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Obstbaumschnitt (Gelesen 44411 mal)

Obstgehölze, Beerensträucher und Wein (Veredlungen, Unterlagen, Schnitte und Selektionen) sowie Staudenobst (Erdbeeren)

Moderator: cydorian

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Mainsand
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Re: Obstbaumschnitt

Mainsand » Antwort #390 am:

Mit meiner Quitte bin ich auch immer am rumtüfteln wie viel ich rausschneiden soll. Ich glaube, ich hätte allgemein etwas schwächer geschnitten und noch ein paar Äste nach oben stehen gelassen, wo der Baum wachsen kann. Sonst treibt er überall wieder fröhlich Antennen, die du dann nächstes Jahr abschnippeln kannst. Nur der Ast links oben, sieht recht dicht auch (aber das kann auch die Perspektive sein). Hier hätte ich vielleicht ein bisschen mehr ausgedünnt. Aber, wie gesagt, ich bin auch noch am Lernen.

Monilia hab ich in meiner Quitte auch drin. Ich gehe alle paar Tage mal mit der Harke durch und rupfe die braunen runter, so dass sie die gesunden nicht anstecken. Mit einer Zinkenharke und einem Eimer kann man sie dann auch recht schnell und ohne Bücken einsammeln.
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Monti
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Re: Obstbaumschnitt

Monti » Antwort #391 am:

Würde mich Mainsand anschließen. Lieber mal was vom abgetragenen Holz entfernen und auf neue Triebe zur Verjüngung setzen. Ansonsten hat der Baum/Busch für eine Quitte eine anständigen Form. Bzgl. Monilia dachte ich an Zweigmonilia aber vermutlich meinst du schon Fruchtmonilia.
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mora
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Re: Obstbaumschnitt

mora » Antwort #392 am:

Ja, das mit den neuen Ästen dachte ich auch mal kurz, neues Fruchtholz ziehen. Hätte ich mal machen sollen.
Bei der Quitte habe ich meist Monilia Fructigena, deshalb wollte ich erstmal alles luftiger und habe einen "Ast-Mindestabstand" von fast 20 cm genommen - also viel weniger Früchte. Mal schauen ob es hilft.

Links oben wurde noch ausgedünnt, hat mich auch gestört ;)
willi2000
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Re: Obstbaumschnitt

willi2000 » Antwort #393 am:

Gude,

an dem Baum wurde nur im Feinastbereich geschnitten, dabei wurde viel zu viel Fruchtholz entfernt. Der Baum wird meiner Meinung im nächsten Jahr wieder so aussehen, wahrscheinlich mit viel mehr Schossern.
Der Schnitt wird ihn aus dem Gleichgewicht zwischen Fruchten und Treiben gebracht haben. Ich bezeichne die Art zu Schneiden den "Kleingärtnerschnippelschnitt", weil typisch für Kleingartenanlagen.

Der Baum bekam keine Kronenerziehung (3-5 Leitäste), daher hat er eine Vielzahl an recht dünnen Leitästen. Daraus ergeben sich statische Probleme durch die Fruchtlast, sie sind allerdings auch schon so dick, dass sie nicht mehr entfernt werden sollten. Diese langauslaufenden Äste sollten nächstes Jahr durch Ableiten eingekürzt werden. Von den Schossern sind dann etwa ein drittel zu entfernen, vor allem die starken und senkrechten. In den folgenden Jahren dann wieder ähnlich, bis der Baum wieder im Gleichgewicht ist.

Monila ist hauptsächlich ein Standortproblem und daher generell nicht zu ändern. Ich würde nach der Blüte immer wieder in regelmäßigen Abständen mit der Schere die Monila rausschneiden, sowohl Früchte als auch Laub. Generell ist eine Frucht und Laubausdünnung im Sommer die bessere Methode.

Schobbe,
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