auch die Terpenvielfalt abnimmt. Da die Hanf Genetik dominant ist, wird bei der Weiterzucht dieser Kreuzungen jede folgende Generation noch mehr in Richtung Hanf abgebaut. Um das auszugleichen, wird zurückgekreuzt mit Drogenpflanzen, um die schwachen psychoaktiven Eigenschaften zu erhalten. Dadurch stabilisieren sich diese Pflanzen nie richtig und zeigen beträchtliche Unterschiede zwischen Geschwistern. Sie sind unvorhersehbar und unzuverlässig mit Überraschungs Genetik, ganz ähnlich wie Cannabis Drogenpflanzen Polyhybride oder Polyhybride anderer Pflanzen, die genetisch nicht stabil sind. Es ist das Allerletzte in der Cannabis Genetik, die niedrigste Qualität. Nutzer berichten von kurzlebigen Effekten, schwächerer Wirkung und begrenzter Terpenvielfalt.
Nein Danke...
"für autoflower seeds, da diese Sorten besonders robust und pflegeleicht sind und die Forschung sowie den Anbau erleichtern können"
Was hier als Autoflower bezeichnet wird, ist im Grunde eine Sorte von niedrig THC Zwerg Hanf, die Cannabis ruderalis heißt. Das ist eine essbare tagneutrale Pflanze und keine Kurztagpflanze wie die anderen Cannabis Arten. Tagneutrale Pflanzen, egal ob Cannabis oder andere Arten, wechseln vom vegetativen Wachstum zur Blüte allein durch ihr Alter, nicht durch Photorezeptoren, die die Blüte auslösen, sobald die Skotophase lang genug ist. Das bedeutet, man hat bei ihnen keine photoperiodische Kontrolle. Der Gärtner kann weder die Größe noch das Alter der Pflanze steuern, bevor sie blüht und stirbt. Man kann sie auch nicht klonen. Jede Beschädigung durch Physik, Schädlinge, Krankheitserreger oder ein Fehler des Gärtners, der das Wachstum hemmt, führt bei diesem Ruderalis Hanf zu einem schlechteren Ergebnis. Die Pflanze erreicht dann nicht ihr volles Potenzial. Es gibt keine Verzögerung beim Altern, und die Pflanze läuft weiter auf ihrem unaufhaltsamen Weg zur Blüte und zum Tod. Dieser Ruderalis Hanf wurde mit Drogenpflanzen gekreuzt, wodurch der Wirkstoffgehalt der Drogenpflanzen Eltern um die Hälfte reduziert wird und auch die Terpenvielfalt abnimmt. Da die Hanf Genetik dominant ist, wird bei der Weiterzucht dieser Kreuzungen jede folgende Generation noch mehr in Richtung Hanf abgebaut. Um das auszugleichen, wird zurückgekreuzt mit Drogenpflanzen, um die schwachen psychoaktiven Eigenschaften zu erhalten. Dadurch stabilisieren sich diese Pflanzen nie richtig und zeigen beträchtliche Unterschiede zwischen Geschwistern. Sie sind unvorhersehbar und unzuverlässig mit Überraschungs Genetik, ganz ähnlich wie Cannabis Drogenpflanzen Polyhybride oder Polyhybride anderer Pflanzen, die genetisch nicht stabil sind. Es ist das Allerletzte in der Cannabis Genetik, die niedrigste Qualität. Nutzer berichten von kurzlebigen Effekten, schwächerer Wirkung und begrenzter Terpenvielfalt.
Nein Danke...
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ringelnatz
- Beiträge: 2717
- Registriert: 29. Okt 2019, 12:23
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Re: Forenthema: Cannabis – eine in der Botanik unterschätzte Pflanze?
Puh...
ist ja nun die Frage, warum oder wofür man das macht, also so richtig kann ich die Tirade gegen C. ruderalis nicht verstehen.
Es ist halt viel Marketing der Saatguthersteller dabei, was man insbesondere daran merkt, dass es fast nur feminisiertes Automatic-Saatgut zu kaufen gibt.
Es stimmt aber, dass die eingekreuzte Ruderalisgenetik instabil ist. Man merkt das am Zeitpunkt des Blühbeginns.
Von einer feminisierten Automatic-Pflanze hatte ich einen Samen (Selbstbefruchtung...also wieder feminisiert) gesät. Ich dachte schon der blüht gar nicht mehr, fing dann aber trotzdem noch im Langtag an, allerdings erst Wochen später als kommerzielle Automatics.
Ich konnte nicht feminisiertes Automatic-Saatgut auftreiben und habe die o.g. Pflanze mit deren Automatic-Pollen befruchtet.
Das Ergebnis habe ich jetzt im März gesät.
Fazit: Blühbeginn ca. 1 Woche nach kommerzieller Automatic. Anteil der Ruderalis-Genetik wurde also offenbar wieder erhöht.
Das ist natürlich alles Spielerei und definitiv keine Zucht irgendwelcher stabiler Linien o.ä.
Ich bin trotzdem großer Anhänger der Automatics, da mehrere Generationen pro Saison möglich. Die kleinen Erntemengen sind m.E. eher vorteilhaft, wer mehr braucht, kann ja mehrfach säen.
Wenn es um die Blütenernte geht, sind die Kurztagsblüher für mich relativ uninteressant, da Reife sehr spät und bei früher Ausaat viel zu große Mengen.
edit: Ergänzung: Automatic macht in meinen Augen nur Sinn, wenn man selbst Saatgut produziert. Die kommerziellen feminisierten Automatics sind reine Geschäftemacherei. Einzelne Samen für 5-10 Euro - nein danke.
ist ja nun die Frage, warum oder wofür man das macht, also so richtig kann ich die Tirade gegen C. ruderalis nicht verstehen.
Es ist halt viel Marketing der Saatguthersteller dabei, was man insbesondere daran merkt, dass es fast nur feminisiertes Automatic-Saatgut zu kaufen gibt.
Es stimmt aber, dass die eingekreuzte Ruderalisgenetik instabil ist. Man merkt das am Zeitpunkt des Blühbeginns.
Von einer feminisierten Automatic-Pflanze hatte ich einen Samen (Selbstbefruchtung...also wieder feminisiert) gesät. Ich dachte schon der blüht gar nicht mehr, fing dann aber trotzdem noch im Langtag an, allerdings erst Wochen später als kommerzielle Automatics.
Ich konnte nicht feminisiertes Automatic-Saatgut auftreiben und habe die o.g. Pflanze mit deren Automatic-Pollen befruchtet.
Das Ergebnis habe ich jetzt im März gesät.
Fazit: Blühbeginn ca. 1 Woche nach kommerzieller Automatic. Anteil der Ruderalis-Genetik wurde also offenbar wieder erhöht.
Das ist natürlich alles Spielerei und definitiv keine Zucht irgendwelcher stabiler Linien o.ä.
Ich bin trotzdem großer Anhänger der Automatics, da mehrere Generationen pro Saison möglich. Die kleinen Erntemengen sind m.E. eher vorteilhaft, wer mehr braucht, kann ja mehrfach säen.
Wenn es um die Blütenernte geht, sind die Kurztagsblüher für mich relativ uninteressant, da Reife sehr spät und bei früher Ausaat viel zu große Mengen.
edit: Ergänzung: Automatic macht in meinen Augen nur Sinn, wenn man selbst Saatgut produziert. Die kommerziellen feminisierten Automatics sind reine Geschäftemacherei. Einzelne Samen für 5-10 Euro - nein danke.
- hobab
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Re: Forenthema: Cannabis – eine in der Botanik unterschätzte Pflanze?
Auch ich finde den Titel irritierend- in der Botanik werden ja Gattungen nicht vernachlässigt - das unterstellt eine böse Zentralorganisation die sowas beeinflussen könnte: Wissenschaftlern steht es aber weitgehend frei zu untersuchen was sie wollen. Zweihäusig ist, wie thuja schon sagte, nichts besonderes. Und was Genetikexperimente angeht kann man bei Monsanto oder Hemerocalliszüchtern auf einen reichen Fundus an Erfahrungen zurückgreifen, warum man da grade die Gattung Cannabis interessant finden soll, erschließt sich mir nicht. Zumal das ja weniger Botanik, als das Fachgebiet Genetik ist, mit Natur hat das wenig zu tun und Botanik geht nach meinem Verständnis um in der Natur entstandene Pflanzen, nicht so sehr um Züchtungen. Da überkreuzt sich sicher einiges , aber bei Hanfzüchtungen sehe ich eher Zuständigkeiten bei Biochemie oder Agrarwissenschaften
Berlin, 7b, Sand
- thuja thujon
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Re: Forenthema: Cannabis – eine in der Botanik unterschätzte Pflanze?
Was mich an diesem ganzen Cannabismarketing stört ist die Glorifizierung und eigens dafür entwickelte Sprache.
Nachteil mit engerem Terpenprofil und schwächerer Wirkung: Perfekt, endlich mal wieder was, was nicht nach Blaubeere schmeckt und einen nach dem ersten Zug nicht komplett wegdröhnt.
Manch ein Nachteil kann auch Vorteil sein, die Punkte die ringelnatz anspricht werden auch hier als willkommen interpretiert.
Ich denke die Cannabiszüchtung steckt irgendwo in einer Sackgasse. Hohe Wirkstoffgehalte und Terpenprofile sind weitgehend an der oberen Grenze angekommen. Das Verhältnis der Cannabinoide zueinander ist noch ein Punkt, da kenne ich mich nicht aus, aber ich denke da geht noch was.
Was ziemlich vergessen wurde ist Resistenzen einzuzüchten. Spinnmilben, Mehltau, aber vor allem Grauschimmel machen immer wieder Probleme. Auch Blattlausresistenzen wären wünschenswert. Fehlen hier die Gene in der Familie oder hats nur noch keiner gemacht? Was haben die großen Zuchthäuser derartiges im Programm? Zeigen sich die nahezu perfektionierten Anbaubedienungen in den Gewächshäusern oder Hallen hier als Innovationsverhinderer?
Nachteil mit engerem Terpenprofil und schwächerer Wirkung: Perfekt, endlich mal wieder was, was nicht nach Blaubeere schmeckt und einen nach dem ersten Zug nicht komplett wegdröhnt.
Manch ein Nachteil kann auch Vorteil sein, die Punkte die ringelnatz anspricht werden auch hier als willkommen interpretiert.
Ich denke die Cannabiszüchtung steckt irgendwo in einer Sackgasse. Hohe Wirkstoffgehalte und Terpenprofile sind weitgehend an der oberen Grenze angekommen. Das Verhältnis der Cannabinoide zueinander ist noch ein Punkt, da kenne ich mich nicht aus, aber ich denke da geht noch was.
Was ziemlich vergessen wurde ist Resistenzen einzuzüchten. Spinnmilben, Mehltau, aber vor allem Grauschimmel machen immer wieder Probleme. Auch Blattlausresistenzen wären wünschenswert. Fehlen hier die Gene in der Familie oder hats nur noch keiner gemacht? Was haben die großen Zuchthäuser derartiges im Programm? Zeigen sich die nahezu perfektionierten Anbaubedienungen in den Gewächshäusern oder Hallen hier als Innovationsverhinderer?
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Re: Forenthema: Cannabis – eine in der Botanik unterschätzte Pflanze?
Na ja, bei Inzucht nicht weiter verwunderlich - konzentriert man sich auf wenige Aspekte, geht anderes flöten. Alles kriegt keine Pflanze hin, nicht mal Giersch: oder kann man sich damit bedröhnen?
Berlin, 7b, Sand