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Zichorien, Radicchio und Co. (Gelesen 89321 mal)

Wurzelgemüse, Knollengemüse, Blattgemüse, Stielgemüse, Fruchtgemüse, Kohlgemüse
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Tempel-Hof-Gärtner
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Re: Zichorien, Radicchio und Co.

Tempel-Hof-Gärtner » Antwort #450 am:

Isontina hat geschrieben: 28. Jan 2026, 22:56 Ja, habe ich. Es hieß, dass man vor dem Winter bei Grumolo die großen Blätter entfernen soll. Und das habe ich dann kurzerhand bei allen meinen Cichories gemacht. Und beim Ausgraben habe ich dann noch mal alles größere und faulige entfernt.
Aha! Ich "entferne" auch regelmäßig Blätter von den Zicchorien. Verwandeln sich dann immer zu einem Teil meiner Salat-Mischungen... ;)
Isontina hat geschrieben: 28. Jan 2026, 22:56 Ja, klar. Was nicht passt wird passend gamacht.

Tja, das straft dann doch mancher dagegen betulich erscheinenden Lehre Lügen, die Dinger am besten zwecks best-möglicher Wurzelbildung noch nicht einmal vorzuziehen, sondern zwingend besser an Ort & Stelle auszusäen. Dann machst Du also im Sommer quasi das, was ansonsten (erst) bei der Herbsternte passiert schon ein erstes Mal - und siehe da: Es funzt! :o
Die Methode klingt zwar maximal brutal / radikal, aber ja durchaus innovativ zur Output-Steigerung, weil ich ja so 2 x auf ansonsten zur vollen Kopfentwicklung "nötige" Pflanzabstände pfeifen kann. (Auf welche Distanz bringst Du denn die "Pfeile" bei dieser Pfeil-Pflanz-Technik?)
Isontina hat geschrieben: 28. Jan 2026, 22:56 Nicht nötig, die Pflanzen sind nach 10 Tagen erntereif, da verhungert nichts. Ich habe heute angefangen zu schneiden.
10 Tage ist wahrlich sehr kurz bis zur ersten Ernte: In der "richtigen" Treiberei ist ja das Doppelte dieser Zeit eher das Mindestmaß bis zur ersten Ernte.
Ist das dann doch ein Zugeständnis an die durch Brutalkürzung verminderte Wurzel-Kraft-Reserve - oder funktioniert das auch noch nach 20 oder gar 30 Tagen, dass die Pflanzen gut weiter treiben...?

P.S.: Auch schonmal was noch anschaulicheres zum Treiben in Wasser gesehen gehabt, aber auch gerade nicht wieder gefunden;
hier [https://kochgenossen.com/radicchio-tardivo-di-treviso/] gibt's aber schonmal nen "Appetizer" ;)
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Re: Zichorien, Radicchio und Co.

Isontina » Antwort #451 am:

Du meinst aber nicht das Video von noal farm, oder? https://www.youtube.com/watch?v=Sa4zD8ksmBk

nee, mein ich nicht.
Der Unterschied zwischen den großen und den kleinen Wurzeln, du machst ja eigentlich sowas ähnliches wie einen Steckling oder Wurzelschnittling
Verstehe nicht, was Du mit großen und kleinen Wurzeln meinst. Stecklinge mache ich nicht. Pflanze nur eine Cichorie aus dem Garten um in einen Topf.
Da du keine Handelsvorgaben erfüllen musst, sondern die Ernte auch beim Schnitt auseinanderfallen kann, gute Methode mit wenig Aufwand!
Wieso denkst Du, dass bei mir was auseinanderfällt ??? Die Isontina hat 1A-Handelsqualität (verglichen mit Produktdarbietungen, die ich im Internet gefunden habe) und die Grumolo gibt es scheinbar sonst nirgens als Treibware. Weshalb ein Vergleich nicht möglich ist. Der Ernteschnitt erfolgt -wie man es schön im Video sehen konnte - knapp unter dem Blattansatz, weshalb der Zapfen zusammenhält.
LG Isontina
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Grumolo verde fertig zur Ernte :D
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Re: Zichorien, Radicchio und Co.

Isontina » Antwort #452 am:

ringelnatz hat geschrieben: 28. Jan 2026, 23:15 Danke für das Teilen deiner Erfahrungen und wertvollen Ergänzungen!
Bitte gerne! :) Ich bin hier eigentlich gelandet, weil ich ein großer Fan von Puntarelles bin. Bei mir haben die bisher noch nicht richtig funktioniert. Ich hoffe die Tricks und Tipps, die ich von hier mitnehmen konnte helfen mir in der nächsten Saison.
LG Isontina
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Re: Zichorien, Radicchio und Co.

Isontina » Antwort #453 am:

@Tempel-Hof-Gärtner
Tja, das straft dann doch mancher dagegen betulich erscheinenden Lehre Lügen, die Dinger am besten zwecks best-möglicher Wurzelbildung noch nicht einmal vorzuziehen, sondern zwingend besser an Ort & Stelle auszusäen.
Die Grumolos und die Isontinas habe ich vorgezogen, weil noch kein Platz im Garten war. Eigentlich ist es schon besser für das Pflanzenwachstum wenn sie direkt ins Beet gesät werden. Man muss eben abwägen ob Witterung und Platz es zulassen. Direkt gesät habe ich die Mantovanas, Puntarelles und die Rossa italianas.
Dann machst Du also im Sommer quasi das, was ansonsten (erst) bei der Herbsternte passiert schon ein erstes Mal - und siehe da: Es funzt! :o
Die Methode klingt zwar maximal brutal / radikal, aber ja durchaus innovativ zur Output-Steigerung, weil ich ja so 2 x auf ansonsten zur vollen Kopfentwicklung "nötige" Pflanzabstände pfeifen kann. (Auf welche Distanz bringst Du denn die "Pfeile" bei dieser Pfeil-Pflanz-Technik?)
Der Endabstand bei den Pfeilen (Mantovanas und Puntarelles) war ca. 20 cm im Quadratverband. Mir ist mittlerweile aber klar, dass das zu eng war. Die Mantovanas haben nur Miniköpfe gemacht. Die Grumolos und die Isontinas habe ich als Jungpflanzen gleich auf 30 cm im Quadratverband gepflanzt, und das war wohl in Ordnung.
10 Tage ist wahrlich sehr kurz bis zur ersten Ernte: In der "richtigen" Treiberei ist ja das Doppelte dieser Zeit eher das Mindestmaß bis zur ersten Ernte.
Ist das dann doch ein Zugeständnis an die durch Brutalkürzung verminderte Wurzel-Kraft-Reserve - oder funktioniert das auch noch nach 20 oder gar 30 Tagen, dass die Pflanzen gut weiter treiben.
Das sind ja unterschiedliche Sorten und ich vermute auch, dass es in den Treibehallen nicht so warm ist wie in meiner Wohnung. 10 Tage sind bei mir zuhause ausreichend bei Grumolo. Isontina ist sogar schon nach 8 Tagen ganz gut in Form. Nach der Ernte lasse ich sie noch stehen, um die nachwachsenden Blätter auch zu ernten. Teilweise stelle ich sie dann aber auf die Fensterbank, damit sie Kraft schöpfen können. Ich möchte sie gerne solange durchpäppeln, bis es draußen nicht mehr so kalt ist, damit ich sie für die Blüte im Sommer wieder in den Garten pflanzen kann. Frost würden sie ja in ihrem jetzigen Zustand nicht überleben.
P.S.: Auch schonmal was noch anschaulicheres zum Treiben in Wasser gesehen gehabt, aber auch gerade nicht wieder gefunden;
hier [https://kochgenossen.com/radicchio-tardivo-di-treviso/] gibt's aber schonmal nen "Appetizer" ;)
Danke für die Seite. Echt Wow! Das ist wohl das Verfahren, dass auch bei den Isontinas angewendet wird. Ist Dir aufgefallen, dass die Pflanzen vor dem Treiben nicht von den Blättern befreit wurden. Ich hätte da panische Angst vor Fäulnis.
Und temperiertes Wasser ist natürlich auch Luxus.
LG Isontina
p.s. wie zitiert man mit Namen?
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Re: Zichorien, Radicchio und Co.

Tempel-Hof-Gärtner » Antwort #454 am:

Isontina hat geschrieben: 30. Jan 2026, 23:32 Die Grumolos und die Isontinas habe ich vorgezogen, weil noch kein Platz im Garten war. Eigentlich ist es schon besser für das Pflanzenwachstum wenn sie direkt ins Beet gesät werden. Man muss eben abwägen ob Witterung und Platz es zulassen. Direkt gesät habe ich die Mantovanas, Puntarelles und die Rossa italianas. Der Endabstand bei den Pfeilen (Mantovanas und Puntarelles) war ca. 20 cm im Quadratverband. Mir ist mittlerweile aber klar, dass das zu eng war. Die Mantovanas haben nur Miniköpfe gemacht. Die Grumolos und die Isontinas habe ich als Jungpflanzen gleich auf 30 cm im Quadratverband gepflanzt, und das war wohl in Ordnung.
Hast Du Fotos von wegen WIE unterschiedlich sich die Pflanzen jeweils entwickelt haben?
Das sind ja unterschiedliche Sorten und ich vermute auch, dass es in den Treibehallen nicht so warm ist wie in meiner Wohnung. 10 Tage sind bei mir zuhause ausreichend bei Grumolo. Isontina ist sogar schon nach 8 Tagen ganz gut in Form. Nach der Ernte lasse ich sie noch stehen, um die nachwachsenden Blätter auch zu ernten.
Was passiert aber mit den Pflanzen, wenn sie bei den Temperaturen länger als 8-10 Tage treiben können...?
p.s. wie zitiert man mit Namen?
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