News: Problem bei der Anmeldung? Bitte Mail über das Kontaktformular ganz unten! | garten-pur unterstützen mit einer Spende oder über das Partnerprogramm!

Hackschnitzel als Wege zwischen den Beeten (Nadelholz?) (Gelesen 132 mal)

Wurzelgemüse, Knollengemüse, Blattgemüse, Stielgemüse, Fruchtgemüse, Kohlgemüse
Antworten
TomMeier
Beiträge: 109
Registriert: 10. Mär 2024, 18:22
Region: Brandenburg

Hackschnitzel als Wege zwischen den Beeten (Nadelholz?)

TomMeier »

Hallo,

ich möchte demnächst wieder ein paar neue Tomaten-/Gurken-/Paprikabeete (ca. jeweils 150x100cm groß) neu anlegen. Die Beet werden außen von Holzbrettern (Lärche) begrenzt. Eigentlich würde ich nun gerne zwischen den Beeten Hackschnitzel verteilen sozusagen als Weg. Im Internet habe ich mir die m3-Menge an Holzhackschnitzel preislich angeschaut und festgestellt, dass der Großteil Nadelholz ist. Die Nadelholzhackschnitzel kosten im Vergleich zu Laubholzhackschnitzeln (konnte ich fast auch gar nicht finden) nur 1/4 des Preises. Jetzt habe ich allerdings gelesen, dass große Mengen Nadelholz aufgrund der PH-Veränderung des Bodens nicht günstig ist. Besser wären Laubholzhackschnitzel.
Bei mir hier ist fast nur verdichteter Sandboden. In den Beete werde ich Hummus mit etwas Lehmpulver einfüllen.

Hat sich jemand von Euch damit einmal befasst oder selbst Erfahrungen?
Benutzeravatar
Quendula
Beiträge: 12128
Registriert: 27. Okt 2011, 12:36
Kontaktdaten:

Brandenburger Streusandbüchse / 7b / 42 m

Re: Hackschnitzel als Wege zwischen den Beeten (Nadelholz?)

Quendula » Antwort #1 am:

Der ph des Bodens wird damit nicht dauerhaft verändert. Im Nadelholz enthaltene Huminsäuren bauen sich innerhalb weniger Jahre ab, wenn sie überhaupt sooo lange intakt bleiben ??? .
Nutze die Hackschnitzel ruhig :) .
Bitte mache Dir bewusst, dass auch dieses Holz mit der Zeit verrottet (was ja durchaus sinnvoll ist :D ) und dann gute Komposterde ergibt. Vlt alle paar Jahre einen Austausch des Belages einplanen.
Erwarte nichts, doch rechne mit allem!
Benutzeravatar
Staudo
Beiträge: 35946
Registriert: 7. Jul 2007, 08:39
Wohnort: Südbrandenburg
Höhe über NHN: 84
Winterhärtezone: 7a: -17,7 °C bis -15,0 °C

Re: Hackschnitzel als Wege zwischen den Beeten (Nadelholz?)

Staudo » Antwort #2 am:

Oder immer mal eine frische Schicht obendrauf. ;) Wenn sich die Gartennutzung ändert, kann man die verrottende Schicht einfach abharken. Das hat keine negative Auswirkungen.
„Am Ende entscheidet die Wirklichkeit.“ Robert Habeck
Benutzeravatar
dmks
Beiträge: 4488
Registriert: 18. Jul 2011, 08:45
Wohnort: bei Forst/Lausitz
Region: 24 Einwohner/km² (Ortslage)
Höhe über NHN: 67m
Bodenart: sandiger Lehm und lehmiger Sand

Staatlich anerkannter Steuerzahler

Re: Hackschnitzel als Wege zwischen den Beeten (Nadelholz?)

dmks » Antwort #3 am:

Sandboden "frißt" eigentlich alles!
Einfach nur Nachlegen - und keine Sorgen machen.
Hyla
Beiträge: 5689
Registriert: 4. Sep 2018, 14:57
Wohnort: Östliches Niedersachsen
Region: Norddeutsche Tiefebene
Höhe über NHN: 43 m
Bodenart: Lehmiger Sand
Winterhärtezone: 7a: -17,7 °C bis -15,0 °C

Re: Hackschnitzel als Wege zwischen den Beeten (Nadelholz?)

Hyla » Antwort #4 am:

Zur Not kannst du immer noch Kalk streuen. Wie dmks schon sagt, mach einfach.
Du wirst dich wundern, weil schnell dein Sandboden 'verdaut'. :)
Liebe Grüße!


Wenn du denkst es geht nicht mehr,
kommt irgendwo ein Lichtlein her.
Floris
Beiträge: 2307
Registriert: 11. Feb 2010, 13:48

Re: Hackschnitzel als Wege zwischen den Beeten (Nadelholz?)

Floris » Antwort #5 am:

TomMeier hat geschrieben: 23. Feb 2026, 19:08 Jetzt habe ich allerdings gelesen...
Ich würde mal genauer schauen, wo du das gelesen hast. Es liest sich halt recht häufig und auch schon recht lange, dass alles was mit Nadelhölzern zu tun hat, den Boden versauern täte.

Es ist schon etliche Jahre her, dass mir mal ein Untersuchungsergebnis über die Kompostierung von Gehölzrückständen über den Weg lief. Das Ergebnis kurz gefasst: das Material als Ergebnis der Zersetzung spiegelt, was den pH-Wert angeht, die Situation im Boden des Standorts des verwendeten Materials wider. Also keine grundsätzliche Versauerung durch Nadelholzmulch.
Möglicherweise liegt hier eine Verwechslung vor mit der Streuauflage in Nadelholzwäldern. Diese ist nämlich durchaus recht sauer, was aber das Ergebnis einer nur teilweisen Zersetzung zu sog. Rohhumus ist der sich auf der Bodenoberfläche ansammelt.

Ich habe übrigens seinerzeit meinen Garten anzulegen begonnen unter einem geschlossenen Fichtenbestand. Die Bäume sind inzwischen auch überwiegend als Häckselmaterial auf die Wege und unter die Hecken gewandert. Solange genug Wasser da war, ist alles gewachsen.
gardener first
Antworten