Hallo, wer weiß es?
Geben beim Baum die Wurzeln den "Befehl" auszutreiben, oder geht der entscheidende Impuls von den Triebspitzen aus?
Dies ist ja vor allem wichtig und interessant beim veredeln!
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Wer gibt beim Obstbaum das Startsignal für den Austrieb (Gelesen 206 mal)
Moderator: cydorian
Wer gibt beim Obstbaum das Startsignal für den Austrieb
Zuletzt geändert von Tara2 am 10. Mär 2026, 12:45, insgesamt 1-mal geändert.
- thuja thujon
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Re: Wer gibt beim Obstbaum das Startsignal für den Austrieb
Ich meine Licht und Temperatur zusammen geben den Reiz, also oberirdische Pflanzenteile sind auf jeden Fall involviert, um den Hormonhaushalt zu verändern und so das Wurzelwachstum anzuregen, worauf Knospenschwellen folgt usw.
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- cydorian
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Re: Wer gibt beim Obstbaum das Startsignal für den Austrieb
Es ist ein Zusammenspiel, aber der eigentliche Startimpuls kommt meist aus den Knospen. Sie beginnen zuerst, Auxin zu produzieren, Zellteilung und Streckungswachstum zu aktivieren. Die Wurzeln liefern Treibstoff, sie produzieren vor allem Cytokinine, fördern Zellteilung in Knospen, unterstützen den Austrieb.
Weiss jeder, der mal Obstzweige geschnitten und in die Vase gestellt hat. Sie treiben auch ohne Wurzeln aus. Der unmittelbare Austriebsimpuls muss also in der Knospe selbst liegen und die Reservestoffe im Holz reichen für den ersten Austrieb, Wurzel nicht nötig für diesen Vorgang.
Veredeln am besten, wenn die Unterlage bereits Saftdruck hat, also aktive Wurzeln, aber das Edelreis noch in Ruhe ist. So stehts auch in den Lehrbüchern.
Weiss jeder, der mal Obstzweige geschnitten und in die Vase gestellt hat. Sie treiben auch ohne Wurzeln aus. Der unmittelbare Austriebsimpuls muss also in der Knospe selbst liegen und die Reservestoffe im Holz reichen für den ersten Austrieb, Wurzel nicht nötig für diesen Vorgang.
Veredeln am besten, wenn die Unterlage bereits Saftdruck hat, also aktive Wurzeln, aber das Edelreis noch in Ruhe ist. So stehts auch in den Lehrbüchern.
Re: Wer gibt beim Obstbaum das Startsignal für den Austrieb
Ergänzend kann man noch sagen:
https://gartenbuch.lubera.com/de/herbst ... macht-p687
Zitat:
Winterwärmeschaden: kommt vor allem bei frischgepflanzten Containerbäumen vor: bei milder Temperatur im Winter wird Stärke in Zucker umgewandelt, dieser wird noch nicht gebraucht und verwandelt sich in Alkohol, der dann die Pflanze vergiftet. In der Regel riecht es dann auch nach Alkohol, wenn Sie die Rinde des absterbenden Baumes abschürfen....
In warmen Wintertagen erwärmt sich der Wurzelballen viel schneller als der Mutterboden, der Baum wähnt sich im Frühling, wandelt Stärke in Zucker um, der Zucker wird aber nicht gebraucht, die Pflanze vergiftet sich mit dem entstehenden Alkohol selber, stirbt beim Austrieb ab – oder aber der auf Alkohol fliegende ungleiche Holzbohrer besorgt den Rest.
https://gartenbuch.lubera.com/de/herbst ... macht-p687
Zitat:
Winterwärmeschaden: kommt vor allem bei frischgepflanzten Containerbäumen vor: bei milder Temperatur im Winter wird Stärke in Zucker umgewandelt, dieser wird noch nicht gebraucht und verwandelt sich in Alkohol, der dann die Pflanze vergiftet. In der Regel riecht es dann auch nach Alkohol, wenn Sie die Rinde des absterbenden Baumes abschürfen....
In warmen Wintertagen erwärmt sich der Wurzelballen viel schneller als der Mutterboden, der Baum wähnt sich im Frühling, wandelt Stärke in Zucker um, der Zucker wird aber nicht gebraucht, die Pflanze vergiftet sich mit dem entstehenden Alkohol selber, stirbt beim Austrieb ab – oder aber der auf Alkohol fliegende ungleiche Holzbohrer besorgt den Rest.
Gruß aus Karl-Chemnitz-Murx
Re: Wer gibt beim Obstbaum das Startsignal für den Austrieb
Deutet auf die vorrangige Bedeutung der Bodentemperatur hin.
Ich erinnere mich an einen Versuchsbericht zu diesem Thema: Weinstöcke, einmal die Stöcke im Gewächshaus und die Reben draußen, das andermal umgekehrt.
Zuerst trieben die Pflanzen aus, deren Wurzeln im warmen Gewächshaus standen, nicht die mit den Knospen drinnen im Warmen.
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- thuja thujon
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Re: Wer gibt beim Obstbaum das Startsignal für den Austrieb
Ich vermisse irgendwie den praktischen Nutzen in der Diskussion.
Austriebsverzögerung wäre in manchen Frühjahren gewinnbringend. Außer Weißanstrich und mit Paraffinöl oder Rapsöl spritzen fällt mir da aber nichts ein. Der Effekt ist nur wenige Tage.
Austriebsverzögerung wäre in manchen Frühjahren gewinnbringend. Außer Weißanstrich und mit Paraffinöl oder Rapsöl spritzen fällt mir da aber nichts ein. Der Effekt ist nur wenige Tage.
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ringelnatz
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Re: Wer gibt beim Obstbaum das Startsignal für den Austrieb
Ich bin mir nicht sicher, ob man das so 1:1 sagen kann. Es gibt ja auch das Phänomen des im Saftfluss "ertrinkenden" Edelreises.
Wenn der zelluläre "Anschluss" ohne Austrocknungsgefahr sichergestellt ist, was spricht dagegen, die Verbindung schon im Ruhezustand herzustellen?
Doch eher technisch-praktische Aspekte, wie Rindenlösung und Schutz vor Austrocknung?
Dass das Edelreis selbst nicht ausgetrieben haben soll, ist sicher unstrittig!
- thuja thujon
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Re: Wer gibt beim Obstbaum das Startsignal für den Austrieb
Bleibt die Frage was mit dem zu früh drauf gepfropften Reis passiert, wenn es an der Schnittstelle anfängt zu tropfen. Dann wirds wohl auch weggespült, egal wie lange man es im Ruhezustand vor Austrocknen geschützt hat. Also zu früh ist nichts, ging bei mir auch schon schief.
Damit was nicht im Saft ertrinkt kann man noch 3-4 Tage warten, bis 1cm Austrieb da ist. Damit hört es auf, an den Schnittstellen zu tropfen.
Damit was nicht im Saft ertrinkt kann man noch 3-4 Tage warten, bis 1cm Austrieb da ist. Damit hört es auf, an den Schnittstellen zu tropfen.
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