News: Problem bei der Anmeldung? Bitte Mail über das Kontaktformular ganz unten! | garten-pur unterstützen mit einer Spende oder über das Partnerprogramm!

Klimawandel, Extremwetter und Schutzkonzepte (Gelesen 92712 mal)

Natur und Umwelt erleben und schützen
Antworten
Benutzeravatar
Obstliebhaber
Beiträge: 354
Registriert: 18. Jun 2020, 11:58
Region: Fränkische Platte
Höhe über NHN: 238
Bodenart: schwer, hoher Tonanteil
Winterhärtezone: 7b: -14,9 °C bis -12,3 °C

Re: Klimawandel, Extremwetter und Schutzkonzepte

Obstliebhaber » Antwort #690 am:

Es wird dargestellt, wie sich das Wirtschaftssystem verändert hat, im Lauf der Jahrhunderte und ganz besonders im Lauf der letzten Jahrzehnte. Die Finanzflüsse im jetzigen System werden analysiert und aufgezeigt, dass sie soziale und ökologische Krisen erzeugen und immer weiter verstärken. Daher muss die Zielsetzung des Wirtschaftssystems weg vom BIP wieder zu mehr Gemeinwohl, zu qualitativem Wachstum. Es kommt drauf an WAS wächst. Es gibt bereits mehrere Konzepte für eine Gemeinwohl-Ökonomie. Ganz besonders muss das globale Finanzsystem umgestaltet werden.
Ideologien die außer den rührseligen, H2-verträumten Deutschen nirgends interessieren. Die Atomkraft aufgeben, Landschaften bis zur Unkenntlichkeit verspargeln und gleichzeitig ein Vielfaches an elektrischer Energie verbrauchen wollen, wie soll das gehen?
Benutzeravatar
hobab
Beiträge: 4882
Registriert: 20. Apr 2008, 17:05
Wohnort: Berlin
Bodenart: Sand
Winterhärtezone: 7b: -14,9 °C bis -12,3 °C

Re: Klimawandel, Extremwetter und Schutzkonzepte

hobab » Antwort #691 am:

Ideologie scheint mir eher der Glaube an die selig machende Atomenergie zu sein - die absurd teurer ist als grüne, mit der ja schon über die Hälfte unseres Bedarfs gedeckt wird. Klappt doch - was bitte ist daran verträumt? Kopf in den Sand stecken scheint mir da eher ein Projekt von Träumern zu sein und für sowas ist keine Zeit mehr.
Berlin, 7b, Sand
Benutzeravatar
Gartenplaner
Beiträge: 21639
Registriert: 26. Nov 2010, 22:07
Wohnort: Süden Luxemburgs, ein paar Kilometer von der französischen Grenze
Region: „Gutland“, Süden Luxemburgs
Höhe über NHN: 274-281
Bodenart: „Töpfer“lehm
Winterhärtezone: 8a: -12,2 °C bis -9,5 °C
Kontaktdaten:

Nitwit! Blubber! Oddment! Tweak!

Re: Klimawandel, Extremwetter und Schutzkonzepte

Gartenplaner » Antwort #692 am:

Obstliebhaber hat geschrieben: 1. Feb 2026, 21:00 ... Wahlschafe ...
Naja.

Erstaunlich, welche reflexhafte Posts das Thema doch immer noch auslöst:
Obstliebhaber hat geschrieben: 1. Feb 2026, 21:28...Ideologien die außer den rührseligen, H2-verträumten Deutschen nirgends interessieren. Die Atomkraft aufgeben, Landschaften bis zur Unkenntlichkeit verspargeln und gleichzeitig ein Vielfaches an elektrischer Energie verbrauchen wollen, wie soll das gehen?
(Hervorhebung von mir)
Tja.
So lange solche Behauptungen gepostet werden, braucht es wohl das Posten von Links, die diese korrigieren.


Fangen wir mal bei der Atomenergie an:


World Nuclear Industry Status Report: Fakten zur Kernenergie
...
Der aktuelle Bericht zeigt ganz klar: Die Atomkraft stagniert, während Solarenergie, Windkraft und Speichertechnologien weltweit Rekordzuwächse verzeichnen. Von einer weltweiten nuklearen Renaissance kann man keineswegs sprechen.

Daten und Fakten zur sachlichen Bewertung der Atomkraft
In den letzten Jahren ist ein tiefer Graben zwischen Wahrnehmung und Realität des Kernenergiesektors entstanden – gerade heute sind faktenbasierte, sachliche Analysen unersetzlich.
...
Die weltweite Atomstromproduktion erreichte 2024 mit rund 2.677 TWh (+2,9 Prozent) zwar den höchsten Stand, doch das Wachstum stammt fast ausschließlich aus China.
Weltweit sind 408 Reaktoren in Betrieb, genauso viele wie ein Jahr zuvor und 30 weniger als auf dem Höchststand 2002.
Der Großteil der 63 Reaktoren wird von China oder Russland gebaut.
Davon abgesehen stagniert der Neubau, viele Projekte verzögern sich, manche werden aufgegeben; die bestehenden Reaktoren sind überaltert.
Der Anteil der Atomkraft am globalen Strommix ist 2024 trotz höherer Produktion auf 9 Prozent gesunken – kaum mehr als die Hälfte des höchsten Werts 17,5 Prozent von 1996.
...
Mycle Schneider, Projektleiter und Herausgeber des WNISR, erklärt: „In den letzten zwei Jahren ist die Anzahl der Länder in denen neue Atomkraftwerke gebaut werden um knapp ein Drittel von 16 auf 11 gesunken. In der industriellen Realität besteht die nukleare Renaissance bisher vor allem in Wiederbelebungsversuchen abgeschalteter, 50+ Jahre alter Atomkraftwerke in den USA wie etwa dem Zwillingsblock des Katastrophenreaktors Three Mile Island 2 [Pennsylvania, Teilkernschmelze 1979]. Im April 2025 haben Solarpanels weltweit zum ersten Mal mehr Strom erzeugt als Atomkraftwerke. Im selben Monat verdrängte die Sonne Erdgas als größte Stromquelle Kaliforniens. In Texas speisen Batterien zeitweilig nun fast doppelt so viel Strom ins Netz wie die vier Reaktoren im Staat. Willkommen in der Zukunft!“
Erneuerbare Energieträger sind wirtschaftlicher und sicherer
Erneuerbare Energien wachsen deutlich schneller, sind kostengünstiger und dominieren zunehmend den globalen Ausbau.

2024 wurden 565 Gigawatt neue Solar- und Windkraftleistung installiert, das Hundertfache des Kernenergie-Ausbaus.
Die Investitionen in erneuerbare Energien waren 21-mal so hoch wie in die Atomkraft. Gerade auch in China ist die Solarstromproduktion um ein Vielfaches der Atomstromproduktion angewachsen (Solarstromproduktion +44 Prozent, Atomstrom +3,7 Prozent).
Atomenergie ist zu teuer und zu langsam
Der aktuelle Bericht beschreibt zunehmende Integrationsprobleme der Kernenergie in ein modernes, dezentralisiertes Energiesystem, das von erneuerbaren Energien, Stromspeichern und Digitalisierung geprägt ist. Während die Kosten für Batteriespeicher 2024 um 40 Prozent gesunken sind, erweist sich Atomkraft als zu teuer, zu unflexibel und zu langsam, um mit den neuen Technologien Schritt zu halten.
...




Erneuerbare Energien:
Wind- und Solarkraft übertreffen in der EU fossile Brennstoffe
2025 war der Anteil von Wind- und Solarenergie im EU-Strommix erstmals höher als der fossiler Brennstoffe. Laut der Denkfabrik Ember erreicht Kohlekraft einen Tiefstand.
22. Januar 2026, 5:12 Uhr ...




Marktreport Großspeicher in der EU
Neue große Batteriespeicher treiben das Wachstum
...
Zum zwölften Mal in Folge wurde 2025 in der EU eine Rekordzahl an Batteriespeichersystemen installiert. Der Neubau von Großspeichern dominierte und sorgte für ein Wachstum der Speicherkapazität von 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

29.01.2026 – Insgesamt 27,1 Gigawattstunden Speicherkapazität hatten die im vergangenen Jahr in der EU neu gebauten Batteriespeicher. Damit hat sich das theoretisch mögliche Stromspeichervolumen seit 2021 verzehnfacht, von damals 7,8 Gigawattstunden auf derzeit 77,3 Gigawattstunden. Um ihren Flexibilitätsbedarf im Stromsektor bis 2030 zu decken, muss die EU diese zehnfache Steigerung wiederholen und bis zum Ende des Jahrzehnts die Kapazität auf rund 750 Gigawattstunden steigern. ...




Trump’s rollbacks made 2025 a turbulent year for clean energy. So why are experts optimistic?
...
Still, solar and battery storage are booming
Solar and storage accounted for 85 per cent of the new power added to the grid in the first nine months of the Trump administration, according to Wood Mackenzie research.

That's because the economics remain strong, demand is high and the technologies can be deployed quickly, said Mike Hall, CEO of Anza Renewables.

Solar energy company Sol Systems said it had a record year as it brought its largest utility-scale project online and grew its business. The energy storage systems company CMBlu Energy said storage clearly stands out as a winner this year too, moving from optional to essential.

“Trump’s effort to manipulate government regulation to harm clean energy just isn’t enough to offset the natural advantages that clean energy has,” Democratic US Sen. Sheldon Whitehouse said. "The direction is still all good.”




Und da ja viele hier regelrecht stolz schreiben, daß sie gepostet Links nicht anklicken, reicht es ja leider nicht, nur die Überschrift zu verlinken.
Wer meinen Lern-Garten sehen will - unterm Goldfrosch-Bild den Globus klicken!

Erich Kästner, (1933/46), Ein alter Mann geht vorüber

“Frei zu sein bedeutet nicht nur seine eigenen Ketten abzulegen, sondern sein Leben so respektvoll zu leben, dass es die Freiheit anderer steigert.“ Nelson Mandela
Benutzeravatar
Sonnenscheinplatz
Full Member
Beiträge: 325
Registriert: 28. Okt 2025, 09:12

Re: Klimawandel, Extremwetter und Schutzkonzepte

Sonnenscheinplatz » Antwort #693 am:

Gartenplaner hat geschrieben: 1. Feb 2026, 23:11
Obstliebhaber hat geschrieben: 1. Feb 2026, 21:00 ... Wahlschafe ...
Naja.

Erstaunlich, welche reflexhafte Posts das Thema doch immer noch auslöst:
Obstliebhaber hat geschrieben: 1. Feb 2026, 21:28...Ideologien die außer den rührseligen, H2-verträumten Deutschen nirgends interessieren. Die Atomkraft aufgeben, Landschaften bis zur Unkenntlichkeit verspargeln und gleichzeitig ein Vielfaches an elektrischer Energie verbrauchen wollen, wie soll das gehen?
(Hervorhebung von mir)
Tja.
So lange solche Behauptungen gepostet werden, braucht es wohl das Posten von Links, die diese korrigieren.


Fangen wir mal bei der Atomenergie an:


World Nuclear Industry Status Report: Fakten zur Kernenergie
...
Der aktuelle Bericht zeigt ganz klar: Die Atomkraft stagniert, während Solarenergie, Windkraft und Speichertechnologien weltweit Rekordzuwächse verzeichnen. Von einer weltweiten nuklearen Renaissance kann man keineswegs sprechen.

Daten und Fakten zur sachlichen Bewertung der Atomkraft
In den letzten Jahren ist ein tiefer Graben zwischen Wahrnehmung und Realität des Kernenergiesektors entstanden – gerade heute sind faktenbasierte, sachliche Analysen unersetzlich.
...
Die weltweite Atomstromproduktion erreichte 2024 mit rund 2.677 TWh (+2,9 Prozent) zwar den höchsten Stand, doch das Wachstum stammt fast ausschließlich aus China.
Weltweit sind 408 Reaktoren in Betrieb, genauso viele wie ein Jahr zuvor und 30 weniger als auf dem Höchststand 2002.
Der Großteil der 63 Reaktoren wird von China oder Russland gebaut.
Davon abgesehen stagniert der Neubau, viele Projekte verzögern sich, manche werden aufgegeben; die bestehenden Reaktoren sind überaltert.
Der Anteil der Atomkraft am globalen Strommix ist 2024 trotz höherer Produktion auf 9 Prozent gesunken – kaum mehr als die Hälfte des höchsten Werts 17,5 Prozent von 1996.
...
Mycle Schneider, Projektleiter und Herausgeber des WNISR, erklärt: „In den letzten zwei Jahren ist die Anzahl der Länder in denen neue Atomkraftwerke gebaut werden um knapp ein Drittel von 16 auf 11 gesunken. In der industriellen Realität besteht die nukleare Renaissance bisher vor allem in Wiederbelebungsversuchen abgeschalteter, 50+ Jahre alter Atomkraftwerke in den USA wie etwa dem Zwillingsblock des Katastrophenreaktors Three Mile Island 2 [Pennsylvania, Teilkernschmelze 1979]. Im April 2025 haben Solarpanels weltweit zum ersten Mal mehr Strom erzeugt als Atomkraftwerke. Im selben Monat verdrängte die Sonne Erdgas als größte Stromquelle Kaliforniens. In Texas speisen Batterien zeitweilig nun fast doppelt so viel Strom ins Netz wie die vier Reaktoren im Staat. Willkommen in der Zukunft!“
Erneuerbare Energieträger sind wirtschaftlicher und sicherer
Erneuerbare Energien wachsen deutlich schneller, sind kostengünstiger und dominieren zunehmend den globalen Ausbau.

2024 wurden 565 Gigawatt neue Solar- und Windkraftleistung installiert, das Hundertfache des Kernenergie-Ausbaus.
Die Investitionen in erneuerbare Energien waren 21-mal so hoch wie in die Atomkraft. Gerade auch in China ist die Solarstromproduktion um ein Vielfaches der Atomstromproduktion angewachsen (Solarstromproduktion +44 Prozent, Atomstrom +3,7 Prozent).
Atomenergie ist zu teuer und zu langsam
Der aktuelle Bericht beschreibt zunehmende Integrationsprobleme der Kernenergie in ein modernes, dezentralisiertes Energiesystem, das von erneuerbaren Energien, Stromspeichern und Digitalisierung geprägt ist. Während die Kosten für Batteriespeicher 2024 um 40 Prozent gesunken sind, erweist sich Atomkraft als zu teuer, zu unflexibel und zu langsam, um mit den neuen Technologien Schritt zu halten.
...




Erneuerbare Energien:
Wind- und Solarkraft übertreffen in der EU fossile Brennstoffe
2025 war der Anteil von Wind- und Solarenergie im EU-Strommix erstmals höher als der fossiler Brennstoffe. Laut der Denkfabrik Ember erreicht Kohlekraft einen Tiefstand.
22. Januar 2026, 5:12 Uhr ...




Marktreport Großspeicher in der EU
Neue große Batteriespeicher treiben das Wachstum
...
Zum zwölften Mal in Folge wurde 2025 in der EU eine Rekordzahl an Batteriespeichersystemen installiert. Der Neubau von Großspeichern dominierte und sorgte für ein Wachstum der Speicherkapazität von 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

29.01.2026 – Insgesamt 27,1 Gigawattstunden Speicherkapazität hatten die im vergangenen Jahr in der EU neu gebauten Batteriespeicher. Damit hat sich das theoretisch mögliche Stromspeichervolumen seit 2021 verzehnfacht, von damals 7,8 Gigawattstunden auf derzeit 77,3 Gigawattstunden. Um ihren Flexibilitätsbedarf im Stromsektor bis 2030 zu decken, muss die EU diese zehnfache Steigerung wiederholen und bis zum Ende des Jahrzehnts die Kapazität auf rund 750 Gigawattstunden steigern. ...




Trump’s rollbacks made 2025 a turbulent year for clean energy. So why are experts optimistic?
...
Still, solar and battery storage are booming
Solar and storage accounted for 85 per cent of the new power added to the grid in the first nine months of the Trump administration, according to Wood Mackenzie research.

That's because the economics remain strong, demand is high and the technologies can be deployed quickly, said Mike Hall, CEO of Anza Renewables.

Solar energy company Sol Systems said it had a record year as it brought its largest utility-scale project online and grew its business. The energy storage systems company CMBlu Energy said storage clearly stands out as a winner this year too, moving from optional to essential.

“Trump’s effort to manipulate government regulation to harm clean energy just isn’t enough to offset the natural advantages that clean energy has,” Democratic US Sen. Sheldon Whitehouse said. "The direction is still all good.”




Und da ja viele hier regelrecht stolz schreiben, daß sie gepostet Links nicht anklicken, reicht es ja leider nicht, nur die Überschrift zu verlinken.
Das ist vermutlich nun Rekordlänge. Belegt einen halben Pur-Server. Soviel Strom wie eine 40-Grad-Wäsche. ;D
Rimini, Sandboden
Benutzeravatar
Veilchen-im-Moose
Beiträge: 3100
Registriert: 6. Feb 2022, 09:41
Kontaktdaten:

Schwerte/Ruhr Winterhärtezone 7b

Re: Klimawandel, Extremwetter und Schutzkonzepte

Veilchen-im-Moose » Antwort #694 am:

Etwas Inhaltliches hast du nicht beizutragen, Sonnenscheinplatz?
Es gibt überall Blumen für den, der sie sehen will
Henri Matisse
Benutzeravatar
Sonnenscheinplatz
Full Member
Beiträge: 325
Registriert: 28. Okt 2025, 09:12

Re: Klimawandel, Extremwetter und Schutzkonzepte

Sonnenscheinplatz » Antwort #695 am:

Das war inhaltlich. Energieverschwendung heizt das Klima an!
Rimini, Sandboden
Benutzeravatar
DerTigga
Beiträge: 1224
Registriert: 10. Aug 2014, 19:27
Region: Weinbaugebiet
Höhe über NHN: 120m
Winterhärtezone: 9a: -6,6 °C bis -3,9 °C

Balkongärtner

Re: Klimawandel, Extremwetter und Schutzkonzepte

DerTigga » Antwort #696 am:

Und dein Vollzitat von Gartenplaner trägt da nix zu bei ?
Benutzeravatar
pearl
Beiträge: 43698
Registriert: 28. Aug 2006, 16:09
Kontaktdaten:

Weinbauklima im Neckartal

Re: Klimawandel, Extremwetter und Schutzkonzepte

pearl » Antwort #697 am:

Veilchen-im-Moose hat geschrieben: 1. Feb 2026, 15:25 Die europäische und deutsche Politik wird nicht wirtschaftlich abgehängt durch die unendlich naive Bereitschaft, gegen jede wirtschaftliche Vernunft an Klimazielen festzuhalten. Sie wird abgehängt dadurch, dass sie mit beeindruckender Zukunftsverweigerung längst tot gerittene Pferden nochmals an den Start bringt. Das gilt für die Automobilindustrie, die den Umstieg auf die Produktion von E-Fahrzeugen über Jahrzehnte verzögert hat und immer noch hinauszögert. Andere Nationen sind inzwischen davongezogen.
.
Auch ein schönes Beispiel, die deutsche Solarindustrie. Die war im ersten Jahrzehnt diese Jahrtausends ein aufstrebenden Wirtschaftszweig. Vor die Wand gefahren durch politische Entscheidungen der Merkel CDU. Jetzt könne wir beispielsweise nach China gucken und uns da anschauen, was uns durch solche Fehlentscheidungen entgangen ist.
.
Aber warum jetzt nicht die Weichen anders stellen? Das Potential ist da.
.
Ich sitze nicht der Illusion auf, dass ein grünes Wirtschaftswachstum dem ganzen Planeten ein ewiges Leben in Saus und Braus ermöglichen wird. Es werden Einschnitte kommen. Aber je länger wir damit warten, die Zukunft verantwortungsvoll für kommende Generationen zu gestalten, desto einschneidender wird uns treffen.
:-* danke für diesen konstruktiven und vernünftigen Beitrag. Endlich mal einer in diesem Thema.
“I love science, and it pains me to think that so many are terrified of the subject or feel that choosing science means you cannot also choose compassion, or the arts, or be awed by nature. Science is not meant to cure us of mystery, but to reinvent and reinvigorate it.”

— Robert M. Sapolsky
Benutzeravatar
Staudo
Beiträge: 35887
Registriert: 7. Jul 2007, 08:39
Wohnort: Südbrandenburg
Höhe über NHN: 84
Winterhärtezone: 7a: -17,7 °C bis -15,0 °C

Re: Klimawandel, Extremwetter und Schutzkonzepte

Staudo » Antwort #698 am:

Veilchen-im-Moose hat geschrieben: 1. Feb 2026, 15:25 Das gilt für die Automobilindustrie, die den Umstieg auf die Produktion von E-Fahrzeugen über Jahrzehnte verzögert hat und immer noch hinauszögert. Andere Nationen sind inzwischen davongezogen.
Deutschland war auf dem Feld der Ingenieurskunst unangefochtender Spitzenreiter. Elektronik konnten erst die USA und jetzt Fernost besser. Selbst Stihl, Weltmarktführer in Sachen Motorsägen, lässt seine Akkugeräte mittlerweile in China bauen. Dort sind außerdem Personal, Energie und Rohstoffe billiger als in Deutschland. Vollkommen auf Elektroautos umgestellte Autofabriken in Europa haben z.T. massive Schwierigkeiten.
Veilchen-im-Moose hat geschrieben: 1. Feb 2026, 15:25Auch ein schönes Beispiel, die deutsche Solarindustrie. Die war im ersten Jahrzehnt diese Jahrtausends ein aufstrebenden Wirtschaftszweig. Vor die Wand gefahren durch politische Entscheidungen der Merkel CDU. Jetzt könne wir beispielsweise nach China gucken und uns da anschauen, was uns durch solche Fehlentscheidungen entgangen ist.
Die Politik hat unter Wirschaftsminister Habeck mit massiven Vereinfachungen der Genehmigungsverfahren zu einem beispiellosen Solarboom geführt. Trotzdem verschwanden ausgerechnet in seiner Zeit die allerletzten Hersteller aus Deutschland. China produziert schlicht viel, viel billiger.
„Am Ende entscheidet die Wirklichkeit.“ Robert Habeck
Benutzeravatar
Obstliebhaber
Beiträge: 354
Registriert: 18. Jun 2020, 11:58
Region: Fränkische Platte
Höhe über NHN: 238
Bodenart: schwer, hoher Tonanteil
Winterhärtezone: 7b: -14,9 °C bis -12,3 °C

Re: Klimawandel, Extremwetter und Schutzkonzepte

Obstliebhaber » Antwort #699 am:

Die deutsche Solarindustrie ist bereits 2010/11 vor die Hunde gegangen. Merkel wollte wegen der subventionierten Solarmodule aus China keinen Handelsstreit vom Zaun brechen. Das Geschäft der deutschen Autoindustrie mit China war ihr (nachvollziehbar) wichtiger und so wurde die deutsche Solarindustrie geopfert. 2024 ging dann auch noch Meyer Burger Deutschland (eigt. ein schweizer Unternehmen) von hier weg und in die USA. Trotz zweistelliger Milliardensummen des deutschen Steuerzahlers seit 2023/24 und 2025 um den planwirtschaftlichen Solarboom zu finanzieren, haben wir weltweit noch immer die höchsten Energiekosten. Dabei sind es nur schlappe 22,5% am Bruttoendenergieverbrauch den die Erneuerbaren mit Flatterstrom beitragen.

Deutsche Ingenierskunst: In China gehen jedes Jahr hunderttausende Ingenieure von den Hochschulen ab. Die Chinesen können nicht nur Solarenergie, sie können auch Windkraft, Auto, Infrastruktur, Brücken (Norwegen), Raumfahrt. Die deutschen Autohersteller können mit ihren Elektrokutschen gerade noch im Premiumsegment seidenmatt glänzen und selbst deren Luxuskarossen finden in China, dem größten Automarkt der Welt keine Abnehmer. Vor allem weil sie den Publikumsgeschmack nicht mehr treffen. Wer wissen möchte wie die Zukunft in Deutschland ausschaut soll Richtung verarmtes Königreich blicken, ein einst wohlhabendes, heute deindustrialisiertes Land voller sozialer Verwerfungen.

Davon ab, lächerlich dass die Oliv-Grünen und deren Wähler vor der friedlichen Nutzung der Kernenergie mehr Angst zu haben scheinen als vor einer deutschen A-Bombe nach der sie jeden Tag lauter schreien.

So schaut aufrechte deutsche Klimapolitik aus:
https://www.merkur.de/assets/images/29/ ... r-Rb73.jpg
Benutzeravatar
hobab
Beiträge: 4882
Registriert: 20. Apr 2008, 17:05
Wohnort: Berlin
Bodenart: Sand
Winterhärtezone: 7b: -14,9 °C bis -12,3 °C

Re: Klimawandel, Extremwetter und Schutzkonzepte

hobab » Antwort #700 am:

Wenn in Deutschland was subventioniert wurde, dann die Atomindustrie - und zwar massiv und auf Kosten der Steuerzahler, für eine riskante und teure Technik. Hätten wir das Geld in die grüne Energie gesteckt, ginge es unserer Wirtschaft deutlich besser.
Hast du die Texte hier überhaupt mal gelesen, oder willst du Argumente schlicht ignorieren? Atomkraft finde ich nicht aus ideologischen, sondern aus wirtschaftlichen Gründen unnütz.
Berlin, 7b, Sand
Benutzeravatar
thuja thujon
Beiträge: 22714
Registriert: 28. Apr 2016, 21:50
Region: Gemüsegarten Vorderpfalz
Höhe über NHN: 90
Winterhärtezone: 8b: -9,4 °C bis -6,7 °C

Re: Klimawandel, Extremwetter und Schutzkonzepte

thuja thujon » Antwort #701 am:

Es reicht nicht, auf grüne Energiequellen zu setzen. Deutschland hat das Problem der Überregulierung, weil es selbst auf EU recht noch eins drauflegen muss. Vorgaben werden übererfüllt. Deshalb die Abwanderung, die schon lange nicht nur Autobauer betrifft. Beispiel Chemie, die steckt überall drin, ohne die keine anderen Industrien.

Solange dieses Übererfüllen von Vorgaben anhält, wird weiter abgewandert, weil es zu dauerhaften Standortnachteilen führt.
Und ist mal vieles abgewandert, gibts kein Geld für Klimaschutzanpassungen. Die Kommunen können sie jetzt schon nicht finanzieren, weil auch bei der Kommunenfinanzierung Reformen seit Jahren überfällig sind.
gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität
Benutzeravatar
Staudo
Beiträge: 35887
Registriert: 7. Jul 2007, 08:39
Wohnort: Südbrandenburg
Höhe über NHN: 84
Winterhärtezone: 7a: -17,7 °C bis -15,0 °C

Re: Klimawandel, Extremwetter und Schutzkonzepte

Staudo » Antwort #702 am:

hobab hat geschrieben: 2. Feb 2026, 11:34 Hätten wir das Geld in die grüne Energie gesteckt, ginge es unserer Wirtschaft deutlich besser.
20 Milliarden Euro direkte Zahlungen pro Jahr für die erneuerbaren Energien finde ich jetzt nicht so wenig.
„Am Ende entscheidet die Wirklichkeit.“ Robert Habeck
Antworten