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Säulenapfel (Gelesen 126979 mal)
Moderator: cydorian
Re: Säulenapfel
Wie sind denn Eure aktuellen Säulenapfelerfahrungen?
Hat jemand auch La Torre?
Den habe ich auf MM111 gekauft, er wächst gut, gehört zu den stark wachsenden Säulenapfelsorten.
Starkwachsend sind meiner Erfahrung nach:
Derdan, Dzin, Garden Fountain, Jarle, La Torre.
La Torre trägt bei mir furchtbar schlecht. Und vor allem kommen kaum Früchte bis zur Ernte durch. Werden gerne von Wespen angeknabbert und verfaulen dann am Baum.
Jarle ist auch so ein Kandidat. Da habe ich einen 5m-Baum im Garten. Aber für die Größe trägt er ausgesprochen mäßig und alterniert zudem stark. Auch hier kommen viele Früchte nicht bis zur Reife.
Garden Fountain mag ich sehr gerne - eine wunderbarer birniger Geschmack. Besser als Pinova.
Dzin mag ich nicht mehr. Am Anfang fand ich ihn gut, aber da hatte ich wohl Glück mit der Ernte. Er ist entweder unreif und sauer oder schon überreif. Ist früh (August).
Derdan ist ähnlich zu Goldlane, aber ich finde ihn geschmacklich einen Tick besser. Baum wächst auch stärker.
Nach wie vor der schönste alle Säulenäpfel: Blue Moon. Trägt nur alle zwei Jahre, dann aber reichlich. Wunderschöne große Äpfel mit einem milden Geschmack. Nix für Freunde des prägnanten Geschmacks, säuerlich ist gar nichts an ihm. Optisch der absolute Hit. In der Säulenapfelhecke gehört er fast schon zum Pflichtprogramm.
Beim Züchter von La Torre habe ich mir seinerzeit auch einen Boscolina gekauft. Ein Boskoop in Säulenform. Ich habe keine Ahnung, was Züchter Dr. Michael Neumüller sich dabei gedacht hat, ihn auf M9 zu verkaufen. Der Baum ist ein echter Verrecker, kämpft zudem mit Rindenbrand und ist nach vielen Jahren immer noch keinen Meter hoch. Habe seinerzeit 50€ bezahlt, inzwischen kostet er sogar 62,90€. Da ist ein Spurkoop in jedem Fall die bessere Wahl, auch wenn der kein echter Säulenapfel ist, sondern sie schwachwachsende Spurvariante vom Boskoop.
Hat jemand auch La Torre?
Den habe ich auf MM111 gekauft, er wächst gut, gehört zu den stark wachsenden Säulenapfelsorten.
Starkwachsend sind meiner Erfahrung nach:
Derdan, Dzin, Garden Fountain, Jarle, La Torre.
La Torre trägt bei mir furchtbar schlecht. Und vor allem kommen kaum Früchte bis zur Ernte durch. Werden gerne von Wespen angeknabbert und verfaulen dann am Baum.
Jarle ist auch so ein Kandidat. Da habe ich einen 5m-Baum im Garten. Aber für die Größe trägt er ausgesprochen mäßig und alterniert zudem stark. Auch hier kommen viele Früchte nicht bis zur Reife.
Garden Fountain mag ich sehr gerne - eine wunderbarer birniger Geschmack. Besser als Pinova.
Dzin mag ich nicht mehr. Am Anfang fand ich ihn gut, aber da hatte ich wohl Glück mit der Ernte. Er ist entweder unreif und sauer oder schon überreif. Ist früh (August).
Derdan ist ähnlich zu Goldlane, aber ich finde ihn geschmacklich einen Tick besser. Baum wächst auch stärker.
Nach wie vor der schönste alle Säulenäpfel: Blue Moon. Trägt nur alle zwei Jahre, dann aber reichlich. Wunderschöne große Äpfel mit einem milden Geschmack. Nix für Freunde des prägnanten Geschmacks, säuerlich ist gar nichts an ihm. Optisch der absolute Hit. In der Säulenapfelhecke gehört er fast schon zum Pflichtprogramm.
Beim Züchter von La Torre habe ich mir seinerzeit auch einen Boscolina gekauft. Ein Boskoop in Säulenform. Ich habe keine Ahnung, was Züchter Dr. Michael Neumüller sich dabei gedacht hat, ihn auf M9 zu verkaufen. Der Baum ist ein echter Verrecker, kämpft zudem mit Rindenbrand und ist nach vielen Jahren immer noch keinen Meter hoch. Habe seinerzeit 50€ bezahlt, inzwischen kostet er sogar 62,90€. Da ist ein Spurkoop in jedem Fall die bessere Wahl, auch wenn der kein echter Säulenapfel ist, sondern sie schwachwachsende Spurvariante vom Boskoop.
Re: Säulenapfel
Die Erfahrungen mit den sündhaft teuren Säulenäpfeln vom Bayrischen Obstzentrum kann ich bestätigen.
Bei mir kamen die trotz fettem Boden nicht gut vom Fleck und fielen nach kurzer Zeit Rindenbrand bzw. Kragenfäule zum Opfer.
Das muss nicht an den Sorten selbst liegen, aber zumindest die verwendeten Unterlagen waren für meine Bodenverhältnisse nicht ideal.
Mein aktueller Favorit bei den Säulenäpfeln ist "Jucunda". Geschmacklich zwar ein relativ langweiliger "Standardapfel", trägt aber in Massen und die Äpfel halten im Naturlager immerhin bis Weihnachten. Erreicht auf einer Unterlage wie MM111 stattliche Höhen von 5 m.
Bei mir kamen die trotz fettem Boden nicht gut vom Fleck und fielen nach kurzer Zeit Rindenbrand bzw. Kragenfäule zum Opfer.
Das muss nicht an den Sorten selbst liegen, aber zumindest die verwendeten Unterlagen waren für meine Bodenverhältnisse nicht ideal.
Mein aktueller Favorit bei den Säulenäpfeln ist "Jucunda". Geschmacklich zwar ein relativ langweiliger "Standardapfel", trägt aber in Massen und die Äpfel halten im Naturlager immerhin bis Weihnachten. Erreicht auf einer Unterlage wie MM111 stattliche Höhen von 5 m.
- cydorian
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Re: Säulenapfel
Rindenbrand ist kein Unterlagsproblem und bei Kragenfäule würde eine hohe Veredelung oder Zwischenveredelung helfen, was bei Säulenobst Quatsch ist. Peinlich, die Sorten.
Wie auch bei anderen Sachen der BayOZ sehe ich hier schrottige Genetik, die wichtige Anforderungen die seit 20 Jahren bekannt sind sträflich missachtet kombiniert mit unverschämten Preisen am Werk. Zu Jucunda kann ich zustimmen. Hab den schon vor Jahren im Versuchsquartier begutachten können und selber Bäume. Wird auch unter wenig guten Bedingungen was, bisher erstaunlich gesund (aber das ist wirklich subjektiv, weil langjährige eigenen Erfahrungen noch nicht da sind).
Wie auch bei anderen Sachen der BayOZ sehe ich hier schrottige Genetik, die wichtige Anforderungen die seit 20 Jahren bekannt sind sträflich missachtet kombiniert mit unverschämten Preisen am Werk. Zu Jucunda kann ich zustimmen. Hab den schon vor Jahren im Versuchsquartier begutachten können und selber Bäume. Wird auch unter wenig guten Bedingungen was, bisher erstaunlich gesund (aber das ist wirklich subjektiv, weil langjährige eigenen Erfahrungen noch nicht da sind).
- dmks
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Re: Säulenapfel
Säulenapfel sollte immer (!) auf einer ausreichend starken - im Zweifel stärkeren - Unterlage stehen.
Und trotzdem lebenslang einen Pfahl tragen - da er sonst bei starkem Fruchtbehang umfällt
Und mal rein praktisch gesehen ist durch die stark gestauchte Form eigentlich ein mehrfach größerer Baum zu versorgen!
Und trotzdem lebenslang einen Pfahl tragen - da er sonst bei starkem Fruchtbehang umfällt
Und mal rein praktisch gesehen ist durch die stark gestauchte Form eigentlich ein mehrfach größerer Baum zu versorgen!
- Elro
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Re: Säulenapfel
Dann kennst Du den Pomfital nicht, sehr wüchsig und steht vom ersten Tag an ohne Pfahl. Das Monster muß ich leider regelmäßig kappen weil mehr als 4-5 m will ich nicht in der Höhe ernten. Er ist bestimmt 15 Jahre alt und hat unten ein Durchmesser von 20-25 cm, da fällt nix um. Als letztes Jahr die Leiter mit mir gekippt ist und ich im Baum hing hat er keinen Mucks gemacht.
Und ich möchte eigentlich keine riesen Säulen. Ich habe mir den Spurkoop auf M26 vermehrt, das paßt, diesmal mit Pfahl, sehr gut.
Ein Jammer ist der Malini Fresco. Steht schon 6 Jahre und hat die 1 Meter Marke immer noch nicht erreicht. Der Stamm ist gerade einmal daumendick.
Die anderen zwei Säulen waren falsch ausgezeichnet, einer ist vermutlich McIntosh Wijcik, der andere muß ich noch bestimmen, sind auch sehr wüchsig, alternieren aber.
Liebe Grüße Elke
Re: Säulenapfel
Kann ich so pauschal nicht unterschreiben. Ab M7 aufwärts sehe ich überhaupt keine Probleme. Die Unterlagen stehen doch auch schon bei normalen Bäumen recht problemlos. Ich hatte da noch nie ein Problem - von einer einzigen Ausnahme abgesehen: Ein Suncats, aber da weiß ich die Unterlage nicht, da im Gartencenter oder Baumarkt gekauft. Ich vermute nachträglich ne M26. Habe den Baum verkauft.
Cumulus hat z.B. auf MM111 nie getragen, der wurde nur immer größer. Später auf M26 konnte ich dann die ersten Früchte testen. Den großen habe ich ebenfalls abgegeben.
Mein Jarle ist auch ein 5 Meter Baum, der aber noch höher hinaus will, wenn ich ihn nicht im Schach halte.
Die Lubera-Sorten sind meines Erachtens zu schwachwüchsig für die M26, auf der sie verkauft werden.
Da Säulen ja direkt am Stamm Fruchtholz bilden, kann es passieren, dass das Auge oder das Edelreis, das zum Veredeln verwendet wird, nicht optimal ist. Richtig schönes Vermehrungsmaterial bekommt man selten, wenn man nicht den Haupttrieb kappen will.
Bei den wüchsigen Sorten ist es teilweise anders. Ich tippe ja, dass La Torre deswegen gewählt wurde vom Züchter, weil es sich auch gut vermehren lässt.
Zurück zu Fresco und Co: Bei meinem ist mal wegen zu vielen Früchten der Haupttrieb gebrochen. Der ist aber deutlich besser gewachsen. Dafür kommen bei mir Greenlight und Topmodel nicht vom Fleck. Letzterer hat aber wohl irgendeine Krankheit an der Unterlage, da ich nen Wurzelausläufer veredelt - die sehen inzwischen besser aus als der Original und ich werde den alten Teil wohl irgendwann kappen.
Die Lubera-Säulen haben bei mir auch alle Flechten am Stamm. Das ist echt auffällig und Vergleich zu den anderen Säulenapfelbäumen. Bei jemanden in der Schweiz steht einer auf einer stärkeren Unterlage (M7 oder MM111), da ist das anders - der ganze Baum sieht deutlich vitaler und stabiler aus.
Die starkwachsenden Sorten gehören meines Erachtens auf M26 (mit Stab) für diejenigen, die es problemlos wollen und fast nichts schneiden wollen oder maximal M7 für den Rest. Andernfalls werden die echte Monster.
- cydorian
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Re: Säulenapfel
Lubera verkauft mehr für den Terrassenrand am Reihenhaus wie für eine fruchtige Säulenhecke. Mini ist da Programm.
Habe auch den Eindruck, die reagieren sehr unterschiedlich auf unterschiedlichen Boden. Pomfital im Hausgarten geht gut in die Höhe, selbe (knapp mittlere) Unterlage am Rand der Obstwiese mit dem schlechteren Boden bringt keinen Wuchs. Der Unterschied ist grösser wie bei Nichtsäulen.
Habe auch den Eindruck, die reagieren sehr unterschiedlich auf unterschiedlichen Boden. Pomfital im Hausgarten geht gut in die Höhe, selbe (knapp mittlere) Unterlage am Rand der Obstwiese mit dem schlechteren Boden bringt keinen Wuchs. Der Unterschied ist grösser wie bei Nichtsäulen.
Re: Säulenapfel
Mein Pomfital kommt auch nicht so recht vom Fleck.cydorian hat geschrieben: ↑9. Mär 2026, 12:43 Habe auch den Eindruck, die reagieren sehr unterschiedlich auf unterschiedlichen Boden. Pomfital im Hausgarten geht gut in die Höhe, selbe (knapp mittlere) Unterlage am Rand der Obstwiese mit dem schlechteren Boden bringt keinen Wuchs. Der Unterschied ist grösser wie bei Nichtsäulen.
Ich vermute, das liegt an der Veredelung, also am Reis und am Wuchs. Ein und diesselbe mittelstark wachsende Unterlage mit drei Veredelungen derselben Sorte auf 3 bodennahen Trieben. Zwei (Kopulation mit Terminalknospe, bei Säulen besser, da schönerer Wuchs) gingen ab, einer (Anplatten) nicht. Durch Anhäufeln Wurzelbildung angeregt. Die großen getrennt, der „kleine“ ist 4 oder 5 Jahre später immer noch nicht so hoch wie die beiden anderen vorher.
Klar, die hatten die etwas dickeren Triebe und das bessere Edelreis.
Gleiche Wurzel.
Säulen verzweigen dann auch gern am Haupttrieb.
Säulen haben eine große Varianz, sogar unabhängig von der Unterlage. Die Unterlage minimiert aber das Risiko.
Ich tendiere immer mehr zu mindestens M7. Die Tschechen nehmen teilweise B118. Bekommt man hierzulande nicht, obwohl die auch spannend wäre.
Meinen Jucunda habe ich als schönen Baum auf M7 gekauft. In der Baumschule ist er gut gewachsen, bei mir leider nicht. Der hat in 5 Jahren gerade mal 30-40 cm gemacht.
Garten besteht aus Humusboden, kein Lehm, kein Sand, einfach nur organisches Material mit wenigen, kleineren Steinen.
- dmks
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Re: Säulenapfel
Die (im Zweifelsfall) empfohlene stärkere Unterlage plus Pfahl resultiert nicht aus einzelnen Sortenerfahrungen - sondern aus der immer und immer wiederkehrenden Kundenfrage wegen bei starkem Fruchtbehang "gefallener" Exemplare. 
Re: Säulenapfel
Ich habe ihn direkt dort auf MM111 gekauft. Da Hallbergmoos direkt neben dem Münchner Flughafen ist, ergab sich seinerzeit die Gelegenheit.
Auf der Homepage finde ich nichts zur Unterlage, aber M9 ist sportlich…
Dort steht aktuell: „Die Pflanzen haben bei Versand eine Höhe von ca. 15-25 cm. 69,90 €“
Definitiv der Rekord von allem, was ich bisher gesehen habe.
@dmks: Stützstange oder ähnliches empfiehlt sich die ersten Jahre immer, schon allein, um einen geraden Wuchs zu bekommen. Bis zur Ausbildung der Wurzeln braucht es auch Zeit.
Bei meinen 80 Sorten war es jedenfalls noch nie ein Thema ab M7. Mein 2m Kordona auf M9 hätte ohne Stützstab auch ein Problem.
Re: Säulenapfel
Mein La Torre vom BayOZ steht lt. Hersteller auf M25.
Re: Säulenapfel
Mein La Torre vom BayOZ steht lt. Hersteller auf M25.
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Re: Säulenapfel
Meine ca. 20-jährigen Säulen stehen bestimmt auf A2, ich kann gut eine Leiter daran lehnen.
Die Höhe begrenze ich ab und an auf 2,5 - 3m.
Die Höhe begrenze ich ab und an auf 2,5 - 3m.
Gruß Arthur