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Feuer frei! Kniphofia (Gelesen 53666 mal)

Einjährige, Zweijährige, mehrjährige Stauden, Farne, Gräser, Zwiebelpflanzen ...

Moderatoren: Nina, Phalaina, AndreasR

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AndreasR
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Re: Feuer frei! Kniphofia

AndreasR » Antwort #255 am:

Ich habe heute die zwei Kniphofien im Hangbeet "ausgeputzt", halt die alten, unansehnlich gewordenen Blätter rundherum abgerupft. Es ist eine namenlose gelb-rote (evtl. Kniphofia praecox) und eine cremeweiße (evtl. 'Pineapple Popsicle'), die sehen beide gut aus und treiben bereits neues Laub, obwohl ich sie gar nicht geschützt hatte. Es wäre aber wahrscheinlich einfacher gewesen, das alte Laub zu entfernen, wenn ich sie zusammengebunden hätte, denn das lag nun wild durcheinander quer über die ganzen Frühlingsblüher. Die gelbblühende im Vorgarten (wohl 'Poco Yellow') sieht weiterhin gut aus, da ist noch nicht mal viel abgestorbenes Laub dran, die feinlaubige ist im Geophytendickicht versteckt, da muss ich bei Gelegenheit nochmal genauer schauen. Ich befürchte aber, dass diese zarten Sorten für unsere regenreichen Winter nicht wirklich geeignet sind, die pflanzt man vielleicht irgendwo in den Steingarten, wo sie nicht bedrängt werden, und schützt sie entsprechend.
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Krokosmian
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Re: Feuer frei! Kniphofia

Krokosmian » Antwort #256 am:

Vor dreißig Jahren in der Lehre hieß es "nicht hundertprozentig hart", der Schacht/Jelitto aus den 60er beschreibt recht aufwendige Schutzmaßnahmen. Das seitdem die Winter im Schnitt lauer geworden sind, heißt halt doch nicht, dass jetzt alles Pommes und Disco ist.
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Hobelia
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Re: Feuer frei! Kniphofia

Hobelia » Antwort #257 am:

Mediterraneus hat geschrieben: 23. Mär 2026, 18:02 Riechts schon faulig?
Ne, da riecht nix faulig. Ich habe an einem verbliebenen grünen Hälmchen leicht gezogen und selbst das hatte ich in der Hand. Keine Wurzel dran, wahrscheinlich weg gefault. Ich hatte die Kniphofias allerdings nur zusammen gebunden.

Andreas, das wundert mich, dass deine Poco Yellow den nassen Winter in deinem Lehmboden heil überstanden hat. ::)
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Hobelia
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Re: Feuer frei! Kniphofia

Hobelia » Antwort #258 am:

Krokosmian hat geschrieben: 23. Mär 2026, 20:00 Vor dreißig Jahren in der Lehre hieß es "nicht hundertprozentig hart", der Schacht/Jelitto aus den 60er beschreibt recht aufwendige Schutzmaßnahmen. Das seitdem die Winter im Schnitt lauer geworden sind, heißt halt doch nicht, dass jetzt alles Pommes und Disco ist.
Welche aufwendigen Schutzmaßnahmen wurden denn empfohlen?
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AndreasR
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Re: Feuer frei! Kniphofia

AndreasR » Antwort #259 am:

Hobelia hat geschrieben: 23. Mär 2026, 20:05 Andreas, das wundert mich, dass deine Poco Yellow den nassen Winter in deinem Lehmboden heil überstanden hat. ::)
Ja, da staune ich auch, denn im Februar hat's hier ständig nur geregnet, und der Garten glich eher einem Sumpf. Allerdings ist der Vorgarten ja an der oberen Hangkante, das sorgt womöglich für ausreichend Drainage in diesem Bereich. Naja, ich werde weiter beobachten und berichten...
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LissArd
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Re: Feuer frei! Kniphofia

LissArd » Antwort #260 am:

Hier ist es auch sehr kurios… alle meine Pineapple Popsicles stehen im gleichen Beet, identische Bedingungen, keine steht feuchter oder kälter als die andere. Und doch haben jetzt diesen Winter zwei von drei das zeitliche gesegnet. Die eine überlebende Popsicle treibt aber zumindest aus.
»Im übrigen bin ich, nicht ungern, der Sklave meines Gartens. Es macht mich sehr müd und ist etwas zuviel, aber in alledem, was die Menschen heut tun, fühlen, denken und schwatzen, ist es das Klügste und Wohltuendste, was man tun kann.« – H. Hesse
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Krokosmian
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Re: Feuer frei! Kniphofia

Krokosmian » Antwort #261 am:

Hobelia hat geschrieben: 23. Mär 2026, 20:06 ... Schutzmaßnahmen...
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"...Alle Arten und Hybriden verlangen bei uns Winterschutz, den man ihnen in Form von trockenem Torf oder einer trockenen Laubdecke gibt. Dabei ist zu beachten, daß man die Blattbüschel nur um etwa ein Drittel einstutzt und nicht ganz zurückschneidet. Die Schutzdecke soll nicht das Herz der Pflanze bedecken, sondern hauptsächlich die fleischigen Wurzeln schützen. Man legt sie etwa 20-30cm hoch um den Blätterkranz und darüber einige Fichtenreiser, um ein Wegwehen zu verhindern. In besonders ungünstigen Lagen kann man auch die Pflanzen im Spätherbst mit Ballen aus dem Boden nehmen und im Tiefen Kasten frostfrei überwintern....". Das war wie gesagt in 1963, ob man das ganze Galama heute noch machen muss, keine Ahnung... Aber vollumfänglich hart sind sie halt immer noch nicht.
.
Mein seliger Seniorchef und sein Bruder haben wohl immer wieder mal Sorten und Findlinge ausprobiert und ohne besonderen Schutz in den Lößlehm gepflanzt, freilich nicht in die nasseste und kälteste Ecke. Um zu sehen was evtl. doch geht. Übrig geblieben waren seinerzeit eine namelose Gelbe, `Safranvogel´ und vermutlich `Alcazar´. Irgendwann blieben sie aber doch mal weg, liefen damals auch nicht übermäßig gut.
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