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Da ich noch keinen Faden zu dem Thema gesehen habe, bin ich mal so frei und eröffne einen.
Habt ihr in euren Gärten für (oder gar von) Kinder(n) angelegte Bereiche?
Ich mach selbst mal den Anfang. Aus der großen Fichte, die wir vorletztes Jahr leider fällen mussten, wurde ein Rutschturm, im letzten Jahr sind dann noch Sandkasten und improvisierte Matschküche dazu gekommen.
Servus,
das Thema hatte ich beruflich bis zum Exzess.
Privat auch mit 9 Kindern/Enkel
Meist werden "Gärten für Kinder" so angelegt, wie sich das Erwachsene vorstellen.
Den Kindern wird suggeriert das sei gut so.
Matschküche hört sich schon mal gut an.
Die Frage ist was Kinder kreativ und aktiv mit den zur Verfügung gestellten Sachen machen können,
oder die Sache/das Gerät die Kinder auffordert etwas bestimmtes zu tun.
Beispiele:
Rutsche: Man kann runterrutschen, wieder raufklettern und wieder runterrutschen. Bestenfalls auf dem Bauch oder rückwärts. Wobei da manche Eltern schon die Rufnummer des Notarztes im Kopf haben.
Schaukel. Vor und zurück, feste oder langsam, das war´s dann schon auch. Überschlag wird nicht gerne gesehen.
Was verstehe ich unter aktiv/kreativ?: Die Rutsche wird in mehrere Teuile gesägt, die sich individuell anordnen/verwenden lassen. Die Schaukel wird zerlegt, die Feuerstelle damit gefüttert.
In das Spielhaus werden Fenster-Löcher gebohrt, es wird gesägt und neue Teile rangenagelt. Eine völlig andere Farbgebung muss sein. Dazwischen werden im einstigen Rasen Löcher gegraben und mit Wasser gefüllt, welches nach dem Umrühren vielerlei Verwendungen hat.
Was sehe ich in unseren Ortschaften?:
Designerspielanlagen, Türme mit Rutsche und Baumhaus ohne Baum. (bei uns auch).
Darin jeweils ein einzelnes Kind mit Langeweile, und das in der Nachbarschaft auch. Aber per GPS gut zu orten.
Wir hier/unsere Kinder, seltene Glück extrem kreativ aufzuwachsen, ohne dass man es ihnen zeigen/lernen muss.
Ein Haufen klebriger Sand, eine Fuhre alter Bretter, Töpfe und Pfannen vom Schrott usw., das wär`s, das reicht.
Und Spielklamotten - die ganze Woche die selben.
Ja Kind hat seit Jahren ihr eigenes Beet im Gemüsegarten dazu Rutsche und SpielHaus im Garten plus Kletterbaum und Hütte im eignen Wald
Dann noch die Hühner um die sich kümmert.
Beruflich mach auch ich und meine Kollegen( inen) seit über 22 Jahren genau das selbe den Kids von klein an die Natur nah zu bringen
Daheim sind 9 Nachbars-kids von 5-11 Jahren happy wenn sie bei uns den Hühnerstall mit Hingabe misten und neu einstreuen können oder irgendwie im Garten helfen können
Aber alle wachsen damit auf und für sie komplett normal dabei sind sie die absolute Ausnahme
Starking007 hat geschrieben: ↑21. Jan 2026, 16:17
Was sehe ich in unseren Ortschaften?:
Designerspielanlagen, Türme mit Rutsche und Baumhaus ohne Baum. (bei uns auch).
Darin jeweils ein einzelnes Kind mit Langeweile, und das in der Nachbarschaft auch. Aber per GPS gut zu orten.
Wir hier/unsere Kinder, seltene Glück extrem kreativ aufzuwachsen, ohne dass man es ihnen zeigen/lernen muss.
Ein Haufen klebriger Sand, eine Fuhre alter Bretter, Töpfe und Pfannen vom Schrott usw., das wär`s, das reicht.
Und Spielklamotten - die ganze Woche die selben.
Ja, das Phänomen haben wir hier auch, dass gerade in Neubaugebieten die Gärten oft alle sehr ähnlich sind: Spielhaus, Schaukel, Sandkasten und/oder Trampolin, aber kaum Möglichkeiten für die Kinder, sonst im Garten kreativ zu werden. Ich hatte selbst das Glück, in meiner Kindheit immer einen Wald und Gewässer in der Nähe zu haben, und so wurden dann sowohl dort als auch zwischen den Bäumen und Sträuchern des eigenen Gartens Verstecke gebaut und Festungen errichtet. Durch unsere örtlichen Gegebenheiten habe ich keine Zweifel, dass unsere Kinder sich in Zukunft auch auf ähnliche Weise ausleben können. Trotzdem finde ich, dass auch Klassiker wie Rutsche und Sandkasten ihre Daseinsberechtigung haben, gerade mit Kleinkindern. Die lassen sich ja auch vielseitig bespielen, statt selber zu rutschen, kann man ja beispielsweise auch alles mögliche die Rutsche herunterkullern lassen, und im Sandkasten landet sowieso alles Mögliche aus Wald und Garten. Und auch wenn wir eine Kinderecke im Garten haben, heißt das natürlich nicht, dass nicht auch in anderen Teilen des Gartens unverhofft mit ganz anderen Dingen gespielt wird.
Schade daß die Fichte so kurz ist. Das wäre eine super Basis für ein Baumhaus gewesen.
Eigentlich braucht's doch nur ein paar Kinder zusammen. Irgendeiner hat dann immer eine Idee, was man spielen könnte. Allerdings nicht immer das, worüber die Erwachsenen glücklich sind.
Liebe Grüße!
Wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her.
Mangels eigener Kinder kann ich nicht über entsprechende Möglichkeiten im Garten berichten, aber ich erinnere mich noch sehr gut an meine Kindheit; ich bin quasi im Sandkasten aufgewachsen, den mein Vater damals für meinen Bruder und mich gebaut hat, richtig schön groß, sicher 3x3 m oder noch mehr, mit Terrassenplatten als Boden und Holzpalisaden drumherum, damit der Sand (ein großer Anhänger voll) länger drin bleibt.
Eine selbstgebaute Schaukel wurde auch oft genutzt, mehr aber noch das Gelände hinterm Garten, mit mannshohen Brennnesseln, durch die wir Wege geschlagen haben, um am und im nahegelegenen Bach zu spielen, "Häuser" zu bauen, Lagerfeuer zu machen, Dämme zu bauen, und was man sonst noch so alles als Kind macht. Klar, ab und zu waren wir auch mal auf dem Spielplatz, aber das war eher was, das man beim Spaziergang mal "mitgenommen" hat.
Ein Baumhaus war immer ein Traum, das haben die umliegenden Bäume aber nicht hergegeben. Ein paar Büsche reichten aber schon als "Höhle", um sich zu verstecken. Natürlich durfte auch ein kleines Beet im Garten mit ein paar Erbsen, Radieschen, Sonnenblumen und Co. nicht fehlen, und schon als Kind habe ich diverse Blumen wie Löwenmäulchen, Lupinen, Schlüsselblumen, Schneeglöckchen, Osterglocken und Co. geliebt. Ansonsten hatten wir ein selbstgebautes Gartenhaus, das wurde dann bisweilen auch mal zum Spielhaus, viel spannender war aber wie gesagt die Wildnis hinter dem Garten.
Meine Tochter wird jetzt am Sonntag 9 Jahre alt aber schon als Baby im Maxi cosi mit 2 Monaten war sie mit draussen
Da ich seit 2015 vieles selber vorziehe und bzw den Garten vorbereite im Februar/März da musste sie als Januar-Kind einfach mit raus
Mit 3-4 Jahren hat sie schon geholfen besonders giessen mit Brause war immer der Hit aber sie hatte schon mit 4-5
Jahren ihr eigenes Beet
Schaukel und diverse Hütten gibts auch im Wald plus Hinderniesse für Bogenschiessen für gross und klein auch der Hit
Wir wissen schon dass all unsere Kids den absoluten Luxus hier haben in der Nachbarschaft
Hyla hat geschrieben: ↑21. Jan 2026, 19:11
Schade daß die Fichte so kurz ist. Das wäre eine super Basis für ein Baumhaus gewesen.
Die Idee mit der Rutsche kam tatsächlich erst, nachdem wir die Fichte schon gefällt hatten, zum Glück hatte sie aber dafür genau die richtige Höhe. Wir werden diesen Winter schweren Herzens noch eine Birke fällen (lassen), deren Stumpf wir erstmal höher stehen lassen wollen. Was genau wir damit dann anfangen, haben wir aber noch nicht entschieden - Mir gefällt an Baumhäusern ja eigentlich gerade, wenn sie an/in Bäume gebaut sind und man darüber die Baumkrone sieht - wenn aber nur ein Stumpf drunter ist, hat das ja nicht mehr so viel mit Baum zu tun.
AndreasR hat geschrieben: ↑21. Jan 2026, 19:21
Eine selbstgebaute Schaukel wurde auch oft genutzt, mehr aber noch das Gelände hinterm Garten, mit mannshohen Brennnesseln, durch die wir Wege geschlagen haben, um am und im nahegelegenen Bach zu spielen, "Häuser" zu bauen, Lagerfeuer zu machen, Dämme zu bauen, und was man sonst noch so alles als Kind macht. Klar, ab und zu waren wir auch mal auf dem Spielplatz, aber das war eher was, das man beim Spaziergang mal "mitgenommen" hat.
Das kommt mir alles sehr bekannt vor.
Hier gibt es in nächster Nähe gar keine Spielplätze, daher werden sich unsere Kinder in Zukunft schon "gezwungenermaßen" mehr in der Natur beschäftigen müssen.
Naty81 hat geschrieben: ↑21. Jan 2026, 19:26
Meine Tochter wird jetzt am Sonntag 9 Jahre alt aber schon als Baby im Maxi cosi mit 2 Monaten war sie mit draussen
Da ich seit 2015 vieles selber vorziehe und bzw den Garten vorbereite im Februar/März da musste sie als Januar-Kind einfach mit raus
Das kenne ich, meine Tochter wurde zum Frühlingsanfang geboren und war in ihren ersten Lebensmonaten jedes Mal dabei, wenn ich Pflanzen ins Gewächshaus ausgepflanzt habe.
Du hast natürlich recht, ein Baumhaus in einem Baum ist noch schöner, aber der tote Baum ist nun mal da, dann kann man ihn auch nutzen.
Deine Kinder scheinen noch klein zu sein. Ich habe keine, hätte sie aber anfangs doch lieber in Sichtweite gehabt, dafür hätt's gereicht. Später kann man nochmal woanders eins bauen oder auch ein Kinderhaus oder so. Mit Freunden ergeben sich ja doch andere Interessen.
Als Klettermöglichkeit und Sitzplatz fand ich liegende Baumstämme immer toll. Wenn da was anfällt....
Ich fand auch Wippen und Seilbahnen super. Und Baumwipfel bei Sturm - ein Baumhaus hätte die Nerven meiner Eltern ruiniert, glaube ich.
Liebe Grüße!
Wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her.
In den 80ern musste in jedem Natur-Garten ein Teich angelegt werden.
Als wir den geplanten Teich-Bereich ausgekoffert hatten und der nackte Untergrund (sandig) offenlag, haben am nächsten Tag meine drei kleinen Kinder gebuddelt, gebaut und waren kaum ins Haus zum Essen zu holen.
Ergebnis:
Diese "Kuhle" ist über 10 Jahre nicht gestaltet worden und war der beste Spielplatz auch für Nachbarskinder. Nie haben wir "aufgeräumt", denn wilde Ecken finden Kinder heute kaum noch. "Gestaltete" Spielecken aus dem Baumarkt verlieren schnell ihren Reiz. Später haben wir die Kuhle dem Ziergarten ohne großen Aufwand zugeschlagen.
Das verwilderte Nachbargrundstück entsprach auch diesem Bedürfnis der Kinder, "frei" nach ihrem Ermessen spielen zu können. Voller Brennnesseln hatten die Kinder ihre Laufwege ins Dickicht, in das kein Erwachsener ging. Ich habe nach Absprache die "Pflege" des Grundstücks übernommen (Schnitt im Frühjahr, Müllbeseitígung).
Meine 7 Enkel freuen sich, dass die Eltern diese "wilden" Erfahrungen ebenfalls unterstützen. Platz haben sie mit ihren Nachbarn in ihren meist recht kleinen Rest-Gärten dadurch geschaffen, dass sie Spielhaus, Trampolin, Rutsche etc. für den öffentlichen Spielplatz gespendet haben. In den privaten Gärten gibt es meist nur Sandspielecken für die Kleinsten; später geht´s dann in den benachbarten öffentlichen Spiel-Raum (dieser muss natürlich sicher sein). Nachbarschaft ist ein wertvolles Gut (so denn möglich).
Hyla hat geschrieben: ↑21. Jan 2026, 23:23
Ich fand auch Wippen und Seilbahnen super. Und Baumwipfel bei Sturm - ein Baumhaus hätte die Nerven meiner Eltern ruiniert, glaube ich.
Das kommt mir bekannt vor, wir sind auch immer wieder zurück in die allerhöchsten Baumwipfel geklettert, nachdem unsere Eltern uns ermahnt und den Rücken zugekehrt hatten. Und von einer Seilbahn hab ich als Kind auch geträumt, vor allem in Kombination mit einem hohen Baumhaus.
kaunis hat geschrieben: ↑22. Jan 2026, 09:18
Diese "Kuhle" ist über 10 Jahre nicht gestaltet worden und war der beste Spielplatz auch für Nachbarskinder. Nie haben wir "aufgeräumt", denn wilde Ecken finden Kinder heute kaum noch. "Gestaltete" Spielecken aus dem Baumarkt verlieren schnell ihren Reiz.
Das klingt toll, so ein unverhoffter Spielplatz für die ganze Nachbarschaft. Bei uns mangelt es zum Glück auch nicht an wilden Ecken, wo Kinder kreativ werden können.
OT: Schöner Benutzername, kaunis, im wahrsten Sinne des Wortes.
kaunis hat geschrieben: ↑22. Jan 2026, 09:18
In den 80ern musste in jedem Natur-Garten ein Teich angelegt werden.
Stimmt, einen Teich haben wir damals auch angelegt, tagelang haben alle fleißig gebuddelt, und es blieb auch nicht bei Kuhle, der Sandkasten war ja schon da als Buddelplatz. Irgendwelche Bekannte hatten sogar ein paar Goldfische, und die haben jahrelang dort gelebt und sich sogar vermehrt, auch wenn ein Fischreiher immer wieder mal welche stibitzt hat. Vermutlich hätte meine Mutter den Garten noch heute, aber irgendwann mussten wir ihn leider abgeben, weil die Gemeinde das Grundstück gekauft hatte, um das Schwimmbad nebenan zu erweitern. Das war übrigens die zweite geniale Eigenschaft dieses Gartens, wir haben uns immer im Gartenhaus umgezogen und sind dann nur wenige Meter zum Schwimmbad nebenan gelaufen, und per Familien-Jahreskarte konnte man den ganzen Sommer lang nach Herzenslust baden.