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Rein-Raus-Überwinterung (Gelesen 915 mal)
Moderator: Phalaina
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Re: Rein-Raus-Überwinterung
Ich mach diese “Überwinterungsform” inzwischen.
Bzw. im Endeffekt hauptsächlich meine Mutter, ich bin von November bis Ende Februar nicht vor Ort.
Bis vor kurzem hab ich im November dann alles reingestellt und so verbrachte alles den Winter in einem Raum der ehemaligen Stallungen, obwohl ungeheizt bislang in den letzten Jahren nie unter 3 Grad plus, aber mit nur 2 recht kleinen, rechteckigen Fenstern im Garagentor.
Auch zu der Zeit war es nur für wenige Pflanzen, ein Lorbeer-Kugelbäumchen, ein Pteris wallichiana, der partout draußen nicht gut überwintern wollte, und immer mal einige Pflanzen, die temporär im Topf sind, weil mir das Risiko einer Herbstpflanzung trotz Klimawandel zu hoch ist und ich sie deshalb nur im Frühjahr auspflanze.
Allerdings topfe ich inzwischen alles in meinen Gartenboden - und schon mittlere Topfgrößen sind meiner Mutter zu schwer, das hatten wir vorletzten Herbst getestet.
Nun stehen alle zusammen - der Kugellorbeer ist allerdings viel zu schwer und groß , der bleibt weiterhin von November bis Ende Februar durchgehend drin, der verträgt das aber auch recht gut - auf einem (oder zweien) Möbelrollbrett mit recht großen Rädern und so einer Grifföffnung an jeder Seite im dauerschattigen Gartenhof.
Von da geht’s ebenerdig in einen weiteren Raum der ehemaligen Stallungen, die Tür hat allerdings auch am Boden keine Anschlagschiene.
Durch die großen Räder lässt sich das Rollbrett recht gut über die ungleichmäßige Oberfläche der gespaltenen Terrassennatursteinplatten ziehen, trotz Gewicht der Töpfe.
Meine Mutter nutzt sogar so einen Greifer, um was aufzuheben, und “greift” damit den äußeren Rand der Grifföffnung und kann dann so das Rollbrett samt Besatzung problemlos in den Stallungsraum ziehen.
Der ist zwar ebenfalls nicht geheizt, die Temperatur fällt aber bislang ebenfalls nie unter 3 Grad.
Die letzten Jahre schaute meine Mutter unsere lokalen Nachrichten samt Wettervorhersage mit Nachttemperaturen und zog je nachdem, ob Nachtfrost drohte, das Rollbrett rein oder eben nicht.
Letzten Sommer hab ich ein Innen-Außenthermometer mit Funksensor angeschafft, da kann sie nun später abends checken, wie die Temperatur am Boden des Gartenhofes aussieht - über 6 Grad und kein sternenklarer Himmel, kein Bedarf, das Rollbrett reinzuholen, wenn dann allerdings schon unter 5 Grad, oder eben Laut Wetterprognose eine sternenklare Nacht, reinholen.
Ist halt aufwändiger, aber die Pflanzen waren allesamt dankbar, der Pteris behielt alle alten Wedel, während sie bei dauerhaftem Innenaufenthalt immer zügig alle abstarben, eine Fuchsie wuchs sogar fleißig weiter, so dass ich im Frühjahr sogar einen größeren, üppiger belaubten “Busch” auspflanzen konnte, als ich im Herbst spontan ergattert hatte!
Bzw. im Endeffekt hauptsächlich meine Mutter, ich bin von November bis Ende Februar nicht vor Ort.
Bis vor kurzem hab ich im November dann alles reingestellt und so verbrachte alles den Winter in einem Raum der ehemaligen Stallungen, obwohl ungeheizt bislang in den letzten Jahren nie unter 3 Grad plus, aber mit nur 2 recht kleinen, rechteckigen Fenstern im Garagentor.
Auch zu der Zeit war es nur für wenige Pflanzen, ein Lorbeer-Kugelbäumchen, ein Pteris wallichiana, der partout draußen nicht gut überwintern wollte, und immer mal einige Pflanzen, die temporär im Topf sind, weil mir das Risiko einer Herbstpflanzung trotz Klimawandel zu hoch ist und ich sie deshalb nur im Frühjahr auspflanze.
Allerdings topfe ich inzwischen alles in meinen Gartenboden - und schon mittlere Topfgrößen sind meiner Mutter zu schwer, das hatten wir vorletzten Herbst getestet.
Nun stehen alle zusammen - der Kugellorbeer ist allerdings viel zu schwer und groß , der bleibt weiterhin von November bis Ende Februar durchgehend drin, der verträgt das aber auch recht gut - auf einem (oder zweien) Möbelrollbrett mit recht großen Rädern und so einer Grifföffnung an jeder Seite im dauerschattigen Gartenhof.
Von da geht’s ebenerdig in einen weiteren Raum der ehemaligen Stallungen, die Tür hat allerdings auch am Boden keine Anschlagschiene.
Durch die großen Räder lässt sich das Rollbrett recht gut über die ungleichmäßige Oberfläche der gespaltenen Terrassennatursteinplatten ziehen, trotz Gewicht der Töpfe.
Meine Mutter nutzt sogar so einen Greifer, um was aufzuheben, und “greift” damit den äußeren Rand der Grifföffnung und kann dann so das Rollbrett samt Besatzung problemlos in den Stallungsraum ziehen.
Der ist zwar ebenfalls nicht geheizt, die Temperatur fällt aber bislang ebenfalls nie unter 3 Grad.
Die letzten Jahre schaute meine Mutter unsere lokalen Nachrichten samt Wettervorhersage mit Nachttemperaturen und zog je nachdem, ob Nachtfrost drohte, das Rollbrett rein oder eben nicht.
Letzten Sommer hab ich ein Innen-Außenthermometer mit Funksensor angeschafft, da kann sie nun später abends checken, wie die Temperatur am Boden des Gartenhofes aussieht - über 6 Grad und kein sternenklarer Himmel, kein Bedarf, das Rollbrett reinzuholen, wenn dann allerdings schon unter 5 Grad, oder eben Laut Wetterprognose eine sternenklare Nacht, reinholen.
Ist halt aufwändiger, aber die Pflanzen waren allesamt dankbar, der Pteris behielt alle alten Wedel, während sie bei dauerhaftem Innenaufenthalt immer zügig alle abstarben, eine Fuchsie wuchs sogar fleißig weiter, so dass ich im Frühjahr sogar einen größeren, üppiger belaubten “Busch” auspflanzen konnte, als ich im Herbst spontan ergattert hatte!
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Erich Kästner, (1933/46), Ein alter Mann geht vorüber
“Frei zu sein bedeutet nicht nur seine eigenen Ketten abzulegen, sondern sein Leben so respektvoll zu leben, dass es die Freiheit anderer steigert.“ Nelson Mandela
Erich Kästner, (1933/46), Ein alter Mann geht vorüber
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Re: Rein-Raus-Überwinterung
Aha, ich bin nicht der Einzige!
Ich finde die Kombi dieser Überwinterung mit einem Gewächshaus ideal. Das ist bei mir einfach verglast und von Dezember bis Anfang Februar würde man dort wahnsinnig viel Energie verplempern. Zusätzliche Probleme gäbe es mit den Abgasen der Gasheizung und Grauschimmel in der stehenden, feuchte und kalten Luft. Ab Mitte Februar ist es dann meistens ok, das frostfrei zu halten und bei Sonne wird es auch schon ordentlich warm. Nur d der Umzug sämtlicher Pflanzen ist aufwändig.
Ich finde die Kombi dieser Überwinterung mit einem Gewächshaus ideal. Das ist bei mir einfach verglast und von Dezember bis Anfang Februar würde man dort wahnsinnig viel Energie verplempern. Zusätzliche Probleme gäbe es mit den Abgasen der Gasheizung und Grauschimmel in der stehenden, feuchte und kalten Luft. Ab Mitte Februar ist es dann meistens ok, das frostfrei zu halten und bei Sonne wird es auch schon ordentlich warm. Nur d der Umzug sämtlicher Pflanzen ist aufwändig.
Gartenekstase!
- Gänselieschen
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Es gibt nichts Gutes, außer, man tut es.
Re: Rein-Raus-Überwinterung
Um diese Rein-Raus-Rein Überwinterung endgültig zu beenden, habe ich jetzt genau so ein Glashaus und verplempere seit es kalt ist ....
Es kann dennoch passieren, dass ich im März ausräume und die Frostbeulen bei Bedarf nochmal reinstelle. Aber hoffentlich nicht zu oft.
Es kann dennoch passieren, dass ich im März ausräume und die Frostbeulen bei Bedarf nochmal reinstelle. Aber hoffentlich nicht zu oft.
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GartenHiasl
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Re: Rein-Raus-Überwinterung
Ich finde Rein-Raus-Überwinterung hat schon echt Potential, würde ich aber nur bei Pflanzen machen, bei denen ich unbedingt Früchte ernten will. Es ist einfach mühsam, besonders bei großen Pflanzen. Meine ca. 10 Jahre alte Zitrone wiegt gut und gerne 35 kg und das ist nur einer von etlichen Rein-Raus-Kandidaten. Leider helfen auch Rollen/Räder nicht besonders, es gibt einfach zu viele Stufen und Schwellen im und am Haus. Ich bringe nur Pflanzen raus, die im Zweifelsfall auch mal leichten Frost vertragen und versuche einen Zeitpunkt Ab Ende Februar/Anfang März zu finden, ab dem ich das Gefühl habe, dass das Risiko auf harte Fröste gering genug ist. Meine Zitrus-Sammlung steht beispielsweise seit fast drei Wochen an der Hauswand auf der (Süd-)Terasse - auch nachts und trotz noch immer häufigen Nachtfrösten. Wenn es -4 Grad weiter hinten im Garten hat, dann hat es auf der Terasse wahrscheinlich -1,5 bis -2. Das können meine Zitrus schon aushalten. Empfindlicheres bleibt aber in jedem Fall noch drin.
- Robertz
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Re: Rein-Raus-Überwinterung
Ich mache das inzwischen ähnlich, einfach weil der Unterschied zwischen dunklem Keller und zu warmer Wohnung für manche Pflanzen noch ungünstiger ist.
Das Schleppen nervt zwar, aber gerade bei Citrus und Fuchsien hat sich das bei mir eher gelohnt als ein dauerhaft suboptimales Quartier. Ab Mitte Februar wird es oft wirklich leichter, weil dann das Licht wieder hilft. Ohne Rollen wäre das für mich allerdings längst erledigt.
Das Schleppen nervt zwar, aber gerade bei Citrus und Fuchsien hat sich das bei mir eher gelohnt als ein dauerhaft suboptimales Quartier. Ab Mitte Februar wird es oft wirklich leichter, weil dann das Licht wieder hilft. Ohne Rollen wäre das für mich allerdings längst erledigt.
- Gänselieschen
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Re: Rein-Raus-Überwinterung
Ich habe jetzt Zitrus und Lorbeer auch rausgestellt. Sollte klappen. Eigentlich ginge sicher auch schon die Olive, aber die ist für Rein-Raus zu schwer....
- Apfelbaeuerin
- Beiträge: 6242
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Nordbayern, Winterhärtezone 7a
Re: Rein-Raus-Überwinterung
Bei mir ist es genau umgekehrt: Oliven und Lorbeer sind schon länger draußen, die Zitrusse bleiben noch drin. Ich könnte natürlich die acht großen Zitruspflanzen vom Haus ins Gewächshaus (einmal quer durch den Garten) tragen und in ein paar Wochen wieder zurück auf die Terrasse, aber das erspar ich mir. Mein Rücken freut sich.
Liebe Grüße von der Apfelbäuerin
Das Schöne zieht einen Teil seines Zaubers aus der Vergangenheit.
Hermann Hesse
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- Aramisz78
- Beiträge: 3047
- Registriert: 11. Jan 2020, 17:32
- Wohnort: Leipzig
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Re: Rein-Raus-Überwinterung
Manche grosse Pflanzen müssten dieses Jahr komplett draussen bleiben, im Topf an der Hauswand angedrückt oder komplett ausgepflanzt.. Die Olive sieht nicht gerade glücklich aus, aber auch nicht tot. Die winterharte Zitrusse haben das erste mal den komplett Winter draussen verbracht (f´gerade diese mit den Dauerfrost). Yuzu ist tot, die anderen leben.
Inzwischen ausser die ruhende Knollen ist ALLES ausgeräumt, zwar geschützt aber draussen. Was schafft schafft, was nicht, pech gehabt.
Der ungarische variante von der nur die harten... der Wurmstichige soll fallen.
Inzwischen ausser die ruhende Knollen ist ALLES ausgeräumt, zwar geschützt aber draussen. Was schafft schafft, was nicht, pech gehabt.
Der ungarische variante von der nur die harten... der Wurmstichige soll fallen.
"Wenn wir bedenken, dass wir alle verrückt sind, ist das Leben erklärt."
Mark Twain
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