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Schönranke (Eccremocarpus scaber) (Gelesen 107 mal)
- LissArd
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Schönranke (Eccremocarpus scaber)
Weiß jemand, ob es irgendeine realistische Chance gibt, die Schönranke (Eccremocarpus scaber) im Frühjahr als bereits vorgezogene Pflanze zu bekommen? Manche Einjährige werden ja hin und wieder in Gartencentern oder verschiedenen Gärtnereien als Töpfe angeboten. Falls ihr das schon mal irgendwo gesehen habt, freue ich mich über jeden Tipp/Hinweis. Die Anzucht aus Samen hat bei mir noch niemals geklappt, was überhaupt gekeimt hat, mickerte dann nach dem Pikieren nur vor sich hin. Auch die Aussaat direkt in Kübel oder ins Freiland hat hier noch nie funktioniert, und dabei finde ich die Blüten doch so schön…
»Im übrigen bin ich, nicht ungern, der Sklave meines Gartens. Es macht mich sehr müd und ist etwas zuviel, aber in alledem, was die Menschen heut tun, fühlen, denken und schwatzen, ist es das Klügste und Wohltuendste, was man tun kann.« – H. Hesse
- Kasbek
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Re: Schönranke (Eccremocarpus scaber)
Eccremocarpus scaber ist prinzipiell durchaus mehrjährig und soll in Staudenmanier aus dem Wurzelstock wieder austreiben können, jedenfalls im Weinbauklima. In meiner 7a hat das beim ersten Versuch nicht geklappt – das 2023 im Vorgarten ausgepflanzte Exemplar hat dank des milden Herbstes und Frühwinters noch sehr lange geblüht, aber ein paar Tage heftiger Kahlfrost im Januar 2024 haben dann offenbar auch den Wurzelstock gekillt (ich hatte nicht abgedeckt). In 8a (und mit Abdeckung, falls auch dort mal heftiger Kahlfrost auftritt) könnte das vielleicht eher klappen.
Getopft angeboten habe ich sie aber noch nirgends gesehen. Die Anzucht ist tatsächlich ein bißchen langwierig – Aussaat jetzt unter Warmhausbedingungen könnte nützlich sein. Die Weiterwachsquote nach dem Pikieren ist sehr unterschiedlich; 2023 war sie ziemlich gut (da sind nur zwei, drei mickrige Sämlinge letztlich verstorben), 2025 lag sie bei 50%, in dem Fall 1 von 2 Exemplaren, die in der zweiten Hälfte des Jahres 2024 noch im 2023er Originalsaattopf aufgegangen waren und den Winter 2024/25 an einem sonnigen Südostfenster in einem nicht gar zu warmen Raum verbracht haben. Das überlebende Exemplar hatte dann aber das Jahr 2025 über auch einen suboptimalen Topfstandort und ist dann nicht kräftig genug geworden, daß ich das Auspflanzen riskiert hätte, ergo überwintert das jetzt nochmal im Topf und soll im Mai/Juni 2026 im Vorgarten ausgepflanzt werden.
Getopft angeboten habe ich sie aber noch nirgends gesehen. Die Anzucht ist tatsächlich ein bißchen langwierig – Aussaat jetzt unter Warmhausbedingungen könnte nützlich sein. Die Weiterwachsquote nach dem Pikieren ist sehr unterschiedlich; 2023 war sie ziemlich gut (da sind nur zwei, drei mickrige Sämlinge letztlich verstorben), 2025 lag sie bei 50%, in dem Fall 1 von 2 Exemplaren, die in der zweiten Hälfte des Jahres 2024 noch im 2023er Originalsaattopf aufgegangen waren und den Winter 2024/25 an einem sonnigen Südostfenster in einem nicht gar zu warmen Raum verbracht haben. Das überlebende Exemplar hatte dann aber das Jahr 2025 über auch einen suboptimalen Topfstandort und ist dann nicht kräftig genug geworden, daß ich das Auspflanzen riskiert hätte, ergo überwintert das jetzt nochmal im Topf und soll im Mai/Juni 2026 im Vorgarten ausgepflanzt werden.
Wer Saaten sät, wird Ernten ernten. (Sander Bittner)
Re: Schönranke (Eccremocarpus scaber)
Lissard, ja, blühend sind sie wunderschön.
Als Topfware habe ich sie in den letzten Jahren nie entdeckt. In den 80ern wurde sie z.B. auf dem Wochenmarkt am Dom in Münster von einer kleinen Gärtnerei aus eigener Anzucht angeboten. Das waren wunderbare Pflanzen für das Balkongeländer. Vorbei.
Zur eigenen Anzucht:
Erste Versuche: Frühe Aussaat im Haus oder unter Glas: Unregelmäßige Keimung, langsamer Start und stärkeres Wachstum erst nach Auspflanzen und dann starker Düngung. Bei mir trotzdem keine Prachtexemplare. Überwintern trotz Schutz nicht (7a). Grüne Reste treiben im Frühling nicht neu aus.
Heute: Spätere Aussaat (Mai/Juni): Aussaat im Topf draußen, gute Keimrate, zwar langsamer Start, aber dann besseres Wachstum. bilden erst sehr spät lange Triebe, die ich im Oktober bis auf wenige grüne Blätter zurückschneide. Im Winter im Topf an die Hauswand gerückt, mit Laub eingefüttert. Im Folgejahr ausgepflanzt, bilden sie dann bald die gewünschte Pracht.
Ich ziehe Eccremocarpus nur noch als Zweijährige... In wärmeren Zonen mag es anders sinnvoll sein.
Als Topfware habe ich sie in den letzten Jahren nie entdeckt. In den 80ern wurde sie z.B. auf dem Wochenmarkt am Dom in Münster von einer kleinen Gärtnerei aus eigener Anzucht angeboten. Das waren wunderbare Pflanzen für das Balkongeländer. Vorbei.
Zur eigenen Anzucht:
Erste Versuche: Frühe Aussaat im Haus oder unter Glas: Unregelmäßige Keimung, langsamer Start und stärkeres Wachstum erst nach Auspflanzen und dann starker Düngung. Bei mir trotzdem keine Prachtexemplare. Überwintern trotz Schutz nicht (7a). Grüne Reste treiben im Frühling nicht neu aus.
Heute: Spätere Aussaat (Mai/Juni): Aussaat im Topf draußen, gute Keimrate, zwar langsamer Start, aber dann besseres Wachstum. bilden erst sehr spät lange Triebe, die ich im Oktober bis auf wenige grüne Blätter zurückschneide. Im Winter im Topf an die Hauswand gerückt, mit Laub eingefüttert. Im Folgejahr ausgepflanzt, bilden sie dann bald die gewünschte Pracht.
Ich ziehe Eccremocarpus nur noch als Zweijährige... In wärmeren Zonen mag es anders sinnvoll sein.
- LissArd
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Re: Schönranke (Eccremocarpus scaber)
Danke kasbek und kaunis für eure Erfahrungen und Einschätzungen. Vielleicht versuche ich es noch ein letztes Mal mit der Aussaat – auch wenn ich inzwischen, nach den diversen Fehlversuchen, wenig zuversichtlich bin, dass es wirklich nochmal klappt…
»Im übrigen bin ich, nicht ungern, der Sklave meines Gartens. Es macht mich sehr müd und ist etwas zuviel, aber in alledem, was die Menschen heut tun, fühlen, denken und schwatzen, ist es das Klügste und Wohltuendste, was man tun kann.« – H. Hesse
- Kasbek
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Re: Schönranke (Eccremocarpus scaber)
Ich weiß nicht, wie schnell das Saatgut seine Keimkraft verliert. Mein „frischestes“ ist das im Spätherbst 2023 geerntete. Falls Deins älter ist, kannst Du gerne welches bekommen (falls kaunis nicht noch frischeres hat
).
Wer Saaten sät, wird Ernten ernten. (Sander Bittner)