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Galanthussaison 2025 / 26 (Gelesen 18975 mal)
Moderatoren: Nina, Phalaina, AndreasR
- Schnäcke
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Potsdamer Umland
Re: Galanthussaison 2025 / 26
Urgesteinsmehl
Pearl: Nur, weil Urgesteinsmehl von Bio-Gärtnern verwendet wird, ist es für den einen oder anderen hier Hokuspokus.
Verwitterungsböden und durch Gletscherabrieb geprägte Böden sind ausgesprochen fruchtbare Böden. Granit enthält bis zu 60 % Feldspate. Die Grundsubstanz fruchtbarer Äcker. Vollständig verwittert bilden sie Lehmböden mit dem Potential, sehr viel Humus zu binden. Die Fähigkeit beruht auf der Wirkung ihrer unlöslichen Minerale als Ionenaustauscher, was den pH-Wert für humusaktive Mikroorganismen und Kleinlebewesen optimiert. Unverdauter Komplex an Tonminerale gebundener Humus baut sich unter guten Bedingungen zu Schwarzerde auf, dort wo die Vegetation in langen Wintern ruht, und zu Hortisol, dort wo seit Jahrzehnten und Jahrhunderten Gärten mit Kompost und Mist versorgt werden.
Ein paar Handvoll Gesteinsmehl (Volker Klehm: Urgesteinsmehl 20 l/m² oder poröse Lava), wird einen brandenburgischen Quarzsandboden nicht in einen fruchtbaren Gartenboden verwandeln. Bestäuben mit Bentonit macht auch noch keine gute Komposterde.
Es muss schon in größerem Maßstab verwendet werden. Zur Blumenerde aus Säcken zu gleichen Gewichts- oder besser noch Volumenanteilen. Wenn der eigene Kompost auf Lehm gewonnen wird und eine gute Durchmischung durch Tiere und Würmer stattfindet, dann braucht man kein Gesteinsmehl. Quarzsandlastiger Kompost, also mehr oder weniger vertorfte Pflanzenmasse kann auch ordentliche Mengen von Steinmehl vertragen. Egal ob Basalt, Granit oder Marmor. Nur Kies, weil aus Siliziumoxid, ist nicht bodenlebenwirksam.
Rheinkiessplitt, den ich in der Körnung 5/8 verwende, verhält sich neutral und weil der Boden hier lehmhaltig ist, verbessert er die Bodenstruktur und das Aufspritzen der Erde bei Niederschlägen wird reduziert.
Pearl: Nur, weil Urgesteinsmehl von Bio-Gärtnern verwendet wird, ist es für den einen oder anderen hier Hokuspokus.
Verwitterungsböden und durch Gletscherabrieb geprägte Böden sind ausgesprochen fruchtbare Böden. Granit enthält bis zu 60 % Feldspate. Die Grundsubstanz fruchtbarer Äcker. Vollständig verwittert bilden sie Lehmböden mit dem Potential, sehr viel Humus zu binden. Die Fähigkeit beruht auf der Wirkung ihrer unlöslichen Minerale als Ionenaustauscher, was den pH-Wert für humusaktive Mikroorganismen und Kleinlebewesen optimiert. Unverdauter Komplex an Tonminerale gebundener Humus baut sich unter guten Bedingungen zu Schwarzerde auf, dort wo die Vegetation in langen Wintern ruht, und zu Hortisol, dort wo seit Jahrzehnten und Jahrhunderten Gärten mit Kompost und Mist versorgt werden.
Ein paar Handvoll Gesteinsmehl (Volker Klehm: Urgesteinsmehl 20 l/m² oder poröse Lava), wird einen brandenburgischen Quarzsandboden nicht in einen fruchtbaren Gartenboden verwandeln. Bestäuben mit Bentonit macht auch noch keine gute Komposterde.
Es muss schon in größerem Maßstab verwendet werden. Zur Blumenerde aus Säcken zu gleichen Gewichts- oder besser noch Volumenanteilen. Wenn der eigene Kompost auf Lehm gewonnen wird und eine gute Durchmischung durch Tiere und Würmer stattfindet, dann braucht man kein Gesteinsmehl. Quarzsandlastiger Kompost, also mehr oder weniger vertorfte Pflanzenmasse kann auch ordentliche Mengen von Steinmehl vertragen. Egal ob Basalt, Granit oder Marmor. Nur Kies, weil aus Siliziumoxid, ist nicht bodenlebenwirksam.
Rheinkiessplitt, den ich in der Körnung 5/8 verwende, verhält sich neutral und weil der Boden hier lehmhaltig ist, verbessert er die Bodenstruktur und das Aufspritzen der Erde bei Niederschlägen wird reduziert.
Ohne Winter ist ein Frühling nur halb so schön.
- Schnäcke
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Potsdamer Umland
Re: Galanthussaison 2025 / 26
Trichoderma – langfristige Wirkung
Trichoderma ist ein Fadenpilz, der eine schnelle Wachstumsrate hat und Sporen produzieren kann.
Eine der wichtigsten Eigenschaften von Trichoderma ist seine Fähigkeit, symbiotische Beziehungen mit Pflanzen einzugehen. Trichoderma fördert nicht nur das Pflanzenwachstum, sondern produziert auch Enzyme, die organisches Material abbauen und so die Verfügbarkeit von Nährstoffen für die Pflanzen verbessern können. Sie sind in flüssiger Form oder als Pulver erhältlich.
Außerdem produziert Trichoderma Enzyme, die die Zellwände anderer Pilze, einschließlich Schimmelpilzen, abbauen und sie am Wachstum und an der Ausbreitung hindern können. Trichoderma produziert auch sekundäre Stoffwechselprodukte mit antimikrobiellen Eigenschaften, die das Wachstum von Schimmel und anderen schädlichen Mikroorganismen weiter hemmen können. Es wird zur Vorbeugung von Pflanzenkrankheiten in der Landwirtschaft eingesetzt.
Trichoderma braucht Zeit, um die Zellwände des Schimmels abzubauen und sein Wachstum zu verhindern. Je nach Schwere des Schimmelpilzbefalls kann es mehrere Tage oder Wochen dauern, bis Trichoderma seine Wirkung entfaltet.
Aus der Studie ("Phosphate systemically inhibits development of arbuscular mycorrhiza in Petunia hybrida and represses genes involved in mycorrhizal functioning ") zu arbuskulären Endo-Mykorrhiza geht eindeutig hervor, dass Pflanzen den Mykorrhizapilzen direkt wieder den Saft abdrehen sofern ihnen ausreichend Phosphor zur Verfügung steht.
Ich habe hier paar Aussagen und Gedanken zusammengefügt, die mir persönlich wichtig erscheinen. Die Verlinkung zu den jeweiligen Aussagen fehlt. Sollte dies kritisch gesehen werden, lösche ich die Beiträge.
Trichoderma ist ein Fadenpilz, der eine schnelle Wachstumsrate hat und Sporen produzieren kann.
Eine der wichtigsten Eigenschaften von Trichoderma ist seine Fähigkeit, symbiotische Beziehungen mit Pflanzen einzugehen. Trichoderma fördert nicht nur das Pflanzenwachstum, sondern produziert auch Enzyme, die organisches Material abbauen und so die Verfügbarkeit von Nährstoffen für die Pflanzen verbessern können. Sie sind in flüssiger Form oder als Pulver erhältlich.
Außerdem produziert Trichoderma Enzyme, die die Zellwände anderer Pilze, einschließlich Schimmelpilzen, abbauen und sie am Wachstum und an der Ausbreitung hindern können. Trichoderma produziert auch sekundäre Stoffwechselprodukte mit antimikrobiellen Eigenschaften, die das Wachstum von Schimmel und anderen schädlichen Mikroorganismen weiter hemmen können. Es wird zur Vorbeugung von Pflanzenkrankheiten in der Landwirtschaft eingesetzt.
Trichoderma braucht Zeit, um die Zellwände des Schimmels abzubauen und sein Wachstum zu verhindern. Je nach Schwere des Schimmelpilzbefalls kann es mehrere Tage oder Wochen dauern, bis Trichoderma seine Wirkung entfaltet.
Aus der Studie ("Phosphate systemically inhibits development of arbuscular mycorrhiza in Petunia hybrida and represses genes involved in mycorrhizal functioning ") zu arbuskulären Endo-Mykorrhiza geht eindeutig hervor, dass Pflanzen den Mykorrhizapilzen direkt wieder den Saft abdrehen sofern ihnen ausreichend Phosphor zur Verfügung steht.
Ich habe hier paar Aussagen und Gedanken zusammengefügt, die mir persönlich wichtig erscheinen. Die Verlinkung zu den jeweiligen Aussagen fehlt. Sollte dies kritisch gesehen werden, lösche ich die Beiträge.
Ohne Winter ist ein Frühling nur halb so schön.
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Ive1230
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Re: Galanthussaison 2025 / 26
Danke Schnäcke, das war sehr interessant. Ich werde dann Test in dem Garten von Schwester und mir vornehmen. Versuch macht klug
- sempervirens
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Re: Galanthussaison 2025 / 26
Heute ist ein herrlicher Tag: und S.Arnott kommt langsam auch hervor:
- Nox
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Re: Galanthussaison 2025 / 26
Was für prächtige Aufnahmen !
- Buddelkönigin
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Re: Galanthussaison 2025 / 26
Ja, heute haben wir es hier auch herrlich sonnig.
Fast aufgeblüht ist jetzt 'Green Peace', bereits ein schönes kleines Trüppchen im 2. Standjahr.
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Fast aufgeblüht ist jetzt 'Green Peace', bereits ein schönes kleines Trüppchen im 2. Standjahr.
Wenn immer der Kluge nachgibt, regieren die Dummen die Welt.🙄
- Buddelkönigin
- Beiträge: 12870
- Registriert: 23. Feb 2020, 10:39
- Region: RheinSiegkreis
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Re: Galanthussaison 2025 / 26
Richtig runde, große Blüten präsentiert 'John Long'.
Auch erst im 2. Jahr hier... und schon ein netter Trupp.
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Auch erst im 2. Jahr hier... und schon ein netter Trupp.
Wenn immer der Kluge nachgibt, regieren die Dummen die Welt.🙄
- Gersemi
- Beiträge: 3459
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Re: Galanthussaison 2025 / 26
Neben Hippolyta und Ophelia blüht hier auch ein Neuzugang vom letzten Jahr, Primrose Wartburg...ganz herzlichen Dank nochmal Norna
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LG
Gersemi
Gersemi
- sempervirens
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- Krokosmian
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Re: Galanthussaison 2025 / 26
Das werde ich dann mal tun, danke! Allerdings hat es auch schon als junge Pflanze bestenfalls verkümmernde Knospen gebracht, genau genommen sehe ich sie überhaupt das erste Mal blühen. Vielleicht dumm gelaufen, ich probiere es mit einem Reboot.
Re: Galanthussaison 2025 / 26
meine Graetorex habe ich nie aufgenommen und vereinzelt und die blühen jedes Jahr üppiger. Allerdings wachsen die ja alle schon 20 oder so Jahre. Vielleicht hilft ihnen Vernachlässigung und Geduld am meisten.
Ach ja und natürlich Faulheit. 
“I love science, and it pains me to think that so many are terrified of the subject or feel that choosing science means you cannot also choose compassion, or the arts, or be awed by nature. Science is not meant to cure us of mystery, but to reinvent and reinvigorate it.”
— Robert M. Sapolsky
— Robert M. Sapolsky
Re: Galanthussaison 2025 / 26
Mit ´Hippolyta´ habe ich selbst sehr schlechte Erfahrungen gemacht, in meinem Garten bildet sie dicke Klumpen, die nie blühen. Da gibt es für meinen Geschmack dankbarere Sorten.
Heute schien nachmittags zum Glück hier auch mal die Sonne.
´Veronica Cross´ ist zuletzt eher rückwärts gewachsen, vielleicht mochte sie die trocken-heißen Sommer lieber?

´Clare Blakeaway-Phillips´ist ganz nett, auf meinem schweren Boden aber nicht gerade wüchsig.

Und noch ein Sämling, der ganz gut zulegt.

Heute schien nachmittags zum Glück hier auch mal die Sonne.
´Veronica Cross´ ist zuletzt eher rückwärts gewachsen, vielleicht mochte sie die trocken-heißen Sommer lieber?

´Clare Blakeaway-Phillips´ist ganz nett, auf meinem schweren Boden aber nicht gerade wüchsig.

Und noch ein Sämling, der ganz gut zulegt.

- AndreasR
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- Registriert: 8. Feb 2017, 00:36
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Re: Galanthussaison 2025 / 26
Toll, Eure sonnendurchfluteten Schneeglöckchenbilder!
Hier warten tapfer die G. elwesii, einige frühe nivalis und diverse Sorten darauf, dass es endlich mal ein paar Sonnenstrahlen gibt, bisher leider vergeblich...
Re: Galanthussaison 2025 / 26
Danke für schöne Sonnenbilder und lustige Beiträge

Sonnigliebe Grüße
Anke
Anke
Re: Galanthussaison 2025 / 26
@ Norna: Schöne Bilder zeigst du. Und dein unten gezeigten Sämling gefällt mir ausnehmend gut. Ist die Zeichnung so hellgrün, oder liegt das am Licht?
'Hippolyta' scheint hier auch genauso blühfaul zu sein. Dieses Jahr nicht eine Blüte. Dann lieber 'Ophelia'.
'Hippolyta' scheint hier auch genauso blühfaul zu sein. Dieses Jahr nicht eine Blüte. Dann lieber 'Ophelia'.