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Lagerbirne (Gelesen 89861 mal)

Obstgehölze, Beerensträucher und Wein (Veredlungen, Unterlagen, Schnitte und Selektionen) sowie Staudenobst (Erdbeeren)

Moderator: cydorian

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Mediterraneus
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Re: Lagerbirne

Mediterraneus » Antwort #330 am:

Ich hab auch so was schrumpliges.
'Paulsbirne'
Die musste ich unbedingt haben, unprobiert. Wegen der langen Lagerfähigkeit.
Sie sind immer noch recht fest, aber essbar.
Sie waren im Januar sehr saftig und fest, allerdings sehr adstringierend, man bekam das zerkaute kaum runtergeschluckt.
Jetzt ist das bittere weg. Allerdings hat sie Stippe, noch nie bei ner Birne gesehen. Geschmacklich eher rustikal süß birnig. Wirtschaftsbirne.
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LG aus dem südlichen Main-Viereck
Mediterraneus

Andere haben schließlich auch irgendeine Ahnung
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Asinella
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Re: Lagerbirne

Asinella » Antwort #331 am:

Mediterraneus hat geschrieben: 15. Mär 2026, 12:34 'Paulsbirne'
Die musste ich unbedingt haben, unprobiert. Wegen der langen Lagerfähigkeit.
.
Na, da bin ich ja gespannt. Das war bei mir genauso ;D. Vielleicht gibt es dieses Jahr eine allererste Kostprobe.
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cydorian
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Re: Lagerbirne

cydorian » Antwort #332 am:

Das ist keine Paulsbirne. Die läuft Richtung Stiel verjüngt aus, die Fruchtform hat einen anderen Schwung.

Die Paulsbirne schmeckt von Anfang an süss und hat wenig Gerbstoffe, ab Dezember auch als ganz normale Tafelbirne zu gebrauchen, war früher aufgrund Grösse, Haltbarkeit und Kocheigenschaften eine der beliebtesten Kochbirnen. War hier auch häufig.

Bei diesen alten Birnensorten wird noch mehr fehletikettierter Mist verkauft wie bei anderem Obst. Meine erste Paulsbirne war von Ritthaler, Jahre hats gedauert, dann war klar: Das ist was völlig anderes. Oder irgendein Experte bestimmt eine bereits dastehende Sorte falsch, von den 500 alten Birnensorten ist ja nichts mehr übrig, wenig Leute kennen sich damit aus.
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knoepfle
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Re: Lagerbirne

knoepfle » Antwort #333 am:

Was Mediterraneus schreibt, passt auch auf die "Paulsbirne", die ich mir als Landschaftsbaum gepflanzt habe. Dieses Jahr gabs zum ersten Mal nennenswert Ernte. Bild stammt von Mitte Oktober, ein paar Birnen (nicht auf dem Bild) waren auch deutlich gelber
Unbenannt4.png
Die meisten sind im Lauf der Zeit gefault, allerdings haben einige dennoch bis jetzt durchgehalten, also definitiv Lagerbirne. Heftig Stippe, ziemlich süß, aber auch deutlich adstringierend. Konnte man dennoch essen. Obs die echte Paulsbirne ist? Die Früchte haben, wie man auf dem Bild sieht, schon eine gewisse Variabilität. Und schienen mir dann doch ähnlich genug, um nicht misstrauisch zu sein.
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cydorian
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Re: Lagerbirne

cydorian » Antwort #334 am:

Sie hat aber kaum "Herbe". Das schreiben unter anderem auch alle historischen Bücher aus der Pomologenzeit. Hier von Lucas, Oberdieck 1866: http://www.obstsortendatenbank.de/osdb/ ... rne_ih.pdf
Ein ziemlich akkurates Bild: https://www.sunbird-images.com/detail.p ... e_id=28895

Kann da nur raten. Ganz subjektiv ins Blaue hinein: Es gibt da zwei Gruppen. Gruppe 1 ist die Paulsbirne wie beschrieben und im oben verlinkten Bild. Gruppe 2 hat diese Wassersackform, einem anderem Rotfarbton und andere Farbgradienten. Frei geraten war da was anderes in Reiserschnittgärten zur Vermehrung. Wie oft und häufig das vorkommt, hat Bannier ja in seiner Abstammungsuntersuchung bewiesen. Leider umfassten seine Analysen keine dieser alten Birnen.
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knoepfle
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Re: Lagerbirne

knoepfle » Antwort #335 am:

Sie hatte letztes Jahr wenig getragen und ich konnte letztlich nur eine probieren, die war deutlich milder im Geschmack. Möglicherweise ist der Geschmack dieses Jahr nicht typisch. Die Stippe zeigt ja an, dass die Fruchtentwicklung nicht optimal war. Möglicherweise schmecken sie nächstes Jahr anders. Da müssen noch ein paar Jahre ins Land gehen, um wirklich eine Aussage treffen zu können.
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