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Lavendel bis ins Holz zurückschneiden?!!! (Gelesen 686 mal)

Von Anbau, Aufbewahrung und Anwendung bis zur Magie am Wegesrand. Thematisch nicht immer klar von Stauden, Gemüse, Atelier, Gartenküche bzw Gartenmenschen u.ä. zu trennen, ist hier der Treffpunkt für die Kräuterfans.
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thuja thujon
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Re: Lavendel bis ins Holz zurückschneiden?!!!

thuja thujon » Antwort #15 am:

Ein Gärtner der Lavendel im GH anzieht zum Verkauf und das an einer Kübelpflanze zeigt sagt natürlich düngen, wenn ich mir so manches Kübelexemplar vor den Häusern anschaue, macht das auch Sinn. Im Beet bekommen meine höchstens aus Versehen etwas ab.
Ich schneide meine im Frühjahr (oder Winter) runter aufs Holz, nach der Blüte nicht. Sie blühen einmal im Sommer und einmal im Herbst. Dann werden sie wieder rasiert auf 10 bis 15cm.
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Hawu
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Re: Lavendel bis ins Holz zurückschneiden?!!!

Hawu » Antwort #16 am:

Das hört sich aber anders an, als die Aussage im Video.
Dort ging es um eine vergreiste Pflanze, die sehr weit ins alte Holz geschnitten wurde, da waren keinerlei frische Austriebe zu sehen.
Wenn du regelmäßig schneidest, wirst du es doch nicht mit solchen Pflanzen zu tun haben, oder?
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AndreasR
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Re: Lavendel bis ins Holz zurückschneiden?!!!

AndreasR » Antwort #17 am:

Am besten ist es natürlich, wenn man Lavendel von Anfang an regelmäßig schneidet, im Februar/März kräftig, und nach der Hauptblüte im Sommer entfernt man die Blütenstängel und ggf. die Spitzen der belaubten Triebe, um die Pflanzen in Form zu halten. Auch ins alte Holz schneiden funktioniert durchaus, es kommt halt darauf an, wie lange sie schon nicht mehr geschnitten wurden. Haben sie schon besenstieldicke Stämme gebildet, wird man die nicht mehr schneiden können, bleistiftdicke Triebe aber durchaus, selbst wenn der Strauch dann komplett kahl ist. Das sieht dann nach dem Schnitt zwar erstmal unschön aus, aber in der Regel wird der Lavendel im April/Mai wieder gut austrieben.

Wie gesagt, probiere es doch einfach aus, schneide eine Pflanze stark zurück und beobachte, wie sie sich regeneriert. Oder schneide sie zumindest teilweise stark zurück und schaue, ob die stark zurückgeschnittenen Triebe wieder austreiben. Ich hatte das vor Jahren mal an ein paar ziemlich verkahlten Pflanzen ausprobiert, hatte mal mehr, mal weniger hoch geschnitten, aber meine Sorge war unbegründet, es sind wieder schöne runde, reichblühende Büsche mit zahlreichen Austrieben geworden, obwohl sie erstmal ziemlich furchtbar aussahen.

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Re: Lavendel bis ins Holz zurückschneiden?!!!

thuja thujon » Antwort #18 am:

Das ist ja jetzt nicht wirklich altes Holz so wie es Felcofan meint, aus manchen Lavendeln in Gartenanlagen kann man Knüppel schnitzen.

Vor Jahren wurde die Diskussion mit dem Schnitt mit dem Ergebnis geführt, dass es auch faule Sorten gibt, die nicht aus dem alten Holz treiben wollen. Bei jährlich tiefem Schnitt sollte nichts vergreisen. Wenn was vergreist ist, runterschneiden und wenn nichts treiben sollte, neues pflanzen. Notfalls die Stecklinge von dem Abschnitt.
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AndreasR
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Re: Lavendel bis ins Holz zurückschneiden?!!!

AndreasR » Antwort #19 am:

Klar, das waren bleistiftdicke Triebe (oder noch etwas stärker) und keine Knüppel, aber ich wollte nur illustrieren, dass da keine Blättchen mehr dran waren, es war nacktes Holz, und trotzdem sieht man überall neue Austriebe. Natürlich ist es auch sortenabhängig, daher kann man keine pauschale Antwort geben, sondern muss es halt mal ausprobieren. :)
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Re: Lavendel bis ins Holz zurückschneiden?!!!

Nox » Antwort #20 am:

Ich hatte mal irgendwo gelesen, dass der "echte" Lavendel (L. angustifolia) sich besser aus alten Trieben wieder bestocken soll als der L.x intermedia, allerdings werden die meisten hier wohl Sorten vom echten Lavendel pflegen.

Ich hatte letztes Jahr einen L. x chaytorae "Richard Gray" verloren geglaubt, er sah im Juli nach einem verregneten 2024 übel aus, auseinandergefallen und mit vielen abgestorbenen Trieben. Den habe ich dann bis auf den Boden zurückgeschnitten (einige Triebe lagen waagrecht auf dem Boden), da war keine Knospe mehr zu sehen, und von dem kläglichen Rest habe ich Stecklinge geschnitten. Er ist jetzt wieder ganz dicht geworden, und alle Stecklinge sind bewurzelt und wachsen. Alter aber auch erst 4 Jahre.
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Re: Lavendel bis ins Holz zurückschneiden?!!!

Hyla » Antwort #21 am:

Das ist definitiv sortenabhängig. Ich habe das bei meinem wahrscheinlich Speiklavendel probiert, weil mir ein Neunmalkluger dazu geraten hat. Ergebnis mehrere Büsche tot, der Rest potthäßlich und mickrig. >:(

L.angustifolia kann man alljährlich quasi mit dem Rasenmäher rasieren, dem macht das nichts aus, wenn das jährlich passiert. Die höheren Sorten und Arten, die ganz typisch kräftige kahle Triebe produzieren, da kann man richtig Pech haben und es kommt nichts mehr.

Wenn man eine seltenere Sorte pflegt oder den Namen gar nicht weiß, kann man jetzt Stecklinge machen. Mit Sicherheitskopien begrenzt man das Risiko deutlich.

Ich verstehe sowieso nicht, warum alles bis unten begrünt sein muß. Unter diesen Sträuchern wachsen natürlicherweise kleine Frühlingsblüher wie Krokusse und Anemonen und genauso mag ich das auch und erfreue mich wie ein Bonsaifan an den skurrilen Stämmen.
Schönheit liegt im Auge des Betrachters. ;)
Liebe Grüße!


Wenn du denkst es geht nicht mehr,
kommt irgendwo ein Lichtlein her.
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Re: Lavendel bis ins Holz zurückschneiden?!!!

tomma » Antwort #22 am:

Meine Santolina chamaecyparissus sieht ziemlich ausgewintert aus. Kann man mit der ebenso verfahren?
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hobab
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Re: Lavendel bis ins Holz zurückschneiden?!!!

hobab » Antwort #23 am:

Die kann man meist wegschmeißen wenn das Laub im Eimer ist.
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Re: Lavendel bis ins Holz zurückschneiden?!!!

Starking007 » Antwort #24 am:

Es geht doch um einen Lavendel und nicht um den Hope-Diamant!?
Abschneiden, und man wird sehen.
Soetwas entscheidet mein Unterbewußtsein alleine, Zeit verschwende ich mit solchen Überlegungen nicht.
ICH bin aber ein bißchen anders.....
Gruß Arthur
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tomma
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Re: Lavendel bis ins Holz zurückschneiden?!!!

tomma » Antwort #25 am:

Ist schon klar - die Santolina fliegt raus. Ich war mir nur ein klein wenig unklar wegen möglicher Schnippelei.
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