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Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte (Gelesen 4556662 mal)

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Moderator: cydorian

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datou
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

datou » Antwort #32655 am:

Habe Figo Moro gerade reingeholt. War ein ziemlicher Akt wegen des großen Kübels. Dabei hat sich herausgestellt, dass die provisorische Heizung mittels der Lichtschläuche offenbar sehr gut funktioniert hat: Die Erde im Kübel war erstaunlicherweise nicht gefroren. Zum Vergleich: Wir waren heute auf der inzwischen komplett zugefrorenen Havel spazieren!

Trotzdem möchte ich kein Risiko eingehen und am morgigen Abend kommt der Baum ja schon wieder raus auf den Balkon, da dann hier das Tauwetter einsetzen wird. M-10 bleibt draußen und muss die für die kommende Nacht vorhergesagten -15°C überstehen. Aber auch hier hat die provisorische Heizung offenbar funktioniert.
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husar2003
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

husar2003 » Antwort #32656 am:

Unter der Schneedecke dürfte es recht geschützt gewesen sein. Der Frost konnte vor dem Schneefall nicht tief eindringen. Eine mittlere Dauerfrostphase. Was oberirdisch mit den Feigen passiert ist, keine Ahnung. Totgefroren ist wegen der Schneedecke eigentlich unmöglich, auch bei den Jungpflanzen im Beet. Rückfrieren natürlich immer möglich.
Morgen Abend treten wir in eine längere frostfreie Phase ein, in der sich die Palmen und Bambus wieder vom Trockenstress erholen können, vermutlich auch die Feigen, deren Wurzeln bisher wahrscheinlich gänzlich unbeeindruckt sind.
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cydorian
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

cydorian » Antwort #32657 am:

Masse zählt. Soweit ich weiss, werden etwa 20-30cm hohe Schneeauflagen benötigt, um die Bodentemperatur in leichtem Frost zu halten. Der Schutz ist geringer, wenn der Schnee verweht oder verdichtet ist (dann weniger Luft enthalten, deshalb geringere Isolation).
GartenHiasl
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

GartenHiasl » Antwort #32658 am:

cydorian hat geschrieben: 11. Jan 2026, 13:09 Das Klima in der Stadt selbst ist ein Witz. Es gibt ja offizielle Wetterstationen in Wien, Wien / Hohe Warte, Wien-Donaufeld, Wien Jubiläumswarte, Mariabrunn, Wien Stammersdorf, Wien-Unterlaa, Brunn am Gebirge, Grossenzersdorf, Wien-Schwechat. Die städtische Station auf 171m Höhe hat den gesamten bisherigen Winter ein Maximaltief von -6,1°C erlebt, nämlich am 8.1.

Da würde noch Granatapfelholz überleben, die meisten Oliven, alle Feigen, die Yuzu, Kumquat, einige Satsuma-Mandarinen. Bei dem Stadtklima ist Winterhärte echt kein Thema und auch keine Kunst. Nutzt diese Kleinklimagunst, Gratulation wer so eine Lage hat!
Drastische Unterschiede zum Umland hast du aber in vielen Städten. Die Wetterstation München-Stadt hat in den letzten 365 Tagen genau einmal die Marke von -10 Grad unterschritten - am 06.01.2026. In meinem Vorortgarten ist das jetzt alleine im Januar dagegen schon sechs Mal der Fall gewesen.
Das Problem mit Stadtklima ist aber auch, dass es in dem engen Raum, in dem dieses Klima herrscht, nur wenige Häuser mit richtigen Gärten gibt - sprich, wenige Leute werden es gärtnerisch nutzen können. In den Zonen der Stadt, wo dann die Gärten häufiger werden, ist es in der Regel dann auch schon wieder kälter - aber immer noch wärmer als in den Vororten.

Mikroklima hat da oft mehr Einfluss als Nähe zum Stadtzentrum. Im windgeschützten Ostteil meines Gartens ist es Nachts teils 5 Grad wärmer als im recht exponierten Südwestteil meines Gartens.
Der Buddler
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

Der Buddler » Antwort #32659 am:

Kann ich nur bestätigen. Das Mikroklima kann absolut entscheidend sein. Vor dem Haus an der Südwestwand habe ich in kalten Nächten locker 5 Grad mehr als hinten im großen Garten, wo es zum Feld hin offen ist und zudem noch eine Kaltluftsenke. Exponiert hinten im Garten habe ich deshalb nur RdB, weil die auch nach Spätfrost zuverlässig trägt. Man muss da strategisch Sorten und Standorte wählen.
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cydorian
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

cydorian » Antwort #32660 am:

Wien ist grösser wie München, der Effekt stärker und geht auch vom besseren Niveau des Umlands aus, das pannonische Klima des Wiener Beckens. München liegt in einem 6b Bereich, Wien 7b oder 8a. Plus 2,5 Grad: https://wua-wien.at/naturschutz-und-sta ... lima-wiens
Das Problem mit Stadtklima ist aber auch, dass es in dem engen Raum, in dem dieses Klima herrscht, nur wenige Häuser mit richtigen Gärten gibt
In Wien kenn ich mich nicht aus, aber München hat grosse Kleingartenanlagen mitten in der Stadt, ausserdem erstaunlich viele grüne Innenhöfe. Das ist vielleicht kein Platz für Kartoffelfelder, aber genau solche Dinge wie Feigen, also kleinere Gehölze, passen vielerorts erstklassig. Bekannte haben in der begehrten Kleingartenanlage beim Westpark einen Garten (SW 083), da würde ich nicht von 2,5° extra ausgehen, aber knapp 2 schon. Auch bei Spätfrösten unschätzbar wertvoll.
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Alva
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

Alva » Antwort #32661 am:

In Wien gibt’s auch viele begrünte Innenhöfe und auch Kleingartensiedlungen mitten in der Stadt, auf der Schmelz, zB
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

bully1964 » Antwort #32662 am:

husar2003 hat geschrieben: 11. Jan 2026, 22:36 Unter der Schneedecke dürfte es recht geschützt gewesen sein. Der Frost konnte vor dem Schneefall nicht tief eindringen. Eine mittlere Dauerfrostphase. Was oberirdisch mit den Feigen passiert ist, keine Ahnung. Totgefroren ist wegen der Schneedecke eigentlich unmöglich, auch bei den Jungpflanzen im Beet. Rückfrieren natürlich immer möglich.
Morgen Abend treten wir in eine längere frostfreie Phase ein, in der sich die Palmen und Bambus wieder vom Trockenstress erholen können, vermutlich auch die Feigen, deren Wurzeln bisher wahrscheinlich gänzlich unbeeindruckt sind.
Mit Schnee habe ich schon einiges gerettet , diese Hanfpalme hat unter diesem Haufen ( ca. 1,20 Stamm)
Problemlos -20 Grad (2021) überstanden . Die Weddel wurden geopfert ,waren aber schnell ersetzt .
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Und ein paar hundert Hostas 😊
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Arni99
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

Arni99 » Antwort #32663 am:

In Wien und Umland ist meist nur von Dezember bis Ende März mit Minusgraden zu rechnen. Also 4 Monate lang. Ausnahmen bestätigen die Regel.
Habe bereits mehrmals um den 20.3. vollbelaubte Feigen nach einem Indoor-Headstart ausgepflanzt. Immer gut gegangen. Letztes Jahr gab’s in Wien-Simmering in der Ebene leichten Frost im April, bei mir westlich im Wienerwald hätte ich dies an den Blättern bemerkt. Unter +1 ging es hier nicht.
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cydorian
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

cydorian » Antwort #32664 am:

Arni99 hat geschrieben: 12. Jan 2026, 16:52 In Wien und Umland ist meist nur von Dezember bis Ende März mit Minusgraden zu rechnen.
Eben. Sagenhaftes Klima. Auspflanzen, freuen. Kein Grund für Zurückhaltung, ausser zu wenig Platz.
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Lady Gaga
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

Lady Gaga » Antwort #32665 am:

Naja, beim sagenhaften Klima kommt es auch drauf an, wo man den Garten hat. Schließlich ist Wien auf verschiedenen Ebenen angelegt und in Transdanubien siehts nochmal anders aus. GG's Sohn ist ist am Wilhelminenberg, da wirds auch kälter als im 1. Bezirk oder innerhalb des Gürtels.
Ich war seinerzeit im 10.Bezirk, also ausserhalb des Gürtels, da gab es auch mal schlimmen Frost, wo mir ein Apfelbaum abstarb. Also sagen Arnis Wetterberichte nicht für ganz Wien was aus, und die Terrasse ist auch sehr geschützt.
Grüße aus dem Burgenland, dem Land der Sonne!
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

Dr.Pille » Antwort #32666 am:

Das sehe ich auch so. Bin nur 4km von der Stadtgrenze zum 23ten Bezirk in Wien entfernt im Wienerwald. Klein Sibirien im Vergleich. Bei mir ist schon RdB selten vor Anfang September reif. Hardy Chicago ist schon grenzwertig.
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

Arni99 » Antwort #32667 am:

Ein Weinbauer in Hohenwart am Wagram (365m Seehöhe) meinte mal zu mir, dass er noch nie Spätfrost hatte, den gibt es nur unten in der Ebene auf den „billigen“ Plätzen.
@LadyGaga
Ich bezog mich auf die ausgepflanzten Feigen mit Blättern im Garten und nicht jene auf meiner Loggia. Es kann also sein, dass es im Flachland leichten Frost gibt, etwas höher aber nicht.
Luft kühlt ab am Weg nach unten => Kaltluftseen
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

Lady Gaga » Antwort #32668 am:

Im Garten gibts auch nur von Dezember bis März Frost? Hätte ich westlich von Wien im Wienerwald nicht erwartet.
Die Aussage vom Weinbauern ist klar, wir hatten früher in OÖ auf einem Berg auch noch keinen Frost, der Nachbar unten am Bach schon. So spielt eben die Lage des Gartens auch bei kurzer Entfernung stark mit.
Jetzt bin ich im Burgenland und erlebe das gleiche umgekehrt, während das nahe aber höher gelegene Eisenstadt keinen Frost hat, frierts bei uns früher und später im Winter - Kaltluftsee. Gestern gab es -10°C, das sollten die Feigen noch vertragen.
Grüße aus dem Burgenland, dem Land der Sonne!
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Arni99
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

Arni99 » Antwort #32669 am:

Am Südhang ca. 50m höher als der Wienfluss gab es keinen Frost, in Simmering am Feigenhof hat’s aber die Blätter „gezischt“ im Flachland bei -1 Grad. Dort werden die Glashausfeigen Ende März/Anfang April mit Blättern ins Freie gestellt.
Süd vs Nordseite sind hier bei mir extrem unterschiedlich. Der schattige Nordhang im Wiental bekommt im Winter so gut wie keine Sonne. 300m gegenüber am Südhang bzw. dort wo auch die Wintersonne scheint, hat es einige Grade mehr.

Alles Kinderkram gegen die heutigen -29,0 Grad in Liebenau-Gugu ;D . Kälteste Nacht seit Dezember 1991 in Österreich (bewohntes Gebiet). Soeben der Wetterfrosch im TV erwähnt.
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