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Pleionen - drinnen und draußen (Gelesen 242892 mal)
Moderatoren: Nina, Phalaina, AndreasR
- foxy
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Re: Pleionen - drinnen und draußen
Pleionen im Hügel im Tiefschlaf gut eingehüllt, hatte bereits minus 15 Grad.
- foxy
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Re: Pleionen - drinnen und draußen
Unter der Haube hab ich mit min,max Thermometer minus 11 Grad gemessen.
Die Haube hab ich schon vor einer Woche entfernt , Bulben sehen sehr gut aus.
Die Bulben sind immer im Moos eingehüllt, die Luftfeuchtigkeit ist dadurch immer konstant hoch.
Die Haube hab ich schon vor einer Woche entfernt , Bulben sehen sehr gut aus.
Die Bulben sind immer im Moos eingehüllt, die Luftfeuchtigkeit ist dadurch immer konstant hoch.
- goworo
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Re: Pleionen - drinnen und draußen
Das sieht wirklich gut aus.
Ich habe keinen Lehm. Mein lockeres humoses Substrat sollte doch okay sein? Oder sollte ich Bentonit beimischen?
- foxy
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Re: Pleionen - drinnen und draußen
Hallo goworo, vor fünf Jahren als ich den Pleionenhügel aufgebaut habe, habe ich die Ziegelsteine auf Lehmmörtel
(Lehm mit Wasser zu einem Brei verrührt) aufgebaut um einen alten Fichtenstamm herum. Die Bulben hab ich da in den Lehm ca. 1/3 reingedrückt dass sie nicht gleich wieder herausfallen. Die neuen Bulben die jedes Jahr neu wachsen sind meist im Moos gut verwurzelt. Ob der Lehm fürs Wachstum notwendig ist weiß ich nicht
(Lehm mit Wasser zu einem Brei verrührt) aufgebaut um einen alten Fichtenstamm herum. Die Bulben hab ich da in den Lehm ca. 1/3 reingedrückt dass sie nicht gleich wieder herausfallen. Die neuen Bulben die jedes Jahr neu wachsen sind meist im Moos gut verwurzelt. Ob der Lehm fürs Wachstum notwendig ist weiß ich nicht
- Phalaina
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Re: Pleionen - drinnen und draußen
Ich vermute, der Lehm bildet zusammen mit den Ziegelsteinen ein strukturstabiles und feuchtigkeitshaltendes Grundsubstrat für das Moos und stellt den Pleionen zudem Mineralstoffe zur Verfügung. Der Aufbau und die Erhaltung dieser Moospolster ist wesentlich, kann aber auf verschiedene Weise erfolgen. Gartenplaners bemooste Lavatuff-Mauern funktionieren ähnlich gut. 
- Gartenplaner
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Re: Pleionen - drinnen und draußen
Bei meiner Lavatuffziegelmauer liegen die Ziegel nur lose aufeinander.
In die Fugen auf der Oberseite hatte ich von meinem Gartenbodenlehm welchen trocken feinzerkrümelt reinrieseln lassen und darein die Pseudobulben reingedrückt.
Bei den Fugen der Mauerseitenfläche hab ich Lehmkügelchen in die Fugenstellen gedrückt, wo ich eine Pseudobulbe stecken wollte.
Dort fixierte ich ich aber sicherheitshalber mit U-Nägelchen.
Auf der Oberseite scheint es mir, dass die ursprünglich im Lehm steckenden Pseudobulben inzwischen längst abgestorben sind und die die Tochterbulben kreisförmig drumherum fast gänzlich nur im Moos auf dem Lavatuff wurzeln.
Die allermeisten sind komplett im Moos versteckt, ich hab die sichtbarsten fotografiert.
Auf der Seitenfläche wird das Ganze schnell absturzgefährdet, sobald die vorjährigen Wurzeln absterben.
Teilweise steck ich immer wieder mal mit U-Nägelchen fest, teilweise hab ich es sich selbst überlassen, und neue Wurzeln haften sich dann doch erstaunlich oft ganz gut wieder an der senkrechten Wand fest.
Zusätzlich allerdings sind Regenwürmer ein „Problem“ - sie wandern durch die Fugen und schieben ihre Kotballen aus der Fuge - und öfters wurzellose Pseudobulben gleich mit
Würde ich es nochmal bauen, würde ich der Lavatuffmauer aber nun eine Neigung gegen den Hang wie bei Trockenmauern geben, wegen besserem Halt und Lichtverhältnissen.
Im Herbst sammle ich immer wieder mal die ganz dünnen Tochterbulben mit so einem fadenartigen Blatt dran und stecke sie in enge Fugen relativ tief rein und fest, mal sehen, was das gibt.
Was mir im Vergleich zu foxys Pflanzung aufgefallen ist - von meinen blühen wesentlich weniger und oft nur jedes zweite Jahr.
Ich hatte Anfangs auch ein bisschen gedüngt, aber etwas Angst, das Moos zu verbräunen.
Und in der Seitenwand gings eh nicht.
Mehr verfügbare Nährstoffe fördern definitiv gleichmäßigere und üppige Blüte.
Ein paar Bilder:
Oberseite, ‚Glacier Peak‘, viele letztjährige Pseudobulben im Zentrum sind wohl kaputt gegangen, aber außenrum gibts noch mehrere lebende:

Oberseite, formosana:

Oberseite, formosana:

Seitenwand, Regenwurmkot:

Seitenwand:

Seitenwand, ‚Zeus Weinstein‘:

Der „Faden“ ist so eine gesteckte, dünne Tochterbulbe:

Seitenwand, weiterer üppiger Regenwurmkotballen, rechts noch eine Faden-Tochterbulbe:

„Am seidenen Faden“

In die Fugen auf der Oberseite hatte ich von meinem Gartenbodenlehm welchen trocken feinzerkrümelt reinrieseln lassen und darein die Pseudobulben reingedrückt.
Bei den Fugen der Mauerseitenfläche hab ich Lehmkügelchen in die Fugenstellen gedrückt, wo ich eine Pseudobulbe stecken wollte.
Dort fixierte ich ich aber sicherheitshalber mit U-Nägelchen.
Auf der Oberseite scheint es mir, dass die ursprünglich im Lehm steckenden Pseudobulben inzwischen längst abgestorben sind und die die Tochterbulben kreisförmig drumherum fast gänzlich nur im Moos auf dem Lavatuff wurzeln.
Die allermeisten sind komplett im Moos versteckt, ich hab die sichtbarsten fotografiert.
Auf der Seitenfläche wird das Ganze schnell absturzgefährdet, sobald die vorjährigen Wurzeln absterben.
Teilweise steck ich immer wieder mal mit U-Nägelchen fest, teilweise hab ich es sich selbst überlassen, und neue Wurzeln haften sich dann doch erstaunlich oft ganz gut wieder an der senkrechten Wand fest.
Zusätzlich allerdings sind Regenwürmer ein „Problem“ - sie wandern durch die Fugen und schieben ihre Kotballen aus der Fuge - und öfters wurzellose Pseudobulben gleich mit
Würde ich es nochmal bauen, würde ich der Lavatuffmauer aber nun eine Neigung gegen den Hang wie bei Trockenmauern geben, wegen besserem Halt und Lichtverhältnissen.
Im Herbst sammle ich immer wieder mal die ganz dünnen Tochterbulben mit so einem fadenartigen Blatt dran und stecke sie in enge Fugen relativ tief rein und fest, mal sehen, was das gibt.
Was mir im Vergleich zu foxys Pflanzung aufgefallen ist - von meinen blühen wesentlich weniger und oft nur jedes zweite Jahr.
Ich hatte Anfangs auch ein bisschen gedüngt, aber etwas Angst, das Moos zu verbräunen.
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Wer meinen Lern-Garten sehen will - unterm Goldfrosch-Bild den Globus klicken!
Erich Kästner, (1933/46), Ein alter Mann geht vorüber
“Frei zu sein bedeutet nicht nur seine eigenen Ketten abzulegen, sondern sein Leben so respektvoll zu leben, dass es die Freiheit anderer steigert.“ Nelson Mandela
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- goworo
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Re: Pleionen - drinnen und draußen
Vielen Dank für deine ausführliche Beschreibung.
Frage: Vögel zerren die Bulben und das Moos nicht aus den Fugen? Ich habe jetzt die von foxy gespendeten zahlreichen Bulben (ganz herzlichen Dank an dieser Stelle an den edlen Spender!
) in mein sandig-humoses Substrat gepflanzt, welches ich mit etwas Bentonit angereichert habe. Lehm gibt es hier nicht und ich hoffe, dass dieser nicht essentiell ist. Abgedeckt mit reichlich Moos und einem grobmaschigen Netz harre ich der weiteren Entwicklung. (Die Abdeckung mit dem Netz muss ich noch etwas verfeinern und unauffälliger gestalten.)
- Gartenplaner
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Re: Pleionen - drinnen und draußen
Gottseidank nicht!
Also ein, zweimal seit 2013, seitdem der Hof erneuert wurde und die Mauer existiert, haben wohl Amseln ein kleines Püschel rausgerupft, aber das war einmal von den Hofplatten und einmal auf der Maueroberseite, in der Fläche, aber auch sofort wieder aufgehört - scheint nichts interessantes drin gewesen zu sein
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