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Gurken im Freiland - Rankhilfe, Anbinden, Wässern (Gelesen 124 mal)

Wurzelgemüse, Knollengemüse, Blattgemüse, Stielgemüse, Fruchtgemüse, Kohlgemüse
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TomMeier
Beiträge: 111
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Gurken im Freiland - Rankhilfe, Anbinden, Wässern

TomMeier »

Hallo,

mich würde hier ein kurzer Erfahrungsaustausch zu Gurken im Freiland interessieren. Ich habe nun erst 2 Jahre lang Gurken im Freiland (Brandenburg, Südseite) ausprobiert. Sowohl Sorte Tanja als auch Persika. Ausgepflanzt hatte ich Anfang Mai. Mit kleinen Unterschieden war es in beiden Jahr so, dass die Gurkenpflanzen nach ca. 5 Wochen anfingen zu sterben bzw. einzugehen aufgrund des echten oder falschen Mehltaus. Egal ob diese überdacht vor einer Südhausmauer standen (6 h Sonne) oder im freien (10h Sonne). Insbesondere nach ein paar Tagen Regen oder bei denen, die frei standen, nach 1-2 richtigen Hitzetagen gingen die Pflanzen mehr oder weniger ab diesem Zeitpunkt sichtlich ein. Gerankt sind die Pflanzen entweder eintriebig überdacht an einer Juteschnur senkrecht nach oben oder im Freien direkt an einem Holzzaun (Rankhilfen-zaunelement aus dem Baumarkt, viereckige Maschenweite ca. 15cm). Gewässert habe ich die Gurken in der Regel täglich und morgen (5 Uhr).

Nun habe ich mir Lili F1, Jogger F1 und Arola zugelegt in der Hoffnung dieses Jahr mehr von den Gurken zu haben. Bei meiner Internetsuche komme ich auf unterschiedliche Empfehlungen (mal komplett im Freiland für viel Sonne und luftig gegen Pilzkrankheiten und mal lieber windgeschützt an der Hauswand).

Aus diesem Grund würde mich interessieren, was ihr so für Erfahrungen gemacht habt in Bezug auf Gurken im Freiland:
- was hat bei Euch beim Ranken gut geholfen? Wie bindet ihr eure Gurken an? Gehen eure Gurken auch schnell ein, wenn es mal 1-2 Tage sehr windig ist?
- wässert ihr täglich? Habt ihr unterschiedliche Erfahrungen beim unterschiedlichen Wässern gemacht?
- wie sind eure Erfahrungen mit Gurken, die im direkten Freiland sind (auch viel Wind abbekommen) im Vergleich zu sehr windgeschützten Gurken?
- Erfahrungen zur Sonnenstundendauer: Habt ihr hier verschiedene Feststellungen gemacht in Bezug auf zum Beispiel nur 6h Sonne im Vergleich zum selben Grundstück mit 10-12h Sonne?
ginasgarten
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Re: Gurken im Freiland - Rankhilfe, Anbinden, Wässern

ginasgarten » Antwort #1 am:

WIr haben die meisten Gurken im Folientunnel oder geschützt unter Dach in der Pergula an einer sonnigen Ecke.
Sorten Eiffel f1 und Pony F1, ich kann mich darüber nicht beschweren die halten bei uns immer länger durch wie bei anderen andere Sorten, kann aber auch an unserem Standort liegen.
Im Freiland hat es bei uns richtig sonnig auch nicht wirklich gut funktioiert, da haben wir die Riesenschälgurke Fatum, die man auch mit normaler Gartengurken Größe essen kann, muss man nicht als Rießengurke ausreifen lassen.

Ansonsten bei warmen/heißen Wetter zweimal gießen morgends und Abends/Nachmittags, kommt auch immer auf den Boden drauf an oder die Kübel, aber einmal ordentlich Wässern pro Tag an trockenen Tagen ist Pflicht und Gurken brauchen wahnsinnig viel Dünger, also von vornherein in reinen Kompost pflanzen und auch noch Langzeitdünger mit ins Pflanzloch.

Gegen Pilzkrankheiten um den Druck etwas zu reduzieren zu den Gurken Kapuzinerkresse pflanzen da helfen deren Senföle
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thuja thujon
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Re: Gurken im Freiland - Rankhilfe, Anbinden, Wässern

thuja thujon » Antwort #2 am:

An die Senföle, die aus den Pflanzen ausdünsten, muss man glauben, die helfen selbst extrahiert und gespritzt nicht wirklich.
Ich gieße nicht täglich im Freiland, alle 3 Tage wenn es mehr wie 30°C ohne Wolken hat. Täglich gießen bringt nur Feuchtigkeit in den Bestand, die man wegen den Pilzkrankheiten nicht haben möchte.
Düngen nach Bedarf, also Wetterabhängig ins Maul. So auch der Schnitt der Seitentriebe (wenn sie an Schnur aufgeleitet werden), ob mit einem oder zwei Blättern hängt vom Wetterbericht ab. Stickstoff ist vor allem wichtig, Kompost bekommen sie meist nicht, dafür Mulch mit dem was da ist, Rebentriebe, Rasenschnitt usw.

PS: der Strang könnte in den Gurkenstrang verschoben werden.
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ringelnatz
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Re: Gurken im Freiland - Rankhilfe, Anbinden, Wässern

ringelnatz » Antwort #3 am:

- was hat bei Euch beim Ranken gut geholfen? Wie bindet ihr eure Gurken an?
ich ziehe an einer einzelnen Juteschnur (gewickelt) an einem Tomatenhaken und knipse die Seitentriebe ab - teils lasse ich noch die erste Frucht am Seitentrieb stehen. Dann lasse ich fortwährend ab, da kommen gut und gerne 4-6m Trieblänge zusammen.
Gehen eure Gurken auch schnell ein, wenn es mal 1-2 Tage sehr windig ist?
nein, aber ich habe sie entweder im Gewächshaus oder an der Hauswand, d.h. sie kriegen nicht viel Wind ab
- wässert ihr täglich? Habt ihr unterschiedliche Erfahrungen beim unterschiedlichen Wässern gemacht?
Tröpfchenbewässerung, also täglich.
- wie sind eure Erfahrungen mit Gurken, die im direkten Freiland sind (auch viel Wind abbekommen) im Vergleich zu sehr windgeschützten Gurken?
- Erfahrungen zur Sonnenstundendauer: Habt ihr hier verschiedene Feststellungen gemacht in Bezug auf zum Beispiel nur 6h Sonne im Vergleich zum selben Grundstück mit 10-12h Sonne?
da habe ich wenig Vergleich.

Ich glaube grundsätzlich sollten Gurken gut im Wachstum gehalten werden. Durch Bewässerung und Düngung, optimal auch Veredelun. Dann wachsen sie den Krankheiten davon.
Erste Versuche mit Al-Fosetyl (Alitis Pilzfrei) vor feuchtem Wetter in die Triebspitzen gesprüht sind positiv.
Definitiv sind nicht alle Sorten gleich falscher Mehltau empfindlich. Tanja ist sehr empfindlich, Tokiwa fast gar nicht, Green Apple wenig empfindlich.
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